Yves Rocher verkauft Adressen an bonprix

Zumindest scheint das so. Schließlich hat meine Freundin als Kundin von Yves Rocher, die es nicht auf die Reihe bringen, ihren Namen richtig zu schreiben, Post bekommen. Einen Katalog von Bonprix. Mit Kundennummer!

Mit den gleichen Tippfehlern wie sie Yves Rocher immer produziert!

Dieser Adressenhandel solte endlich wirksam unterbunden und unter Strafe gestellt werden. Ich bekomme die Krise, wenn ich mitbekomme, dass und wo meine neue Adresse trotz nicht gestelltem Nachsendeantrag mal wieder kursiert.

Aber wie das so ist: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, unser Staat ist ja auch nicht ganz unbedarft, was solche Sammelaktionen angeht, bei denen man dann auch nicht weiss, in wessen Hände die Daten am Ende geraten…

PS: Mir ist gerade aufgefallen, dass die eine Zahlung mit ClickAndBuy anbieten… Ob das Zufall ist?

 

BVerfG kippt Vorratsdatenspeicherung

UND ALLE SO: YEAAHH!!

 

Willkommen in der Zensurrepublik Deutschland

Seit heute morgen, um 00:00:01 Uhr haben wir offizielle Zensurmaßnahmen in Deutschland.

Willkommen in einem Land, das Gesetze hat, die den chinesischen nicht unähnlich sind. Und der JMStV wird da noch tiefer einschneiden. Dazu kommt ACTA, inklusive Three-Strikes, die Lohndaten werden zentral gesammelt und mit Auskünften z.B. über Fehltage im Betrieb und ihrer Art (also, Urlaub, Krank, Streik, Ausschließung…), Kündigungsgrund und anderen im prinzip intimen Details gespeichert.

Die Telefone werden schon seit 10 Jahren mit dem Lauschangriff potientiell überwacht, seit 2009 auch die Verbindungsdaten, die Funkzellen von denen ich telefoniere, und wie ich mich dabei bewege. Vom mobilen Surfen, wo ich gleichzeitig mit dem Handy in einer Funkzelle, als auch mit einer IP-Adresse im Netz bin und damit gleich doppelt überwacht werde, will ich gar nicht anfangen.

Das ist kein Land, in das ich Kinder setzen will. Ja, wo bleibt Sie eigentlich, die Revolution?

 

ICQ, Jabber und Google, und was das mit offenen Kommunikationsstandards zu tun hat

Ich habe eine 8-stellige ICQ-Nummer. Ich bin also schon eine Weile dabei. Im Gegensatz zu manch anderen ist das mein erster und einziger Account, soweit ich mich erinnern kann. Ich frage mich ja manchmal, seit wann ich Internet habe, denn in etwa so lange habe ich auch diesen Account.

“Ah-Ooohh.”

Ich hatte ICQ, weil es so geil war, so schnell, so toll, so bunt. Die Welt war bunt, und ich konnte mit meinen Freunden Chatten und Dateien tauschen.

Dann kam die Werbung. ICQ wurde werbeverseucht und wir tauschen untereinander, die neuen, werbefrei-Patches für ICQ und schickten Ketten-Nachrichten herum, dass ICQ kostenlos bleiben sollte, dass man blaue ICQ-Blumen wollte und was weiss ich. Es war die Zeit, zu der AOL in Deutschland noch CDs verteilte. 6.0 glaube ich, war es damals.

Ich habe immer noch einen von 2 MSN-Accounts. Die hatte ich weil einige meiner Freunde zu doof oder faul waren, sich ICQ runterzuladen. Und weil meine Cousine das hat. Den einen mit der Hotmail-Adresse habe ich nicht mehr, ich kam da irgendwie nicht mehr rein und/oder hatte mein Passwort vergessen.

Ich habe einen AIM-Account. Naja, ich hatte auch Freunde bei AOL. Eine meiner Ex-Freundinnen und ihre Schwester hatten/haben AIM. Und einer meiner damals besten Schulkumpels.

Ich habe 3 XMPP/Jabber-Accounts. Die sind alle relativ neu. Google Talk war der erste. Google Talk war geil, weil es einen Open Source Standard nutzte. Google Talk loggt die Hölle. Und trotzdem hat sich Google Talk in meiner Firma – und ich bin mir sicher, in vielen anderen Firmen auch – als Kommunikationsstandard etabliert. Mein Versuch, vor über einem Jahr, die Leute dazu zu bringen, einen eigenen Jabber-Server aufzusetzen, hat leider nicht gefruchtet. Dadurch, dass unser Azubi das Thema aus Langeweile aufgegriffen hat, besteht immerhin eine Chance, es in diesem Jahr umgesetzt zu bekommen. Endlich. Dann kann ich endlich die ganzen nicht-privaten und firmen-extenen Kontakte aus meiner Firmenliste schmeissen, so dass ich, wenn ich mich in der Firma auslogge, nicht auch die ganzen Firmenkontakte in meiner Freizeit rumschleppe, sondern dies bewusst steuern kann.

