Link-Ecke #4

Link-Ecke

Piratenparteitag Hessen

Michael Miller hat einen sehr schönen Rückblick zum Landesparteig der hessischen Piratenpartei geschrieben: Piraten auf dem Seeweg nach Demokratia

Einstiege in Google Wave

Das “Webkompetenz”-Blog hat einen sehr lesenswerten Artikel zum Einstieg in Google Wave verfasst. (via Netzwertig). Außerdem gibts noch den “complete Guide” und bei Webworker Daily 6 Tips zum Benutzen von Google Wave beim ersten Projekt. Trotzdem finde ich das ganze bisher eher unspektakulär.

Mein Hirn explodiert

Der Spiegel hat einen interessanten Artikel über Informationsverarbeitung und die Grenzen des Verstands. Sehr netter Artikel.

Internet Explorer 9 – Microsoft gewährt erste Einblicke

BeimWebstandard-Blog gibt es Neuigkeiten rund um den Internet Explorer 9. Sehr schön, was da alles geplant ist. Leider macht dem Enthusiasmus das Wissen um Support für den IE6 bis 2014 den gar aus.

Googles Betriebssystem Chrome OS

Google stellt ChromeOS vor und alle so: “Yeaahh”. Ich nicht. Sorry. Aber kompletter Verzicht auf lokalen Speicher? Wozu nehmt ihr denn euer Notebook? Bei mir spielt das Ding auch Filme und Musik. Viel Spass mit dem ChromeOS, aber “in the Cloud” halte ich für einen ziemlich bescheidenen Ansatz.

 

Landesparteitag der Piratenpartei Hessen

Information

Impressionen

Weitere Berichte

 

Hessischer Landesparteitag 2009 der Piratenpartei

  • Notebook – check
  • UMTS-Stick – check
  • Klamotten eingepackt – check
  • Lust darauf, den Chaotenhaufen aus dem Chat auch mal persönlich kennenzulernen – check
  • Gute Laune  – (warten wir mal bis morgen…)

Insgesamt also gut vorbereitet für meinen ersten Landesparteitag. Dieser entscheidet dann ja auch, ob ich kurzfristig meinen zweiten außerordentlichen Kreisparteitag veranstalten werde.

Also dann Piraten. Wir sehen uns dann auch der anderen Seite von Hessen.

(Im übrigen ist das Twitter/Identi.ca-Tag für den LPTHE2009 #help09 bzw. #helpt09)

 

Bundestagswahlnachgedanken

Piraten

Natürlich sind 2% im Wahlergebnis nicht das Ergebnis unserer Träume, aber ein verdammt guter Anfang. Davon abgesehen hoffe ich, dass sich in den nächsten 4 Jahren die Strukturen unserer Partei, die durch den durch Zensursula und Stasi-Schäuble-initiierten Mitgliederzuwachs quasi explodiert sind, festigen und beruhigen werden.

Denn eins hat der Spiegel richtig erkannt: nochmal 4 Jahre Uschi und Wolle trägt nicht dazu bei, Feindbilder abzubauen oder unsere Ziele zu schwächen.

SPD

Die SPD hat weniger verloren als ich erwartet hätte. Es bleibt zu hoffen, dass die SPD, genauso wie die Piraten die Zeit bis zur nächsten Wahl nutzt, um ihre Strukturen zu bereinigen (Schmeisst den Münte raus!) und sich auf ihre Werte zurückbesinnt.

In der SPD werden die Rufe nach einem Rücktritt der Führung lauter. Um der SPD beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis zu garantieren, sollte diese Chance nutzen und bei der nächsten Wahl eine sozialdemokratische wählbare Alternative bieten.

CDU/CSU

Nichts gelernt. Die ruhen sich da jetzt auf ihrem miesen Wahlergebnis aus und denken sie wären die allerschürfsten. Mit dem für sie zweitmiesesten Wahlergebnis seit kurz nach dem Krieg.

