BVerfG kippt Vorratsdatenspeicherung

UND ALLE SO: YEAAHH!!

 

Jabber – Es kommt Bewegung auf…

Mein Posting über Jabber, ICQ und offene Kommunikationsstandards hat einige Reaktion bei mir ausgelöst und den einen oder anderen Beitrag auf anderen Blogs initiiert, was mich persönlich beruhigt und freut.

Zero ist dabei, ein kleines Klick-Tutorial für Neulinge zu bauen und braucht dabei Hilfe. In der Firma habe ich einen Openfire-Server aufgesetzt, einer meiner Freunde setzt im Kontakt mit mir auf Jabber, was, da er Pidgin hat, kein Problem für seine ICQ-Kontaktliste darstellt.

Es bleibt also spannend.

Links

 

Also wenn hier irgendwas nicht rund läuft…

… liegts an Wordpress. Dann bitte einfach eine Mail an die Adresse im Impressum und so.

 

Zielgruppenspezifisches Spielzeug, kurz vor Weihnachten

Nachdem Singstart und Guitar Hero jetzt schon mehre Jahre mit diversen Ausgaben (DTH, Schlager, Rockband, Rock Oldies etc.) die Märkte überrollen, mit einem entsprechend hohen Verbreitungs- und Beliebtheitsgrad, so ist mir gestern eine Werbung für ein neues “Hero”-Produkt über den Weg gelaufen:

(cc) DJ Hero box by j.reed

Was man in  so einem Set drin hat, kann man auch bei Flickr finden. Und wie man liest, ist das ganze mit Features von Eminem und Jay-Z. Da geht den Hopper-Kiddies kurz vor Weihnachten nochmal die Gangsta-Tasche auf und das Geld wird fließen.

Ich freue mich schon auf die Jahre, in denen die Spiele für eine deutlich ältere Zielgruppe kommen:

  • Schifferklavier-Hero feat. Fritz Dobler
  • Dirigentenstab-Hero feat. Helmut Karajan
  • Schuhplattler-Hero
  • Tuba-Hero feat. Ernst Mosch und die Egerländer
  • Volksmusik-Held feat. Florian Silbereisen
  • usw.

Nein, ich bekomme kein Geld für diesen Artikel, ich fand das einfach nur bemerkenswert.

 

Rennen auf Tod oder Leben

Vor ca. 15 Jahren war ich verliebt. Mit 12 also. In Autorennspiele, bei denen man von oben auf die Welt hinabsieht. Dabei waren Slicks’n'Slide, das mir auf einer Shareware-CD in die Hände gefallen ist und:

Death Vally (Wine)

Death Rally (Wine)

Death Rally! Mit Waffen, Autos und Geld. Für Windows. Und es läuft unter WINE, das alte Auto-Killerspiel.

Remedy Entertainment hat das Spiel “Death Rally” für Windows neu aufgelegt, die kompletten Menügrafiken wurden überarbeitet. Das Rennen selbst hat ein herrlich nostalgisches VGA-Bild und ich habe mich eben ca. 15 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt gefühlt.

Death Rally bei Remedy Entertainment herunterladen. Legal und kostenlos. (via)

 

Tweets und Dents unter Windows und Linux

Twitter. Hat (fast) jeder schonmal gehört. Bei Identi.ca wirds schon deutlich lichter. Ich benutze (seit neuestem wieder) beides, nachdem ich lange nur bei Identi.ca unterwegs war.

Twitter und Identi.ca – In welche Richtung sende ich?

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Ich verwende die von Identi.ca bereitgestellte “Twitter-Bridge”. Das heisst, alle Nachrichten, die ich an Identi.ca schicke, werden automatisch bei Twitter gepostet.

Lauschen einfach machen

Natürlich ist es unpraktisch, dann auf beiden Seiten immer zu gucken, ob jemand auf Tweets oder Dents geantwortet hat. Daher bin ich dazu übergegangen, Clients zu verwenden.