Außerdem kann ich nur jedem davon abraten, in Zukunft ICQ neu zu installieren oder einen Account da zu beantragen. United Internet bietet mit dem Web.de und dem GMX-Multimessenger zwei XMPP-basierte Chatsysteme an, d.h. jede GMX und Web.de-Adresse ist auch eine Jabber-ID, was einiges schick einfach macht, ebenso bei Google Talk.

Darüber hinaus ist Jabber deutlich überlegen, was die vielfältigkeit der Kommunikation in Bezug auf Multiuser-Chats angeht. Wenn irgendeine Technik irgendwann mal das Zeug haben sollte, das gute alte IRC zu ersetzen, dann XMPP.

Darüber hinaus ist ein eigener Server schnell aufgesetzt, ganz ohne komische Lizenzbedingungen und Datenspeicherung bei Google (außer man chattet mit einem Google Talk User, der alles speichert).

Insgesamt ist meine Empfehlung, die ICQs und AIMs der Welt endlich zu verbannen und auf XMPP/Jabber umzusteigen. Das Problem an der ganzen Geschichte ist das gleiche, das ICQ erst groß gemacht hat: man nutzt das, was die Freunde nutzen. Und wenn die aus Trägheit, Faulheit oder Ignoranz nicht mitmachen steht man entweder alleine da, oder man macht weiter wie bisher…

Immerhin hatte ich seit meinen ersten Tagen mit mehreren IM-Netzen einen Multimessenger, so dass ich wenigstens nicht 5 Programme brauchte. Ich habe mit Trillian 2 angefangen, dann bin ich auf Miranda umgestiegen, weil mir Trillian 3 zu viel Ressourcen brauchte und mit dem Wechsel auf Linux auf Pidgin – auch auf den Windows-Rechnern. Mittlerweile nutze ich ja hauptsächlich irssi und bitlbee, und für die Jabber-Accounts wahlweise Pidgin, oder, was ich neu für mich entdeckt habe, den reinen Jabber-Client Psi.

Update: Google Wave hat das Google Wave-Protokoll übrigens auch auf der Basis von XMPP geschrieben. Und die Server-zu-Server Synchronisierung von Status.net-Installationen läuft auch via XMPP.

 

Kino 2010

Nachdem ich ja mal ein paar Zeichentrickserien aus meiner Kindheit habe Revue passieren lassen, hier mal mein Plan, welche Kinofilme es dieses Jahr wohl schaffen, mich ins Kino zu bewegen:

Da wären der Iron Man 2 mit Mickey Rourke und Robert Downey Jr., den ich mir zusammen mit Jude Law auch als Sherlock Holmes ansehen werde. Frau Schatz hat schon angekündigt, mich in “Das Kabinett des Doktor Parnassus” zu schleifen. Und dort spielt auch Johnny Depp mit, den ich mir ziemlich sicher in “Alice im Wunderland” ansehen werde, dann sogar in 3D.

Noch zur Debatte stehen “Surrogates” mit Bruce “McClane” Willis, dessen Prinzip mich stark an David Brins “Copy” – ein großartiges Buch – erinnert.

Wie schaut’s denn bei euch aus? Geht ihr noch ins Kino? Welche Filme werdet ihr euch ansehen? Oder zieht ihr einfach nur alles aus dem Netz? Mit Flachbild-Heimkino, Soundanlage und schnellem Internet kann man ja so einiges ausgleichen, sagt der eine oder andere. In diesem Sinne bin ich dann wohl ein schlechter Pirat, wenn ich ins Kino gehe, CDs und DVDs kaufe…

Update: Ich habe wohl “Kick Ass” vergessen, scheint mir. Mit Nicholas Cage, McLovin und ein paar anderen lustigen Typen.

 

Klimagipfel my Ass

Auch wenn ich es nicht alles im Einzelnen so genau verfolgt habe, so blieb doch zumindest die Nachricht der Erklärung, die von einigen Staaten immerhin “zur Kenntnis genommen” wurde, hängen.

Man habe sich geeinigt, dass Sich die Welt nicht mehr als 2°C erwärmen solle.

Was für ein Humbug ist das denn? Wer sagt, denn, dass wir (als Menschheit) überhaupt noch weiterhin Einfluss darauf haben, ob und wie stark sich die Welt weiter erwärmt. Sicher haben wir mit C02 etc. sicher unseren Teil zur Erderwärmung beigetragen, allerdings gab es die schwankenden Temperaturen auch schon weit vor unserer Zeit. Eiszeit wäre da so ein Stichwort.