FDP

Die FDP ist natürlich die allerschürfste von allen. Mit Guido, dem Englisch nun nicht wirklich liegt, als potentiellen Außenminister. Allerdings könnte sich dieses Problem schneller lösen, als ihm lieb ist. Im Iran zum Beispiel.

 

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #2

Man hat geantwortet:

Sehr geehrter Herr Jung,

bitte entschuldigen Sie vorab die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten und die Verzögerung bei der Beantwortung Ihrer email.

Wir hatten bei “Die Welle” mit der PSX2 in der Slimversion ein Lauffähigkeitsproblem, da Sony hier eine andere Abspielsoftware eingebaut hat gegenüber allen anderen PSX2.

Ich sende Ihnen nochmal eine DVD von “Die Welle” aus einer anderen Charge und hoffe, diese funktioniert. Bitte schicken Sie mir Ihre Anschrift und lassen Sie mich dann kurz wissen, ob die neue läuft, ansonsten würde ich Ihnen einen anderen Titel von uns als Ersatz anbieten.

Mit freundlichen Grüßen
xxx

Ich versuche mal das zu resümieren (bis jetzt):

1. Ich rufe bei Constantin Film an und frage, an wen ich mich melden muss, wenn ich ein Problem mit einer DVD habe. Man sagt mir am Telefon eine Email-Adresse, an die ich mich wenden soll.

2. Ich schreibe an die Email-Adresse eine längere Email, bekomme – oh wunder – keine Antwort.

3. Ich versuche, eine Konfrontation zu erwirken. Sollen die sich doch drum kümmern, wen das Problem was angeht und schreibe an die “info@”-Adresse auf der Seite von Constantin. Natürlich nicht ohne auf das Zuständigkeitsproblem und die scheinbar falsche Email-Adresse hinzuweisen (diese komischen Umlaute werden bei Constantin oder wo-auch-immer intern ersetzt):

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich von einer Telefonistin in ihrem Haus mit einer falschen
Email-Adresse versorgt worden bin, hier noch einmal die Email an ihre
Firma, die sich mit der nicht moeglichen Wiedergabe eines Produktes aus
ihrem Haus beschaeftigt, und zu der ich eine Stellungnahme wuensche.

4. Ich habe natürlich darauf geantwortet:

Sehr geehrte/r xxx

vielen Dank für die Information. Allerdings kann ich nicht
nachvollziehen, warum eine “normale” DVD auf einem DVD-Abspielgerät
Probleme verursachen kann. Ich möchte gerne wissen, welchen
Kopierschutz diese DVD verwendet und welche weiteren DVDs aus ihrem
Sortiment diesen Kopierschutz verwenden, um zukünftigen Problemen
damit im Voraus aus dem Weg zu gehen. Mehrere Wochen Wartezeit nach
Kauf eines Filmes um diesen (vielleicht) sehen zu können sind für mich
nicht akzeptabel.

Ich hoffe, dass die “andere Charge” nicht über einen solch
problematischen Kopierschutz, verfügt und bitte um die Zusendung an
folgende Adresse:

[adresse]

Sollten Sie Informationen bezüglich der Herstellungscharge oder
ähnlichem benötigen, so kann ich diese Informationen gerne mitteilen.

Soweit, so gut. Was mich aber am meisten irritiert hat, war der Footer mit den Firmeninformationen. Die Mail kam von einer Paramount-Adresse (wir erinnern uns, ich hatte Constantin angeschrieben).

