Anwendungen und Erweiterungen, die mein Leben erleichtern

Mailmerge für kleinere Newsletter

Meine Arbeit bei der Piratenpartei ist ja unter anderem die Mitgliederverwaltung. Alle Mitglieder bekommen eine persönliche Willkommensmail, die mit Mail Merge auf Namen, Mitgliedsnummern und E-Mails angepasst wird. Dazu nutze ich eine CSV-Datei und besagte Thunderbird-Erweiterung. Das kann man natürlich auch für manuell verwaltete Newsletter benutzen.

Airdroid

Bilder ohne Kabel vom Smartphone ziehen? SMSen schnell tippen? Mal eben was auf das Smartphone laden? Airdoid ist die Lösung…

Goggles und Sudoku

Goggles löst Sudokus. Ein Feature, welches bei der Dropquest sehr zeitsparend war.

Offener, demokatischer Dialog klingt anders

„Wir sollten die Piraten nicht umarmen, sondern bekämpfen indem wir offensiv Gegenpositionen nach außen tragen, um die Scheinwelt der Piraten zu entzaubern. […] [Einige glauben] Raubkopien seien ein Menschenrecht, aber das stimmt nicht, man kann nicht alles umsonst haben. Die geistigen Errungenschaften von Kreativen und Kulturschaffenden müssen geschützt werden.“Spiegel Online zitiert Boris Palmer

Bürgernähe, Netzaffinität, Politik, die mit der Zeit geht und weniger von Interessens- und Lobbyistengruppen beeinflusst wird. Bei den Grünen auf den oberen Etagen Fehlanzeige. Hier wird von Raubkopien gesprochen, ein Wort das ebenso falsch wie einseitig wertend ist. Hier wird von Urheberrecht gesprochen, aber wieder Nutzungsrecht gemeint.

Und wenn dann auch noch Politiker der Grünen Podiumsdiskussionen absagen um „dem politischen Feind“ keine Bühne zu bieten, dann sorge ich mich nicht nur um das Rechts- sondern auch das Demokratieverständnis der Partei.

Kulturindustrie? Urheberrecht?

Bei all dem Gebashe der „Kulturindustrie“ (Wie sich das schon anhört.) fällt mir auf, dass keiner darauf eingeht, dass sich gerade in der Piratenpartei ein riesiger Anteil an Kreativen befindet. Kreative, die von ihrer Arbeit leben. Von ihrer Arbeit als Programmierer, Retuscheure, Grafikdesigner, Webdesigner, und, und, und… Die ihre „Erzeugnisse“ teilweise nicht mal als Kunst betrachten, obwohl sie es ist. Sie erschaffen neues, verändern Dinge und machen Sie besser.

Wer Dinge wie 0825-Lieder von DSDS-Stars als Kunst betrachtet, aber die Arbeit, die zum Beispiel ein WordPress-Theme, -Plugin,  jQuery-Plugins oder Webseiten machen, nicht anerkennt, hat nichts anderes verdient, als brennend in der Hölle der Verwertungsrechte unterzugehen.

Während das Handelsblatt Urheber- und Verwertungsrechte vermischt, vermische hier bewusst Arbeit von Kreativen und „Kunst“. Warum ich das tue? Weil „Kunst“ eben ein subjektives Empfinden ist. Weil „Industrie“ eben in der Regel nicht in der Lage ist, „Kunst“ hervorzubringen. Kunstvolles, sicher. Kunst – eher selten, meist nicht beabsichtigt.

Tja, kommen wir zu den Kreativen zurück. Phillip Thelen schreibt mit viel Arbeit, Liebe und Mühe eine App:

Seit einiger Zeit arbeite ich nun an einer Android App, namens Omnomagon. Während des Entstehungsprozesses wurde ich mehrmals gefragt, ob die App denn etwas kosten wird. Die Antwort war und ist, »Nein«. Und genau genommen verlange ich nicht nur kein Geld dafür, sondern ich gebe auch jedem die Möglichkeit, sich selbst den Quellcode anzusehen, zu verändern und weiter zu verbreiten, da er unter einer freien Lizenz steht. Angesichts der aktuell beinahe allgegenwärtigen Diskussion über die Kostenloskultur im Internet scheint die Idee wohl beinahe absurd. Ja, Diese App Ist Kostenlos. – Viroblogie

Ja, die Voraussetzungen sind hier etwas anders, als bei Menschen, die von ihrem Output komplett ihren Unterhalt bestreiten müssen. Dazu lest ihr am besten den Artikel von vIirus komplett und auf seiner Seite.

Wenn ich diese beiden Dinge nun verknüpfe:

  1. Reformierung des Urheberrechts, keinen Anspruch auf Reichtum durch Kunst.
  2. Das Nicht-von-der-Kunst-überleben-müssen, wie zum Beispiel durch ein BGE

Dann hab ich doch alles zusammen, was eine moderne Gesellschaft braucht: Luft für Kreativität und Bildung und Künstler die auch ohne die direkte Entlohnung durch Verwertungsrechte leben können. Wobei Künstler für mich zum Beispiel auch Programmierer mit einschließt. Denkt mal darüber nach.

