Don’t be a GlassHole

Weil ich neulich beim schauen der Google Keynote mal wieder ein paar Glass-User in der ersten Reihe gesehen habe (und das ganze ja mit England nun auch [noch] innerhalb der EU erhältlich ist): Ich finde es nervig und zum kotzen. Ständig die ganzen Hoschis mit ihren Scheiss-Kameras. Fahrradfahrer und Motorradfahrer mit GoPros auf ihren Arbeitswegen. Ich kann nicht mal in Ruhe durchs Feld laufen, ohne auf irgendeinem beschissenen Video zu landen. Und nun also der Direkt-Abgleich mit Google? Nein, danke!

Ja, als Technikfreak und Gadgetfreund will ich das Ding mal in der Hand haben und testen. Aber damit rumlaufen und andere Leute ohne Einverständnis und Wissen filmen? Muss nun echt nicht sein.

Links zur schadensfreien Glass-User-Trollerei:

Wie seht ihr das? Geil darauf, das Ding im täglichen Leben zu nutzen? Sind da so viele sinnvolle Apps möglich? Oder für euch nur eine Technikspielerei?

„There’s a storm coming in“

CC BY-SA 2.0 L.C.Nøttaasen @ flickr

Google hat nun Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren (Nest), Militärroboter (Boston Dynamics), selbstfahrende Autos und entwickelt gerade ein Handy, welches Innenräume mit GPS und Bewegungssensoren 3D-Scannen und modellieren kann (Project Tango).

Dazu kommt, dass Sie zugegeben haben, ihren selbstmodifizierenden Gesichtserkennungsalgorithmus nicht mehr zu verstehen (lies: „Der Computer ist in Teilen schlauer als wir). Der Gesichtserkennungsalgorithmus erkennt zum Beispiel auf einmal Katzen. Und als wäre die eigene Technik nicht intelligent genug, kauft Google „Deep Mind“, ein KI-Unternehmen.

Halten wir fest: Man weiss wer, und kann ihn am Gesicht erkennen, man weiss wo jemand ist (GPS, WLAN-Ortung), wie es da geländemäßig außen (Maps) und innen (Tango) aussieht, welche Umgebungszustände klimatischer Natur einen erwarten (Nest) und hat die Maschinen, die per Auto schnell an den Zielort gebracht werden können und dann verschiedene Maschinen die je nach Umgebung zum Einsatz gebracht werden können (Boston Dynamics).

Bin ich der einzige, der das etwas beängstigend findet?

Facebook-User lesen langsamer?

Was lässt sich an diesem Diagramm ablesen?

  1. Es kommen mehr Nutzer von Facebook als von Twitter oder Google+
  2. Nutzer von Twitter betreiben im Schnitt mehr Interaktion (Seitenaufrufe) als Facebook oder Google+
  3. Twitter und Google+-Nutzer klicken auch in der Maximalbetrachtung mehr.
  4. Facebooknutzer verbringen längere Zeiten auf der Seite als Twitter oder Google+-Nutzer
  5. Facebook-Nutzer springen häufiger ab als Twitter oder Google+-Nutzer

Was lässt sich daraus schließen?

Facebook-Nutzer lesen langsamer. Sie verbringen trotz weniger Seitenaufrufen (deutlich) mehr Zeit auf der Website.

Bezeichnung Besuche Aktionen Maximale Aktionen pro Besuch Von Besuchern verbrachte Gesamtzeit (in Sekunden) Durchschnittliche Besuchszeit (in Sekunden) Absprünge
Facebook 26 29 2 1833 70,5 23
Twitter 20 35 7 1130 56,5 15
Google+ 18 25 4 676 37,6 14

Die durchschnittliche Besuchszeit wurde im Nachhinein berechnet. Piwik liefert nur die Gesamtzeit, allerdings ändert das nichts an der Tatsache.

Der Tag an dem Google die TT-RSS-Website zum Absturz brachte.

Heute hat Google bekannt gegeben, dass der Google Reader abgeschaltet werden wird. Ausgererechnet am 1. Juli. Für die Abschaltung von iGoogle hat man ein Jahr im voraus informiert, bei einem weit verbreiteten Tool wie dem Reader lässt man Nutzern weniger als 4 Monate.

Für mich als exzessiver Nutzer ist das natürlich ein Schock. Alternativen müssen her. 4 Monate sind nicht viel Zeit. Die Petition zum Erhalt von Google Reader ist zwar nett, aber Hoffnung ist nicht, auf das ich bauen will. Ich will ja bloß stressfrei Feeds lesen und einzelne Einträge teilen können.