Message from xxx
Project Manager
Highlight Communications Deutschland GmbH
Feilitzschstrasse 6, 80802 München
Geschäftsführer: Franz Woodtli, Peter von Bueren
Sitz: München HRB 109 276

Postanschrift / Im Vertrieb von
Paramount Home Entertainment (Germany) GmbH
Betastr. 10c, 85774 Unterföhring, Germany
Telephone: + 49 (0) 89 xxx
Facsimile:  + 49 (0) 89 xxx
e-mail-address: xxx

Die betreffende Person, wo arbeitet die jetzt eigentlich? Bei Constantin, Paramount oder Hilight (der Produktionsfirma, die die DVDs letztendlich presst)? Naja, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

 

Das schmutzige Geschäft

Ein junger Mann erkennt Sonneborn, nimmt seinen Mut zusammen und fragt ihn, ob die PARTEI, die nicht zugelassen wurde, nun nicht zur Wahl der Piratenpartei aufrufen könne. Sonneborn winkt ab, er werde eher zur ungültigen Stimmabgabe ermuntern – und dies dann »propagandistisch ausschlachten«. Als er sieht, wie enttäuscht der junge Pirat ist, ruft er ihm hinterher: »Du verstehst dieses schmutzige Geschäft nicht, du bist noch jung und hast Ideale!« Der junge Mann wendet sich ab und geht.

via Politische Bewegung: Vorsicht, Opposition! | ZEIT ONLINE.

Genau das ist es: Wir haben Ideale. Auch wenn ich es schade finde, dass die “PARTEI” die Piraten nicht unterstützt, verpflichtet sind sie dazu nicht, dafür aber konsequent in der Umsetzung der “modernen, inhaltslosen Turbopolitik”.

 

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded

Vorhin habe ich mich erst telefonisch an die Firma “Constantin Film” und danach per eMail an die Firma “highlight” gewandt mit folgendem Wortlaut:

Hallo [Name],

leider habe ich mit der legal erworbenen DVD “Die Welle” Probleme mit der Wiedergabe.

Ich verwende zur DVD-Wiedergabe eine originale, unmodifizierte Playstation 2, die meines Wissens ein lizensiertes Endgerät zur Wiedergabe von Video-DVDs ist.

Leider lässt sich der Film “Die Welle” nicht auf der Playstation 2 abspielen.

Da ich zur Überprüfung auch andere aktuelle Filme wie “Sommer” und “Juno” abgespielt habe, schließe ich ein Verschulden seitens des Abspielgerätes aus.

Bitte erklären Sie mir, wie ich die DVD abspielen oder zurückgeben kann (denn sie ist ja geöffnet, sonst hätte ich ja nicht feststellen können, dass Sie nicht abspielbar ist).

Da ich nicht davon ausgehe, ein ungewohntes Abspielgerät zu benutzen, da die PS2 ja mit der DVD-Norm produziert ist, möchte ich auch keine Ratschläge die in die Richtung “kaufen Sie sich einen anderen DVD-Player” weisen, erhalten. Norm ist Norm, ihre DVD scheint sich nicht daran zu halten und lässt sich nicht abspielen.

Ich kann ihnen sagen, dass diese ganzen Kopierschutz-Maßnahmen mich als zahlenden Kunden extrem verärgern. Ich gebe 10 oder mehr Euro für ein Original aus, nochmal 50 bis 100 € für ein lizensiertes Endgerät und bin dann nicht einmal in der Lage, diese Werte entsprechend ihrem Zweck zu nutzen?

Hätte ich mir – wie ja von der Industrie so oft angeführt – den Film aus einer Tauschbörse heruntergeladen, hätte ich nichts bezahlt und keine Probleme gehabt, den Film abzuspielen.

Wo ist also der Mehrwert wenn ich Geld ausgebe und die Sachen nicht sehen kann?

Ich fühle mich hier richtig verarscht.

Ich hoffe sie haben eine zufriedenstellende Lösung für das Problem. Sonst sehe ich mich gezwungen, nach dem Boykott von EuroVideo, deren Kopierschutz bei mir ebenfalls zum Abspielschutz “mutiert” ist, auch Constantin Film DVDs in Zukunft im Regal stehen zu lassen.

mit wenig freundlichen Grüßen

Ich habe es dabei unterlassen darauf hinzuweisen, dass eine Wiedergabe unter Linux mittels verschiedener Bibliotheken, die alle nicht lizensiert sind, sehr wohl möglich ist. Aber ich möchte den Film ja im Wohnzimmer auf der Couch sehen und nicht im Arbeitszimmer.

