E-Book-Reader, mal wieder

Ein Bekannter von mir hat sich damals einen der ersten OYOs gekauft. Nun ist es so, dass Thalia auf Adobe Digital Editions setzt, eines der etablierten DRM-Systeme beim “Schutz” von E-Books. Um das zu Nutzen braucht man eine Adobe-ID. Das hat >2 Jahre lang gut funktioniert. Bis der OYO kaputt gegangen ist.

Er hat sich dann einen der neueren Generation gekauft. Und wollte sich da anmelden. Ging nicht. Er muss sich die Bücher, wenn er sie nochmal lesen will, nochmal kaufen. Zu einem vollen Preis. Sagt Adobe. Und irgendwann habe ich resigniert, von E-Book-Readern abzuraten. Magengeschwüre und Co. kann man sich auch mit wichtigeren Dingen holen.

Wenn dein DRM also spinnt, ist das mieser, als wenn dein Haus mit einer Bibliothek abfackelt. Die ist in der Regel ja versichert…

Das sorgt dafür, dass für mich die einzig mögliche Alternative ein Kindle wäre. Klar, da gibts auch DRM. Aber auch Calibre und das eine oder andere Plugin dafür… Das ist für mich auch keine befriedigende Lösung, das wäre dann eher so ein Notbehelf. Aber so dringend nötig habe ich das noch nicht, außer natürlich jemand möchte mir so ein Gerät schenken. Dafür würde ich es nehmen. Bücher damit kaufen momentan eher nicht. Ich mag dieses “Wir verkaufen’s vermieten’s gerade mal nen Euro unter der Papierversion” echt nicht. Allerdings bietet Amazon auch oftmals E-Books kostenlos an, da ist nicht immer nur Schrott dabei.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Warum bleibt nur der Kindle? Es gibt einige andere E-Book-Reader, die weniger an ein DRM-System gebunden sind als der Kindle, z.B. der Kobo oder Sonys PTR-Reihe.

    Eigentlich kann man beim Adobe-DRM Bücher auf mehreren verschiedenen Geräten nutzen, auch mehrere verschiedene Geräte autorisieren. Es gibt also keinen Grund, warum er den neuen Reader nicht mit den gekauften Büchern nutzen können sollte. Oder spinnt da das DRM, obwohl es gehen sollte, und Adobe weigert sich zu helfen?

    • Was Adobe angeht: Ich vermute mal letzteres. Es ist aber müßig mit dem Bekannten darüber zu diskutieren.

      Ich finde allerdings die direkte Anbindung an einen Store nicht zwangsweise als Nachteil. In der Form allerdings wie Amazon und Apple das durchziehen ist das aus meiner Sicht nicht wirklich kundenfreundlich.

  2. Ich würde es an seiner Stelle mal mit dem Anwalt versuchen… Oder zumindest damit drohen.

    Ich bin seit einigen Wochen auch Kindle-User und finde Amazons Modell eigentlich recht fair. Wobei mir noch einige Funktionen fehlen (z.B. Bücher weiter verschenken). Aber ich habe Hoffnung – bei anderen Systemen haben die Hersteller ja auch nachgerüstet.

    Mal schauen, vielleicht siegt ja die Vernunft und das DRM verschwindet da, wo es bei der Musik auch verschwunden ist.

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