Usability-„Studie“ Android vs. iOS

Ich habe ja derzeit die Notwendigkeit, iOS auf dem iPad und iPhone, als auch Android zu bedienen, um eine mobile Webseite zu entwickeln.

Dabei stelle ich fest, dass das iOS 3 ziemlich unbedienbarer Scheiss ist und auch Version 4 zwar besser, aber teilweise immer noch bescheiden ist.

Allem voran ist die universelle „Zurück-Taste“, die fehlt, ist ein verdammtes Hindernis. Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr klickt tappt auf einen E-Mail-Link in einer Webseite. Sehr angenehm: Das Telefon weiss sofort, welche Anwendung geöffnet werden muss (im Falle mehrer Möglichkeiten, wenn kein Standard definiert ist, fragt Android nach).

Ihr entscheidet euch, die Mail doch nicht zu senden und wollt auf der Seite weitersurfen.

Schritt iOS 3 iOS 4 Android
1 Abbrechen klicken Home-Button doppelklicken Zurück-Button drücken
2 Home-Button drücken Safari auswählen
3 Safari wieder öffnen

Das gleiche gilt, wenn man z.B. eine Web-App-Verknüpfung hat, in der ein Link den Safari öffnet. Oder wenn man eine Seite aus einem Feedreader öffnet. Da ist so ein Zurück-Button schon immens praktisch, oder etwa nicht?

Design, Design, was soll’n des sein? Funktionales Design sieht anders aus, zumindest ist das meine Meinung. Dazu kommt die fehlende Accessibility durch nicht mehr festgelegte wichtige Bedienelemente. (Siehe auch in der Link-Ecke #30, „Remnants of a Disappearing UI“).

Design ist dann fertig, wenn man nichts mehr wegnehmen kann, ohne wichtige Dinge wegzulassen.

Vom Verlust des Fingerspitzengefühls #2

Ich habe ja vor 2 Jahren schon mal zum Thema Fingerspitzengefühl bei mobile Devices geschrieben, damals mit Schwerpunkt MP3-Player.

Neulich habe ich mal 5 Minuten mit dem iPad eines Kollegen versucht 2 verschiedene Shooter zu spielen: Duke Nukem 3D und „N.O.V.A.“.

Fazit: Ich kann den Hype um die großartige Spieleplattform absolut nicht verstehen. Sachen wie „Angry Birds“ und die ganzen Ocassional Games mögen ihre Berechtigung haben, das will ich gar nicht abstreiten. Aber eine Gamepad-Steuerung, für die man das iPad wie ein Gamepad halten muss, mit nur nem Touchscreen realisieren ist irgendwie… blöd…

Wie man dem Kunden die erfassten VDS-Daten als Service verkauft

O2 stellt Ihnen mit Ihrer Rechnung aus rechtlichen Gründen einen überarbeiteten Einzelverbindungsnachweis kostenlos zur Verfügung. Dies bietet Ihnen mehr Transparenz bei der Abrechnung Ihrer Nachrichten. So werden SMS / MMS einzeln, mit Datum, Uhrzeit und Zielrufnummer ausgewiesen. Mehr Infos finden Sie unter www.o2online.de/goto/faq

Für mich klingt das weniger nach Service, als nach

„Durch die Vorratsdatenspeicherung können/sollen/müssen wir den Kram sowieso speichern, da können wir ihn auch auf die Rechnung schreiben. Das schlagen wir beim nächsten Mal, wenn wir Preise erhöhen dann aber mit drauf, weil wir ja nicht auf den Kosten sitzenbleiben wollen, die die Bundesregierung uns aufgedrückt hat.“

Aber man kann sich ja täuschen. Bei der Rechnung hab ich übrigens festgestellt, dass die Datenverbindung zu O2 Sync scheinbar nicht berechnet wird. Ich kann mich aber täuschen. Jedenfalls war das der einzige Datendienst, den ich über GPRS/UMTS benutzt habe und er taucht nicht auf der Rechnung auf. Ist ja auch mal was.

Eine Woche mit dem E71

Etwa eine Woche habe ich mit dem E71 jetzt verbracht, Zeit für ein ausführliches Review.

Connectivity

Das Nokia machts mit allem. WLAN, UMTS, GPRS, USB, Bluetooth, Infrarot. Deutlicher Wehmutstropfen: Der USB-Anschluss ist immer noch so bescheiden langsam gegenüber jeglichem anderen USB-Gerät in greifbarer Nähe. Bluetooth ist gewohnt schnell. WLAN ist extrem schnell beim Finden und Erkennen der WLANs in der Umgebung, die Einstellungen dazu ungünstig auf zwei Menüs verteilt, was mich allerdings weniger stört, da ich nur ein WLAN nutze.

Das USB-Kabel ist meines Wissens nach proprietär. Schade, denn an meinem xda war ein Standard-Mini-USB-Anschluss, der hier auch ganz locker Platz gehabt hätte.

Dezentrales Steckermanagement

Headset, USB und Ladegerät haben eigene Buchsen. Bescheiden. Dass es anders geht, zeigt der Cosmo. Allerdings gab es für den auch keinen günstigen Mini-USB auf 3,5-Klinke-Adapter. 2,5 auf 3,5 gibt es, sehr günstig sogar.