Lasst uns also alle darauf einigen, dass die Welt in Zukunft nicht untergeht. Das läge mir neben dem Weltfrieden noch am Herzen. Danke.

 

Landesparteitag der Piratenpartei Hessen

Information

Impressionen

Weitere Berichte

 

Hessischer Landesparteitag 2009 der Piratenpartei

  • Notebook – check
  • UMTS-Stick – check
  • Klamotten eingepackt – check
  • Lust darauf, den Chaotenhaufen aus dem Chat auch mal persönlich kennenzulernen – check
  • Gute Laune  – (warten wir mal bis morgen…)

Insgesamt also gut vorbereitet für meinen ersten Landesparteitag. Dieser entscheidet dann ja auch, ob ich kurzfristig meinen zweiten außerordentlichen Kreisparteitag veranstalten werde.

Also dann Piraten. Wir sehen uns dann auch der anderen Seite von Hessen.

(Im übrigen ist das Twitter/Identi.ca-Tag für den LPTHE2009 #help09 bzw. #helpt09)

 

Vom Internetverständis der CDU

Ole von Beust fordert: CDU soll von Piratenpartei Internet lernen“ ist der Artikel im Spiegel überschrieben und im Teaser erklärt der Spiegel: “Ole von Beust ist neidisch auf die Piratenpartei, die in ihrer Kommunikation auf das Internet fixiert ist. Die CDU müsse von ihr lernen, wie man über das Web an potenzielle Wähler herankommt, fordert Hamburgs Erster Bürgermeister.

Das offenbart sehr schön, wie die CDU und wie Ole von Beust das Intenet sehen: als reines Sendemedium über das man heute die Wähler erreicht. Erst die Zeitung, dann das Radio, das Fernsehen und heute eben Internet. Dabei wird übersehen, dass das Internet kein unidirektionales Sendemedium ist, sondern ein Netzwerk, in dem jeder lesen und schreiben kann.

Ole von Beust redet von Wählermobilisierung. Was die Piraten ins Internet treibt, ist die Möglichkeit, Wissen, Informationen Vernetzungen zu speichern, wie beispielsweise im Piratenwiki, das eine zentrale Anlaufstelle für die Piraten ist. Hier finden sich Protokolle, AG-Listen, AG-Beschreibungen, Informationen über die Partei, Mitgliederzahlen, Kontenstände etc. Alles das, was für die Transparenz einer Partei notwendig ist.

Alles das ist in klassischen Medien nicht möglich. Ich kenne keine Tageszeitung, keinen Radio- oder Fernsehsender, der täglich neue Informationen über die Piraten veröffentlichen würde.

Aber bis die CDU das nochmal kapiert, sind noch 3 Generationen Nachwuchs notwendig, wenn die CDU bis dahin das Internet nicht kaputtgemacht hat.

 

Bundestagswahlnachgedanken

Piraten

Natürlich sind 2% im Wahlergebnis nicht das Ergebnis unserer Träume, aber ein verdammt guter Anfang. Davon abgesehen hoffe ich, dass sich in den nächsten 4 Jahren die Strukturen unserer Partei, die durch den durch Zensursula und Stasi-Schäuble-initiierten Mitgliederzuwachs quasi explodiert sind, festigen und beruhigen werden.

Denn eins hat der Spiegel richtig erkannt: nochmal 4 Jahre Uschi und Wolle trägt nicht dazu bei, Feindbilder abzubauen oder unsere Ziele zu schwächen.

SPD

Die SPD hat weniger verloren als ich erwartet hätte. Es bleibt zu hoffen, dass die SPD, genauso wie die Piraten die Zeit bis zur nächsten Wahl nutzt, um ihre Strukturen zu bereinigen (Schmeisst den Münte raus!) und sich auf ihre Werte zurückbesinnt.

In der SPD werden die Rufe nach einem Rücktritt der Führung lauter. Um der SPD beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis zu garantieren, sollte diese Chance nutzen und bei der nächsten Wahl eine sozialdemokratische wählbare Alternative bieten.

CDU/CSU

Nichts gelernt. Die ruhen sich da jetzt auf ihrem miesen Wahlergebnis aus und denken sie wären die allerschürfsten. Mit dem für sie zweitmiesesten Wahlergebnis seit kurz nach dem Krieg.

FDP

Die FDP ist natürlich die allerschürfste von allen. Mit Guido, dem Englisch nun nicht wirklich liegt, als potentiellen Außenminister. Allerdings könnte sich dieses Problem schneller lösen, als ihm lieb ist. Im Iran zum Beispiel.

 
 
 
 

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