Screenshot von Gwibber

Screenshot von Gwibber

Unter Linux ist Gwibber das Tool der Wahl. Spartanisch aber unscheinbare Killerfeatures:

  • Man kann “read-only”-Accounts einrichten (in meinem Fall der Twitter-Account)
  • Doppelte Messages werden zusammengefasst. Wenn ich Poste, wird nur eine Nachricht gezeigt, dabei erscheint ein “+”
  • Antworten auf eine Twitternachricht mit dem Identi.ca Account ist einfach möglich

Unter Windows nutze ich einen etwas featurereicheren Cient.Nachdem ich eine Weile “Twhirl” benutzt habe, ist mir zuletzt immer häufiger aufgefallen, dass Nachrichten verschwinden bzw. nicht angezeigt werden. Außerdem ist das Handling von mehreren Accounts sehr umständlich, da für jeden ein eigenes Fenster aufgeht.

Statuzer Screenshot

Screenshot von Statuzer

Daher bin ich seit kurzem auf Statuzer gewechselt, nachdem ich mir Spaz angesehen habe. Killerfeatures:

  • Direkte Anzeige von Twitpic-Bildern, Previews für Youtube
  • Mehrere Leisten mit definierbaren Filtern

Allerdings kann Statuzer nicht mit Permalinks von Identi.ca umgehen, es werden immer nur Twitter-Urls aufgerufen. Ach bei Accounts. Gwibber hingegen hat eine sehr nette Eigenschaft: Ich habe unter Gwibber dem Twitter-Account das Reden verboten, kann aber mittels Gwibber problemlos bei Twitternachrichten auf antworten klicken. Statuzer weigert sich, bei Twittermessages ein Reply über Identi.ca zu jagen.

Dank der Clients kann ich es aber managen, nur von dem Identi.ca-Account aus zu schreiben und trotzdem beide Accounts upzudaten. Die Replies und Timelines holen dann die Clients für mich zusammen.

Gibts hier noch andere, die mehrere Plattformen wie Identi.ca und Twitter und zusätzlich mehrere Plattformen zum Befüllen selbiger nutzen?

 

WTF: Frankfurter Zukunftsrat will Steuer auf Gewaltmedien!?

Im Kampf gegen eine Überflutung mit brutalen Bildern schlägt der Frankfurter Zukunftsrat eine Steuer auf Gewaltdarstellungen im Internet vor. “Gewaltvermittlung so teuer machen, dass es sich nicht mehr lohnt“, forderte der Vorsitzende des Zukunftsrats, Manfred Pohl, laut dpa am Dienstagabend in Frankfurt am Main.

via heise online

Und was ist mit Fernsehen? Und Comics? Und wenn ich ner Prügelei auf der Straße zugucke? Und vor allem: Wenn ich ein Video bei Youtube ansehe, bei dem Polizisten Journalisten vermöbeln?

Mann mann mann. Vor allem: Wer wird denn besteuert? Und auf welcher Grundlage? Der User? Wird also doch kontrolliert, was er sich ansieht? Oder wird der Anbieter besteuert? Und mit welchem Maßstab? Wie sieht das bei einer privat betriebenen Seite ohne Werbung aus, die Ultra-Prügeleien zeigt? Fragen über Fragen…

Aber wollen kann man immer.

 

Pidgin mit eigenem Launchpad-PPA

Pidgin, der Instant Messanger, der sich bisher unter Ubuntu nur mittels Selbstkompilierung updaten ließ, bietet seit kurzem ein PPA bei Launchpad an.

Sehr lobenswert. Wenn ich es demnächst mal hinbekomme, meinen Rechner mit Jaunty neu aufzusetzen, werde ich auf das PPA zurückgreifen, mein Test heute war auch nicht wirklich erfolgreich. Dann hab ich’s lieber schnell selbstgebaut. Ich werde es aber mal auf dem Notebook testen, wenn ich mal nen längeren Moment Zeit habe.