Ich muss ja sagen, am Telefon mit Hinweis auf einen eMail-Kontakt abgebügelt zu werden ist nicht so toll. Da war das Gespräch mit dem Produktmanager bei EuroVideo doch deutlich interessanter und persönlicher.

 

Wahlkampf – ohne Inhalt?

Ich weiss ja nicht, wie es in anderen Wahlkreisen aussieht, aber unsere Spitzenkadidaten der SPD und CDU im Main-Kinzigkreis haben wirklich sehr inhaltsleere Slogans.

Da wäre der von Sascha Raabe:

Für uns in Berlin

Schön, knackig, prägnant. Aber was sagt er aus? Er referenziert lediglich den Status quo. Da ist der von Peter Tauber zwar “visionärer” (er drückt seinen Wunsch aus), ansonsten aber gleichfalls selbstreferenziert und inhaltsleer:

Für uns nach Berlin

Fehlen eigentlich außer mir keine Themen auf den Plakaten? Im SPD-Flyer MKK stehen unter den Fotos so tolle Bildunterschriften wie “Der Raabe kann’s”. Inhaltsleere auf Hochglanz.

Conrad Buchholz von der FDP bzw. den Julis hat da schon eine markantere und positivere Aussage:

Deutschland kann es besser

Reiner Bousonville von den Grünen wirbt mit dem Bundesmotto

Aus der Krise hilft nur Grün

und dem Regionalthema “Erneuerbare Energie statt Stäudinger”.

Werner Dreibus von den Linken hat Gerechtigkeit zum Thema (es ist aber durchaus möglich das dieses Plakat von von der Europawahl ist, denn bisher habe ich von den Linken nur Themenplakate gesehen):

Damit es im Land gerecht zu geht!

Der Versuch der Piraten, einen Direktkandidaten für MKK aufzustellen ist ja leider misslungen, dafür konzentrieren wir unsere gesamten Anstrengungen auf den Wahlkampf des Bundes- bzw. des Landesverbands.

 

Die Freiheit die Du meinst, ist Anarchismus

Freiheit die ich meine, ist die Freiheit denken zu dürfen was ich will!
Freiheit die ich meine, ist die Freiheit zu machen was ich will, solange dies nicht die Freiheit anderer beschränkt.

Freiheit die ich meine, besteht aus Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Toleranz gegenüber dem Handeln Anderer, solange sie nicht meine Freiheit beschneiden. Ich kommuniziere mit einer mal mehr oder mal weniger elaborierten Sprache. Manchmal kommuniziere ich ohne Sprache. Bei öffentlichen Äußerungen als Pirat kommuniziere ich meine Meinung, wenn ich davon überzeugt bin das auch andere Piraten meine Meinung vertreten können.

Eine Einschränkung der oben genannten Freiheiten jeglicher Art kann ich als Pirat weder akzeptieren noch tolerieren. Zu diesen Einschränkungen gehört für mich auch die innerparteiliche Zensur was ich zu denken habe, sowie auf welche Art und Weise ich meine Meinung zu kommunizieren habe. Meine Kritik betrifft insbesondere die AG Öffentlichkeitsarbeit welche meiner Meinung nach keine Empfehlungen ausspricht, sondern anderen Piraten vorschreiben möchte welche Kommunikationsmittel und welche Kommunikationsformen Sie ausschließlich verwenden sollen.

Wehret auch innerparteilich den Anfängen und lasst Euch keine Vorschriften machen wo sie nicht zwingend notwendig sind! Lasst Euch von Argumenten überzeugen Dinge anders zu machen, aber ändert Euer Verhalten keinesfalls weil jemand mit Larifari Argumenten wie corporate identity versucht eine Beschneidung der Freiheit durchzuführen. Unsere corporate identity heiß Vielfalt!

