Internet of Broken Spielzeug

(Das mit Vtech habt ihr ja sicher auch mitbekomme)

„Papa, kann ein Weihnachtself nur bis elf zählen?“
Tochter

Was soll der Scheiß, Ravensburger?

ravensburger

Ravensburger hat vor einiger Zeit ein eigentlich sehr cooles Produkt rausgebracht, den tiptoi-Stift. Noch cooler: Der Stift funktioniert ganz einfach als USB-Laufwerk, was für Linux-User echt praktisch ist, denn die Software „tiptoi-Manager“ ist zusätzlich zu ihrer Nichtfunktionalität (ich habe es ernsthaft probiert auf einem Windows-Rechner) ziemlich groß. 60MB Installer für ein einfaches Daten-Auf-einen-USB-Stick-Kopiertool. Systemanforderungen: 1GB Festplatte, 1GB RAM. Als ob Menschen nicht mit Downloads und USB-Sticks umgehen könnten.

Aber nach der Ausgliederung der tiptoi-Produkte auf eine eigene Seite muss ich plötzlich eine E-Mail-Adresse eingeben um einen Download-Link zu bekommen.

WAS SOLL DER SCHEISS?

Warum muss ich mich „registrieren“, wenn ich den Drecksmanager nicht nutzen kann oder will? Wenn ich den Manager nutze, muss ich komischerweise keine Daten eingeben. Stellt die Daten doch einfach (wieder) ganz normal zum Download bereit.

PS: Ich frage mich ja, was aus meinem recht ausführlichen Review zur extrem ungünstig angebrachten CE-Prägung geworden ist (ich hatte eine recht längliche E-Mail mit Verweis auf ein paar Bilder Ravensburger geschrieben)

Netzneutralität: Das eskaliert ja schnell

Ich hätte mich ja an dieser Stelle wahnsinnig gerne zum Thema Netzneutralität ausgekotzt. Aber das haben die bei Zeit-Online schon so gut erledigt.

Wer mit der Überschrift nichts anfangen kann: Das ist ein Mem.

The Road to Raspbian Jessie #2

Straße mit Bäumen

Weiter geht es mit der Übernahme der Konfiguration der Dienste auf den neuen „Server“. Fangen wir an mit Bitlbee.

Part 3: Bitlbee

Bitlbee ist dabei gleich die größte Herausforderung, denn der Dienst läuft auch mit einem eigenem User, der zusätzlich zu den „normalen“ Daten in /etc gleichzeitig auch Dateien mit eigenen Konfigurationen. Die werden deswegen so verwaltet, weil sich mehrere User an dem Dienst anmelden, ihre Konfiguration direkt von dem Dienst verwalten lassen.

Diese Dateien liegen in /var/lib/bitlbee/ und gehören mit sehr eingeschränkten Userrechten dem bitlbee-Dienstaccount.

D.h. auf dem alten Rechner wechselt man in den Root-Account des Quell-Rechners und kopiert mittels scp oder mc und SFTP-Verbindung in einen temporären Ordner auf dem Zielrechner und von dort dann mit dem Root-Account in das richtige Zielverzeichnis. Rechte setzen mit chmod und chown, fertig.

So sollten die Rechte dann aussehen:

root@raspberrypi:/var/lib/bitlbee# ls -la
total 24
drwx------  2 bitlbee bitlbee 4096 Oct 18 14:49 .
drwxr-xr-x 46 root    root    4096 Oct 18 14:10 ..
-rw-------  1 bitlbee bitlbee  521 Sep 17 18:34 USERNAME.otr_fprints
-rw-------  1 bitlbee bitlbee 3949 Sep  1  2013 USERNAME.otr_keys
-rw-------  1 bitlbee bitlbee 4688 Sep 17 18:34 USERNAME.xml

Part 4: OpenVPN

OpenVPN ist ein bisschen einfacher, installieren und die Daten aus /etc/openvpn rüberkopieren. Rechte anpassen, Dienst neustarten, fertig.

Part 5: Weechat

Weechat wird vom User direkt ausgeführt. Damit reicht es, die Konfiguration aus dem User-Verzeichnis rüberzukopieren.


Nächster Part: Apache / MySQL umziehen. MySQL kann aber auch überflüssig sein. Das schaue ich mir dann in Ruhe nochmal an.

The Road to Raspbian Jessie #1

Straße mit Bäumen

Nachdem ich an verschiedenen Stellen schon mal las, dass ein direktes Upgrade von Raspian Wheezy auf Raspian Jessie nicht so ohne weiteres funktionieren würde, habe ich beschlossen, eine zweite SD-Karte zu kaufen (genauer: eine MicroSD mit Adapter, man weiss ja nie, ob einem nicht doch noch irgendwann ein Raspberry2 in die Hände fällt) und die Konfigurationen einfach zu kopieren. Glücklicherweise habe ich noch einen zweiten Raspberry zur Hand, dann muss ich auch nicht lange hin- und herstöpseln.

