Tweetdeck mit identi.ca und Twitter

Ich hatte es ja schonmal angesprochen, das Problem mit der Microblogging-App. Das neue Tweetdeck kommt schon in die Richtung, wenn man mal aussen vorlässt, dass eine Zusammenfassung der Spalten nicht Account-übergreifend funktioniert.

Das bedeutet: Wenn ich 2 Accounts habe und will bei jedem “Stream”, “Mentions” und “Direct Messages” sehen, habe ich 6 Spalten offen, die dann nicht mehr nebeneinander gequetscht sind, sondern scollen.

Außerdem ist das senden von Twitter-Replies mit Identi.ca nicht möglich, in Statuzer und Gwibber geht das mit einem klitzekleinen Extra-Klick.

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Tweets und Dents unter Windows und Linux

Twitter. Hat (fast) jeder schonmal gehört. Bei Identi.ca wirds schon deutlich lichter. Ich benutze (seit neuestem wieder) beides, nachdem ich lange nur bei Identi.ca unterwegs war.

Twitter und Identi.ca – In welche Richtung sende ich?

Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Ich verwende die von Identi.ca bereitgestellte “Twitter-Bridge”. Das heisst, alle Nachrichten, die ich an Identi.ca schicke, werden automatisch bei Twitter gepostet.

Lauschen einfach machen

Natürlich ist es unpraktisch, dann auf beiden Seiten immer zu gucken, ob jemand auf Tweets oder Dents geantwortet hat. Daher bin ich dazu übergegangen, Clients zu verwenden.

Screenshot von Gwibber

Screenshot von Gwibber

Unter Linux ist Gwibber das Tool der Wahl. Spartanisch aber unscheinbare Killerfeatures:

  • Man kann “read-only”-Accounts einrichten (in meinem Fall der Twitter-Account)
  • Doppelte Messages werden zusammengefasst. Wenn ich Poste, wird nur eine Nachricht gezeigt, dabei erscheint ein “+”
  • Antworten auf eine Twitternachricht mit dem Identi.ca Account ist einfach möglich

Unter Windows nutze ich einen etwas featurereicheren Cient.Nachdem ich eine Weile “Twhirl” benutzt habe, ist mir zuletzt immer häufiger aufgefallen, dass Nachrichten verschwinden bzw. nicht angezeigt werden. Außerdem ist das Handling von mehreren Accounts sehr umständlich, da für jeden ein eigenes Fenster aufgeht.

Statuzer Screenshot

Screenshot von Statuzer

Daher bin ich seit kurzem auf Statuzer gewechselt, nachdem ich mir Spaz angesehen habe. Killerfeatures:

  • Direkte Anzeige von Twitpic-Bildern, Previews für Youtube
  • Mehrere Leisten mit definierbaren Filtern

Allerdings kann Statuzer nicht mit Permalinks von Identi.ca umgehen, es werden immer nur Twitter-Urls aufgerufen. Ach bei Accounts. Gwibber hingegen hat eine sehr nette Eigenschaft: Ich habe unter Gwibber dem Twitter-Account das Reden verboten, kann aber mittels Gwibber problemlos bei Twitternachrichten auf antworten klicken. Statuzer weigert sich, bei Twittermessages ein Reply über Identi.ca zu jagen.

Dank der Clients kann ich es aber managen, nur von dem Identi.ca-Account aus zu schreiben und trotzdem beide Accounts upzudaten. Die Replies und Timelines holen dann die Clients für mich zusammen.

Gibts hier noch andere, die mehrere Plattformen wie Identi.ca und Twitter und zusätzlich mehrere Plattformen zum Befüllen selbiger nutzen?

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Ein Tag im Netz mit der MBC09

Tja, hat ja nicht geklappt, das mit mir und der MBC09. Sehr schade, denn über den Livestream, der freundlicherweise und selbstloserweise von @Picki(t)(web) bereitgestellt wurde, nachdem der Stream von Sponsor *****load ums verrecken nicht funktioniert hat, war leider nur die Hälfte der Sessions zu verstehen (besser als gar keine, immerhin).

(cc) Bild von bjoern

Ich habe mir heute morgen dann gleich mal einen Twitter-Account zugelegt, als Identi.ca down war, ihn dann aber heute abend wieder gelöscht. Warum? Ganz einfach: Ich habe den Twitter-Account via identi.ca geupdatet, allerdings ist es problematisch, die beiden Systeme mit den Followern einigermaßen synchon zu halten. Und bevor ich irgendwo halbherzig arbeite, lass ich es lieber ganz. Hat ja keinen Sinn, bei Twitter zu schreiben, aber nicht auf Reaktionen anderer zu reagieren. Und da ich bei identi.ca deutlich “besser integriert” bin und mich besser aufgehoben fühle (ich hab ja so ein Underdog-Faible) habe ich den Twitter-Account wieder gekündigt.

