Link-Ecke #56

Rechtliches und Entwicklungstechnisches diesmal.

  1. LEISTUNGSSCHUTZRECHT STOPPEN! – D-64.org
  2. Getty mahnt Blogger aufgrund von Avatar-Bild eines Kommentators ab
  3. WordPress Development and Deployment With MAMP, Git and Dropbox
  4. Import von Google Analytics Daten zu Piwik Analytik mit google2piwik mit der Google API v2.4 und API Key
  5. Import von Daten mit google2piwik erheblich beschleunigen
  6. Adobe Brackets – A web editor based on Web technology
  7. Der Firefox hat seit Version 13 die unterstützung für „-moz-border-radius“ entfernt und unterstützt nur noch „border-radius“

blockly – A visual programming editor

Google hat ein visuellen Programmeditor namens „blockly“ als Open Source vorgestellt. Damit ist Entwickeln von Programmstrukturen einach per Drag’n’Drop möglich. Sehr interessanter Ansatz.

In einem Programmkontext in dem nicht-Entwickler Prozeduren z.b. für Workflows definieren können sollen, wäre so etwas durchaus ein denkbares Mittel.

Blockly Demo „Labyrinth“

via dom-blogs.net, wo man auch eine Lösung für das Labyrinth findet. Allerdings nur für genau dieses. Ich habe da aber etwas mehr in Kontrollstruktur (Logic) und weniger Commands investiert ;-)

Das Leistungsschutzrecht – Todesstoß für die deutsche Blogosphäre

Sollte der Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht angenommen werden, werde ich dieses Blog erstmal schließen, bis sich zeigt, was das Leistungsschutzrecht bewirkt und was nicht. Ich habe schon einmal eine sehr gewagte Abmahnung wegen eines angeblich ach so nachgemachten Logos bekommen, die mich 250 Euro Gebühren für einen Anwalt gekostet hat. Eine Unterlassungserklärung habe ich allerdings nie unterschrieben.

Zitate sind in Ordnung, aber wo das Zitatrecht nicht greift, greift dann automatisch das Leistungsschutzrecht? Das geht mir persönlich ein wenig zu weit. Und für diese wenigen Sätze, ich aus Artikeln bisher zitiert habe um sie abseits einer Moderation durch die Zeitung zu kommentieren, werde ich kein Geld zahlen. Stefan Niggemeier schreibt:

Sobald das Zitatrecht nicht greift, sind schon winzigste Bestandteile der Artikel durch das Leistungsschutzrecht geschützt. Womöglich reicht es schon, einen Link zu setzen, wenn in diesem Link der Wortlaut der Überschrift enthalten ist, wie es inzwischen meistens üblich ist, etwa so:

http://irights.info/?q=content/referentenentwurf-zum-leistungsschutzrecht-eine-erste-ausfuhrliche-analyse

Es mag schon sein, dass die Verlage diese Art der Nutzung gar nicht einschränken wollten. Es mag sein, dass das nur die Kollateralschäden des Versuchs sind, von den beneidenswerten Einnahmen der Suchmaschinenbetreiber zu profitieren.

Wenn dem so ist, werde ich mir ausführlich Gedanken machen, welchen Sinn und welchen Zweck die Publikation einer Webseite hat, die ich entweder extrem teuer bezahlen muss, die Seite bei Google unauffindbar sein muss, oder ich werde zu aktuellen Themen keine Stellung mehr beziehen und mein halbes Archiv auf „privat“ schalten.

Wenn ich überlege, wie viele Zeitungsartikel das Wort „und“ enthalten, welches dann ja auch ein LSR-geschützer Begriff sein könnte… Ich weiss, ich übertreibe, aber man siehe sich das Beispiel oben an. Wem das nicht reicht, der kann sich ja mal in das Thema „Kennzeichenscanning / LKW-Maut / Datenbank“ einlesen oder mal recherchieren, welche Anfragen zu „schweren Straftaten und Terrorismus“ bei der Vorratsdatenspeicherung wirklich zum tragen kamen. Oder die Einsatzgebiete des so genannten Staatstrojaners. Nur um mal das Verhältnis „könnten wir“ und „machen wir“ aufzuzeigen.

Ja, es ist pessimistisch. Ja, ich glaube wirklich, dass die Einführung eines solchen Gesetzes am Ende mit der vollen Härte und Breitseite trifft. Ja, ich bin überzeugt, dass ein Leistungsschutzrecht die Deutsche „Blogosphäre“ ziemlich beeinträchtigen wird, spätestens wenn der erste eine Abmahnung wegen dem LSR bekommen wird.

Ja, ich möchte meinen Kopf stundenlang auf eine Tastatur hauen und zufällige Substrings dieser Zeichenfolge mit dem Leistungsschutzrecht einklagen.

Nachtrag: Den auf Niggemeiers zitierten Beitrag folgenden „Leistungsschutzrecht: Eine Frage der Ehre?“ sollte man auch mal lesen. Nur um mal ein Gefühl dafür zu bekommen…

Anwendungen und Erweiterungen, die mein Leben erleichtern

Mailmerge für kleinere Newsletter

Meine Arbeit bei der Piratenpartei ist ja unter anderem die Mitgliederverwaltung. Alle Mitglieder bekommen eine persönliche Willkommensmail, die mit Mail Merge auf Namen, Mitgliedsnummern und E-Mails angepasst wird. Dazu nutze ich eine CSV-Datei und besagte Thunderbird-Erweiterung. Das kann man natürlich auch für manuell verwaltete Newsletter benutzen.

