Alles auf Anfang: Mein Jahresrückblick

Es gibt Momente im Leben, die man nicht mehr missen möchte. Diese Momente haben meistens auch die Eigenschaft, das eigene Leben komplett zu verändern und auf den Kopf zu stellen. Davon gab es dieses Jahr einige für mich.

Im Februar 2012 stand ich strahlend vor dem Standesamt, mit einer wunderschönen Frau und Braut, um uns herum Familie, Freunde, Bekannte und jede Menge Luftballons.  Vom Rest der Hochzeit bekamen wir als Brautpaar nicht wirklich viel mit und noch weniger zu essen. Irgendwann war’s dann auch vorbei, mit der Feier.

Drei Monate später: Ich sitze im Krankenhaus in Gelnhausen, in einem bullig warmen Raum, mit einem Bündel Handtuch, in dem ein kleines, wunderschönes Gesicht zu sehen ist. Ich habe gelacht, ich habe Rotz und Wasser geheult – vor Glück. Ich konnte es nicht fassen, dieses kleine zerbrechliche Wesen, zu klein, zu leicht, war ein kompletter Mensch. Mit Augen, Ohren, Nase, Mund, Arme, Beine, eben alles was ein Mensch so haben kann, nur in winzig: Kleine Finger, ein kleiner Mund, süße Ohren. Und kleine Füße.

Dieser Augenblick war der schönste Augenblick in meinem Leben. Führerschein, die erste Arbeit, die eigene Wohnung, das Motorrad, Heirat, alles großartige Dinge und Momente, wert gelebt zu werden; wert, Sie zu erinnern. Aber das alles ist nichts, absolut gar nichts gegen das Gefühl, das eigene Kind im Arm zu haben.

 

Damit beginnt etwas komplett neues. Alles auf Anfang.

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