BVerfG kippt Vorratsdatenspeicherung

UND ALLE SO: YEAAHH!!

 

Willkommen in der Zensurrepublik Deutschland

Seit heute morgen, um 00:00:01 Uhr haben wir offizielle Zensurmaßnahmen in Deutschland.

Willkommen in einem Land, das Gesetze hat, die den chinesischen nicht unähnlich sind. Und der JMStV wird da noch tiefer einschneiden. Dazu kommt ACTA, inklusive Three-Strikes, die Lohndaten werden zentral gesammelt und mit Auskünften z.B. über Fehltage im Betrieb und ihrer Art (also, Urlaub, Krank, Streik, Ausschließung…), Kündigungsgrund und anderen im prinzip intimen Details gespeichert.

Die Telefone werden schon seit 10 Jahren mit dem Lauschangriff potientiell überwacht, seit 2009 auch die Verbindungsdaten, die Funkzellen von denen ich telefoniere, und wie ich mich dabei bewege. Vom mobilen Surfen, wo ich gleichzeitig mit dem Handy in einer Funkzelle, als auch mit einer IP-Adresse im Netz bin und damit gleich doppelt überwacht werde, will ich gar nicht anfangen.

Das ist kein Land, in das ich Kinder setzen will. Ja, wo bleibt Sie eigentlich, die Revolution?

 

Webseiten auf Zugänglichkeit testen mit Lynx und w3m

Klar, Designs für Webseiten können schon mal extrem aufwändig und hübsch sein (so wie meins ;-) ), aber wichtiger ist, dass der Inhalt sauber strukturiert und sowohl für Blinde/Screenreader ordentlich aufbereitet ist, was sich auch auf die Suchmaschinenfreundlichkeit auswirkt. Positiv versteht sich.

Mit einem “normalen” Browser

Mit w3m

Mit Lynx

Was man hier sehr schön sieht, ist, das selbst die “Textbrowser” unterschiedliche Rendering-Mechanismen benutzen.

Was bringts?

Eines ist jedoch überall gleich: Die Schriftgrößen sind immer gleich. Die Reihenfolge der Texte ist exakt die im Quelltext. Es gibt keine Bilder, kein Javascript, kein CSS. Während einige Screenreader mittlerweile mittels WAI-ARIA und einiger Arbeit am Javascript auch barrierefrei mit Javascript umgehen können, ist das dennoch nicht der Standard, also sollte man zusehen, dass eine möglichst zugängliche Webseite auch ohne Javascript benutzbar ist.

Da kann man halbwegs gut erkennen, wie tauglich so eine Seite auch für Menschen oder auch für Suchmaschinen ist. Sehr gut kann man mit diesen Browsern übrigens Seiten entlarven, die extrem viel Suchmaschinenoptimierung betreiben. Sehr unschön für solche Browser, übrigens.

 

Link-Ecke #9

Schweizer Steuerzahlerbund ätzt gegen Schäuble

Der Schweizer Bund der Steuerzahler fordert mehr Transparenz bei den Konten deutscher Politiker. Der Chef der Organisation sagte dem Newsportal “20 Minuten”, man solle unbedingt schauen, wie sauber Schäuble und Co. sind. Er warf der Bundesregierung zudem vor, ihre Bürger zu kriminalisieren.

Auch wenn ich zur Schweiz wegen DJ Bobo immer noch ein gespaltenes Verhältnis habe, das ist mal ein hübscher Kommentar aus der Alpengemeinde.

My email contacts list is not a social graph

My email contacts list is not a social graph. It is not a group of people I have chosen to follow, [...]

Mediengestaltung im Umbruch

Die Welt der vernetzten elektronischen Geräte und Plattformen befindet sich in einer aufregenden Phase des Umbruchs und der Neu(er)findung. Während wir die letzten Jahre damit verbracht haben, alle möglichen Computertätigkeiten, für die wir vormals individuelle Programme benutzten, in den Browser und immer mehr Daten von der eigenen Festplatte in die Wolke zu verlagern, startete an anderer Stelle, nämlich auf den i- und Android-Phones, der Krieg um den prominentesten Icon-Platz auf dem Tatschbildschirm der Aufmerksamkeitslieferanten. Apps sind die neuen Bookmarks.

