Windows oder Ubuntu?

Bei Christoph bin ich über einen Artikel zu Dells Darstellung von Ubuntu auf Dell-Systemen gestolpert.

Dell erklärt die Unterschiede zwischen Windows und Ubuntu

Ich finde die letzte Begründung für Windows ganz großes Kino. Allerdings sollte man “keine Erfahrung mit” durch “keine Ahnung von” ersetzen.

 

MergeList-Fehler bei apt-get nach abgewürgtem Update

E: Encountered a section with no Package: header
E: Problem with MergeList /var/lib/apt/lists/de.archive.ubuntu.com_ubuntu_dists_karmic_universe_i18n_Translation-de
E: Die Paketliste oder die Statusdatei konnte nicht eingelesen oder geöffnet werden.

Wen ein ähnliches Problem wie dieses plagt, weil er z.B. ein apt-get update abgewürgt hat oder der Rechner abgeschmiert ist, der kann folgendes versuchen:

  1. sudo mv /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list.old
  2. sudo apt-get clean
  3. sudo apt-get update (sollte dann nur ein “OK” kommen)
  4. sudo mv /etc/apt/sources.list.old /etc/apt/sources.list
  5. sudo apt-get update (sollte viel laden und länger dauern, aber ohne Fehler)
 

Jabber im Praxis-Einsatz bei United Internet

Nach den Argumenten, warum man Jabber/XMPP anstelle von anderen Instant-Messaging-Protokollen nutzen sollte, hatte ich ja schonmal ausgeführt. Jetzt kommt das große wie.

Wie bereits schon im vorherigen Artikel zum Thema beschrieben, haben alle Nutzer von United Internet einen XMPP-Account. Nutzer von GMX ebenso wie Nutzer von web.de, und auch alle 1und1 Email-Adressen sind Jabber-Accounts (das mit den 1und1-Adressen habe ich grade ausprobiert)

Im übrigen sagt mir PSIs Service Discovery bei 1und1, dass Transports für AIM, ICQ, MSN und Yahoo vorhanden sind. Das gleiche dürfte für GMX und web.de ebenso gelten, da auch diese beiden einen “Multi-Messenger” anbieten, der auch die 4 proprietären Protokolle anbietet. Ich nehme an, dass hier diese Anbindung über deren Transports geht.

Los geht’s

Wer einen Multi-Protokoll-Client wie Pidgin, AdiumX, Trillian oder Miranda nutzt, hat schon die halbe Miete. Wer den Original-ICQ-Client nutzt, sollte generell lieber auf einen anderen Client umsteigen, damit fallen zwar die Spiele weg, die man mit manch anderem ICQ-Nutzer spielen kann, aber auch jede Menge Werbung und ein beschissenes Interface.

Das mit dem Interface gilt übrigens mindestens für ICQ und den Windows-Live-Messenger. Bei AIM und YIM kann ich das eigengestrickte Interface nur vorstellen.

Die United Internet Multimessenger habe ich mir noch nicht angeschaut, zumindest auf den Screenshots sehen die Clients – abgesehen vom Branding und einem “xyz Suche powerded by Google”-Feld – werbefrei aus.

Im übringen soll das hier keine Werbeveranstaltung werden und ich bekomme auch kein Geld dafür. Wer also mehr Infos zu den Clients da haben will, darf sich gerne auf deren Seiten informieren. Außerdem habe ich ein Linux-System und gehe deswegen explizit von Linux- und Cross-Plattform-Clients aus.

Pidgin

Man klickt auf Konten → Konten verwalten → Hinzufügen…

  1. Gibt man unter Username den ersten Teil der Email-Adresse ein (vor dem @), bei mir wäre das “campino2k”
  2. Danach gibt man seinen zweiten Teil der Email-Adresse ein (nach dem @), das wäre bei mir “gmx.net”
  3. Resource kann benutzt werden, mitzuteilen wo der Client benutzt wird, z.B. kann man dort “Arbeit” oder “Notebook” reinschreiben, muss man aber auch nicht.
  4. Das Passwort von dem Email-Anbieter eingeben, bei mir wäre das: “********” (Ihr habt doch nicht gedacht, ich verrate hier mein Passwort…)
  5. Fertig. Speichern und schon verbindet Pidgin sich mit dem United-Internet-Account.

