Money makes the World go round

The Billion Dollar Gram

(cc-by-nc) David McCandless

David McCandless hat aus Daten von NYTimes, dem Guardian und dem Fortune eine extrem beeindruckende Verhältnisgrafik gebaut, die einige Missverhältnisse von Geldflüssen offenbart. Alle Quellen gibts in einem Google Doc zu sehen. (via Fefe)

 

Warum man den Artikel über HTML5 löschen sollte

  1. HTML5 findet nur im Internet statt. Ein Bezug zur Realität ist nicht vorhanden und wird es vor 2014 nicht sein.
  2. Warum darf ein Artikel über einen Entwurf einer Spezifikation existieren, wenn ein Artikel über ein sich in der Entwicklung befindliches, aber schon einsetzbares Framework wie FLOW3 gelöscht wird? (Man kann ihn bei wiki-waste.de nachlesen)
  3. Der Artikel ist stark fehlerhaft, z.B. wurde eine Veröffentlichung von xHTML5 abgelehnt und wird nicht stattfinden.

siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:HTML5.

Gleiche Maßstäbe könnte man an Projekte wie CouchDB ansetzen, die gerade erst den Beta-Status erreicht haben. CouchDB wird dabei von 10 Projekten und 30 Webseiten eingesetzt. Ist das relevant?

 

Der morgendliche Kickstart – und wie Philips ihn verhindert

Kaffeeliebhaber werden mich dafür hassen: Ich habe eine Senseo-Maschine. Ob ich noch länger eine haben werde, ist eine andere Sache. Ich mache mir ein bisschen auch Gedanken um die Alternativen zur Senseo. Warum, fragt man sich vielleicht.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, dass Senseo/Philips im Mai des Jahres 2009 eine Rückrufaktion für einen Teil der Produktion ausgerufen hatte, in dessen Verlauf die Brüheinheit bzw. der Erhitzer ausgewechselt wurde, weil dieser eventuell hätte platzen können.

Vielleicht hätte ich warten sollen, bis das Ding wirklich platzt, denn mit dem Einsenden der Kaffeemaschine in die Rückrufaktion fing alles an.

Erster Versuch

Am 16. April (ca. 1 Woche, nachdem ich den Rückrufdienst über das Internet kontaktiert hatte), bekam ich meine erste Mail von Philips, mit der Reperaturnummer und der Aussage, man melde sich, sobald man die Transportpackung versenden würde.

Das geschah dann ca. 2 Wochen später am 4. Mai. Die Maschine war ca. 3 Wochen unterwegs, am 28. Mai hatte ich sie meinen Aufzeichnungen zufolge wieder, das genaue Datum ist mir nicht bekannt. Am 15.7. trudelte dann schon eine Benachrichtigung ein, dass die Maschine versendet wurde – wäre mir ja auch nicht aufgefallen ;-)

Zweiter Versuch

Am 3. August hatte ich eine neuerliche Nachricht im Email-Eingang, dass man die Transportpackung versendet habe. Die Maschine hat 2 Wochen nach Inbetriebnahme angefangen, Kaffee zu brühen, der nach geschmortem Plastik schmeckte. Ich habe dann am Ende eine neue Maschine bekommen, dazu ein Entschuldigungschreiben.

Dritter Versuch

Am 6. September war diese Maschine auch fällig. Wieder das gleiche Problem. Kaffee schmeckt nach Schmorplastik. Allerdings hatte ich da schon eine Woche mit dem Warten auf den Reperaturdienst-Bescheid gewartet. Erst auf neuerliche Anfrage gab es dann endlich die neue Versandpackung. Und wieder eine neue Maschine. Die dritte. Diesmal ohne Entschuldigungsschreiben.

Vierter Versuch

Derzeit warte ich auf ein Regen von Philips, die 3. Maschine ist auch hinüber. Plastikgeschmack. Was sonst. Beim ersten Anruf wollte man mir Geld wiedererstatten. Von Geld kann ich mir allerdings keinen Kaffee kochen, also habe ich darum gebeten, dass man mir eine Kaffeemaschine einer neueren Serie schickt.

Gestern bekam ich einen Anruf von Philips, in dem mir mitgeteilt wurde, ich möge doch das Geld nehmen, man hätte momentan einen Engpass mit Austauschgeräten. Was mir erstmal egal ist, habe ich doch eine „Austauschmaschine“ von meinen Eltern, die sie momentan nicht brauchen.

