Die Vorratsdaten­speicherung wird den Kindesmissbrauch nicht verhindern

Nochmal zum Mitmeißeln: Wenn der Kindesmissbrauch in irgendwelchen Datenspeicherungssystemen aufschlägt ist es bereits zu spät. Aber Präventionsangeboten und Therapiemaßnahmen für Pädophile werden immer weiter die Mittel gekürzt. Hier wird ein Überwachungsstaat auf dem Rücken von Opfern aufgebaut.

Papierkalender, Runde 2

Ich habe Anfang 2014 einen Papierkalender gekauft. Einen Roterfaden Taschenbegleiter. Mein Plan war, ein bisschen wegzukommen von dem ständigen Tippen, nach dem man nichts in der Hand hat und eine Terminverwaltung außerhalb jeglicher Telefone zu haben. Mein Ziel: Entschleunigung, Entkopplung, Haptik.

Der Kalender

Ich habe mich für einen Taschenbegleiter A5 mit 3 Clips entschieden. Außen schwarzes Leder, innen graues Velourleder, mit der Taschenkombi 4. Nicht ganz billig, aber es hilft einem am Ende ungemein, nicht doch wieder das 4€-Heft wegzuwerfen, sondern dran zu bleiben an seinem Vorhaben.

A5 musste es sein, weil ich es drauf angelegt hatte, wenn, dann auch alles da reinschreiben zu können. Das geht mit A6 nicht so einfach und so kann ich auch bequem etwas größere Skizzen oder Wireframes beim Kunden malen und muss nicht alle 2 Striche umblättern.

Ich würde den Taschenbegleiter auch wieder kaufen, dann allerdings mit Filz-Innenfutter, das ist stabiler als das Velour, welches auch mit der Zeit meine Visitenkarten einfärbt. Aber: Ich habe nun immer Visitenkarten dabei.

Ich schwankte anfangs zwischen dem X17-System mit Gummis, habe mich dann aber schlussendlich für den Taschenbegleiter entschieden, weil ich gerne alle Möglichkeiten offen habe, auch andere Einlagen zu verwenden, was meines Wissens bei keinem anderen Hersteller geht, auch X17 hat eigene Formate. Sowas mag ich nicht.

Einlagen

Mein Kalender in der Fassung von Januar 2014

Erster Schritt war, außer dem Kalender auch noch Notizbücher einzulegen. Ursprünglich wollte ich ein punktiertes Muster, bin dann aber im ersten Schritt bei einem komplett leeren Buch gelandet, welches aber auf Dauer zu groß war. Nun habe ich ein kleines Buch mit Lineatur von IKEA eingelegt, welches etwas niedriger als A5 ist, wodurch mein Stift auch besser reinpasst.

Außerdem befindet sich noch ein kariertes A5-Schulheft im 3. Clip.

Ansonsten befinden sich noch Einlage-Klarsicht-Hüllen im Begleiter, in die ich kleinere Papiere reinstecke, z.B. Kassenzettel o.ä.

Stift(e)

Ich habe nicht sonderlich viel Lust, immer jede Menge Stifte mitzuschleppen, brauche aber hin und wieder auch andere Farben um wichtigere Dinge anders zu markieren. Ein bisschen Recherche ergab, dass es einen Stift von BIC (“Grip Pro”) gibt, der 4 Farben hat, einigermaßen preiswert ist und gut schreibt. 13€ für 6 Stifte. Meine Frau hat mich erst für nicht ganz dicht erklärt, war dann aber die erste, die einen der Stifte beansprucht hat.

Reaktionen

Ich wurde von ca. allen Menschen aus meinem direkten Umfeld etwas komisch angeschaut, als ich, der Technikfreak, plötzlich einen Papierkalender auspackte. Mittlerweile hat sich das gelegt.

Zwischendrin wurde ich auch schon verwundert angeschaut, als ich den Kalender auspackte: “Aber Du hast doch ein Smartphone…”. Hab ich auch. Aber das weiß nun langsam mal genug über mich. Ja, ein kleiner Paranoia-Anfall war auch mit Grund dafür.

Wie geht es weiter?

Ich werde auch 2015 meinen Kalender fleißig weiternutzen. Ich habe mich grob an das Bullet Journaling gewöhnt, auch wenn ich meinen eigentlichen Kalender und die Notitzen getrennt halte. Damit habe ich Projekte in ein Projekt-Buch und alles was nur zeitabhängig ist (private ToDos etc.) landet in meinem Kalender. Ich verwende dazu übrigens den Roterfaden-Einsatz mit dem Layout 1.


 

Disclaimer: Keine der hier genannten Firmen bezahlt mir was dafür, ich bekomme keine Provisionen für Links oder Verkäufe.