Technik-Workshop

Ich hatte es ja schon mal meine Vorbereitungsmindmap gezeigt, die einigermaßen umfänglich war. Ich habe das Experiment gewagt, mich in ein neues Themenfeld einzuarbeiten: Schulung.

Für mich völlig neu, Sprechen vor (vielen und/oder fremden) Menschen ist für mich meist etwas unangenehmes, ich muss mich dazu motivieren und überwinden. Das scheint man mir nicht angemerkt zu haben.

Das Feedback der Teilnehmer war insgesamt überraschend gut, sogar so gut, dass eine Widerholung des Workshops und vertiefende Workshops angefragt wurden bzw. in Anspruch genommen würden.

Einen Vollständigen Überblick über das Feedback gibt es natürlich auch. Ich denke, dafür muss ich mich nicht schämen. Mir selbst hat das Experiment wirklich Spaß gemacht und ich werde sicher noch den einen oder anderen Termin finden, an dem ein solcher Workshop abgehalten wird.

Mich persönlich würde es dabei freuen, wenn sich dabei auch noch ein paar unterstützende Kräfte, die sich mit einzelnen Themen wie GnuPG o.ä. etwas besser auskennen, dabei auf den Zug aufspringen würden. AG Bildung mal anders.

Wer braucht schon Powerpoint?

Draft zur Präsentation eines Technik-Workshops

Ich habe festgestellt, dass es durchaus brauchbare Online-Präsentationstools gibt. Es sind zwar schlichte Designs, die Google Docs anbietet, aber die Technik der „Online-Büro“-Programme ist mittlerweile doch wahnsinnig fortgeschritten, wenn man sich überlegt, dass es Dinge wie  impress.js gibt.

Allerdings ist impress.js wahnsinnig aufwändig zu bauen (und zu ändern) im Gegensatz zu „Prezi“, welches aber auf Flash basiert(e?). Noch einfacher, wenn auch schlichter ist Google Docs, welches Features wie „absatzweises Einblenden bei Klicken“ beherrscht und auch die eine oder andere Folienanimation.

Ist schon länger online und verfügbar, aber ich merke das jetzt erst, was das Ding wirklich kann.

Wie die NPD auf die Piraten zugeht

Interessant, dass sich die Nazis/NPDler/“national denkende“ nun auf zwei Arten und Weisen versuchen, an die Piraten anzuwerfen:*

  1. Sie nerven mit „Und, habt ihr jetzt schon eine Lösung für das Finanzproblem?“ und wenn man darauf eingeht (im Sinne von „sich nicht wehrt“), erzählen Sie, ihre Lösung wäre nicht „politisch korrekt“ und beginnen Diskussionen und Relativismus.
  2. Eine Frau am Kopfende eines Tisches ist scheinbar für die selbst ernannten Herrenmenschen ein Zeichen  von „diese Frau hat was zu sagen“. Man versucht auf Frauen im speziellen und Entscheidungsträger / Menschen mit Aussagekraft („Pressesprecher oder so“) im generellen einzuwirken

Vorgeschoben für alle folgenden Inkorrektheiten wird stets das Finanzwesen. Es wird lustig paroliert, der eine oder andere D-Mark-Sehnsüchtige wird „mitgenommen“, man behauptet, die Notenbanken würden mit dem drucken von Geld „Geld generieren“. Klingt verlockend, aber die Notenbank kontrolliert ja nur das Geld, nicht die Wirtschaftsleistung. Die bleibt bei steigender Geldmenge gleich. Findet den Fehler.

Es ist natürlich nicht der Mitläufer-NPDler, der an den Stammtisch der Piraten geschickt wird, sondern ein einigermaßen guter Redner, der zwar an der Körpersprache schon als „nationaler“ erkennbar ist (sagte besagte Frau am Kopfende), mir war die Tatsache schon bekannt, weil beim ersten Mal ich das vollgelullte Opfer war. Ja, man hat zwischendrin den Eindruck, der Mensch weiss, wovon er redet. Aber dieser jemand macht den „Fehler“, immer wieder zu sarrazinieren. Gut für den, der’s merkt, schlecht für ihn.

Und ganz ehrlich: lieber zugeben, dass man keine Lösung hat, als wie alle anderen sich hinzustellen und 30 Jahre lang das Land mit der vorgeblichen Ahnung wie das funktioniert herunterzuwirtschaften. Und wenn die NPD Lösungen für Finanzprobleme hätte, dann wäre sie nicht pleite und müsste ihre Busse in der Tschechei reparieren lassen.


* Dieses sind Erfahrungen, die ich im Main-Kinzig-Kreis am Stammtisch in Hanau gemacht habe. Ich bin davon definitiv unbegeistert.

Zusammenfassung der Beschlüsse des Bundesparteitags 2011.2 #bpt112

Ich war dabei. Am Spalterparteitag in Offenbach (#offenbings). Mit einem gut gelaunten @DirkMueller und @razze, @sparta644 und einer schokisüchtigen @nad_no_ennas. Es war eine interessante Erfahrungen auf der Bundesebene und der bisher medial am besten abgedeckte Piratenparteitag. Außerdem war der Parteitag von einigen TO-GO-Trollen abgesehen, recht produktiv und straight forward.

Liste der beschlossenen Anträge

Zeig mir die Anträge, Baby!