Good Bye HD+ – Hello Video on Demand

Als ich vor ziemlich genau einem Jahr unseren HDTV-Receiver gekauft hatte, war dieser ausgestattet mit einer HD+ Karte. Ich fand das eigentlich ganz nett, rechnet man die Karte nämlich auf den Kaufpreis an, hat der Receiver unter 60 Euro gekostet. Und das Gerät ist an sich ziemlich in Ordnung, wenn man davon absieht, dass ein WLAN-Stick den einzigen USB-Anschluss blockieren würde und ein LAN-Kabel-Anschluss nicht vorhanden ist.

Nun ist die Karte abgelaufen und wir haben (ernsthaft) überlegt, ob wir eine neue Karte kaufen wollen, denn die Bildqualität ist wirklich merklich besser. Allerdings haben wir ein Watchever-Probeabo getestet und sind aktuell bei Lovefilm und sind damit erstmal auch zufrieden. Wir haben aktuell noch die Möglichkeit, ein Probeabos für Maxdome abzuschließen. Die Tendenz geht also eher dahin, aus den 5 Euro im Monat 7 bis 10 Euro zu machen und damit dann Video on Demand-Dienste zu nutzen – das Programm im Fernsehen macht es einfach unerträglich abends in Ruhe einen schönen Film auf der Couch zu genießen.

Ich weiss nicht, ob es Absicht ist, dass Programmniveau immer weiter zu senken, auf jeden Fall fördert es für uns die Nutzung von Dienstleistern wie Watchever oder Lovefilm. Wobei auch hier Vorsicht geboten ist: Zahlen von verfügbarem On-Demand-Material sind auch hier gut aufgefüllt durch viel Serienmüll. Allerdings kann man den hier einfacher überspringen…


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Internetprovider anhand der real gelieferten Bandbreite bezahlen

Wie wäre es eigentlich, wenn man die Internetprovider anhand der real gelieferten Bandbreite bezahlt?

Datendurchsatz (kBit/s) Datendurchsatz Tarif Erbrachte Leistung Monatspreis Tarif Angemessene Grundgebühr
6.000 16.000 38% 34,95 € 13,11 €
900 16.000 6% 34,95 € 1,97 €

Damit käme ich aktuell bei dem Provider mit dem Kaufmanns-Und auf ein deutlich günstigerers und fairer bepreistes Internet. Und die Bereitschaft mehr zu liefern, weil es mehr Geld bringt. Mal sehen ob Sie sich (im Sinne der Kundenzufriedenheit) darauf einlassen…

Von Möbeln und Service

Oder: Warum ich dann doch lieber zu IKEA gehe. Ja, ich weiss. IKEA fertigt in Billigländern, die Möbel sind auch eher billig als günstig. Alles für die Marge und so. Schon klar. Aber mal im Ernst: Das ist bei jedem anderen Möbelhaus auch nicht wirklich anders. Und im Zweifelsfall wird die Qualität dem Preis untergeordnet. Roller, Höffner, Sconto, Buhl, Seegmüller, XXXL irgendwas – egal wie sie heißen, im Endeffekt bekommt man nirgends was geschenkt und nur so viel Leistung wie nötig. Überall? Nein. Ich bekomme bei IKEA auch nichts geschenkt, aber:

  1. Ich bekomme Samstags bei IKEA Ersatzteile (selbst verschuldete Teile oder auch fehlende Nägel) und Auskunft. Bei einem großen Möbelhaus, welches mit fiktiven Charakteren eines Schauspielers wirbt, bekommt man Samstags am Telefon gesagt, ich müsste Montags wieder anrufen (oder vorbeikommen), Samstags könne man da gar nichts machen.
  2. Wenn ich Scharniere in eine Tür einbauen muss, dann ist da vorgebohrt und ich brauche nur noch Möbelschrauben reindrehen und das Scharnier ist ohne Winkel und Zusatzwerkzeug gerade. Bei einem 100€-Badregal in einem anderen Möbelhaus sind da nur die großen Löcher vorgefräst. Ausrichten der Scharniere wäre dann eher Glückssache gewesen, hätte ich nicht zufällig passendes Utensil gehabt.
  3. Kinderfreundlichkeit. Kostenmäßig tragbares Essen im Restaurant, direkte Ermäßigungen mit Kundenkarte (und kein Punkte-Sammel-System), alles auch als Kinderportionen zum halben Preis. Zusätzlich: Jedes (Klein-)Kind bekommt auch kostenlos ein Gläschen mit Buttergemüse. Und die passende Infrastruktur für Eltern: Mikrowelle, Kinderstühle, Lätzchen, Besteck, Schüsseln, Spielecke. (Ich gebe zu, dass zumindest das Restaurant im Höffner Gründau abwechslungsreicher und qualitativ besser ist, aber das macht  sich eben auch preislich bemerkbar)
  4. Aufbauanleitungen bekomme ich vorab und nachträglich im Internet auf der IKEA-Website im PDF-Format.
  5. Die Website ermöglicht mir, (auch) im voraus folgende Dinge zu erledigen: Verfügbarkeitsprüfung meiner Artikel, Merkliste mit Regal- und Fachnummer im SB-Bereich erstellen.
  6. Ich bekomme ohne Stress einen Transporter gemietet. Für 15€/Stunde bzw. 10€ mit der Kundenkarte. Den Transporter kann ich ggf. auch vor meinem Einkauf für eine Stunde kostenlos reservieren. Zusammen mit der Expresskasse und der Online-Merkliste ist damit ein ziemlich reibungsloser Einkauf möglich.

