Was soll der Scheiß, Ravensburger?

Ravensburger hat vor einiger Zeit ein eigentlich sehr cooles Produkt rausgebracht, den tiptoi-Stift. Noch cooler: Der Stift funktioniert ganz einfach als USB-Laufwerk, was für Linux-User echt praktisch ist, denn die Software „tiptoi-Manager“ ist zusätzlich zu ihrer Nichtfunktionalität (ich habe es ernsthaft probiert auf einem Windows-Rechner) ziemlich groß. 60MB Installer für ein einfaches Daten-Auf-einen-USB-Stick-Kopiertool. Systemanforderungen: 1GB Festplatte, 1GB RAM. Als ob Menschen nicht mit Downloads und USB-Sticks umgehen könnten.

Aber nach der Ausgliederung der tiptoi-Produkte auf eine eigene Seite muss ich plötzlich eine E-Mail-Adresse eingeben um einen Download-Link zu bekommen.

WAS SOLL DER SCHEISS?

Warum muss ich mich „registrieren“, wenn ich den Drecksmanager nicht nutzen kann oder will? Wenn ich den Manager nutze, muss ich komischerweise keine Daten eingeben. Stellt die Daten doch einfach (wieder) ganz normal zum Download bereit.

PS: Ich frage mich ja, was aus meinem recht ausführlichen Review zur extrem ungünstig angebrachten CE-Prägung geworden ist (ich hatte eine recht längliche E-Mail mit Verweis auf ein paar Bilder Ravensburger geschrieben)

Self/less – Der Fremde in mir

Self/less ist kein komplett überraschendes Kinoereignis. Der Plot ist nicht wahnsinnig spannend oder überraschend, außer vielleicht bei der Tatsache, dass es kaum größere Überraschungen gibt. Insgesamt ist der Film okay, kein absolutes Muss. Schade, dass der Rest der Geschichte ab ca. der Mitte des Films ziemlich vorhersehbar wird, da wäre sicher noch ein bisschen Potential für den einen oder anderen Twist gewesen. Dafür ist der Film bis auf wenige Ausnahmen ziemlich solide gemacht.

Links

  • ImDb
  • Wikipedia (en)

KeySmart – Schlüsselorganizer

Mein Schlüsselbund mit KeySmart

Ich habe mal wieder ein neues Gadget gekauft. Nach meinem Roter Faden Taschenbegleiter und der Taschenorganisation via Cocoon Grid-IT habe ich mir jetzt meinen Schlüsselbund vorgeknöpft und meinen Firmenschlüssel und meinen privaten Schlüssel zusammengeführt und in den KeySmart-Schlüsselbund geschraubt.

In dem Schlüsselbund befinden sich 6 Schlüssel und ein 6-in-1 Swiss-Tech Tool und einige Unterlegscheiben. Einer der Schlüssel (mein Briefkasten-Schlüssel) ist mit einem Plastik-Griff versehen, was das ganze noch ein bisschen optimierbar macht.

Die ersten 2-3 Tage war das Gefühl mit dem KeySmart noch ein wenig komisch, ein bisschen als würde man mit einem Taschenmesser ein Schloss öffnen wollen. Irgendwie ist es das ganze ja auch, bloss dass der Schlüssel nicht ab einem gewissen Punkt fest gehalten wird.

Aber das hat sich relativ schnell geändert. Am Ende haben nur noch ein Stahlring und der Karabiner gefehlt, damit ich den Schlüssel nicht immer am Grunde meiner Tasche suchen muss. Kostenfaktor insgesamt (mit Versand und einem großzügig dimensionierten Erweiterungspack plus den Ring) waren ca. 35 Euro.

Alternativ zu KeySmart existieren auch noch mindestens folgende Produkte:

Allerdings scheint es, man sollte dabei auch kulturelle Unterschiede in den Schlüsselformaten beachten, auf der Website von KeySmart ist das kurz beschrieben: Die „Normale“ Ausgabe ist für US-Schlüssel ausgelegt, die Extended Version sollte International funktionieren, da die US-Standard-Schlüssel scheinbar kürzer sind.