Ich bleibe dann doch lieber bei IKEA

Nachdem ich nun bei Aldi zwei Regale der Firma trendteam gekauft habe, bleibe ich – trotz “Service-Adresse” – dabei, dass ich Pressspanmöbel dann lieber bei IKEA kaufe. Schreinern lassen oder selbst machen fällt aufgrund von Geld- bzw. Zeit- und Skill-Mangel leider aus.

Update: Ich bekomme Bauteile im Rahmen der Garantie ersetzt. Fun-Fact: Hätte man die Anleitung einfacher gemacht, wäre das nicht nötig gewesen. Und ich behaupte mal, dass ich sowas eigentlich ganz gut hinbekomme.

2014

Ich werde diesem Jahr kaum eine Träne nachweinen. Kleine Ziele erreicht, ja. Wichtige Ziele auch. Persönliche Rückschläge ab der Jahresmitte. Einen der wichtigsten Menschen in meinem, unserem Leben verloren. Ja, es gab so viele kleine, schöne Momente in diesem Jahr. Aber so etwas wie die zweite Jahreshälfte will ich nicht so schnell nochmal erleben.

Meine Lehre daraus: Familienzeit ist das wichtigste. Die bekommt man nicht mehr zurück. Und an der Stelle dann auch keine zweite Chance mehr.

Eltern als Goldgrube, aber bitte bloß nicht mit nervigen Kindern?

Während Kinder in der Öffentlichkeit eher notwendiges Übel und im Falle von einigen Gastronomen extrem unerwünscht sind, werden die Eltern hierzulande in schon fast raubritterlicher (straßenlagernder) Manier zur Kasse gebeten.

Das fängt schon an mit den Bildern der Baby-Fotografen im Krankenhaus. Hier wird ein Set mit unter 10 Bildern in verschiedenen Größen und Darreichungs-Formen für 200€ fällig. Und nur wer alles nimmt, bekommt auch die CD dazu, auf der sich dann die Original-Dateien des/der FotografIn befinden.

Weiter habe ich den Eindruck, dass jedes kleine Stückchen Plastikmist sich um mindestens 500% verteuert, wenn es auch nur annähernd so aussieht wie irgendeine Figur für Kinder. Ich rede nicht von Kindersitzen oder Sicherheits-Hardware. Da könnte man sicherlich mal über Preise reden, allerdings ist da auch eine Zertifizierungs-Kette dran und vermutlich auch eine gewisse Investition in R&D (Research&Development). Davon wird Plastikmist aber nicht besser, sondern bleibt Plastikmist.

Darüber hinaus hasse ich es, wenn ich von Unternehmen einfach nur auf Basis des “denkt denn keiner an die Kinder!!!111elf!” ausgenommen werden soll wie eine Weihnachtsgans.  Fancy Spielzeug ist kein Muss, auch wenn die Peergroup das vielleicht anders sieht. Das weiss ich aus eigener Erfahrung.

Soll so die Zukunft unserer Kinder (die ja immer als “unsere Zukunft” bezeichnet werden) also aussehen: Fresse halten, nicht nerven, kaufen, kaufen, kaufen? Nach uns die Sintflut!?

Geldschöpfung als marktliberale These

Das eine Geldschöpfung durch Kredite stattfindet (wie Niall Ferguson in seinem Buch “Der Aufstieg des Geldes” beschreibt) – sprich, dass  beim Verleih von Geld, neues Geld einfach so entsteht – ist eine schwachsinnige marktliberale These und ziemlich gefährlich.

Geld entsteht nicht einfach so, irgendjemand muss dafür Arbeiten. Und wenn die Geldmenge begrenzt ist, bedeutet das, dass das Geld nur anders verteilt wird. Meistens zu Ungunsten derer, die den Kredit aufgenommen haben.

Damit müssen Sie am Ende nach dem Kredit mehr Geld erwirtschaften als die für den Kredit aufgenommen haben. Das geht in der Regel nur mit höheren Risiken. Und die trifft bei Ausfall dann auch die Kreditgeber.

 

Die @krautreporter

Krautreporter nennt sich selbst Magazin. Es ist aber aktuell mehr ein Blog. Und dazu leider nicht mal ein gutes.

Ich rede dabei explizit nicht von den Inhalten, sondern von der Plattform als solches.

  • RSS-Feeds? Fehlanzeige!
  • Navigation? Fehlanzeige!

Die Seite ist langsam, die Übersicht nicht übersichtlich und eine Liste nach Ressorts / Sparten gibts mal gar nicht. Die Überschriften der Übersicht stimmen in der Regel nicht mal mit der Artikelübschrift überein. Dann sollte die Suche halt wenigstens mal benutzbar sein, aber da kommt rein gar nichts. Die Seite lädt neu bei dem Artikel bei dem ich die Suche aufgerufen habe. (Ich weiss das, weil ich den Artikel gesucht habe, unter dem man mal technisches Feedback hinterlassen konnte)

3 voneinander unabhängig scrollbare Spalten. Ernsthaft? Das ist nicht nur auf dem Desktop unbenutzbar. Insbesondere wenn die Kommentarspalte zu lang wird und scrollen muss, hat man zwei Scrollleisten direkt nebeneinander, die zwei komplett unterschiedliche Bereiche scrollen. Wehe man klickt einen Pixel zu weit rechts.