Allerdings habe ich ein anderes Projekt mit Twitter angestoßen, von dem ich hoffe, dass es was wird, wenigstens ein bisschen. Und damit ist der Tag heute auch schon gelaufen, ich hoffe, morgen wird das mit dem Stream besser und ich bekomme noch ein bisschen was mit.

Im übrigen habe ich mich nach Startschwierigkeiten so langsam an das neue, extra zum Tag der MBC gelaunchte Design von identi.ca gewöhnt. Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man von dem kräftigen optischen Linksruck absieht, der durch eine gewisse leere auf der rechten Seite verursacht wird (von der Startseite mal abgesehen).

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Um den Geist zu befreien, muss man ihn einengen

Man sagt ja oft, die Mutter der Kreativität sei die Freiheit. Ich finde, diese These trifft nur zum Teil zu. Natürlich benötigt Kreativität eine gewisse Freiheit, dennoch ist es meiner Meinung nach sinnvoll, diese mit Regeln einzuschränken.

Ein Beispiel für gesteigerte Kreativität durch engere Vorgaben sind Haikus und das allseits beliebte “Microblogging“, verbreitet durch Dienste wie Twitter, identi.ca, Jaiku und andere. Hier wird – ähnlich wie bei SMS – durch die künstliche Knappheit die Kreativität gefordert um mehr Text als vorhanden in die Nachrichten zu packen.

Anders als bei SMS werden hier allerdings selten krude Abkürzungen verwendet, die über den “normalen” Internetslang hinausgehen, was mich ab und an verwundert. Allerdings werden durch so genannte Hashtags genutzt, um eine Message mit bestimmten Zusammenhängen zu versehen, auch wenn dieser aus der eigentlichen Nachricht nicht hervorgeht.

Beispiel für ein Hashtag

Eine Andere möglichkeit, diese Hashtags zu benutzen ist, alle Nachrichten zu einem bestimmten Thema mit einem möglichst eindeutigen Tag zu versehen. So sind die meisten Nachrichten auf Twitter und Identi.ca betreffend der Microblogging Conference 2009 mit dem Hashtag #mbc09 versehen. Allerdings ist diese Art, Tags zu benutzen natürlich die gebräuchlicherere, weil dafür gedachte Variante.

Insgesamt zeigt sich bei Kommunikation mit begrenzter Ausdrucksmöglichkeit, das diese meistens auf eine andere Weise flexibler, interessanter und kreativer ist. Das weiß auch schon der Kurzfilm und die Kurzgeschichte. Vielleicht kann man damit behaupten, dass Twitter und Co. die Kommunikation nicht nur schneller, sondern auch kreativer gestalten können.

Allerdings – wie man an diesem Artikel sicher erkennen kann, sind etwas längere Gedanken und Artikel natürlich nicht damit zu ersetzen. Aber die Ergänzung als solche finde ich großartig.

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OpenMicroBlogging

Wie Markus Heurung bei MBC09 angekündigt hatte, fand gestern eine Jabber-Konferenz zum Thema OpenMicroBlogging (OMB) statt. Zwar konnte ich nicht teilnehmen, jemand hat sich allerdings bereit erklärt, das serverseitige Logging einzuschalten. Daher gibt es (außer der Agenda) einen “Mittschnitt” der Sitzung.

Prinzipiell ist das Thema laconi.ca sehr spannend, allerdings gibt es wohl noch die eine oder andere Schwachstelle, die einen Einsatz für Lischen Müller unmöglich bis unpraktikabel machen. Chris und Oliver, die beiden Jungs von F!XMBR berichten in der Kategorie “lallus” davon, wie spannend, aber auch wie anstrengend der Wirkbetrieb eines Laconi.ca-Servers sein kann. Interessant – und ein wohl wirkliches Argument gegen eine Servereinrichtung für einen Wirkbetrieb bei beschränkten Ressourcen findet man im Artikel “Was Laconica mit 18.446.744.073.709.551.615 Reiskörnern gemein hat“.

Allerdings steckt die Entwicklung auch noch in den Kinderschuhen, bisher ist Laconi.ca hauptsächlich ein One-Man-Ding. Aber das ganze wird uns noch eine Weile begleiten, da bin ich sicher.

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