Zum Thema Wunderkey: Das ganze ist schon sehr Copycattig. Ich habe Wunderkey auch schon auf Amazon zu kaufen gesehen und war sehr verwundert, dass die Jungs auf Kickstarter aktuell ein Croudfunding-Projekt laufen haben. (Im Endeffekt haben Sie den Grund dafür auf der Kickstarter-Kampagne auch angegeben, ich hab’s übersehen) Ich habe dann mal nachgefragt und habe auch fix eine Antwort bekommen:

Wie im Video beschrieben haben wir Wunderkey schon „entwickelt“ und schon eine kleine erste Serie hergestellt, welche auch bei Amazon in einem Pilotprojekt verfügbar ist. Das dabei verwendete Verfahren ist ohne große Anfangsinvestitionen (Werkzeugkosten) möglich, daraus resultieren aber sehr hohe Stückkosten..

Um eine große Serie herzustellen müssen wir unseren Produktionsprozess umstellen und benötigen dafür eine große Einmal-Investion für die Werkzeugkosten. Deswegen sind wir hier!

Beste Grüße
Ayhan

Falls Ihr jetzt Interesse an einem solchen Produkt habt: probiert es aus.

Angespielt: Rory’s Story Cubes

Ich bin durch Sophia Brandt und ihr Gewinnspiel zu den Story Cubes „Medic“ auf die Würfel aufmerksam geworden. Als einer der Gewinner habe ich dann festgestellt, dass das Set alleine ziemlich langweilig werden würde, auch wenn meine Tochter das Thema Krankenhaus total super findet. Daher habe ich das „Starterset“ gleich auch noch bestellt – dank Amazon kam das auch direkt Freitags an.

Da ich Freitag abend auf gleich 2 Kinder aufpassen sollte, hatte ich genau das gehofft (und das das Spiel dann auch trotz „ab 6 Jahren“ auch einigermaßen für 3jährige passt). Morgens kam das Spiel und der erste Test mit meiner Tochter war sehr vielversprechend.

Ich finde das Spiel eine wunderbare Sache um sich beim Geschichten ausdenken ein bisschen Unterstützung zu holen.

Dabei ist schön zu beobachten, wie meine Geschichten bei meiner Tochter hängen bleiben und auch ihre Geschichten ein bisschen beeinflussen. Interessant ist, dass ihre Geschichten, die sie komplett frei erfindet deutlich flüssiger sind als mit den Würfeln, auch wenn Sie einen Riesenspaß an den Würfeln hat.

Immerhin sind wir so weit, dass Sie sich die Reihenfolge der Würfel selbst aussucht. Allerdings sind die Geschichten dann in der Regel im Stil „und dann war da noch … und dann war auf einmal ein …“. Aber auch das ist ein Interessanter Lerneffekt, denn den einen oder anderen Zusammenhang bildet sie bei manchen Würfeln schon.

Ich finde, die Story Cubes sollten auch in einer Kita oder Schule zum Einsatz kommen, teilweise tun Sie das auch bei Sprachunterricht.

Was den Freitag abend anging, war das allerdings eher ein Griff ins Klo, meine Tochter war total begeistert und wollte „mit den Würfeln spielen“, unser Gastkind war sehr schnell gelangweilt und wollte andere Dinge ausprobieren.

Wilhelma 2015

Ein Familienkurztrip nach Stuttgart, Besuch der Wilhelma mit Kind – das war der Plan. Wir waren vor ein paar Jahren mal in Stuttgart, haben damals auch die Wilhelma besucht und beschlossen, wenn wir mal ein Kind haben, werden wir das wiederholen.

Ich sag’s ja gerne immer wieder: Urlaub mit Kind bedeutet eigentlich nur „kurz mal woanders wohnen“. Das nächste mal werden wir uns dann wohl eher auf komplette Selbstversorgung in einem Appartment verlegen, Hotelaufenthalte sind aktuell eher doch noch nichts. Die zwei Nächte waren ja überschaubar.

Ich fürchte aber, zusätzlich zu einer akuten Wachstumsschub-Phase kommt aktuell auch noch dazu, dass unsere Kita seit 3 Wochen streikt und unser Kind trotz vielseitiger Bemühungen nicht wirklich ausgelastet und damit ziemlich anstrengend ist.