Jetzt suche ich aber weiterhin nach einer bezahlbaren Alternative zur Senseo, die ähnlichen Komfort bietet. In erster Linie also: schnell und günstig einen frischen wohlschmeckenden Kaffee für den Kickstart in den Morgen.

Ideen?

 

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #3

Tja, leider habe ich keine Aussage bekommen wie “es tut uns leid, ja, Sie haben recht, Kopierschutz ist scheisse”. Das wäre mal was gewesen.

Das Ende vom Lied ist: Ich habe 2 DVDs “Die Welle” rumliegen. Außerdem bekomme ich eine DVD “Im Winter ein Jahr”, die momentan etwas mehr kostet als “Die Welle” was mir persönlich aber eigentlich egal ist, nach dem Ärger.

Die Damen und Herren von Eurovideo dürften sich an der Geschichte auch nicht kaputtgewirtschaftet haben, so bleibt also nur ein kleiner Sieg über eine Industrie, die es ehrlichen Kunden wirklich schwer macht, Kunden zu bleiben.

Fazit: Die DVD lässt sich immer noch nicht auf der PS2 abspielen. In Bezug auf den Film “Die Welle” habe ich also rein gar nichts gewonnen. Bleibt ein Stück für’s Regal und ab und zu für’s Arbeitszimmer. Kopierschutz ist natürlich aus Sicht der Betriebe die ihn einsetzen ein absolutes Muss und ich habe einen zusätzlichen Film. Und wenn der nicht geht….

 

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #2

Man hat geantwortet:

Sehr geehrter Herr Jung,

bitte entschuldigen Sie vorab die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten und die Verzögerung bei der Beantwortung Ihrer email.

Wir hatten bei “Die Welle” mit der PSX2 in der Slimversion ein Lauffähigkeitsproblem, da Sony hier eine andere Abspielsoftware eingebaut hat gegenüber allen anderen PSX2.

Ich sende Ihnen nochmal eine DVD von “Die Welle” aus einer anderen Charge und hoffe, diese funktioniert. Bitte schicken Sie mir Ihre Anschrift und lassen Sie mich dann kurz wissen, ob die neue läuft, ansonsten würde ich Ihnen einen anderen Titel von uns als Ersatz anbieten.

Mit freundlichen Grüßen
xxx

Ich versuche mal das zu resümieren (bis jetzt):

1. Ich rufe bei Constantin Film an und frage, an wen ich mich melden muss, wenn ich ein Problem mit einer DVD habe. Man sagt mir am Telefon eine Email-Adresse, an die ich mich wenden soll.

2. Ich schreibe an die Email-Adresse eine längere Email, bekomme – oh wunder – keine Antwort.

3. Ich versuche, eine Konfrontation zu erwirken. Sollen die sich doch drum kümmern, wen das Problem was angeht und schreibe an die “info@”-Adresse auf der Seite von Constantin. Natürlich nicht ohne auf das Zuständigkeitsproblem und die scheinbar falsche Email-Adresse hinzuweisen (diese komischen Umlaute werden bei Constantin oder wo-auch-immer intern ersetzt):

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich von einer Telefonistin in ihrem Haus mit einer falschen
Email-Adresse versorgt worden bin, hier noch einmal die Email an ihre
Firma, die sich mit der nicht moeglichen Wiedergabe eines Produktes aus
ihrem Haus beschaeftigt, und zu der ich eine Stellungnahme wuensche.

4. Ich habe natürlich darauf geantwortet:

Sehr geehrte/r xxx

vielen Dank für die Information. Allerdings kann ich nicht
nachvollziehen, warum eine “normale” DVD auf einem DVD-Abspielgerät
Probleme verursachen kann. Ich möchte gerne wissen, welchen
Kopierschutz diese DVD verwendet und welche weiteren DVDs aus ihrem
Sortiment diesen Kopierschutz verwenden, um zukünftigen Problemen
damit im Voraus aus dem Weg zu gehen. Mehrere Wochen Wartezeit nach
Kauf eines Filmes um diesen (vielleicht) sehen zu können sind für mich
nicht akzeptabel.

Ich hoffe, dass die “andere Charge” nicht über einen solch
problematischen Kopierschutz, verfügt und bitte um die Zusendung an
folgende Adresse:

[adresse]

Sollten Sie Informationen bezüglich der Herstellungscharge oder
ähnlichem benötigen, so kann ich diese Informationen gerne mitteilen.

Soweit, so gut. Was mich aber am meisten irritiert hat, war der Footer mit den Firmeninformationen. Die Mail kam von einer Paramount-Adresse (wir erinnern uns, ich hatte Constantin angeschrieben).

