Eiwen-Bahn!

„Tut tut“ – Eiwen-Bahn!

Es ist faszinierend, wie sehr sich Kinder begeistern können. Unsere Tochter liebt ihre Eisenbahn über alles. Für ihre doch recht ausgeprägte Sprunghaftigkeit ist es erstaunlich, dass Sie sich mit einer simplen Holzeisenbahn ebenso lange und ausführlich auseinandersetzen kann, wie mit der Tut-Tut-Baby-Garage, die Sie seit Weihnachten hat. Und immerhin singen und blinken da Garage und Autos.

Wir haben uns im voraus dahingehend viele Gedanken gemacht, ob die Eisenbahn nach der Garage noch angenommen würde. Ich finde es ganz gut, denn 4 singende Autos plus singende Garage können ein Nervenkostüm ganz schön schnell demolieren. Allerdings sind wir dann übereingekommen, dass die Eisenbahn mit der Altersangabe ab 3 vermutlich doch eher schwierig ist bei einer anderthalbjährigen. Nun mit fast 2 Jahren sieht das anders aus.

Mittlerweile können wir unserer Tochter mehr zutrauen (und trauen uns auch mehr, es ihr zuzutrauen – schwieriges Thema) und deutlich besser einschätzen, was man ihr geben kann und was nicht. Wir sind dabei zu der Erkenntnis gelangt, dass diese ganzen Altersangaben doch eher Richtlinien sind (logisch) und darüber hinaus doch extrem schwammig.

,♥

Was mir viel mehr aufstößt als der Heartbleed-Bug ist die löchrige Infrastruktur, die nun zutage tritt und sich in meinem Kopf etwa folgender Kommentar bildet: „Was wenn der Ernstfall eintritt?“ – „Der darf nicht eintreten!“ – „Okay! Dann ist ja alles gut!“
Weiterlesen

Schluss mit Klassenbuch? Einfach den Verstand in die Cloud einlagern!

Über den CeBIT-Artikel zu Startups beim t3n-Magazin wurde ich auf das Startup „TEGO.CLASS“ aufmerksam. Die Tagline:

“Schluss mit Klassenbuch!”
TEGO.CLASS hilft Lehrkräften und Schulen, ihre Verwaltungs- und Dokumentationspflichten schnell und einfach zu erfüllen.

Ich habe kurz darüber nachgedacht, dass das ja eigentlich ganz cool wäre. Und dann weiterüberlegt: wer trägt denn da welche Daten in der Cloud ein? Welchen Personen sind die Daten zugeordnet? Wissen die Personen (Kinder und Eltern), dass ihre Noten-Daten und Fehlzeiten + Entschuldigungsgründe etc. in der Cloud liegen? Welche Daten über die Schüler werden da festgehalten (auf den Screenshots sieht es erstmal nach Name, Vorname, Bild aus)?

Haben es die Lehrer oder die Schulverwaltung den Schülern und ihren Erziehungsberechtigen mitgeteilt? Gab es eine Datenschutzerklärung? Müssen die Schüler und Eltern Dateschutzerklärung und AGB akzeptieren? Können Kinder/Eltern der Sammlung ihrer Daten in dem System widersprechen? Wenn Sie das tun, wie ist sichergestellt, dass die dadurch für den Lehrer entstehende Mehrarbeit nicht in die Benotung einfließt? Können Schüler und Eltern die Einhaltung des Wiederspruchs überprüfen? Fragen über Fragen. Und da kommen dann sicher noch ein paar weitere dazu, wenn man weiterdenkt.

Wie man mit einem so offensichtlichen Verstoß gegen jeglichen gesunden Menschenverstand Innovationspreise gewinnt, ist mir unverständlich.

Die aus meiner Sicht einzig akzeptable Lösung (außer einer Entwicklung als Open Source) wäre es, diese Software als Appliance zum selbst hosten anzubieten, gerne auch gegen entsprechendes Geld. Solange die Daten im Hoheitsbereich der Schulen oder Kreise liegen, ist zumindest eine rechtliche Sicherheit vorhanden. Dann aber auch mit Security Audits und Co.

TL;DR – Too Long; Didn’t Read

TL;DR – Too Long; Didn’t Read – Das WordPress-Plugin für ungeduldige Leser

Wer kennt sie nicht, die Leser, die „nur mal schnell“ die Quintessenz brauchen und sich wenig um die mühselige Kleinarbeit, die zur Erstellung des Artikels geführt hat oder augenscheinlich auffällige Alliterationen scheren?

Für diese Leser könnt ihr mit „TL;DR“ einen einfachen Jumplink generieren lassen, der eure Leser zum passenden Absatz bringt.

[button link=“http://wordpress.org/plugins/tldr-too-long-didnt-read/“ color=“green“]↓ Download TL;DR – Too Long; Didn’t Read im WordPress Plugin repository[/button]

 

Bücher zusammengefasst: Blinkist

Die Zeit rennt uns davon wie der Sand durch eine Sanduhr. Soviel zu tun, so viel zu lesen, so viel Input. Und ich lese seit Monaten „1984“

Ich habe mich ehrlich gesagt nie wirklich mit scheinbarem Nonsens wie Kurzzusammenfassungen von Büchern beschäftigt und das ganze eher als „für Manager und Co.“ abgebügelt, wenn ich sowas sah. Entweder ich habe das ganze früher falsch eingeschätzt, die Dienste hatten andere Schwerpunkte „mitreden können ohne viel zu lesen“ und ganz günstig ist das für einen Schüler/Azubi (jaja, nicht die Zielgruppe) auch nicht.