Als User verschiedener Browser, der gezwungenermaßen viel mit Chrome machen muss, ist die Seite im Browser schlichtweg nicht lesbar, ohne den Pagezoom runterzudrehen, weil die Schrift einfach total beschissen gerendert wird.

Obwohl ich Mitglied bin (und angemeldet), bekomme ich unter jedem Artikel ein “Mitglied werden” angezeigt. Was soll das?

Die Kommentare in umgekehrter Reihenfolge anzuzeigen, ist ja innovativ, aber Diskussionen werden damit schwieriger zu verfolgen. Dazu: 2,5 Kommentarbeiche pro Artikel. Einen darf nur der Autor für Metainfos beschreiben, okay. Aber das erschwert Diskussionen auch erheblich.

Unter Useability-Gesichtspunkten würde ich zu einem “Schmeiss weg, mach neu!” tendieren, ich hoffe aber, das wird besser.

Das Problem mit der Home Automation

Das Problem mit der Heimautomation ist in der Regel nicht der fehlende Bedarf. Jeder würde sicher gerne von unterwegs irgendwas steuern können. Kameras sind am verbreitetsten. Aber auch Dinge wie Kaffeemaschine, Heizungssteuerung oder Ofen sind vergleichsweise alltagstaugliche Beispiele.

Das größte Problem ist aus meiner Sicht die Steuerung durch Dritte. Damit Hausautomation einfach und narren”sicher” funktioniert, muss in der Regel das zu steuernde Gerät sich per WLAN und Internet an einen Service des Verkäufers anmelden, das Steuergerät (in der Regel ein Smartphone oder Tablet) muss das gleiche machen, in der Regel per App.

Heimautomation = Heim-Fremdsteuerung

Aus meiner Sicht ist genau das das Problem: Nicht ich steuere die Dinge in meinem Haus, sondern Dritte. Anbieter, deren Hardware ich gekauft habe, die (in der Regel) kostenlos einen Service betreiben. Kostenlos geht dabei dann oftmals auch mit einer finanziell bedingten Sorglosigkeit im Bereich Sicherheit einher.

Am Beispiel der Sicherheitslücken in der Heizungssteuerung der Firma Vaillant ist ja in der Vergangenheit schon demonstriert worden, welche Probleme dabei entstehen können.

Und wenn nun beispielsweise ein fiktiver Anbieter, der Ofensteuerung per App anbietet und dabei über das Internet geht, gehackt wurde (mit Heartbleed und Shellshock sind ja bereits größere und verbreitete Sicherheitslücken bekannt geworden), kann theoretisch jemand alle Öfen dieser Kunden fernsteuern. Ähnlich gelagert ist dabei auch die Einführung der Smartmeter, die ihre Daten ja auch gerne über ungesicherte Web-Schnittstellen durch die Gegend funken.

Sicherheit ≠ Bequemlichkeit

Ja, die Lösung über eine dritte Stelle ist einfach und für den normalen User bewältigbar. Ob es eine gute Idee ist, technisch eher unbedarfte Nutzer ihre Häuser fernsteuerbar zu machen ohne die Konsequenzen abschätzen zu können, sei dahingestellt. Die Verantwortung für die Sicherheit des Hauses wird aber abgegeben.

Andererseits ist die Sicherheit solcher Lösung nicht wirklich Bedienerfreundlich, auch dessen bin ich mir bewusst. Auch und gerade in Zeiten der Umstellung auf IPv6, während es eben noch nicht flächendeckend alles so gut funktioniert und man sich zum Nach-Hause-Wählen noch eher anspruchsvolleren Lösungen zuwenden muss, ist sichere Heimautomation eher noch Zukunftsmusik, langfristig aber einfacher als bisher möglich.

Hier sind aber noch einige Schritte notwendig, die das ganze benutzerfreundlich machen müssen, bevor das ganze wirklich massentauglich ist.

Wer also Home-Automation betreiben will, sollte vorher Risiken und Chancen genau abwägen und genau hinschauen, wer am Ende wirklich das Haus steuert. Und als Bastler / Heimwerker, die meistens mehr handwerklich und weniger Internet-Security-versiert sind, hat man sich da schnell auf “Security Through Obscurity” Maßnahmen eingelassen.

Die Welt der (sicheren) Home Automation via Internet bleibt damit bis auf’s weitere wenigen Menschen vorbehalten.


Bild: CC0 by Carli Jean, via Unsplash

Seite 2 von 9012345...102030...Letzte »