E.OFF. Wie Stromlieferanten mit Kunden umgehen

0.5 Die Mahngebühren

Nun, dass Mahngebühren berechtigt sind, mag sein. Die Höhe ist in den meisten Fällen aber diskussionswürdig. Bei Mahngebühren von 5,70€ bei einer gerichtlichen „Norm“ von 2,50 pro Mahnschreiben, von denen meines Wissens nach das erste Schreiben gar keine Mahnung sein darf, ist es schon enorm. Aber auf die Mahngebühren komme ich nachher nochmal zurück.

1. Die Schlussrechnung

Am 29.11., also rund einen Monat nach Vertragsende, dass mein neuer Stromlieferant herbeigeführt hatte, kam die Schlussrechnung. Mittgeteilt wurde im Kleingedruckten, dass mein Zählerendstand, der mir als 20.004kWh am 31.10. mitgeteilt wurde, nur geschätzt, war weil ein Ablesen angeblich nicht möglich war. Mit dieser Angabe erstellte man mir eine Schlussrechnung, laut der ich noch 91€ nachzahlen müsste.

Nun habe ich am 5.12. den Zählerstand abgelesen und er betrug 19.486kWh. Da sind also, obwohl ich ca. 1 Monat später abgelesen habe, immer noch über 500kWh Unterschied. Das macht schon gute 100€ aus.

Rechnet man dann noch einen Monat zurück, fallen da nochmal ca. 120kWh weg.

2. Anruf bei bzw. von E.ON

Am 7.12. telefonierte ich dann also mit E.ON, um meine neu errechneten Daten mitzuteilen. Auf meine Frage, warum der Zähler denn bitte nicht abgelesen werden konnte, konnte man mir aber keine Antwort geben, ich müsse mich an meinen Netzversorger wenden. Auf die Frage, mit wem ich denn dann gerade telefoniere, sagte man mir, ich telefoniere mit der E.ON-Mitte Vertriebs GmbH, mein Ansprechpartner sei dafür aber der Versorger, man vertreibe ja nur.

Mit einem Feeling der Verarschung habe ich dann aufgelegt.

3. Die Rechnung

Eine Woche später lag die neue Rechnung im Kasten, mit einem Guthaben von ca. 22€. Mein Fehler, ich hatte nur den Stand am 5.12. auf meinem Spickzettel. Leider ließ sich das nicht nochmal beheben. Schade. Aber die Rechnung zeigt, dass zwischen der tatsächlichen und der Anfangs von E.ON aufgestellten Rechnung alleine schon ca. 100€ Unterschied liegen.

Das ist für mich inakzeptabel und grenzt schon an Kundenverarsche. Auch wenn es ehemalige Kunden sind.

Klimagipfel my Ass

Auch wenn ich es nicht alles im Einzelnen so genau verfolgt habe, so blieb doch zumindest die Nachricht der Erklärung, die von einigen Staaten immerhin „zur Kenntnis genommen“ wurde, hängen.

Man habe sich geeinigt, dass Sich die Welt nicht mehr als 2°C erwärmen solle.

Was für ein Humbug ist das denn? Wer sagt, denn, dass wir (als Menschheit) überhaupt noch weiterhin Einfluss darauf haben, ob und wie stark sich die Welt weiter erwärmt. Sicher haben wir mit C02 etc. sicher unseren Teil zur Erderwärmung beigetragen, allerdings gab es die schwankenden Temperaturen auch schon weit vor unserer Zeit. Eiszeit wäre da so ein Stichwort.

Lasst uns also alle darauf einigen, dass die Welt in Zukunft nicht untergeht. Das läge mir neben dem Weltfrieden noch am Herzen. Danke.

Out-Of-My-Way-Messaging mit irssi, bitlbee und screen

Warum ich meine konsolenbasierte Instant-Messaging-Lösung zu schätzen weiss.

Ich habe seit 1999 ICQ, und irgendwann seit 2001 oder 2002 Trillian benutzt. Danach bin ich zu Miranda gewechselt und seit 2 Jahren bin ich überzeugter Pidgin-Nutzer. Seit ein paar Wochen bin ich dies aber mit Einschränkungen.

Ich habe auch während ich im Büro sitze Messenger laufen. Teilweise kommuniziere ich damit mit Kollegen, teilweise mit Freunden, Familie, etc., denn diese Kommunikation lässt sich leichter nebenher betreiben als ein Telefonat.

