Das Internet of Things ist bestimmt eine tolle Sache. Irgendwan mal. Wenn man diese ganzen Update-Probleme endlich mal im Griff hat. Meinen Raspberry muss ich neu aufsetzen, wenn ich von Raspian Wheezy auf Jessie updaten will. Je nachdem, welches Handy ich habe, ist ein Update der Firmware nur durch einen Neukauf möglich. Fernseher hängen am Internet, Kameras, in Zukunft dann auch Kühlschränke, Bestellknöpfe und Co..

Heute muss man sogar seine Kopfhörer mit Updates versorgen. Diese ganzen kleinen Minirechner, die muss doch jemand warten? Wer updatet die denn? Wer sorgt dafür, dass auf diesen Klein- und Kleinstsystemen Sicherheitslücken geschlossen werden? Der durchschnittliche Anwender ist ja sogar mit Betriebssystem- und Browser-Updates überfordert. Und solche Leute sollen dann vernetzte Kühlschränke, Hundenäpfe und Blutzucker-Messgeräte in ihre Infrastruktur eingliedern? Bei medizinischen Geräten ist das ganze ja doppelt blöd, wie man schon gesehen hat.

Ist das IoT prinzipiell eine coole Sache? Ich glaube schon. Wird sich das flächendeckend durchsetzen? Ich glaube nicht. Wird das ganze wieder ein paar mehr oder minder lustige Skandale wie bei Vaillant hervorbringen? Ganz sicher. Botnetze? HELL YEAH!

Ich fürchte, ich werde alt. Oder weiser. Oder verbitterter. Ich weiss es nicht.