LTE soll ein Ersatz für DSL sein?

LTE-Kleingedrucktes bei Vodafone

Ersatz für DSL? (Vermutlich) genattete IP, kein VoIP (außer das Vodafone-Telefonie-VoIP), kein P2P. Peer-to-Peer, also Ende-zu-Ende bezeichnet generell ja eigentlich jede Kommunikation zwischen 2 Partnern. D.h. ich zahle 30€+ und kann kein Internet nutzen, weil ich keine 1-zu-1-Verbindungen aufbauen kann.

Also: DynDNS – fällt flach. Skype, Mumble, SIP: verboten. Trafficlimit von 5GB im Monat… Bis-zu-„Versprechen“, und Drosselung auf EDGE nach dem Trafficlimit. Das ist kein Ersatz für „normales“ DSL, das ist schon grenzwertig nah am Betrug, sowas als DSL-Flatrate-Ersatz zu verkaufen! Und das gleiche gilt für die ähnlich gelagerten „UMTS statt DSL“-Aktionen.

Wie man einen ZTE K3536-Z mit jedem Anbieter nutzen kann

Ich bin mittlerweile stolzer Besitzer dreier Mobilfunkkarten. Meine Handy-Karte, meine UMTS-Stick-Karte und eine Vodafone-Websessions-Karte mit 3 Stunden Guthaben.

Letztere habe ich nur, damit ich einen angeblich geSIMlockten, de Facto abervermutlich nicht geSIMlockten UMTS-Stick von ZTE neu für günstige 30€ erwerben konnte.

Nachdem ich nun auch einmal die Möglichkeit hatte, den Stick auch einmal mit meiner UMTS-Karte von Medion Mobile  zu testen, weil das WLAN des Brückenkopf nicht ging, kann ich bestätigen: Der Vodafone Websession Stick von Vodafone (in der Ausführung des K3536-Z) ist nicht geSIMlocked. (Zumindest war das bei dem meines Kollegen und bei meinem nicht so, die Angabe ist also vermutlich richtig, aber ohne Gewähr)

Während unter Ubuntu 9.10 der Betrieg des ZTE-K3565-Z quasi keinen Aufwand darstellt, ist der Betrieb unter Windows ohne die Vodafone-Software etwas aufwändiger:

Software

Zuerst braucht man eine alternative Software, nämlich „MWConn„. Diese Software kann mit fast allen UMTS-USB-Sticks kommunizieren, und das auch Anbieterunabhängig.

Modifikation am Stick

Zuerst einmal muss man die Software von Vodafone installieren, die enthält nämlich auch die entsprechenden Windows-Treiber für den Stick. Den Ordner „Drivers“ in dem entsprechenden Programmverzeichnis sollte man dringlichst irgendwo mal hinkopieren. Der Treiber ist nämlich leider nicht so einfach aus den Installationsdateien extrahieren.

Danach wird die Vodafone-Software deinstalliert. Der installierte Treiber wird dabei nicht deinstalliert, wohl aber die „Installationsdateien“ aus dem Programmverzeichnis.

Dann kommt der Punkt, an dem ich (dummerweise) fast verzweifelt bin.

Da man ja nicht möchte, dass jedesmal wenn ich den Stick anstecke, versucht wird die Vodafone-Software zu installieren, will man das CD-Autorun des Sticks deaktivieren. Dabei gibt der Hersteller selbst eine Anleitung zum deaktivieren des Autoruns (pdf) auf seiner Homepage.

Mit MWConn und dem installierten Stick ist das deutlich einfacher. MWConn wird installiert und konfiguriert vorausgesetzt.

Zuerst kommt der wichtigste Punkt: Im Explorer muss das „CD-Rom“-Laufwerk, mit der Vodafone-Software mit der rechten Maustaste » Auswerfen auf dem Laufwerk ausgeworfen werden. Sonst ist das folgende nutzlos.

Diese Ausgabe im Feld „Servicekonsole“ wurde durch das klicken in das Eingabefeld darunter erzeugt. In dieses Feld gibt man den Befehl:

AT+ZCDRUN=8

ein und drückt Return/Enter. Man bekommt eine Bestätigung mit OK am Ende.

Sollte man die Software-Installation mal wieder brauchen oder eine Vodafone-Karte benutzen und den den Vodafone-Connection Manager nutzen wollen, gibt man an der gleichen Stelle einfach ein

AT+ZCDRUN=9

ein und hat das CD-Rom-Laufwerk wieder. Der Zugriff auf eine eventuell eingelegte microSD-Karte wird davon nicht beeinflusst (lt. Herstellerangabe), testen konnte ich es noch nicht.