Psi

Bei Psi ist es genauso einfach:

Man klickt auf Allgemein → Benutzerkonten → Hinzufügen

  1. Man gibt dem Konto einen Namen, z.B. GMX-Chat.
  2. Man gibt die komplette Jabber-ID ein.
  3. Man gibt das Passwort ein.
  4. Man setzt den Haken “Beim Start automatisch verbinden”
  5. Fertig.
 

Out-Of-My-Way-Messaging mit irssi, bitlbee und screen

Warum ich meine konsolenbasierte Instant-Messaging-Lösung zu schätzen weiss.

Ich habe seit 1999 ICQ, und irgendwann seit 2001 oder 2002 Trillian benutzt. Danach bin ich zu Miranda gewechselt und seit 2 Jahren bin ich überzeugter Pidgin-Nutzer. Seit ein paar Wochen bin ich dies aber mit Einschränkungen.

Ich habe auch während ich im Büro sitze Messenger laufen. Teilweise kommuniziere ich damit mit Kollegen, teilweise mit Freunden, Familie, etc., denn diese Kommunikation lässt sich leichter nebenher betreiben als ein Telefonat.

Jetzt ist es so, dass einige Personen das intensiver betreiben als andere und die Notifications von Pidgin, das blinkende Icon, der (eventuell aktivierte) Klang natürlich ständig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da mich das stört und ich ja zum Arbeiten auf der Arbeit bin, nervt mich das manchmal, dass da ständig irgendwas blinkt, klingelt oder aufpoppt. Also benutze ich etwas, dass weniger Aufmerksamkeit erzeugt:

Eine Konsole in Putty oder in SSH, je nach Host-System. Als Frontend benutze ich irssi, einen IRC-Client, als Server wird bitlbee, ein IRC-IM-Gateway genutzt und das ganze hübsch und weich eingepackt gepackt in eine Screensession (wodurch meine Instant-Messenger-Accounts 24/7 online sind). Das ganze lenkt nicht ab und ich sehe dann rein, wenn ich will oder kann. Umgelegt auf die einzelnen Protokolle – bitlbee versteht OSCAR (AIM/ICQ), Jabber und MSN bedeutet das für das Handling folgendes:

Jabber-Accounts

Wer Jabber/XMPP/Google Talk kennt, weiss, dass es dort, im Gegensatz zu anderen bekannten und verbreiteten Messaging-Clients, problemlos möglich ist, von mehreren Orten aus eingeloggt zu sein. Gleichzeitig, versteht sich. Wenn ich also weiss, dass Kollegen, die vornehmlich über Jabber mit mir kommunizieren, dringend häufiger mit mir “chatten” wollen bzw. müssen, dann schalte ich einen lokalen Messenger (Pidgin) hinzu.

Die proprietären Messenger

Bei ICQ, AIM, MSN schaut es nicht so rosig aus, allerdings benutze ich zur Zeit eigentlich nur ICQ und MSN. Alle Messenger erlauben nur das gleichzeitige Login mit einem Rechner zur gleichen Zeit. Daher laufen diese derzeit ausschließlich über bitlbee.

Filetransfer, Gruppenchats & Co.

Klar. Irgendwo muss man Abstriche machen. Smilies in einer Konsolenanwendung sind nicht so der Bringer, sprich, in der Regel ziemlich oldschool, nämlich mit Text. Keine Bilder. Ebenso gibt es mit bitlbee keine mir bekannte Möglichkeit, einen Filetransfer zu initiieren. Für mich wäre es sowieso witzlos, da meine zu versendenden Daten ja im Zweifelsfall auf dem Rechner liegen, auf dem ich gerade bin, während bitlbee auf meinem Server zuhause läuft.

Gruppenchats sind hingegen relativ einfach in bitlbee zu erstellen, allerdings habe ich hier schon mit dem ICQ-Gruppenchat ein paar Probleme zwecks Darstellung von HTML-Tags in den Nachrichten gehabt, die wurden um jede Message eines anderen ICQ-Benutzers drumgelegt, was es ungeübteren Personen etwas schwer machen dürfte, da durchzublicken.

Fazit

Nach all dem, was Messenger heute können und wollen und tun, kann ich mich mit bitlbee auf das wesentliche konzentrieren und bestimme selbst, wann ich und wie ich schreibe oder Nachrichten lese. Das ist in einem gewissen Sinn eine Rückbesinnung auf die Grundidee des Instant Messaging. Nichts nerviges wie Spiele oder Sounds.