Der Artikel geht davon aus, dass ihr ein bisschen Ahnung im Bereich Linux habt, die Shell schon mal benutzt habt und gängige Befehle wie cd, mkdir und einen Texteditor (nano oder vim) in der Shell benutzen könnt.

Außerdem tut das ganze gut, mein Gedächtnis wieder ein bisschen aufzufrischen, was ich mit meinem bisher so angestellt habe.

Sachen, die danach auf jeden Fall (wieder) funktionieren müssen: OpenVPN, Bitlbee, Weechat, byobu.

Part 1: Installation des Raspberrys

Man braucht eine SD-Karte, das Tool Win32DiskImager und Internet.

Zuerst wird das Raspian Jessie-Image auf der RaspberryPi-Seite heruntergeladen. Danach wird das Image ausgepackt und mit dem Win32DiskImager auf die SD-Karte gespielt. Ihr könnt auch das NOOBS-Tool nutzen, ist auch kein Problem, aber eigentlich ist das interessanter, wenn man andere Dinge ausprobieren mag.

Für Anfänger ist es vermutlich am einfachsten, den Raspberry via HDMI mit Strom, Keyboard, Maus und Kabel an den Fernseher oder einen Monitor zu hängen.

Username und Passwort bei Raspian sind immer wie folgt:

Username: pi
Passwort: raspberry (Vorsicht mit dem Tastaturlayout, das ist in der Standard-Einstellung englisch, also müsst ihr ggf. raspberrz als Passwort eingeben

screenshot.2015-10-18 13.16.27Erster Schritt nach dem Booten ist, mit STRG+ALT+F1 ins Terminal zu wechseln, sudo raspi-config einzugeben und als erstes das „Expand Filesystem“ zu drücken um das Dateisystem auf die Größe der Karte anzupassen, sonst habt ihr nur knapp 2GB verfügbaren Platz. Ich schalte dann auch gleich noch unter Boot-Mode auf die Option B1, das reduziert den Speicherverbrauch gleich mal ganz gut, weil kein Desktop geladen wird.

Dann passt man am besten auch gleich noch die Tastatur und Länder-Settings an.

Alternativ (hab ich dann leider später erst gesehen): Standardmäßig ist ein SSH-Server aktiv, das Einloggen geht auch direkt remote mit dem bereits erwähnten Usernamen / Passwort.

Part 2: Username anpassen

Ab hier bin ich dann komplett remote vorgegangen.

Ich persönlich mag den Standard-Account nicht, deswegen benenne ich den pi-Account immer um. Nixcraft hat dazu einen sehr guten Überblick dazu. Bis auf die UID-Änderung muss man alle Schritte als root#-User ausführen. Der Hinweis auf die /var und /tmp-Daten in den Kommentaren ist richtig, da tauchte bei mir nur das Verzeichnis /var/lib/lightdm/data/pi auf, das die richtigen Rechte, aber den falschen Namen hatte. Umbennen und gut ist.

Am einfachsten geht das, wenn man seinen SSH-Key in die Datei /root/.ssh/authorized_keys kopiert. Wenn ihr den Raspberry genauso frisch aufgesetzt habt, dann müsst ihr Verzeichnis und Datei erst noch erstellen. Das dann bitte direkt mit dem Root-Account. (Von dem bestehenden pi-Account mit sudo erstellen. Dann mit raspi-config den Bootmodus B1 wählen, rebooten lassen, per Putty einloggen und sich mit root@raspberrypi anmelden (dabei auf SSH-Key-Authentifizierung schalten).

Dann rebooten und voilá: Anmeldung ab jetzt mit den neuen Nutzernamen. Das Passwort kann man dann nicht mehr per raspi-config setzen, da das Tool nur für den User pi eingestellt ist. Dazu nutzt man nach der Anmeldung den Befehl passwd. Das erklärt sich selbst. Wer seine USB-Tastatur dafür nutzt und seine Locale noch nicht angepasst hat: Z und Y sind möglicherweise noch vertauscht.


Beim nächsten Mal geht’s dann weiter mit der Übernahme der Konfiguration meiner genutzten Programme und Dienste.

Man könnte meinen, Commitstrip liest bei mir mit

Internet of (broken) Things

Qualle

Das Internet of Things ist bestimmt eine tolle Sache. Irgendwan mal. Wenn man diese ganzen Update-Probleme endlich mal im Griff hat. Meinen Raspberry muss ich neu aufsetzen, wenn ich von Raspian Wheezy auf Jessie updaten will. Je nachdem, welches Handy ich habe, ist ein Update der Firmware nur durch einen Neukauf möglich. Fernseher hängen am Internet, Kameras, in Zukunft dann auch Kühlschränke, Bestellknöpfe und Co.. Weiterlesen →

Das nächste Mal, wenn ich mit dem „technischen Kundendienst“ eines Internetproviders telefoniere soll der mir erstmal beantworten (als Verifizierung), was MTU bedeutet, bevor ich weiterrede.

Merkels Toleranzschwelle

Wenn Merkel sagt, „Keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen“, gilt das dann auch für die Hartz IV-Gesetzgebung und -realität?

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