Was hörst Du wann und wie? – Schöne neue Welt

Mein Hörverlauf bei Rdio

Mein Hörverlauf bei Rdio

Wenn man Künstlern / Plattenfirmen einen Zugang zu den Statistiken von Streamingplattformen geben würde, sollten ja ein paar interessante Informationen ersichtlich sein, die der reine Verkauf von Musik (phsyisch oder digital ist dabei egal) nicht erlaubt:

  1. Welche Lieder eines Albums werden am häufigsten gespielt?
  2. Welche Lieder werden wann (im Lied) geskippt?

Die Frage ist dabei dann am Ende, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Als Technikdystopist gehe ich mal davon aus, dass Lieder, die im Streaming schlecht abschneiden und ähnliche eventuell missglückte Experimente auf einem nächsten Album einfach nicht mehr rauskommen, um das Album wieder “Longplayer”-tauglich zu machen.

Damit wäre auch eine Weiterentwicklung von Bands im so genannten Mainstream so gut wie tot. Dabei sind es gerade die Experimente, die den Musikstil und die Vielfalt einer Band extrem positiv beeinflussen können.

Folgen der Vorherrschaft des Google Readers

Wie Christian bei F!XMBR schon zum Thema AdBlock Plus schrieb: Zuviel Marktmacht ist ungesund. Google Reader (und jeder andere etablierte gehostete RSS-Reading-Dienst) hat den Vorteil, dass eine Seite, die RSS-Feeds anbietet, aber Media Hotlinking verhindern will, einfach nur bekannte Dienste freischalten muss.

Wer seinen Reader selbst hostet, hat ein Problem: Er steht nicht in der Whitelist. Das macht sich dann in Fehlermeldungen wie “404 – Not Found” oder “403 – Forbidden” bemerkbar.

Das Problem hat sich für mich Smashing Magazine deutlich gemacht. Ich daraufhin habe einen Tweet an @smashinmag geschickt. Antwort bekam ich keine, aber mein Reader zeigt seit heute Bilder aus dem Feed an. (Ich habe es gerade getestet).

Aus diesem Grund habe ich z.B. für meine Bilder eine eine Blacklist, so dass nur in bestimmten Fällen ein Bild nicht, oder eben ein anderes angezeigt wird.

Der Tag an dem Google die TT-RSS-Website zum Absturz brachte.

Heute hat Google bekannt gegeben, dass der Google Reader abgeschaltet werden wird. Ausgererechnet am 1. Juli. Für die Abschaltung von iGoogle hat man ein Jahr im voraus informiert, bei einem weit verbreiteten Tool wie dem Reader lässt man Nutzern weniger als 4 Monate.

Für mich als exzessiver Nutzer ist das natürlich ein Schock. Alternativen müssen her. 4 Monate sind nicht viel Zeit. Die Petition zum Erhalt von Google Reader ist zwar nett, aber Hoffnung ist nicht, auf das ich bauen will. Ich will ja bloß stressfrei Feeds lesen und einzelne Einträge teilen können.

Allerdings kam für mich nicht mehr in Frage, wieder auf einen Dienst zu setzen. Wenn der in 2 Jahren dicht macht, wieder alles umzubauen, darauf habe ich keine Lust. Eine Application-Lösung auf dem Rechner kam für mich nicht in Frage.

Das ist mir insgesamt zu unflexibel und ich bin auf Win und Linux unterwegs, damit ist auch Synchronisierung ein Problem. Als Web-Anwendung ist Synchronisierung automatisch ein Feature.

Ich habe mich dann nach einer kurzen Recherche nach Alternativen auf TT-RSS gestürzt. Scheinbar sind auch jede Menge andere User darauf gestoßen und mittags musste der Betreiber die Seite auf eine statische HTML-Page umstellen. Im Gegensatz zu anderen OSS-Lösungen wird hier allerdings noch relativ aktiv entwickelt, die neueste Version ist erst wenige Tage alt. Und Fever, welches 30$ kostet, hat nicht mal eine Demo, sondern nur ein Quicktime-Demo-Video. Da ich das nicht schauen konnte, fällt auch das aus.

Die Installation ging fix, die insgesamte Einrichtung war dann eher nicht ganz so schnell. Die Anleitung bei Uberspace dazu ist auch große Klasse und machte den Prozess fix. Das Importieren der Feeds geht durch den OPML-Import einfach. Das neuorganisieren danach ist der Teil, der zeitintensiver ist.

Was ist mit mobilem Zugriff?

TT-RSS liefert eine Mobil-Ansicht mit. Diese ist allerdings eher unbrauchbar und veraltet, basiert auf iUI und ist wirklich sehr basic. Allerdings hat ein anderer Entwickler eine Oberfläche auf jQuery Mobile-Basis zusammengebaut. Wenn er es nicht hätte, hätte ich dem Entwickler angeboten, die mobile-View direkt mit jQM umzubauen. Allerdings scheint das nicht so sein Ding zu sein, komplette Features von anderen zu importieren. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Sich das in Zukunft ändern wird.

Features aus dem “alten” Google Reader kommen zurück

In TT-RSS kann ich endlich wieder “geteilte Einträge” veröffentlichen. So als Feed. Und den auf Twitter oder ins Blog in die Sidebar einbauen.