Demokratie zum mitmachen

Warum die Petition zum Thema Internetsperren nicht die letzte Beteiligung gewesen sein sollte

Fast 100.000 UnterMitzeichner hat die Petition gegen Internetsperren mittlerweile. Ich gehe nicht davon aus, dass alle, die hier mitgezeichnet haben, auch schon vorher einen Account in dem System hatten. Jetzt haben sie einen.

Ich rufe dazu auf: Nutzt den Account!

Zeichnet Petitionen mit, die ihr für unterstützenswert erachtet. Beispiele:

Vielleicht einfach mal die Petitionen abonnieren und immer wenn’s passt, einfach unterzeichen. Einfacher geht’s kaum. 3 Klicks und ihr seid dabei! Das ist für den einzelnen keine große Hürde, vor allem da mittlerweile deutlich über 100.000 User auf dem Portal angemeldet sind. Damit lässt sich was bewegen, denke ich.

RSS-Feed der Petitionen

Es kann nicht schaden, zu zeigen, dass auch die Generation Internet politisch interessiert ist und neue Möglichkeiten zur Partizipation gerne nutzt.

Dieser Aufruf darf gerne kopiert und verbreitet werden, Links hierher sollten aufgrund der Lizenz der Inhalte drin sein. Tut ja keinem weh, oder?

Hallo, Jugendschutzprogramm.de, ich möchte auch gesperrt werden!

Da so viele gute, wichtige und kritische Seiten gesperrt werden, darf meine Seite in der Sperrliste natürlich nicht fehlen. Ich berichte kritisch über Politik und digitales und die daraus entstehenden Gegensätze, verfechte freie Information und freie Software.

Ich mag Windows und Apple nicht und habe eine Abneigung gegen Monopole, Patente, Volksverdummung und Talkshows. Ich bin Mitglied der Piratenpartei.

Bitte sperrt mich! Macht, dass ich gut bin. Ich will nicht zusammen mit der Bild auf der nicht gesperrten Seite des Internet stehen.

Ubuntu auf dem Notebook reloaded

Ich habe mir die Arbeit gemacht, mein Notebook mit Jaunty komplett neu aufzusetzen. Mit verschlüsseltem LVM und darauf verschlüsseltem home-Verzeichnis.

WLAN geht, Bildschirm geht, 3D-Effekte funktionieren, Sprache usw. alles richtig.

Allerdings ist die WLAN-Verbindung extrem langsam (gewesen). Das trat auch nach dem Update auf Intrepid auf und ist die Folge einer mir nicht nachvollziehbaren Einstellung, die Jaunty weismacht, meine WLAN-Karte könne nur 1Mbit. Also in die /etc/network/interfaces ein beherztes „pre-up iwconfig wlan0 rate 54MB“ und ins Terminal schnell ein „sudo iwconfig wlan0 rate 54MB“ geschmissen und schon geht alles schnell.

Allerdings hatte ich da noch so ein Problem. Das verschlüsselte LVM will ja beim Starten ein Passwort. Das ist sogar ziemlich lang und dürfte auch entsprechend Sicher sein. Damit habe ich mir dann so gedacht: Prima, stellste deinen User auf Autologin. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es am LVM oder am verschlüsselten home-Verzeichnis liegt, ich vermute zweiteres.

Effekt der Geschichte mit dem Autologin: Der X-Server startet, die Maus ist auch zu sehen. Der Rest des Bildschirms bleibt aber schwarz. Ich vermute wie gesagt dass hängt damit zusammen, dass der GDM ohne das eingegebene Passwort ~/ nicht entschlüsseln kann und damit null Einstellungen lesen kann und somit der Login nicht funktioniert. Gut, da hätte man ja vor warnen können, in den Einstellungen vom GDM…

Insgesamt aber läuft das kleine Notebook rund und gut. Subjektiv trotz Vollverschlüsselung schneller als Intrepid. Das Booten ist auf jeden Fall schneller…

Pidgin mit eigenem Launchpad-PPA

Pidgin, der Instant Messanger, der sich bisher unter Ubuntu nur mittels Selbstkompilierung updaten ließ, bietet seit kurzem ein PPA bei Launchpad an.

Sehr lobenswert. Wenn ich es demnächst mal hinbekomme, meinen Rechner mit Jaunty neu aufzusetzen, werde ich auf das PPA zurückgreifen, mein Test heute war auch nicht wirklich erfolgreich. Dann hab ich’s lieber schnell selbstgebaut. Ich werde es aber mal auf dem Notebook testen, wenn ich mal nen längeren Moment Zeit habe.

Im übrigen kommt mir die vorgeschlagene Terminalgeschichte bei Pidgin.im[1] etwas komisch vor, ganz besonders die Zeile „. /etc/lsb-release„. Ich bin bestimmt nicht der Konsolero aber die Zeile macht nichts. Einfach nichts. Ich vermute ja, dass das eigentlich noch in das Statement davor gehört, aber das kann man echt besser machen… Danke, liebe Kommentatoren. (s.u.)