Airdroid

Bilder ohne Kabel vom Smartphone ziehen? SMSen schnell tippen? Mal eben was auf das Smartphone laden? Airdoid ist die Lösung…

Goggles und Sudoku

Goggles löst Sudokus. Ein Feature, welches bei der Dropquest sehr zeitsparend war.

Ein NAS, 4 Platten und jede Menge Ärger

Ich hatte mein Synology DS411slim anfangs mit zwei Platten á 500GB besetzt, und zwar Modell WD5000BPVT-24HXZ, das ist nicht die empfohlene BEVT-Platte, aber sie läuft leise, ordentlich und zuverlässig.

Ich habe der Syno die Einstellung „nach 20 Minuten in den Ruhemodus“ für die Platten verpasst. Damit ergab sich bei den beiden Platten nach einer Laufzeit von 1960 Stunden ein Load_Cycle_Count ca. 925, also ca. 0,47 Parkvorgänge pro Stunde.

Ende Mai kaufte ich zwei neue, zusätzliche 500er-Platten, Typ: WD5000BPVT-80HXZ, ich hatte ja gute Erfahrungen mit den alten gemacht und die Händler schneiden die Typenbezeichnungen nach dem BPVT ab, daher wusste ich nicht mal, dass es andere sind.

Fakt ist: Beide Festplatten haben nach 160 Betriebsstunden einen Load_Cycle_Count von 3442 bzw. 3179. Das sind im Schnitt ca. 22 Parkvorgänge pro Stunde. Was geht hier vor sich?

Die Einstellung der Diskstation scheint völlig ignoriert zu werden. Die Nutzung des WDIDLE3-Programms ergab, dass das APM (Advanced Power Management) der Platte vollkommen deaktiviert ist, 22 Vorgänge pro Stunde lassen zusammen mit dem deaktivierten APM den 8-Sekunden-Bug ausschließen, der einige Caviar Green Platten und einige Scorpio Blue-Platten betraf.

Den Timer einzuschalten, kommt nicht in Frage, dann verliere ich die Garantie auf die Platten. Also mal gucken, was der Unterschied zwischen den Einstellungen sein könnte. Dabei stößt man dann auf den Notebook-Festplatten-Bug. Auch die DS hat HDPARM in der Busybox.

Und siehe da: während die alten Platten einen APM_level von 128 haben, hatten die neuen einen Wert  von 96, d.h, sie gehen häufiger in den Ruhezustand.

Da hdparm aber nur temporäre Werte setzt, die nach jedem Neustart wieder eingespielt werden müssen, braucht’s ein Startskript. Das geht bei Synology wie bei jedem anderen Linux:

DiskStation> cat S999SetHDDLoad.sh
#! /bin/ash
hdparm -B 192 /dev/sdc
hdparm -B 192 /dev/sdd

Der Trick ist, die Stelle zu finden, wo das Script persistent eingefügt werden kann (Nein, ich habe keine IPKG-Pakete darauf installiert). Ich habe mich entschieden, das Skript in das Homeverzeichnis des Admin-Users zu legen und nach /usr/syno/etc/rc.d zu verlinken.

Mal sehen, was daraus wird und wie sich der LLC entwickelt.

Headset: Plantronics M50

Ich hatte seit kurzem die Notwendigkeit, auch beim Autofahren, was ich in letzter Zeit vermehrt tue, telefonieren zu können, beziehungsweise erreichbar zu sein.

Da wir vor langem mal ein Bluetooth-Headset gekauft haben, vorrangig für meine Frau, hatte ich keinerlei Erfahrungen mit dem Headset. Damals war das „B-Speech Micra“ auch nicht eines der billigsten, allerdings fängt es relativ schnell an, im Ohr zu drücken.

Abhilfe schaffte der Tipp eines Kollegen auch die Frage nach empfehlenswerten Bluetooth Headsets. Ja, nicht jeder hat eine integrierte Freisprecheinrichtung im Auto. Die Firma Plantronics wurde mir von zwei völlig unterschiedlichen Personen empfohlen und ich fand das M50 für ca. 26 Euro bei Amazon.

Im Gegensatz zu dem alten Headset ist das Ohrstück ungewöhnlich und auf den ersten Blick etwas unbequem geformt. Allerdings zeigt sich bei Benutzung sehr schnell, dass das täuscht. Im Gegenteil, die Form des Ohrstücks macht das Headset extrem bequem und extrem gut hörbar, da der „Ausgang“ direkt in den Hörgang zeigt.

Tragekomfort ist meiner Meinung nach extrem hoch und die Bedienung ist auch ohne große Anleitungsleserei einfach. Lediglich der „leise-mittel-laut“-Knopf ist am Anfang ewas gewöhnungsbedürftig.

Zubehör war bei mir ein Ladekabel (Anschluss am Headset ist Standard-Micro-USB) und ein Autoladegerät. Hätte man das Micro-USB-Kabel am Ladestecker noch abnehmbar per USB gemacht, wäre es perfekt. So habe ich ein unnützes Netzteil, da ich das Headset einfach an meinen „normalen“ Ladegeräten mit aufladen kann.

Die Unfähigkeit, einen Klingelton des Smartphones auf dem Headset zu spielen kann ich allerdings nicht nachvollziehen, da dieses Headset A2DP unterstützt und damit auch Musik und Navianweisungen gut hörbar vom Telefon aus wiedergeben kann.

Insgesamt ist das Headset eine deutliche Erleichterung beim Telefonieren und das nicht nur beim Auto fahren.