Homebanking unter Linux

Seit geraumer Zeit nutzen meine Frau und ich ein Haushaltsbuch auf App-Basis, welches uns eine Auswertung unserer Einnahmen und Ausgaben nach Kategorien ermöglicht. Das ganze klappt auch recht gut mittlerweile. Wer sich dafür interessiert: Die App heißt „Unser Haushaltsbuch“, von einem deutschen Entwickler, es werden keine Online-Services genutzt, zum Synchronisieren von mehreren Nutzern kann man ein verschlüsseltes Sync-File bei Google Docs ablegen.

Was das Tool nicht nicht kann: einen Überblick über unsere Konten geben, am besten mit einer Langzeitanalyse. Das ist auch nichts, was ich an die Sparkasse oder Data Buhl und Co. in die Cloud auslagern wollen würde. Und dafür jedesmal eine VM oder ein Windows hochfahren finde ich ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Prinzipiell ist Finanzsoftware unter Linux ähnlich stiefmütterlich behandelt wie einst Spiele unter Linux und auch wenn ich kein Java-Freund bin: Die Software für die ich mich entschieden habe, läuft und liefert einfach, was ich haben will: Zahlen und Diagramme.

Screenshot: willuhn.de

Nach einiger Suchererei nach Anwendungen, die ähnlich wie WISO MeinGeld oder StarMoney mir meine Kontenhistorie lokal verfügbar machen, bin ich schließlich bei Hibiscus gelandet. Das ganze ist ziemlich rund, wenn man ein paar kleine Copy-Paste-Aktionen und ein bisschen Doku lesen nicht abschreckend findet. So habe ich unsere kompletten Konten zusammengefasst und kann jetzt auch bequem alle Umsätze auf dem heimischen Rechner sehen, filtern, kategorisieren und z.B. einen generellen Trend der Kontenentwicklung erkennen etc.

Uberspace und Let’s Encrypt

Nachdem bei Uberspace jetzt (okay, einen Moment gibt’s das schon) Let’s Encrypt einigermaßen stabil ausgerollt ist, habe ich die Gunst eines recht arbeitsfreien Wochenendes genutzt und das „Tutorial“ im Wiki für alle meine Websites / Domains bei Uberspace durchgespielt.

Was an der ganzen Umstellung auf SSL am aufwändigsten war:

  • Die (längst überfällige) Umstellung von campino2k.de auf SSL (WordPress ist da etwas zickig, überall stehen komplette URLs)
  • DIe Konfiguration aller Services, die bisher aus Gründen der Faulheit noch nicht unter SSL liefen (oder als Unterverzeichnis der TLD genutzt wurden)
    • Runalyze
    • TT-RSS
    • OwnCloud
    • Wiki
  • Die Anpassung der entsprechenden .htaccess-Rules um HTTPS zu erzwingen
  • Eintragung der notwendigen Domains in die SearchConsole bei Google

Insgesamt: Wenn man das ganze gleich beim Start eines neuen Projekts bei Uberspace berücksichtigt, wird das ganze auf Dauer deutlich einfacher. Insbesondere bei Projekten mit WordPress ist es deutlich einfacher, da nach einer Umstellung von http auf https eine Menge Arbeit an der Datenbank bedeutet.

Internet of (broken) Things

Das Internet of Things ist bestimmt eine tolle Sache. Irgendwan mal. Wenn man diese ganzen Update-Probleme endlich mal im Griff hat. Meinen Raspberry muss ich neu aufsetzen, wenn ich von Raspian Wheezy auf Jessie updaten will. Je nachdem, welches Handy ich habe, ist ein Update der Firmware nur durch einen Neukauf möglich. Fernseher hängen am Internet, Kameras, in Zukunft dann auch Kühlschränke, Bestellknöpfe und Co.. Weiterlesen

Fritz!Box Update bei M-Net-Zwangsrouter

Wie kann man eigentlich seine Fritz!Box, wenn Sie von einem Provider (in meinem Fall M-Net) zwangsgeliefert wird, vielleicht ab und an mal Updaten? In der Regel prüft eine Fritz!Box ja automatisch ob ein Update verfügbar ist, bei provisionierten Boxen aber nicht.

Variante 1: Werkseinstellungen und Neu-Provisionierung

Im Zuge der damaligen Problematik mit den Sicherheitslücken in der Fritz!Box wurde mir vom M-Net Kundendienst geraten, die Fritz!Box-Einstellungen zu sichern und die Box auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Das dauert dann etwa eine halbe Stunde ab Werkseinstellungen, bis die Box wieder Internet hat, funktioniert aber. Zum Zeitpunkt der Provisierung wird ein aktuelles Image installiert, Auto-Updates gibts aber nicht.

Variante 2: Manuelles Einspielen

Wenn man auf diesen Zirkus keine Lust hat, kann man neuerdings(?) bei M-Net im Download-Center die aktuellste Firmware, die M-Net ausliefert, herunterladen und manuell in der Fritz!Box installieren. Eine Anleitung gibt’s auch dazu.

Gefangen in der Cloud

HTTP Status 403 – You do not have sufficient privileges to view the activity with id 740825879.

Und genau deshalb vertraue ich der Cloud nicht. Mag sein, dass das (mal wieder) ein Fehler ist, aber lustigerweise habe ich das schon häufiger gesehen, bei Garmin. Ich kann mich also nur wiederholen, wenn ich sage, dass die kostenlose Zugabe von (aufgezwungenen) SaaS-Diensten in der Regel mit Argwohn bezüglich ihrer Qualität zu betrachten ist.