Wasser predigen und Sekt saufen kenne ich von anderen zur genüge, das brauche ich hier in dieser Partei nicht.

Einen kantigen unbequemen Menschen in dieser Partei zu sehen ist mir lieber als ein weichgespülter WindelindenWindhänger der machtgeil auf den eigenen parteiinternen Einfluß giert.

Als ein Freiheitskämpfer und Humanist glaube ich an die Vorbildfunktion im täglichen Leben. Deshalb sollte die Piratenpartei Ihren Mitgliedern maximale Freiheiten gewähren, da sie sonst unglaubwürdig ist. Dies schließt allerdings eine gewisse Betreung von Mitgliedern nicht aus. Es gilt jedoch zu beachten das der Grad zwischen Fürsorge und Bevormundung sehr schmal ist und individuell auch anders wahrgenommen wird. Ich sehe Personen in dieser Partei als fehl am Platze an, welche gerne Vorschriften machen und andere Leute bevormunden wollen. -selbstverständlich nur gegen das hier herrschende Chaos- (Quelle: PPH-Mailingliste, Autor der Mail dem Autor des Postings bekannt)

Lieber Pirat, hier werden Freiheit und Anarchismus verwechselt. Wer die Freiheit wünscht, die Du forderst, hat seinen Fehler vermutlich an der Stelle gemacht, an der er einer Partei beigetreten ist. Parteien sind Organisationen. Ein Zusammenschluss von Individuen, die sich im Geiste eines (oder mehrerer) Gedanken, Wünschen oder eines Ziels zusammengefunden haben.

Dass Du hier ausgerechnet auf der AG Öffentlichkeitsarbeit rumhackst ist meines Erachtens absolut ungerechtfertigt. Ich habe den Wildwuchs der Plakate gesehen, ebenso wie die Vielfalt der Internetseiten. Dass unser Auftritt nach außen auch für Lischen Müller halbwegs erkennbar sein soll, sollte auch Dir am Herzen liegen, denn unser Interesse ist es doch, gewählt zu werden. Und das muss auch Lischen Müller tun. Und das hat nichts mit Vorschriften und Bevormundung zu tun.

Diese Leute haben (soweit ich das erkennen konnte) etwas Ahnung von dem, was sie tun, und nur weil Dir nicht passt, dass Du vielleicht etwas von deren Arbeit übernehmen kannst, kannst Du deren (Partei-)Arbeit nicht einfach durch den Dreck ziehen.

Im Endeffekt, zerstört deine unsachliche Kritik die Motivation der Leute, die sich um genau so etwas kümmern wollen. Nein, ich bin kein Teil der AG Öffentlichkeitsarbeit, aber nach diesem Meinungsbild, dass zumindest zwei Menschen auf der PPH-Liste geäußert haben, denke ich auch nicht mehr darüber nach, ob ich meine wertvolle Freizeit als Arbeitszeit Menschen zur Verfügung stelle, die sich erstens einen Scheiß darum scheren, und zweitens dann auch noch meckern und sich bevormundet fühlen.

Und das ist meine Meinung als Privatperson.

Freiheit die ich meine, ist die Freiheit zu machen was ich will, solange dies nicht die Freiheit anderer beschränkt.
Freiheit die ich meine, besteht aus Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Toleranz gegenüber dem Handeln Anderer, solange sie nicht meine Freiheit beschneiden. Ich kommuniziere mit einer mal mehr oder mal weniger elaborierten Sprache. Manchmal kommuniziere ich ohne Sprache. Bei öffentlichen Äußerungen als Pirat kommuniziere ich meine Meinung, wenn ich davon überzeugt bin das auch andere Piraten meine Meinung vertreten können.