Message from xxx
Project Manager
Highlight Communications Deutschland GmbH
Feilitzschstrasse 6, 80802 München
Geschäftsführer: Franz Woodtli, Peter von Bueren
Sitz: München HRB 109 276

Postanschrift / Im Vertrieb von
Paramount Home Entertainment (Germany) GmbH
Betastr. 10c, 85774 Unterföhring, Germany
Telephone: + 49 (0) 89 xxx
Facsimile:  + 49 (0) 89 xxx
e-mail-address: xxx

Die betreffende Person, wo arbeitet die jetzt eigentlich? Bei Constantin, Paramount oder Hilight (der Produktionsfirma, die die DVDs letztendlich presst)? Naja, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

 

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded

Vorhin habe ich mich erst telefonisch an die Firma “Constantin Film” und danach per eMail an die Firma “highlight” gewandt mit folgendem Wortlaut:

Hallo [Name],

leider habe ich mit der legal erworbenen DVD “Die Welle” Probleme mit der Wiedergabe.

Ich verwende zur DVD-Wiedergabe eine originale, unmodifizierte Playstation 2, die meines Wissens ein lizensiertes Endgerät zur Wiedergabe von Video-DVDs ist.

Leider lässt sich der Film “Die Welle” nicht auf der Playstation 2 abspielen.

Da ich zur Überprüfung auch andere aktuelle Filme wie “Sommer” und “Juno” abgespielt habe, schließe ich ein Verschulden seitens des Abspielgerätes aus.

Bitte erklären Sie mir, wie ich die DVD abspielen oder zurückgeben kann (denn sie ist ja geöffnet, sonst hätte ich ja nicht feststellen können, dass Sie nicht abspielbar ist).

Da ich nicht davon ausgehe, ein ungewohntes Abspielgerät zu benutzen, da die PS2 ja mit der DVD-Norm produziert ist, möchte ich auch keine Ratschläge die in die Richtung “kaufen Sie sich einen anderen DVD-Player” weisen, erhalten. Norm ist Norm, ihre DVD scheint sich nicht daran zu halten und lässt sich nicht abspielen.

Ich kann ihnen sagen, dass diese ganzen Kopierschutz-Maßnahmen mich als zahlenden Kunden extrem verärgern. Ich gebe 10 oder mehr Euro für ein Original aus, nochmal 50 bis 100 € für ein lizensiertes Endgerät und bin dann nicht einmal in der Lage, diese Werte entsprechend ihrem Zweck zu nutzen?

Hätte ich mir – wie ja von der Industrie so oft angeführt – den Film aus einer Tauschbörse heruntergeladen, hätte ich nichts bezahlt und keine Probleme gehabt, den Film abzuspielen.

Wo ist also der Mehrwert wenn ich Geld ausgebe und die Sachen nicht sehen kann?

Ich fühle mich hier richtig verarscht.

Ich hoffe sie haben eine zufriedenstellende Lösung für das Problem. Sonst sehe ich mich gezwungen, nach dem Boykott von EuroVideo, deren Kopierschutz bei mir ebenfalls zum Abspielschutz “mutiert” ist, auch Constantin Film DVDs in Zukunft im Regal stehen zu lassen.

mit wenig freundlichen Grüßen

Ich habe es dabei unterlassen darauf hinzuweisen, dass eine Wiedergabe unter Linux mittels verschiedener Bibliotheken, die alle nicht lizensiert sind, sehr wohl möglich ist. Aber ich möchte den Film ja im Wohnzimmer auf der Couch sehen und nicht im Arbeitszimmer.

Ich muss ja sagen, am Telefon mit Hinweis auf einen eMail-Kontakt abgebügelt zu werden ist nicht so toll. Da war das Gespräch mit dem Produktmanager bei EuroVideo doch deutlich interessanter und persönlicher.

 

Was lange währt…

extremismus

Extremismus

…wird endlich gut. Ich stehe auf der guten Seite des Internet. Irgendjemand hat sich dann doch erbarmt, mich aufzunehmen.

 

15 Tracker auf des toten Trackers Kiste

Wie ich gestern abend noch im Scusiblog erfuhr, hat man Piratebay abgeschaltet. Bleibt die Frage: “Und?”.

Zuerst einmal ist das eine echt bescheidene Situation für alle, die Torrents mit ihren eigenen, legalen Dingen bei TPB getrackt haben, als erstes Beispiel fiele mir da “Meet The GIMP” ein. Natürlich liefen über TPB auch Linux-ISOs und CC-Musik, auch wenn das insgesamt eher die Ausnahme gewesen sein dürfte.