Allerdings glaube ich den letzten Satz des Artikels nicht. Also den mit dem “auf’s iPad müssen”. Das ist vermutlich schon vorher rum.

Paul im Puff

Ich habe nichts gegen Puffs. Also nicht aus ideologischen Gründen. In Coupling heißt es, Stripbars seien der Albtraum eines Mannes, „Porno der dich ansieht“. Der Autor von Coupling ist der einzige Mensch, der mich versteht. Zum ersten Mal heute spüre ich meinen Schwanz nicht.

Ich mag ja Maltes Texte sehr gerne. Sollte er ein Buch über Paul rausbringen, ich glaube ich würde es kaufen. Weil ich will, dass er mehr davon schreibt.

Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland

Deutschland fehlt der öffentliche Diskurs, die angemessene Gesetzgebung und eine entsprechende Mentalität, um mit den Veränderungen durch das Internet zurechtzukommen. Ergebnis: Ein Umgang mit dem Internet von Seiten der Regierung und der Wirtschaft, der uns mittel- bis langfristig auf globaler Ebene in ein Entwicklungsland verändern wird.

Eine Vermutung die ich auch schon hatte. Teil 1, Teil 2, Teil 3

 

Hilfe: Microblogging-App gesucht

Ich suche eine Microblogging-Anwendung für Windows. Diese Anwendung sollte nativ sein, kein Adobe Air, über Java kann ich mit mir reden lassen. Statuzer/Tweetdeck oder Gwibber wären so meine Vorstellungen einer GUI.

Das ist aber nicht alles, denn: Ich möchte mehrere Accounts da drin haben, und zwar von Twitter und Identi.ca, ausserdem soll die Anwendung beides lesen aber nur mit einem Posten. Also im Prinzip ein Seesmic Windows inklusive Identi.ca Plugin.

Ach ja: Wenn die Anwendung portable wäre, wäre es ganz großes Kino, aber kleines Kino reicht auch. qTwitter ist übringens ganz nett, wenn es wenigstens die Accounts gleichzeitig anzeigen würde.

 

Was mir bei Google grade gar nicht Buzzt

Was bei Google Buzz alles stinkt und welche Schwächen Buzz in anderen Google-Produkten aufzeigt.

Klar, Google weiss einiges über jeden von uns und sie machen daraus auch kein Geheimnis. Das ist zwar unangenehm, aber nicht immer ganz so problematisch, solange Google die Infos für sich behält.

Wenn allerdings ein “Social Network” anfängt, seine Fühler in meine Mails und meine Lesegewohnheiten einzumischen, mit Empfehlungen und “Buzz”-Empfehlungen, dann habe ich damit ein Problem. Denn Buzz hat dafür gesorgt, dass diverse Personen auf meinen Reader-Follower-Listen gelandet sind, die ich dort nicht haben wollte. Normalerweise gehen meine Share-Items nur über Identi.ca/Twitter raus und dadurch auch zeitverzögert. Wenn die Leute mittels Buzz und dem Reader direkt angekoppelt sind, dann habe ich eine Echtzeitverfolgung, die mir persönlich schon ganz schön aufstößt. Und das nur, weil diese Personen in meinem Mailfile existieren.

Dazu kommen, nach dem ersten kurzen Test mit den Kollegen, auch ein paar Fehler, die teilweise besorgniserregend sind:

1. Die Picasa-Unsicherheiten

Zwei der Kollegen haben Bilder aus “unlisted”-Picasa-Alben gepostet. Interessant war, dass bei beiden jeweils ein Link zum gesamten Album vorhanden war bei dem man dann auch das ganze Album ansehen konnte.

Sorry, aber sowas erwarte ich bei StudiVZ oder WKW, aber nicht bei Google. Das ist ein absolutes No-Go und nicht akzeptabel. Warum kann man keine Authkeys für einzelne Bilder vergeben oder nicht wenigstens den Link zum Album weglassen?

2. Die Unblockbaren

Warum kann ich meine Follower nicht blocken? Ich habe nach ner Stunde Buzz schon den ersten Spam in meiner Timeline gefunden. Und nicht nur dass, ich bekomme, wie schon erwähnt, alle möglichen Leute aus meinem Mailfile als Follower angehängt.