Und einen Vorteil hat es außerdem: Mein Handy verfügt über einen SSH-Client, dadurch kann ich auch mit dem Handy auf IRC und Instant Messaging zugreifen.

Ach ja: einen Nachteil für die Kontakte gibts noch: Ich brauche ab und zu länger zum antworten. Online sein heisst ja für mich damit nicht mehr “am Rechner” bzw. “mit der eeeBox verbunden sein”.

 

Portierung von Miro Profilen? – Am Arsch die Waldfee!

Als ich meinen Rechner ja auf Karmic geupdated habe (mittels der Neu-Installation neulich), habe ich gleichzeitig auch einen neuen Login-Namen benutzt, um auf allen Systemen (derzeit 3) den gleichen Login-Namen zu haben (macht SSH einfacher).

Das stellt soweit ja kein Problem dar, da Linux-Profile (home-Ordner) im Prinzip “portable” sind. Außer man speichert Pfade irgendwo. So wie Miro.

Unter Linux existiert ein Verzeichnis ~/.miro in dem alle Einstellungen und Medien gespeichert werden. Die Einstellungen und die Verwaltung der Medien macht Miro über eine sqlite-Datenbank. In der werden die Meta-Daten für die Videos und Audios gespeichert. Mit absoluten Pfaden!

Unter Linux habe ich mir daher einen Symlink namens “campino2k” auf /home/cjung gelegt, was ja sehr einfach ist. Aber man sollte nie, niemals, so wie ich versuchen, ein Linux-Profil auf eine Windows-Kiste zu bringen. das habe ich nämlich versucht, da ich mir so dachte: Kleines Notebook, immer dabei, kannste MTG im Bus gucken. Kann ich jetzt auch, aber ohne eben Miro als Player zu benutzen.

Das ist so erbärmlich, dass man es nicht glauben möchte. Man könnte ja einfach das Verzeichnis im Programm einstellen wie unter Windows und in der Datenbank die dazu relativen Pfade mit einer generischen Variable setzen und das zur Laufzeit “umwandeln”.

Das sähe folgendermaßen aus: Im Programm wird ein Verzeichnis eingestellt (Win): “C:\Dokumente und Einstellungen\User\My Videos\Miro” unter Linux wird einfach “~/.miro/Movies” verwendet. In der Datenbank steht nur ein relativer Pfad in der Art “|Meet-The-Gimp|video1.avi” Das wird dann zur Laufzeit umgewandelt in “C:\Dokumente und Einstellungen\User\My Videos\Miro\Meet-The-Gimp\video1.avi” bzw. “~/.miro/Movies/Meet-The-Gimp/video1.avi“. Wäre doch gar kein Problem, oder?

Vorteile

  • Plattformübergreifend Portabel
  • Nur einfache Codepflege für die Verwaltung des Datenverzeichnisses
  • Datenverzeichnis kann verschoben werden ohne Metainfos zu verlieren

Nachteile

  • Möglicherweise etwas schlechtere Performance

Zusammenfassend denke ich, dass die Verbesserungen zur Wartbarkeit und Flexibilität den minimalen Performanceverlust aufwiegen.

 

Liebling, ich habe das Notebook geschrumpft

Mein altes Medion MD96400 geht in den Ruhestand.Die Daten im Überblick: AMD Turion x64, 512 MB RAM, 60GB Festplatte. Seit 3 Jahren mir, seit 2 Jahren mit Ubuntu.

Nachfolger ist das Samsung N130, 1,6Ghz Intel Atom-Prozessor, 1 GB RAM, 160 GB Festplatte.

Neben dem DVD-Laufwerk fiel auch der Bildschirm dabei der Radikalkur zum Opfer: 1280 x 800 in 13″ werden zu 1024 x 600 in 10,2″. Insgesamt aber kein Schritt, den ich bereue, bis jetzt.

Schade finde ich, dass die Möglichkeiten, mich von Windows auf dem kleinen Notebook zu trennen, so viele Nachteile haben. Zuerstmal wird die Reichweite des WLAN kleiner. Dann funktionieren die Info-Keys nicht mehr und zusätzlich die Stromsparfunktionen nicht. Das hat mich dazu veranlasst, die Windowsinstallation nicht zu löschen, sondern auf dem Notebook zu lassen und damit zu arbeiten. Nicht schön, aber besser, als die Akkulaufzeit einzuschränken, weil ich das Display nicht dunkler bekomme. Sonst hätte ich liebend gerne nichts anderes getan, als die Kiste zu rasieren und mit einem 9.10 zu starten.