Aber was man anscheinend immer noch nicht verstanden hat: Den Fehler eines komplett zentralen Netzwerks wie bei Napster hat man mittlerweile korrigiert, d.h. die Dienste sind für die, die sich Filme und Musik illegal beschaffen wollen, austauschbar geworden. P2P-Netze sind vergleichbar mit den Köpfen einer Hydra: Eine Seite wird geschlossen, 2 neue machen auf, inklusive entsprechender Tracker. Darknets sprießen aus dem Boden, SecureVPNs wie IPredator, das verfolgen des Traffics führt oft dazu, dass er unsichtbar gemacht wird.

Wer den Kampf gegen das Netz aufnimmt kann heutzutage fast nur scheitern. Sicher werden einige User auf der Strecke bleiben, wie das immer so ist. Aber letztendlich ist das Netz Legion. Alle besiegen geht nicht.

In diesem Sinne: “Jo Ho und ne Buddel voll Rum”

 

Wie man sich effektiv die Kunden vergrault

Ich halte Ingame-Werbung dann ok, wenn sie entweder

  • Integrativer Bestandteil eines Spiels ist (z.B. bei der NFS-Serie)
  • In Online-Spielen zur Finanzierung ebendiesen Spiels beiträgt oder
  • dafür sorgt, dass das Spiel für mich als Kunden günstiger ist und
  • der Kunde/Käufer eines “Vollspreisspiels” darauf hingewiesen wird

Keiner dieser Fälle ist mit dem Fall WipeoutHD eingetreten. Hier wurde im Nachhinein am Spiel herumgepfuscht, das Spiel objektiv verschlechtert um die Kunden ein zweites Mal zu einem Goldesel zu machen.

Damit scheint zieht Sony in den Kreis der Kundenverachter ein, nebst EA mit DRM-Kopierschutzmaßnahmen und Musik- und Filmindustrie mit ihren Kopierschutzsystemen, die ein Abspielen nicht möglich machen.

 

Zur unerträglichen Merkbefreitheit einzelner Grünenpolitiker

Regeln gelten überall, auch im weltweiten Netz. Die ignorante Argumentation gegen Internetsperren kommt von Menschen, die es sich in virtuellen Räumen bequem gemacht haben und übersieht die Opfer in der realen Welt.

Genau. Ignorant ist vor allem eine Ministerin/Regierung die völlig beratungsresistent ist. Es ist ja nicht so, dass sich nur die so genannte “Netz-Community” (wie auch immer man diesen Begriff definiert)

Da ist zum Beispiel das Argument, die Sperren könnten umgangen werden. Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert. Genauso gut könnte die Tatsache, dass Morde begangen werden, obwohl sie verboten sind, als Argument gegen den Mordparagraphen im Strafgesetzbuch angeführt werden.

Es gibt Unterschiede zwischen Bestrafung einer Tat und dem Versuch, eine solche mit einer Abschreckung per Gesetz zu verhindern und dem, was unsere Regierung hier mit dem Zugangserschwerungsgesetz versucht oder zumindest behauptet zu versuchen:

Das Zugangserschwerungsgesetz stellt nicht die Tat (die Misshandlung des Kindes) oder den Versuch der Misshandlung unter Strafe. Muss es auch nicht, denn das steht, ebenso wie der Konsum von so genanntem kinderpornografischem Material, bereits unter Strafe.

Das Zugangserschwerungsgesetz wirkt aber präventiv, dass heisst, die Straftat kann prinzipiell gar nicht begangen werden. Trotzdem werden Leute dafür verhaftet werden. Und das völlig schuldlos.

Ich werde nicht weiter ausführen, warum, sondern einfach nur mal ein paar Stichworte dazu in den Raum werfen: Rickrolling, Duckrolling, Prefetching, Url-Shortner (in Verbindung mit Rickrolling und Prefetching), (I)Frames, Extern eingebundende Inhalte und Skripte. Aber das sind ja teilweise Dinge, die es erst seit über 10 Jahren gibt. Wer wird denn “die neuesten Entwicklungen so genau verfolgen”. Und die mit diesen Gesetzen das Ende unzähliger Menschen bestimmen wird. Aber die paar False Positives kann man ja verschmerzen.

mehr lesen bei WELT DEBATTE -  Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet. Gestolpert darüber durch Frank. Den Artikel hat übrigens ein gewisser Matthias Güldner verz geschrieben.

 
 
 
 

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Dazu kommen bunt gemischte Texte und was ihm sonst noch so in den Sinn kommt.

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