Was ich erstens ja nicht unbedingt will und zweitens auch nicht verhindern oder rückgängig machen kann. Was bei Twitter und Identi.ca ja ganz gut funktioniert, auch bei WKW, um nur mal die “größeren” Netzwerke, ich ich von innen kenne, zu bemühen.

Noch schlimmer ist dabei, dass diese User gleichzeitig auch zu anderen Diensten, bei denen Informationen teile, wie z.B. beim Google Reader geschickt werden.

***

Vielleicht ist das dem einen oder anderen egal, mir ist es nicht. Und darüber hinaus ist es bei Buzz ohne Probleme möglich, längere Artikel einzustellen, was bei Twitter und Co. nicht passiert, was dazu führt, dass man kreativ werden muss. Kreativität entsteht aus Einschränkungen und Restriktionen.

Außerdem ist das ganze Buzz-Mail-Verhalten ziemlich nervend, auch wenn man das halbwegs komfortabel wegfiltern könnte. Man muss es selbst tun. Und das finde ich nicht angemessen, wenn mir der Dienst einfach mal eben so untergeschoben bekommt.

 

Link-Ecke #8

Keine Halterhaftung für Internetzugänge

Filesharing urheberrechtlich geschützter Werke führt zu zivilrechtlichem Ärger. Die Rechteinhaber lassen Tauschbörsen überwachen. Sie mahnen ab und verlangen Schadensersatz. Ihre Schreiben sind regelmäßig an den Anschlussinhaber gerichtet, obgleich damit natürlich keineswegs feststeht, dass der Anschlussinhaber auch tatsächlich selbst in der Tauschbörse war. (lawblog.de)

BRAIN FREEZE

Eiswürfel in Form von… GEHIRNEN!!! (via Nerdcore)

Unfailbar?

Kai Müller vom Stylespion nimm die neue Seite “Bewegungsmelder” von JvM auseinander. Mit Recht.

Die Piratenpartei und der Rechtsbruch

Die Piratenpartei hat die aktuell diskutierten Steuerdaten aus der Schweiz in einer Pressemitteilung thematisiert. Die Frage selbst interessiert mich nicht besonders – ob Kapitalgewinn vom Staat für die Interessen einer Gruppe eingesetzt wird oder direkt bei dieser Gruppe verbleibt ist für mich eher eine Frage der Ästhetik als politisch relevant. Die Antwort zum Thema finde ich jedoch in der Beschäftigung mit der Piratenpartei interessant. (via lallus.net)

Googles großer Fehler

Immer wenn man den Namen “Google” erwähnt, schwirrt der Begriff “Datenkrake” in den meisten Köpfen. Wenn ich mir das mal genauer anschaue, ist der größte Fehler, den Google gemacht hat: Transparenz.

und weiter:

Vergleicht man das mal mit einem anderen großen deutschen Webmailer GMX, bekommt man da schon etwas mehr Panik

Den Rest lest ihr dann bei Martin Thielecke.

Einen deutschen Bogen spannen – Kleine Anekdoten aus öffentlichen Diskursen

Morgen beginnt die Berlinale. Der neue Film von Roman Polanski wird gezeigt, die Darsteller werden da sein. Nur Polanski nicht. Der sitzt mit Fußfessel in seinem Schweizer Anwesen, weil er vor rund 30 Jahren eine 13-Jährige mit Drogen und Alkohol gefügig machte, sie stundenlang missbrauchte, das darauffolgende Verfahren als unzulässig erklärt wurde, Polanski aus den USA flüchtete und vor einiger Zeit entschieden wurde, das Verfahren neu aufzurollen.

 

Windows oder Ubuntu?

Bei Christoph bin ich über einen Artikel zu Dells Darstellung von Ubuntu auf Dell-Systemen gestolpert.

Dell erklärt die Unterschiede zwischen Windows und Ubuntu

Ich finde die letzte Begründung für Windows ganz großes Kino. Allerdings sollte man “keine Erfahrung mit” durch “keine Ahnung von” ersetzen.