Link

  1. Pidgin.im

Der Tag an dem ich lernte, Conditional Comments zu lieben

Es gibt ja viele Möglichkeiten, eine Seite pixelgenau zu designen, so dass Sie in allen Browsern läuft gleich aussieht.

  1. Man baut die Seite aus Imageready-gesliceten Bildern in einem Tabellenlayout zusammen
  2. Man baut die Seite aus Imageready-gesliceten Bildern in einem DIV-Layout zusammen
  3. Man baut die Seite mit einem Tabellenlayout zusammen
  4. Man benutzt ordentliches (x)HTML mit CSS-Hacks
  5. Man benutzt ordentliches (x)HTML und Conditional Comments mit validem CSS
  6. Man benutzt ordentliches (x)HTML und valides CSS

Das Problem des gleichen Layouts betrifft im übrigen fast ausschließlich die Webbrowser aus Redmond. Eine valide Seite sieht in 95% aller Fälle in Firefox, Opera und Safari identisch aus. Lediglich der IE mit seinem verkorksten Boxmodel haut da quer. Der IE 8 im übrigen nur noch ganz selten.

Was nehm‘ ich denn da?

Dass wir die Punkte 1-3 vergessen können, sollte sich von selbst erklären. Tabellenlayouts sind rückständig und codeüberladen, außerdem semantisch unsinnig und barrierelastig.

Bleiben die Punkte 4-6 übrig. Wie man sieht, sind die Möglichkeiten ihrer Unsinnigkeit absteigend geordnet und dementsprechend werden wir diese drei Möglichkeiten jetzt mal durchgehen.

(x)HTML mit CSS-Hacks

CSS-Hacks sind kleine „Tricks“, die Interpretationsfehler bei Browsern ausnutzen um bestimmte CSS-Anweisungen nur für bestimmte Browser zugänglich zu machen. Diese Technik ist relativ zielgenau, auch weil es dafür entsprechende Zielhilfen gibt. Problem an der Geschichte ist, dass es leicht möglich ist, das CSS damit invalide zu machen, was zukünftig nicht vorhersehbare Bugs im Rendering noch nicht erschienener Browser erzeugen kann.

(x)HTML und Conditional Comments mit validem CSS

Die sauberste Möglichkeit, einem Rendering, dass von einzelnen Versionen des IE (und es ist in 95% aller Fälle mindestens einer der IEs der querschießt) zerschossen wird, zusätzliche CSS-Regeln beizubringen, sind CSS Conditional Comments. Hier werden zusätzliche CSS-Anweisungen für den Internet Explorer eingebunden. Dabei kann man sowohl ein paar zusätzliche Regeln mittels eines <style>-Tags einbringen oder einfach direkt ein zusätzliches Stylesheet einbinden.

Nachteil ist natürlich, dass diese Methode nur auf Internet-Explorer-Versionen unter Windows anwendbar sind. Meine bisherige Erfahrung hat aber gezeigt, dass Hacks/Workarounds im großen und ganzen nur für den IE nötig sind. Meistens auch unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Versionen.

Vorteil bei dieser Technick ist das Aufrechterhalten sämtlicher Validität in HTML und CSS, auch wenn man in den IE-Stylesheets unter Umständen Hacks einsetzt. Durch die Einbindung der Conditional Comments in Form eines speziell syntaktischen HTML-Kommentars werden andere Browser diese einfach ignorieriern und nicht ins DOM aufnehmen, wie es der IE tut, sofern er mit der Zielversion des Kommentars übereinstimmt.

Die restlichen 5% von Problemen, die sich damit nicht lösen lassen erfordern meist etwas Nachdenken über die CSS-Struktur und wie man Dinge anders beschreiben könnte. Allerdings muss man auch hier eventuell die IE-Styles dann nachpflegen, besonders wenn man am HTML etwas ändert.

(x)HTML mit validem CSS

Die „reinste“ Möglichkeit von allen. Erstrebenswert, aber eine Herausforderung, die sich gewaschen hat. Pixelgenaues Arbeiten ohne irgendwelche Kniffe ist kaum möglich. Für einfache Designs geht das bestimmt noch so halbwegs, aber dieses Blogdesign käme schon nicht ohne Extraregeln für den IE 6 aus, wenn ich ihn unterstützen wollte – was ich nicht will.

Vorteil ist bei dieser Methode eine sehr hohe Zukunftssicherheit, während man sich hier nicht allzusehr auf pixelgenaues Arbeiten versteifen sollte. Irgendein IE macht immer einen Strich durch die Rechnung.

Zusammenfassung

Wenn möglich, ohne Hacks, ohne Conditional Comments und Co. Wenn aber unbedingt hier im IE und da was im IE gemacht werden muss (wofür es natürlich mehrere Gründe geben kann, meistens ist es ein Kundenwunsch), dann am besten mit Conditional Comments.

Links