Insgesamt kann man sagen, dass hier nicht eine hochwertige und extrem günstige Ware den Ausschlag zum Kauf liefert, denn IKEA-Möbel sind weder zwingend Premium-Ware noch supergünstig. Es ist zu einem großen Teil der der Fast-Rundum-Service. Es ist ein Gesamtpaket, welches bequem und angenehm – „convenient“ – ist. Nicht mehr und nicht weniger. Damit zahlt sich das „Geschenk“ des guten Service auch direkt wieder in Kundenzufriedenheit und Kundenbindung aus.

Nein, ich bekomme kein Geld von IKEA für diesen Artikel und auch dort ist, wie Eingangs schon angeschnitten, nicht alles Gold, was glänzt. Für mich als Endkunden ist allerdings das Gesamtpaket ziemlich unschlagbar. Mich würde eure Meinung dazu interessieren: Wo kauft ihr Möbel und warum? Was ist euch dabei wichtig, was nicht so sehr?

Nachtrag

Ich habe mich an den Hersteller meines  Badschranks direkt gewandt und erklärt, dass mir die Tür beim Aufbau kaputt gegangen. Dort lässt man mir mit einer Lieferzeit von 14 Tagen auf Kulanzbasis zukommen. Kostenlos. Mal schauen, was daraus wird.

Von Irssi zu Weechat

Ich spiele ja schon länger mit dem Gedanken, mein Produktionssystem auf Debian-Basis umzustellen. Richtig aktuelle Programme brauche ich eigentlich kaum, bloß Internet und Office sollten einigermaßen aktuell sein.

Ansonsten ist mir Software eigentlich nur suspekt, wenn sie zwar verbreitet ist, aber sich seit 3 Jahren absolut gar nichts getan hat. Da kann die Software flexibel sein, wie Sie will, sie kann laufen wie sie will. Wenn die Software jeden Tag meine Kommunikation mit der „Außenwelt“ handlet, dann sollte sie auch gepflegt werden.

Das ist bei irssi nicht mehr der Fall, so wie’s aussieht. Weechat geht in die gleiche Richtung, hat fast die gleichen Kommandos für die „Oberfläche“ (ich meine hier explizit nicht die IRC-Commands) und: wird aktiv weiterentwickelt.

Putty, Byobu, Weechat

Dazu kommt ein für mich nicht ganz unwichtiges Feature: Relaying. Ich habe bei Weechat die Möglichkeit, „normales“ IRC-Relaying wie bei Irssi auch zu machen, aber es gibt darüber hinaus noch sehr coole extras, die z.B. einen guten Android-Client aber auch einen Node.js-basierten Webclient für meine Weechat-Sitzung ermöglichen.

Alles in allem hat sich der Wechsel schon durchaus positiv bemerkbar gemacht. Die Bereitstellung eines Repository für Debian (und auch eines für Raspian) macht einen da gleich noch viel glücklicher, weil es einfacher ist, das Tool aktuell zu halten.

Bettelbrief-Wahllistenabklapperer

Nachteil, wenn man mit Name und Anschrift auf einem Wahlzettel steht: Bettelbriefe. Gute Sache hin oder her, Bettelbrief bleibt Bettelbrief. Und für die scheint immer noch genug Geld da zu sein. So ganz kostenlos ist das ja auch nicht.