GPS/Navi

GPS und Karten, die den Standort anzeigen gibt es, Routenplanung allerdings nur gegen Bares. Schade aber derzeit für mich sowieso mehr Gimmick als sonstwas.

Web/Messaging

Fring ist installiert und funktioniert, das Tippen auf der Tastatur des kleinen Handys macht auf die Dauer auch wenige Probleme, von der Umgewöhnung des xda mal abgesehen. Emails und SMS/MMS sind alle zusammen installiert und greifen einigermaßen gut ineinander. Genial wäre es, wenn man per Email auf eine SMS antworten könnte, aber das könnte u.U. auch den Empfänger trotz eventuellem Full Quote etwas verwirren. Allerings zuhause im Bett liegend per Email, das hat was von Sparpotential.

Kamera

Die Kamera geht in Ordnung, für eine Handykamera ist sie brauchbar, der LED-„Blitz“ meines Empfindens nach eher stark. Allerdings habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den Kameraton komplett abzustellen.

Telefonieren

Das beste zum Schluss. Die Sprache klingt am Telefon für mein Empfinden gut, aber vielleicht einen Tick zu leise. Das Headset tut seinen Dienst, also alles in Ordnung. Der (Freisprech-)Lautsprecher ist zumindest beim Kammerton A etwas komisch zu hören, allerdings habe ich bei den Gesprächen über den Lautsprecher keine Probleme feststellen können.

Was den Rest angeht, vielleicht an späterer Stelle mehr. Alles in allem war es eine recht positive Woche mit dem E71, in der ich nur 1,5 mal aufladen musste.

Mein neues Spiel- und Werkzeug

Handys sind ja des modernen Menschen alltäglicher Begleiter, normalerweise über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren begleitet einen das Handy zu auf die Arbeit, zur Freundin, zum Konzert, auf Reisen etc. Fast überall ist das Handy dabei.

Daher sollte man sich gut prüfen, bevor man sich an ein Gerät bindet. Wie bei einem Auto, einer Wohnung einem Haus, einem Computer. Ich habe die letzten 1,5 Jahre mit einem O2 xda Cosmo verbracht, Windows mobile 5, QWERTZ-Tastatur.

Wichtig für mich an einem Handy wichtig ist: Kontaktverwaltung, gute Terminverwaltung, WLAN und Internetzugriff, Multitasking (Der letzte Punkt alleine schließt ein iPhone schon mal aus). Das ganze in einer möglichst einfachen Bedienung.

Und da ich ein vergesslicher Mensch bin, ist gerade das Terminmanagement für mich wichtig, sprich eine einfache Bedienung dessen. Und aufgrund einiger Handtests bei örtlichen Händlern habe ich mich dafür entschieden, ein Nokia E71 zu kaufen.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Emails funktionieren, die Zugriffe auf’s Internet sind programmweise(!!!) einstellbar (z.B. Email darf über GPRS/UMTS, Podcasts dürfen nur über WLAN abgerufen werden). Apropos Podcasts. Eigentlich sind die Eseries-Geräte ja „Business Smartphones“, von daher haben mich einige Sachen, allen voran die Integration der Podcasts überrascht. In den Medien ist es möglich, Podcasts automatisiert herunterzuladen (z.B. wenn WLAN vorhanden ist) und auf dem Gerät über den Player abzuspielen. Für mich als faulen Menschen perfekt. Das Internet auf dem Handy ist zwar gegenüber der Referenz auf dem Gebiet lasch, allerdings ein wahnsinniger Fortschritt gegenüber dem Internet auf dem alten xda Cosmo (und auch den neueren HTC/Windows-Mobile-Geräten).

Ich bin gespannt, was die Zukunft für mich bringt, ob das Handy seine (auf mindestens zwei Jahre erwartete) Gebrauchszeit übersteht und was danach Stand der Dinge sein wird. Das Handy hat mich in den letzten 24 Stunden überzeugt, auch wenn es kleinere Mängel meinerseits gibt:

  1. Es gibt kein Favoritenmenü
    Das Favoritenmenü war/ist eine Funktion, in der man mehrere viel genutzte Funktionen über die Auswahltasten nutzen konnte. Diese Funktion ist im E71 vollständig dem „Aktiven Standby“ gewichen, dessen Kofiguration etwas aufwändiger, danach aber perfekt ist.
  2. Der Kopfhörer/Headset-Anschluss
    Der Kopfhörer/Headset-Anschluss des E71 ist ein 2,5mm-Stecker. Dort hätte allerdings auch ein herkömmlicher 3,5mm-Anschluss Platz gehabt, wie man an dem E63 sehen kann. So muss ich über einen Adapter meinen Kopfhörer anschließen.

Für mich sind das bisher die größten Probleme, von der Umstellung von WM5 auf ein anderes System mal abgesehen. Von daher denke ich, die Entscheidung war die richtige und wird auch die nächsten 3 Jahre durchgezogen.