Allerdings kam für mich nicht mehr in Frage, wieder auf einen Dienst zu setzen. Wenn der in 2 Jahren dicht macht, wieder alles umzubauen, darauf habe ich keine Lust. Eine Application-Lösung auf dem Rechner kam für mich nicht in Frage.

Das ist mir insgesamt zu unflexibel und ich bin auf Win und Linux unterwegs, damit ist auch Synchronisierung ein Problem. Als Web-Anwendung ist Synchronisierung automatisch ein Feature.

Ich habe mich dann nach einer kurzen Recherche nach Alternativen auf TT-RSS gestürzt. Scheinbar sind auch jede Menge andere User darauf gestoßen und mittags musste der Betreiber die Seite auf eine statische HTML-Page umstellen. Im Gegensatz zu anderen OSS-Lösungen wird hier allerdings noch relativ aktiv entwickelt, die neueste Version ist erst wenige Tage alt. Und Fever, welches 30$ kostet, hat nicht mal eine Demo, sondern nur ein Quicktime-Demo-Video. Da ich das nicht schauen konnte, fällt auch das aus.

Die Installation ging fix, die insgesamte Einrichtung war dann eher nicht ganz so schnell. Die Anleitung bei Uberspace dazu ist auch große Klasse und machte den Prozess fix. Das Importieren der Feeds geht durch den OPML-Import einfach. Das neuorganisieren danach ist der Teil, der zeitintensiver ist.

Was ist mit mobilem Zugriff?

TT-RSS liefert eine Mobil-Ansicht mit. Diese ist allerdings eher unbrauchbar und veraltet, basiert auf iUI und ist wirklich sehr basic. Allerdings hat ein anderer Entwickler eine Oberfläche auf jQuery Mobile-Basis zusammengebaut. Wenn er es nicht hätte, hätte ich dem Entwickler angeboten, die mobile-View direkt mit jQM umzubauen. Allerdings scheint das nicht so sein Ding zu sein, komplette Features von anderen zu importieren. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Sich das in Zukunft ändern wird.

Features aus dem „alten“ Google Reader kommen zurück

In TT-RSS kann ich endlich wieder „geteilte Einträge“ veröffentlichen. So als Feed. Und den auf Twitter oder ins Blog in die Sidebar einbauen.

iGoogle im Eigenbau mit DokuWiki

Google stampft iGoogle ein. Zwar erst in 16 Monaten, aber trotz allem. Ärgerlich, weil mich das auch betrifft. Ich mag iGoogle, weil ich dort Feeds in kleinen Ausschnitten anzeigen kann, ohne sie in den Google Reader einzufügen, wo sie mich erschlagen können.

Ich persönlich habe mich dem schon mal angenommen und mit meinem internen DokuWiki  einen iGoogle-Nachbau gestartet. Einziger Punkt, der noch nicht geht, ist der Ausschnitt aus meinem Google Reader, wobei ich den in letzter Zeit eh nicht mehr nutze. Halb so wild also.

Kochanleitung:

Man nehme ein DokuWiki, ein Template nach dem eigenen Gusto, der Content sollte aber relativ breit sein (ich mag das Vector-Template) und das Wrap-Plugin.

DokuWiki liefert hier bis auf die Ausrichtung der Kästen, die man auch mit einer normalen DokuWiki-Tabelle darstellen könnte, alles mit. Der RSS-Aggregator {{rss>http://www.heise.de/newsticker/heise-atom.xml 5}} zeigt hier also den Feed von Heise an, davon 5 Einträge. Da ich keine Optionen angegeben habe, wird auch nur der Titel gezeigt.

Das ~~NOCACHE~~ ist hier sinnvoll, da sonst die Einträge der Feeds unter Umständen gecached würden. Und das wollen wir ja nicht…

====== iGoogle ======

~~NOCACHE~~

<WRAP box left 25%>
//**Heise **//
{{rss>http://www.heise.de/newsticker/heise-atom.xml 5}}
</WRAP>

<WRAP box left 25%>
//**tagesschau**//
{{rss>http://www.tagesschau.de/xml/rss2 5}}
</WRAP>

<WRAP box left 25%>
//**SPIEGEL**//
{{rss>http://www.spiegel.de/schlagzeilen/index.rss 5}}
</WRAP>

<WRAP clear></WRAP>
<WRAP box left 25%>
//**Golem.de**//
{{rss>http://rss.golem.de/rss.php?feed=RSS2.0 5}}
</WRAP>

<WRAP box left 25%>
//**heise developer**//
{{rss>http://www.heise.de/developer/rss/news-atom.xml 5}}
</WRAP>

<WRAP box left 25%>
//**Start**//
* [[http://www.google.com/Reader|Google reader]]
* [[http://www.google.com/+|Google+]]

----

* [[http://rdio.com|Rdio]]

----

Rezept des Tages:
{{rss>http://www.chefkoch.de/rss/rezept-des-tages.php 2}}
</WRAP>

Mit den Breiten muss man natürlich dann templatebedingt etwas ausprobieren.