Im übrigen kommt mir die vorgeschlagene Terminalgeschichte bei Pidgin.im[1] etwas komisch vor, ganz besonders die Zeile “. /etc/lsb-release“. Ich bin bestimmt nicht der Konsolero aber die Zeile macht nichts. Einfach nichts. Ich vermute ja, dass das eigentlich noch in das Statement davor gehört, aber das kann man echt besser machen… Danke, liebe Kommentatoren. (s.u.)

Link

  1. Pidgin.im
 

Exklusives Interview mit Ursula von der Leyen über die wahren Hintergründe für die Netzsperren und ihre heimliche Beziehung zu Wolfgang S.

weiterlesen »

 

1, 2, 3 – Informationsfreiheit vorbei

Ich habe ernsthafte Probleme mit der Three-Strikes-Methode, die in Frankreich angewendet werden soll.

Warum?

Das ist einfach erklärt: Menschen lügen, sind dumm, machen Fehler. (frei nach Greg House). Das gleiche Problem wie bei der BKA-Sperrliste.

Wie definiert sich ein Urheberrechtsverstoß? Wird dabei auch auf alternative Lizenzen geachtet? Was, wenn ein CC-Werk nach einer bestimmten Zeit nicht mehr unter der Lizenz verteilt wird, weil der Künstler Mainstream ist und seine Rechte verkauft hat? Im Prinzip bin ich dann im Besitz einer Schwarzkopie, obwohl ich zum Beschaffungszeitpunkt rechtmäßig gehandelt habe.

Was ist, wenn jemand denkt ich tausche Schwarzkopien, weil mein Bittorrent-Client ständig läuft und Linux-ISOs verteilt? Wenn ich über Bittorent CC-Musik tausche? Wer garantiert denn, das ein Polizist oder Richter das kapiert, wenn das bloße Finden von MP3s schon als Raubkopien besitzen gilt, das benutzen von BT-Clients in den Augen mancher schon eine Straftat ist?

Wer garantiert denn in Zeiten von Onlinedurchsuchen, staatlichen Hacks und anderen Dingen, wie den Unterschiebungsaktionen der Bahn, dass man damit nicht regierungskritische Blogger bzw. Internetpublizisten und -aktivisten mundtot machen kann und will?

Bekommt man, wenn man beweisen kann, dass man unschuldig im Sinn der Anklage ist oder war, seinen Internetzugang zurück? Und wie handeln das mit den Providern? Bezahle ich meine Flatrate weiter, wenn ich sie nicht nutzen darf? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine französische Regierung unter Sarkozy das sonderlich mehr durchdacht hat als unsere Regierung die Kinderpornosperren. Das ganze klingt nach purem Aktionismus und – sollte das so ernsthaft durchgeführt werden – nach der Einführung von DPI als Überwachungsmittel. Und wer sich ein wenig damit auskennt, weiss dass man, wenn man sowieso schon dabei ist, gleich auch die Paketdaten manipulieren könnte. Damit lassen sich auch ganz gut Urheberrechtsverletzungen unterschieben.

Was ist dann eigentlich mit Internetzugängen bei Freunden, wie wird das bei WGs gehandhabt – oder mit Internetcafés? Wenn ich mit dem Handy online gehen kann – wird mir dann auch mein Handyvertrag gekündigt? Werden meine Freunde überwacht? Muss man sich in Internetcafés ausweisen? Gibts da ne User-Blacklist? Was ist mit offenen WLANs?

Im großen und ganzen stehen in diesem Artikel mehr Fragen als ich (vernünftige) Antworten geben könnte. Denn die Antworten, die ich geben könnte, wie das ganze zuverlässig funktionieren soll, sind keine, die man sich gerne ausmalen möchte.

Update: Gorny mischt natürlich wieder mit und will auch.

 
 
 
 

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Hier schreibt Christian Jung über Webdesign, Web 2.0, Internetrechtsprechung, Linux, Fotografie.

Dazu kommen bunt gemischte Texte und was ihm sonst noch so in den Sinn kommt.

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