Link-Ecke #4

Link-Ecke

Piratenparteitag Hessen

Michael Miller hat einen sehr schönen Rückblick zum Landesparteig der hessischen Piratenpartei geschrieben: Piraten auf dem Seeweg nach Demokratia

Einstiege in Google Wave

Das “Webkompetenz”-Blog hat einen sehr lesenswerten Artikel zum Einstieg in Google Wave verfasst. (via Netzwertig). Außerdem gibts noch den “complete Guide” und bei Webworker Daily 6 Tips zum Benutzen von Google Wave beim ersten Projekt. Trotzdem finde ich das ganze bisher eher unspektakulär.

Mein Hirn explodiert

Der Spiegel hat einen interessanten Artikel über Informationsverarbeitung und die Grenzen des Verstands. Sehr netter Artikel.

Internet Explorer 9 – Microsoft gewährt erste Einblicke

BeimWebstandard-Blog gibt es Neuigkeiten rund um den Internet Explorer 9. Sehr schön, was da alles geplant ist. Leider macht dem Enthusiasmus das Wissen um Support für den IE6 bis 2014 den gar aus.

Googles Betriebssystem Chrome OS

Google stellt ChromeOS vor und alle so: “Yeaahh”. Ich nicht. Sorry. Aber kompletter Verzicht auf lokalen Speicher? Wozu nehmt ihr denn euer Notebook? Bei mir spielt das Ding auch Filme und Musik. Viel Spass mit dem ChromeOS, aber “in the Cloud” halte ich für einen ziemlich bescheidenen Ansatz.

 

Wissen 2.0 #2: Wikis

Ein Wiki ist prinzipiell eine Lose-Blatt-Sammlung an Informationen, die durch entsprechende Querreferenzen eine vernetzte Sammlung von Wissen ergibt.

Bestes Beispiel ist Wikipedia, eine freie Enzyklopädie auf Basis eines Wikis (mittlerweile durch mehr, für jede Sprache eine Instanz, die auch wieder untereinander vernetzt sind).

Während man früher immer sagte „Viele Köche verderben den Brei“ ist es heute in Mode (auch aufgrund des Erfolgs von Wikipedia) auf die so genannte „Schwarmintelligenz“ zu setzen. Allerings ist es keine neue Entdeckung, Texte kollaborativ zu erstellen, redigierien, ergänzen.

Neu ist auch in diesem Fall wieder die genutzte Technik, die das ganze Drumherum für den Benutzer vereinfacht, so dass er sich im Prinzip nur noch um den Transfer seines Wissens in die Textform kümmern muss. Andere kümmern sich um das Korrekturlesen, die Formatierungen und die Verlinkungen.

Möglich gemacht wird dies durch bestimmte (einfache) Regeln, die es beim Editieren einzuhalten gilt, so kann innerhalb von kurzer Zeit ein fertiger Artikel entstehen, ohne dass größere Konflikte beim Speichern zu erwarten sind. Diese werden duch die verwendete Software entweder verhindert (Document Locking) oder behoben (automatisiertes diff und merge soweit möglich).

Der Hinweis auf die Vorgänge “diff”  und “merge” zeigt schon, warum bzw. wie das Prinzip Wikipedia mittels der MediaWiki-Software funktioniert: man führt ein Versionskontrollsystem für den Artikel (Quelltext) ein. Dieses Prinzip funktioniert bei verteilter Softwareentwicklung mittels CVS und SVN sehr gut, hier wird es für einen Artikeltext eingesetzt.

Womit wir wieder bei alten/bewährten Techniken in neuem Kontext wären.

 

Wissen 2.0 #1: Tags

Wie organisieren wir Informationen im Web 2.0

Mit dem „Web 2.0“ wurden viele altbekannte Techniken erst richtig bekannt, andere Techniken wurden neu entwickelt. Dabei beschränken sich Neuentwicklungen meistens auf die technischen Aspekte, mit denen altbekannte Techniken zu neuem Leben erweckt wurden.

Tags

Tagging an sich ist nichts Neues. Der Name ist aus dem englischen übernommen worden, die Verschlagwortung gibt es schon immer. Im Prinzip ist das „tagging“ nichts anderes als eine Schnittmenge einer Volltextsuche.

Stehen die richtigen Begriffe auch in einem Volltext, ist das Tagging an sich für das Auffinden von Inhalten eher untergeordnet. Eigentlich reicht es auch schon, dass in einem Text zu dem normalen Text ein Abschnitt mit möglichen Suchwörtern eingefügt wird, das wäre die rudimentärste Form.

Tagwolken

Tagwolke auf campino2k.deEines der besten Beispiele für die Verwendung von neuen Technologien mit bewährten Techniken sind die so genannten „Tagwolken“. Durch eine definierte Syntax der Tags wird eine extraktion der Tags aus einem Text, Posting oder Artikel vorgenommen.