Eine Einschränkung der oben genannten Freiheiten jeglicher Art kann ich als Pirat weder akzeptieren noch tolerieren.
Zu diesen Einschränkungen gehört für mich auch die innerparteiliche Zensur was ich zu denken habe, sowie auf welche Art und Weise ich meine Meinung zu kommunizieren habe.
Meine Kritik betrifft insbesondere die AG Öffentlichkeitsarbeit welche meiner Meinung nach keine Empfehlungen ausspricht, sondern anderen Piraten vorschreiben möchte welche Kommunikationsmittel und welche Kommunikationsformen Sie ausschließlich verwenden sollen.

Wehret auch innerparteilich den Anfängen und lasst Euch keine Vorschriften machen wo sie nicht zwingend notwendig sind!
Lasst Euch von Argumenten überzeugen Dinge anders zu machen, aber ändert Euer Verhalten keinesfalls weil jemand mit Larifari Argumenten wie corporate identity versucht eine Beschneidung der Freiheit durchzuführen. Unsere corporate identity heiß Vielfalt!

Wasser predigen und Sekt saufen kenne ich von anderen zur genüge, das brauche ich hier in dieser Partei nicht.

Einen kantigen unbequemen Menschen in dieser Partei zu sehen ist mir lieber als ein weichgespülter WindelindenWindhänger der machtgeil auf den eigenen parteiinternen Einfluß giert.

Als ein Freiheitskämpfer und Humanist glaube ich an die Vorbildfunktion im täglichen Leben. Deshalb sollte die Piratenpartei Ihren Mitgliedern maximale Freiheiten gewähren, da sie sonst unglaubwürdig ist.
Dies schließt allerdings eine gewisse Betreung von Mitgliedern nicht aus. Es gilt jedoch zu beachten das der Grad zwischen Fürsorge und Bevormundung sehr schmal ist und individuell auch anders wahrgenommen wird. Ich sehe Personen in dieser Partei als fehl am Platze an, welche gerne Vorschriften machen und andere Leute bevormunden wollen. -selbstverständlich nur gegen das hier herrschende Chaos-

 

Der Weg ist lang und steinig

Nach der Gründung des Piratenstammtisches Hanau wurde relativ schnell entschieden, dass wir für den Wahlkreis Hanau einen Direktkandidaten aufstellen werden. Nach der Bestätigung der Aufstellung gilt es also jetzt, 230 Unterschriften zu sammeln, um unseren Kanidaten als Erststimme auf die Liste zu bringen.

Gestern am erstenTag der Sammlung in Hanau bei der “Spanischen Nacht” haben folgendes erreicht (Zitat aus der Zusammenfassung unseres Kandidaten, der am Ende durchgezählt hat):

  • Niedersachsen: 2 Unterschriften (Landesliste)
  • Hessen: 36 Unterschriften (Landesliste)
  • Wetterau: 1 Unterschrift (Direktkandidat)
  • Hanau: 57 Unterschriften (Direktkandidat) (da wurden allerdings auch von Piraten so welche mitgebracht…)
  • Insgesamt: 96 Unterschriften

Dafür waren 2 Piraten 13 Stunden auf den Beinen und zwei Weitere ca. 4 Stunden.Am nettesten waren ein paar Gespräche mit Gamern, die auch so 25 Jahre alt waren und deren LAN-Party in einem öffentlichen Gebäude von Bürgermeister gekippt wurde, und das Zusammentreffen mit ein paar (leider nicht wahlberechtigten) Jugendlichen mit Migrationshintergrund die – wenigstens teilweise – einigermaßen informiert waren.

Den Tiefpunkt des Tages, die Beschimpfung als Kinderschänderpartei, die sich der Kreisparteivorsitzende und der Direktkandidat anhören mussten, habe ich nicht miterlebt. Allerdings offenbart sich mir, dass eine Beratungs- und Informationsresistenz nicht nur in der C*U/xPD/xDP herrscht, sondern auch bei dem deutschen Volk zwischen 30 und 60.

 
 
 
 

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