Jetzt ist es so, dass einige Personen das intensiver betreiben als andere und die Notifications von Pidgin, das blinkende Icon, der (eventuell aktivierte) Klang natürlich ständig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da mich das stört und ich ja zum Arbeiten auf der Arbeit bin, nervt mich das manchmal, dass da ständig irgendwas blinkt, klingelt oder aufpoppt. Also benutze ich etwas, dass weniger Aufmerksamkeit erzeugt:

Eine Konsole in Putty oder in SSH, je nach Host-System. Als Frontend benutze ich irssi, einen IRC-Client, als Server wird bitlbee, ein IRC-IM-Gateway genutzt und das ganze hübsch und weich eingepackt gepackt in eine Screensession (wodurch meine Instant-Messenger-Accounts 24/7 online sind). Das ganze lenkt nicht ab und ich sehe dann rein, wenn ich will oder kann. Umgelegt auf die einzelnen Protokolle – bitlbee versteht OSCAR (AIM/ICQ), Jabber und MSN bedeutet das für das Handling folgendes:

Jabber-Accounts

Wer Jabber/XMPP/Google Talk kennt, weiss, dass es dort, im Gegensatz zu anderen bekannten und verbreiteten Messaging-Clients, problemlos möglich ist, von mehreren Orten aus eingeloggt zu sein. Gleichzeitig, versteht sich. Wenn ich also weiss, dass Kollegen, die vornehmlich über Jabber mit mir kommunizieren, dringend häufiger mit mir „chatten“ wollen bzw. müssen, dann schalte ich einen lokalen Messenger (Pidgin) hinzu.

Die proprietären Messenger

Bei ICQ, AIM, MSN schaut es nicht so rosig aus, allerdings benutze ich zur Zeit eigentlich nur ICQ und MSN. Alle Messenger erlauben nur das gleichzeitige Login mit einem Rechner zur gleichen Zeit. Daher laufen diese derzeit ausschließlich über bitlbee.

Filetransfer, Gruppenchats & Co.

Klar. Irgendwo muss man Abstriche machen. Smilies in einer Konsolenanwendung sind nicht so der Bringer, sprich, in der Regel ziemlich oldschool, nämlich mit Text. Keine Bilder. Ebenso gibt es mit bitlbee keine mir bekannte Möglichkeit, einen Filetransfer zu initiieren. Für mich wäre es sowieso witzlos, da meine zu versendenden Daten ja im Zweifelsfall auf dem Rechner liegen, auf dem ich gerade bin, während bitlbee auf meinem Server zuhause läuft.

Gruppenchats sind hingegen relativ einfach in bitlbee zu erstellen, allerdings habe ich hier schon mit dem ICQ-Gruppenchat ein paar Probleme zwecks Darstellung von HTML-Tags in den Nachrichten gehabt, die wurden um jede Message eines anderen ICQ-Benutzers drumgelegt, was es ungeübteren Personen etwas schwer machen dürfte, da durchzublicken.

Fazit

Nach all dem, was Messenger heute können und wollen und tun, kann ich mich mit bitlbee auf das wesentliche konzentrieren und bestimme selbst, wann ich und wie ich schreibe oder Nachrichten lese. Das ist in einem gewissen Sinn eine Rückbesinnung auf die Grundidee des Instant Messaging. Nichts nerviges wie Spiele oder Sounds.

Und einen Vorteil hat es außerdem: Mein Handy verfügt über einen SSH-Client, dadurch kann ich auch mit dem Handy auf IRC und Instant Messaging zugreifen.

Ach ja: einen Nachteil für die Kontakte gibts noch: Ich brauche ab und zu länger zum antworten. Online sein heisst ja für mich damit nicht mehr „am Rechner“ bzw. „mit der eeeBox verbunden sein“.

Meine Lieblingsneuerungenen in Thunderbird 3

1. Man hat das „dauerhafte Ausnahmegenehmigung für scheinbar ungültige Sicherheitszertifikate“ vom Firefox übernommen.

Was mich daran so freut ist schnell erklärt. Ich benutze einen SSH-Tunnel um auf die G-Mail-Imap-Server zuzugreifen. Da der Host zu dem Thunderbird connected „localhost“ heisst, aber das Zertifikat von „imap.gmail.com“ gezeigt bekommt, musste ich in Thunderbird 2 jedes Mal das Zertifikat bestätigen.

Mit Thunderbird 3 musste ich das einmal für den IMAP und einmal für den SMTP machen.

2. Die IMAP-Ordner von Google Mail funktionieren besser

Unter Thunderbird 2 führte so der Papierkorb vom Thunderbird in der Weboberfläche den Namen „Imap/Trash“. Das war mit den Entwürfen genauso, ebenso mit dem Spam.

In Thunderbird 3 sind die Ordner richtig gemappt und man darüber hinaus sogar Zugriff auf den SPAM-Ordner.