In den meisten Systemen werden die Tags getrennt vom eigentlichen Beitrag eingetragen, wie zum Beispiel bei WordPress.

Durch eine eindeutige Extraktion ist es möglich, die Anzahl der Tags (unique) und die Anzahl der Vergabe eines unique-Tags zu zählen und in Relation zu setzen. Dadurch kann eine Gewichtung der Schlagworte vorgenommen werden.

Die Darstellungsweise dafür ist vielfältig, eine geordnete Liste nach Anzahl der Vergaben ist ebenso möglich, die die (sehr beliebte) Darstellung einer so genannten „Tagwolke“. Diese ordnet die vergebenen Schlagwörter im Fall von Wordpress alphabetisch und gewichtet die Häufigkeit eines Schlagworts mit der Größe der Schrift.

Wie man also an der Abbildung der Wolke meines Blogs sehen kann, liegen bei mir die Themen Fotografie, Internet und Linux relativ weit vorne in der Beitragsanzahl.

 

Knowledgemanagement mit Wikis

Web2.0, User Generated Content, nichts ist näher dran als Wikis. Wikipedia hat es vorgemacht, das Projekt “Lexikon von Menschen für Menschen” gilt als Referenzbeispiel für das scheinbar funktionierende Modell des “User Genereated Content”. Eine bereitgestellte Plattform und die Aufforderung “Schreibt mal ein Lexikon” ließen innerhalb weniger Jahre die vermutlich größte Wissenssammlung im Internet entstehen.

Das ist ein Effekt, der im täglichen Leben auch nicht verkehrt sein kann, auch – und vor allem – nicht in Unternehmen.

Schließlich ist die interne Dokumentation von Vorgängen, Produkten, Best Practices sehr wertvoll für die Wissenserhaltung in der Firma.

Doch der Erfolg eines Wikis ist abhängig von den Benutzern, der wiederum von deren Akzeptanz für das System an sich. Wer mit der Software nicht zurecht kommt, wird das System nicht benutzen, ganz gleich wie toll und super das System an sich ist. Manchmal ist weniger mehr, denn Feature-Richness ist schließlich nicht alles. Und es gibt schließlich nie “das Beste” System, sondern nur das für den jeweiligen Einsatzzweck am besten geeignete.

Und genau das sollte der Kernpunkt der Evaluierung sein: Herausfinden, was (die eigenen) Nutzer brauchen. Und wir reden nicht von Dingen wie “Skalierbarkeit”, “Performance” und ähnlichen technischen Eigenschaften. Wichtig sind benutzbare Funktionen. User brauchen Dinge wie Rich-Text-Editoren, die man für fast jedes Wiki nachrüsten kann. (Wobei man sagen muss, dass je nach Gesamtzusammensetzung der Usergruppe unterschiedliche Dinge gefordert werden können, die Keypoints unterscheiden sich da je nach Zielgruppe, Lernbereitschaft und Erwartungen/Anforderungen der Gruppe an das System)

Aber deren Integration in das (Wiki-)System ist der Aussschlag gebende Punkt für den Erfolg des Wikis. Denn was bringt es, wenn der Editor Seiten verlinkt, aber man umständlich nach den Seiten suchen muss. Was bringt es, wenn der Editor prinzipiell einen Medien-Manager hat, man aber nicht einmal dessen Dateiverwaltung aufs grundlegendste an das implementierende System angepasst hat (ich rede nicht von einem internen Aufwand, sondern von einer Extension, die für Mediawiki angeboten wird). Und das wäre in so einem Fall noch relativ einfach gewesen.

Wichtige Funktionen wie Links, Kategorien und Dateiuploads werden durch nicht vorhandene Usability ihrem Zweck beraubt. Gegenüber dem angeblichen Marktführer MediaWiki hat sich die Community des DokuWiki deutlich mehr Arbeit gemacht, einen Rich-Text-Editor (übrigens in diesem Fall genau wie bei MediaWiki der grandiose FCK-Editor) auf das zu unterstützende System anzupassen. So wurde der Medienmanager des DokuWiki in die Dialoge integriert, ebenso ist es in der Link-Sektion einfach möglich, eine Seite aus der Struktur des Wikis zu verlinken. Und am vielleicht allerwichtigsten und damit am nervigsten in der MediaWiki-Extension: Im Dokuwiki funktioniert Rich-Text-Copy und Paste. Natürlich mit der einen oder anderen kleinen Nebenwirkung, insgesamt aber deutlich besser als im MediaWiki.

Natürlich hat die Bequemlichkeit einen Preis, so man ihn so nennen möchte: Es wird vorausgesetzt, dass ein bestimmtes Perl-Modul (CPAN-Modul) auf dem Server installiert ist. Wer sein Wiki genutzt wissen will, sollte wissen: Für ein benutztes Wiki sollte man alles tun, was nötig ist. Vor allem gut prüfen und evaluieren, was man wirklich braucht.

 
 
 
 

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