Das habe ich jetzt nur in einer Wubi-Installation zum Dual-Boot laufen. Besser als nichts. Und man sollte ohne Tux-Power nie das Haus verlassen.

Nun, wir werden sehen, wie sich das Gerät in Zukunft schlägt, aber ich bin da guter Dinge. Im übrigen ist das Gerät schneller da als das alte Notebook, welches auch unter Windows schon ein wenig lahmte.

 

Fazit zum Karmic-Update-Livebloggen

Zwei Tage Liveblogging (Tag 1, Tag 2) habe ich hinter mir und das mit einem eigentlich langweiligen Thema wie dem Update eines Linux-Systems. Dennoch – und ich denke, das hat auch ein wenig mit der damaligen Aufnahme in den Ubuntuusers-Planet zu tun, denn von dort kamen extrem viele User.

Besucherverlauf

Interessant ist, dass die Besucher normalerweise am Wochenende weniger sind als unter der Woche. Ich schätze das wird in Zukunft auch wieder so werden. Auf jeden Fall möchte ich mich für die viele und positive Resonanz bedanken. Mir hat das Experiment Spass gemacht und ich hoffe, auch in Zukunft noch ein paar Events zu finden, bei denen Livebloggen möglich ist und genauso viel Spass macht.

 

Live-Update auf Karmic Koala (Ubuntu 9.10) Tag 2

10:27

Da ich weiss, wie lange sowas dauern kann, habe ich schon mal schnell ne Kopie von etc, home, var und opt angestoßen, damit ich die Nutzerdaten schnell übernehmen kann. Nein, das Backup mittels Partimage ist damit nicht überflüssig gewesen. Schließlich ist das ein Fallback falls nachher gar nix mehr geht. Weiter gehts dann gegen 13.00 Uhr.

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Live-Update auf Karmic Koala (Ubuntu 9.10) Tag 1

Ich werde an dieser Stelle live berichten, wie ich meinen Rechner update, mittels einer Neuinstallation nach einem wegsichern der Daten.

18:22

Ich erstelle ein Partimage auf eine externe Festplatte. Vom Kollegen geliehen. Damit sichere ich die ich meine komplette Arbeits-Partition. Scheint länger zu dauern. Ich gehe lieber auf Nummer Sicher, denn Datenverlust kann ich mir momentan nicht leisten. 300GB dauern aber so ihre Weile beim komprimieren und kopieren über USB.

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Tools unter Linux: rTorrent

rTorrent[WP] ist ein geschmeidiger Torrentclient mit einem curses-Interface. Das heißt, das rTorrent eine Art “UI” mittels Buchstaben und ASCII-Zeichen aufbaut. Allerdings gibt es selbst im CLI-Bereich Clients und Oberflächen einige hübschere, zum Beispiel das CLI-Interface “finch” für libpurple, mit dem man änlich komfortabel chatten kann wie mit dem großen Bruder Pidgin (oder unter OSX Adium).

rTorrent

rTorrent bietet auf den zweiten Blick allerdings deutlich mehr Informationen, als man auf den ersten Blick noch vermuten mag. Die Detailansichten der Torrents inklusive Stati und Verbindungsinfos sind ebenso ausführlich wie die eines Azureus/Vuze.

Der Vorteil an solchen Tools, die ohne grafische Oberfläche zu benutzen sind: Sie können auf einem “headless” System laufen. Wenn dieses Headless-System dann auch noch einen SSH-Zugang hat, dann kann man diesen Server ganz in Ruhe Linux-Images von z.B. neuen Ubuntu-Versionen zuhause herunterladen lassen, während man auf der Arbeit oder sonstwo ist.

Eine tolle Erfindung, dieses System.

Ach ja: Und wer in der deutschen Wikipedia an dem Headless-Artikel mitarbeiten möchte, kann dies gern tun.

 
 
 
 

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Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse erhalten Sie möglicherweise unter http://campino2k.de.

Info

Hier schreibt Christian Jung über Webdesign, Web 2.0, Internetrechtsprechung, Linux, Fotografie.

Dazu kommen bunt gemischte Texte und was ihm sonst noch so in den Sinn kommt.

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