Zielgruppenspezifisches Spielzeug, kurz vor Weihnachten

Nachdem Singstart und Guitar Hero jetzt schon mehre Jahre mit diversen Ausgaben (DTH, Schlager, Rockband, Rock Oldies etc.) die Märkte überrollen, mit einem entsprechend hohen Verbreitungs- und Beliebtheitsgrad, so ist mir gestern eine Werbung für ein neues „Hero“-Produkt über den Weg gelaufen:

(cc) DJ Hero box by j.reed

Was man in  so einem Set drin hat, kann man auch bei Flickr finden. Und wie man liest, ist das ganze mit Features von Eminem und Jay-Z. Da geht den Hopper-Kiddies kurz vor Weihnachten nochmal die Gangsta-Tasche auf und das Geld wird fließen.

Ich freue mich schon auf die Jahre, in denen die Spiele für eine deutlich ältere Zielgruppe kommen:

  • Schifferklavier-Hero feat. Fritz Dobler
  • Dirigentenstab-Hero feat. Helmut Karajan
  • Schuhplattler-Hero
  • Tuba-Hero feat. Ernst Mosch und die Egerländer
  • Volksmusik-Held feat. Florian Silbereisen
  • usw.

Nein, ich bekomme kein Geld für diesen Artikel, ich fand das einfach nur bemerkenswert.

Link-Ecke #6

Deutsches Recht gilt auch für Rechtsanwälte

Die Piratenpartei hat einen „offenen Brief“ verfasst, der provoziert. Wertvoll.

Medienkompetenz, Quellenkritik oder Wie man einen Wikipedia-Artikel… liest

Warum Til Schweiger für mich ganz unten auf der Liste der tollen Menschen steht

Man hätte Til Schweiger auch ins Familienministerium setzen können. Sperren für unliebsame Filmkritiker kann er ja schon. Aber das sieht den Menschen ähnlich, die damals den Brief für den Erhalt des Urheberrechts und Verschärfung von Strafen für Verletzer ebendieses unterschrieben haben. Wer mit Kritik nicht umgehen kann, sollte am besten auch nichts tun. Schon gar nicht öffentlich.

Informationen zur Hardware gehören nicht in die Forensignatur

Bei Recherchen zu Computerproblemen stolpert man über kurz oder lang immer wieder über Internet-Foren, in denen sich die Benutzer über ihre Schwierigkeiten unterhalten. Oft sind diese Threads eine wertvolle Informationsquelle, denn es ist extrem unwahrscheinlich, dass man mit seinem Problem völlig alleine ist.

Lady Gaga, als Sie noch nicht Lady Gaga war

Admartinator (genau, der mit dem toten Internet) hat’s mir geschickt. Irgendwie. Sehr nett.

Weihnachtsmärkte

Ich mag Weihnachtsmärkte nicht. Mir ist das zuviel Rummel um eine Geschichte, die mir nicht so sehr am Herzen liegt. Weniger ist dabei das Fest „Weihnachten“ im tradiotionellen Sinn mein Problem, sondern der seit den letzten zehn Jahren immer größer werdende Rummel darum.

Mein innerlicher Austritt aus der Kirche ist da natürlich nicht hinderlich. Aber generell merke ich, dass viele Menschen Weihnachten mehr als Wein-Nachten betrachten. Ob nun emotional oder alkoholisch ist da relativ egal.

Allerdings sind die alkoholischen Wein-Nächte natürlich auch und gerade auf Weihnachtsmärkten ausgeprägt. Früher haben wir aufgehört, wenn uns nach 3-4 Glühwein etwas schummerig wurde, die meisten heute saufen einfach munter weiter.

Aber Weihnachtsmärkte an sich finde ich schon grausam. Ein Markt zur Weihnacht. Konsum zum Fest. Und wenn ich heute einen Weihnachtsmarkt betrachte, dann besteht dieser aus mehreren Fress- und Glühweinbuden sowie ein paar Buden die mal mehr mal weniger weihnachtliche Dinge verkaufen.

Obligatorisch ist der Süßwarenstand an dem es zu jeder Zeit im Jahr Popcorn gibt. Dann noch der Mützen- und T-Shirt-Stand und der Uhren-Schmuck-Feuerzeuge-Händler darf auch nicht fehlen.

Insgesamt eigentlich immer das gleiche Bild da geben sich alle Weihnachtsmärkte, die ich in den letzten Jahren besucht habe, rein gar nichts. Und trotzdem scheinen diese Konsumfeste trotz Schweinegrippe und Finanzkrise ziemlich gut besucht zu sein. So schlecht kann’s dann ja nicht gehen, oder?

Es ist vollbracht!

Der Herr Jung ist demnächst Biker. Ganz richtig und legal und so. Sobald die Führerscheinstelle den heute beantragten Schein mit A-direkt (unbegrenzt) zur Hand hat. Und alle so: „Yeaahh“.

In anderen Worten: Ich habe heute meine Prüfung für den unbeschränkten A-Führerschein bestanden und darf damit jegliches motorisierte Zweirad mit Straßenzulassung (danke Christopher!) fahren.