 

Jabber – Es kommt Bewegung auf…

Mein Posting über Jabber, ICQ und offene Kommunikationsstandards hat einige Reaktion bei mir ausgelöst und den einen oder anderen Beitrag auf anderen Blogs initiiert, was mich persönlich beruhigt und freut.

Zero ist dabei, ein kleines Klick-Tutorial für Neulinge zu bauen und braucht dabei Hilfe. In der Firma habe ich einen Openfire-Server aufgesetzt, einer meiner Freunde setzt im Kontakt mit mir auf Jabber, was, da er Pidgin hat, kein Problem für seine ICQ-Kontaktliste darstellt.

Es bleibt also spannend.

Links

 

Jabber im Praxis-Einsatz bei United Internet

Nach den Argumenten, warum man Jabber/XMPP anstelle von anderen Instant-Messaging-Protokollen nutzen sollte, hatte ich ja schonmal ausgeführt. Jetzt kommt das große wie.

Wie bereits schon im vorherigen Artikel zum Thema beschrieben, haben alle Nutzer von United Internet einen XMPP-Account. Nutzer von GMX ebenso wie Nutzer von web.de, und auch alle 1und1 Email-Adressen sind Jabber-Accounts (das mit den 1und1-Adressen habe ich grade ausprobiert)

Im übrigen sagt mir PSIs Service Discovery bei 1und1, dass Transports für AIM, ICQ, MSN und Yahoo vorhanden sind. Das gleiche dürfte für GMX und web.de ebenso gelten, da auch diese beiden einen “Multi-Messenger” anbieten, der auch die 4 proprietären Protokolle anbietet. Ich nehme an, dass hier diese Anbindung über deren Transports geht.

Los geht’s

Wer einen Multi-Protokoll-Client wie Pidgin, AdiumX, Trillian oder Miranda nutzt, hat schon die halbe Miete. Wer den Original-ICQ-Client nutzt, sollte generell lieber auf einen anderen Client umsteigen, damit fallen zwar die Spiele weg, die man mit manch anderem ICQ-Nutzer spielen kann, aber auch jede Menge Werbung und ein beschissenes Interface.

Das mit dem Interface gilt übrigens mindestens für ICQ und den Windows-Live-Messenger. Bei AIM und YIM kann ich das eigengestrickte Interface nur vorstellen.

Die United Internet Multimessenger habe ich mir noch nicht angeschaut, zumindest auf den Screenshots sehen die Clients – abgesehen vom Branding und einem “xyz Suche powerded by Google”-Feld – werbefrei aus.

Im übringen soll das hier keine Werbeveranstaltung werden und ich bekomme auch kein Geld dafür. Wer also mehr Infos zu den Clients da haben will, darf sich gerne auf deren Seiten informieren. Außerdem habe ich ein Linux-System und gehe deswegen explizit von Linux- und Cross-Plattform-Clients aus.

Pidgin

Man klickt auf Konten → Konten verwalten → Hinzufügen…

  1. Gibt man unter Username den ersten Teil der Email-Adresse ein (vor dem @), bei mir wäre das “campino2k”
  2. Danach gibt man seinen zweiten Teil der Email-Adresse ein (nach dem @), das wäre bei mir “gmx.net”
  3. Resource kann benutzt werden, mitzuteilen wo der Client benutzt wird, z.B. kann man dort “Arbeit” oder “Notebook” reinschreiben, muss man aber auch nicht.
  4. Das Passwort von dem Email-Anbieter eingeben, bei mir wäre das: “********” (Ihr habt doch nicht gedacht, ich verrate hier mein Passwort…)
  5. Fertig. Speichern und schon verbindet Pidgin sich mit dem United-Internet-Account.

Psi

Bei Psi ist es genauso einfach:

Man klickt auf Allgemein → Benutzerkonten → Hinzufügen

  1. Man gibt dem Konto einen Namen, z.B. GMX-Chat.
  2. Man gibt die komplette Jabber-ID ein.
  3. Man gibt das Passwort ein.
  4. Man setzt den Haken “Beim Start automatisch verbinden”
  5. Fertig.
 
 
 
 

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Info

Hier schreibt Christian Jung über Webdesign, Web 2.0, Internetrechtsprechung, Linux, Fotografie.

Dazu kommen bunt gemischte Texte und was ihm sonst noch so in den Sinn kommt.

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