Hier dann der Vergleich:

Natürlich hinkt das etwas, iGoogle hat die Feeds auch immer schön aktualisiert im Hintergrund, hier könnte man mit einem kleinen jQuery-Snippet durchaus nachhelfen:

Sprachwahl und Voice Search in Android – hoffentlich bald vereint

Da hat mein Galaxy Nexus also diese Google Voice Type-Funktion. Und Sprachwahl. Blöd nur, dass ich über das Headset nur die Sprachwahl-App starten kann.

Blöder daran ist, dass die Sprachwahl nicht die gleiche Spracherkennung hat wie Voice Search und immer sehr interessante Ergebnisse anrufen will, während Voice Search und „diktieren“ tadellos funktioneren.

Es bleibt also zu hoffen, dass Jelly Bean dieses Problem am besten mit dem „Voice Recognition“ gleich mitbehebt. Zum Glück ist es nicht mehr allzulange hin. Ich bin gespannt.

Anwendungen und Erweiterungen, die mein Leben erleichtern

Mailmerge für kleinere Newsletter

Meine Arbeit bei der Piratenpartei ist ja unter anderem die Mitgliederverwaltung. Alle Mitglieder bekommen eine persönliche Willkommensmail, die mit Mail Merge auf Namen, Mitgliedsnummern und E-Mails angepasst wird. Dazu nutze ich eine CSV-Datei und besagte Thunderbird-Erweiterung. Das kann man natürlich auch für manuell verwaltete Newsletter benutzen.

Airdroid

Bilder ohne Kabel vom Smartphone ziehen? SMSen schnell tippen? Mal eben was auf das Smartphone laden? Airdoid ist die Lösung…

Goggles und Sudoku

Goggles löst Sudokus. Ein Feature, welches bei der Dropquest sehr zeitsparend war.

Leistungsschutzrecht: Mein Senf

“There is nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.”
CC-BY katerha, on Flickr

Tja, Wasser predigen und Wein saufen steht keinem besonders gut. Den Verlagen, der „vierteln Gewalt“ geht es da nicht anders. Auf der einen Seite diktieren Springer & Konsorten der Koalition in ihren Vertrag:

Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. Damit werden die Presseverlage an den Gewinnen gewerblicher Internet-Dienste beteiligt, die diese – mit der bisher unentgeltlichen – Nutzung der Verlagserzeugnisse erzielen. Auch die Urheber sollen eine angemessene finanzielle Beteiligung an der Verwertung des Leistungsschutzrechts erhalten.

Auf der anderen Seite optimieren sie ihre Seiten für Google und andere Suchmaschinen und wollen kostenlos Tweets abdrucken. Und seit wann zahlen Busunternehmen Geld an Einkaufszentren, damit die Busse ihnen Kunden vorbeikarren?

Man vergisst hier, womit Google Geld verdient. Nicht mit der Verbreitung so genannter „Snippets“, die auch nicht länger als Tweets sind, sondern mit der Werbung im Kontext. Und ich bezweifle, dass keiner der Verlage jemals Adwords oder Adsense genutzt hat.

Und Google vorzuwerfen, dass Sie mit der Bereitstellung von Portalwegen zu den Verlagsprodukten, für das Google von den Verlagen nicht bezahlt wird, auch ein kleines Stück Kosten wieder hereinholen, ist meines Erachtens nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.

Wer braucht schon Powerpoint?

Draft zur Präsentation eines Technik-Workshops

Ich habe festgestellt, dass es durchaus brauchbare Online-Präsentationstools gibt. Es sind zwar schlichte Designs, die Google Docs anbietet, aber die Technik der „Online-Büro“-Programme ist mittlerweile doch wahnsinnig fortgeschritten, wenn man sich überlegt, dass es Dinge wie  impress.js gibt.

Allerdings ist impress.js wahnsinnig aufwändig zu bauen (und zu ändern) im Gegensatz zu „Prezi“, welches aber auf Flash basiert(e?). Noch einfacher, wenn auch schlichter ist Google Docs, welches Features wie „absatzweises Einblenden bei Klicken“ beherrscht und auch die eine oder andere Folienanimation.

Ist schon länger online und verfügbar, aber ich merke das jetzt erst, was das Ding wirklich kann.