Aber zurück nach Stuttgart: Die Anfahrt in die Wilhelma durfte das Kind mit dem Zug erleben (wir hatten Dienstag noch Glück, da ab Mittwoch ja auch der ÖPNV und die Busse in BaWü Streiken sollten). Die Empfangssituation mit den Flamingos und den blau beschnabelten Enten hat unser Kind direkt eingenommen.

Der Park und auch das neue Affenhaus sind die Anreise und den Eintrittspreis locker wert. Die Gorillas und Bonobos sind ähnlich wie in Frankfurt in einem Gebäude mit einem schönen Innen- und einem großartigen Außenbereich untergebracht. Unsere Tochter hat sich besonders an den Giraffen und Elefanten erfreut, und daran, dass die Pinguine in der Wilhelma so nahe untergebracht sind, dass man sie anfassen könnte. Einzig und allein die Tatsache, dass das Aquarium und Terrarium dienstags schon um 18 Uhr schließt und nicht wie die anderern Häuser um 18:45, hat den Eindruck bei der Tochter dann geschmälert, weil Sie unbedingt die Krokodile sehen wollte.

Nochmal zum Thema Preise: das die Verpflegung innerhalb von Zoos und Freizeitpark weder sonderlich ausgewogen, noch supergünstig ist, ist uns vermutlich allen bewusst. Wir haben uns auch bewusst dafür entschieden, außer einer Flasche Wasser und ein paar Keksen nicht weiter Dinge mitzunehmen (von der Tatsache mal abgesehen, dass wir ja im Hotel geschlafen hatten…).

Aber 27,65 Euro für ein Schnitzel, eine Bratwurst und 5 Chicken Nuggets jeweils mit Pommes und 2 Fläschchen Almdudler? Für reines Frittier-Essen? 8,90 ist für ein frittiertes Fertig-Schnitzel mit wenig überzeugenden Pommes schon ein sehr stolzer Preis. 5,90 für 5 kleine Nuggets mit ebensowenig überzeugenden Pommes auch. Beim Restaurant zur goldenen Möwe kann ich da mit zwei Menüs, einem Kinderpäckchen und abschließendem Kaffee-und-Kuchen-Nachtisch speisen, bin (erstmal) pappsatt und hab sogar ein bisschen Salat auf dem Burger gehabt (und noch 5 Euro übrig). Nicht, dass das insgesamt so viel besser wäre, aber die Verhältnismäßigkeit sollte man mal betrachten.

 

Ein neues Hassobjekt: Rentner auf E-Bikes

Ich hatte mich irgendwann ja schonmal deutlicher über Rennradfahrer echauffiert, als Spitze der nervigsten Verkehrsteilnehmer. Die nerven ja immer, egal ob man Fußgänger, Motorrad- oder Autofahrer, oder selbst Radfahrer ist. Danach kam lange Zeit nichts. Bis jetzt.

Direkt nach den Rennradfahrern ist das neue, dankbare Ziel des Hasses: E-Biker / Pedelec-Fahrer. Die ohne Kennzeichen halt. Genauer: Rentner auf diesen Gefährten. Letzte Woche blockierte so ein Exemplar den kompletten Radweg vor mir. ALLEINE! Ich war lustigerweise deutlich schneller, habe ich dann wild geklingelt (ja, sowas hab ich an meinem MTB) ab ca. 20 Meter Entfernung. Platz gemacht hat die Dame allerdings nicht.

Als ich dann auf dem „Seitenstreifen“ (da, wo das ganze Glas immer hingeschoben wird) – mit genügend Abstand, ohne Gefährdung – überholte, fing die Fahrerin dann plötzlich an, aufzuwachen und rumzukreischen. was genau, das hab ich nicht verstanden. Vermutlich hatte ich sie erschreckt. Das sie daraus lernt, glaube ich nicht.

Ich bin ja selbst mit einem Schnitt von ca. 22,5 km/h unterwegs. Das finde ich viel, aber auf meinem Arbeitsweg sind genug schnellere Unterwegs. Wenn ich also weiss, dass ich nicht unbedingt der schnellste auf dem Radweg bin und der Radweg es zulässt, dann versuche ich zumindest, soweit am Rand zu fahren, dass andere überholen können.