Nun sind einige Jahre ins Land gegangen. Ich habe eine kleine Tochter, die mich in Atem hält, arbeite Vollzeit als Entwickler/Berater/Projektleiter, nebenbei mache ich kleinere Webprojekte. Ich habe genug zu tun und – wie schon oben angedeutet: in der Regel zu wenig Zeit für Fachliteratur.

Nun hat sich im Rahmen einer XING-Premiummitgliedschaft eine Möglichkeit aufgetan, den Dienst Blinkist mal wirklich zu testen und ich finde die Umsetzung durchaus brauchbar und den Dienst an sich sehr sympathisch.

Während ursprünglich nur iPhone-User in den Genuss kommen sollten, haben zahlreiche Anfragen dazu geführt, dass alle anderen sich auch auf der Blinkist-Website mit dem XING-Account connecten können, um das Jahr kostenlos zu bekommen. Damit ist der Dienst seinen (noch) potentiell zahlenden Kunden einen riesen Schritt entgegengekommen, auch ohne klaren ROI dafür. Im Sinne des Service ein riesengroßes Entgegenkommen. (Wenngleich das aus technischer Sicht so schwer nicht sein konnte. XING-Authentifizierung in der iOS App gab es schon und auf der Webseite war OAuth mit Facebook auch schon drin…)

Wie funktioniert Blinkist?

Screenshot: Blinkist Reader mit Navigation

Blinkist Reader mit ausgeklappter blink-Navigation

Man sucht sich ein Buch aus, bekommt einen groben Überblick über das Buch und kann direkt danach einzelne zusammenfassende Abschnitte lesen. Das funktioniert auf dem Smartphone auch mit Recht-Wischen und Links-Wischen. Man kann die Bücher auch in seine Bibliothek hinzufügen, dort gibt es auch eine Unterteilung „zu lesen“ und „gelesen“. Der Reader ist sehr übersichtlich, es gibt den Text, drei Navigations-Symbole auf der linken Seite und eine schmale Fortschrittsanzeige ganz unten.

Blinkist fasst Sachbücher in so genannten blinks zusammen, die man mal eben schnell lesen kann. Blinkist selbst schreibt dazu:

Wir haben Blinkist gegründet, um fundamental zu verändern, wie Menschen lesen und lernen. Wir glauben daran, dass großartiges Wissen jedem jederzeit zugänglich sein sollte – ganz egal, wie sein Alltag aussieht. Wie wir das möglich machen: indem wir aus den wichtigsten Sachbüchern – Klassikern wie Neuerscheinungen – die Kerngedanken herausarbeiten. Diese bringen wir in einem neuen Format auf den Punkt, das einfach zu lesen und für unterwegs gemacht ist: unseren blinks.

Ein blink ist ein kurzer Text, der den Kerngedanken eines Buchs zum Inhalt hat und in weniger als zwei Minuten gelesen werden kann. Fast jedes Buch lässt sich auf 8-12 dieser blinks verdichten. Mit ihnen kannst du immer, wenn du ein paar Minuten Zeit hast, etwas Neues lernen, und neue Bücher für dich entdecken. Unsere blinks sind so einfach und bildlich gehalten, dass du ihre Inhalte leicht aufnehmen und anwenden kannst.

In letzter Zeit habe ich generell den Eindruck, dass manche Dinge sehr unnötig aufgebläht werden, um wichtiger zu erscheinen. Hier finde ich sinnvolle Kurzfassungen und wenn mich ein Buch dann doch tiefer interessiert, kann ich es ja immer noch kaufen und lesen.

Was kann Blinkist noch besser machen?

Aus meiner Sicht ist das ganze Projekt schon sehr durchdacht und gut gemacht , lediglich ein paar UI/UX-Verbesserungsmöglichkeiten sind mir aufgefallen:

  • Anzeige des Fortschritts angefangener und noch nicht fertig durchgeblinkter Bücher in der Bibliothek
  • Im Buch: Bessere Sichtbarkeit des Fortschrittsbalkens (ein bisschen höher)
  • In den Kategorien: Bessere Filterung nach DE und EN-Literatur
  • In den Kategorien: Default-Ausblenden von Büchern, die man schon in der Bibliothek hat
  • In den Kategorien: Sortierfunktionen über Metadaten (z.B. Erscheinungsjahr des Buches, Erstellungsdatum der blinks, nach Autor, nach Alphabet)

Wer das ganze mal ausprobieren will, kann Blinkist mit dem folgenden Links testen:

  1. 17 Tage testen: Für Leser dieses Blogs gibt es von Blinkist 14 Tage extra Trial mit dem folgenden Link: https://www.blinkist.com/friends/?v=260f5f4
  2. 7 Tage testen: http://blinki.st/9af6b272e15b (damit bekomme ich auch 7 Tage Laufzeit extra gutgeschrieben)

Disclaimer: Ich bekomme von Blinkist kein Geld dafür, ich habe lediglich nach dem Schreiben des Artikels mal dort angefragt, ob es einen Referral-Code für Leser des Beitrags geben könnte.