Please don’t stop the music: Warum ich Simfy Premium Kunde wurde

Ich bin Pirat. Piraten nehmen sich alles, was sie bekommen und geben nichts davon zurück, heißt es. Pustekuchen. Vielleicht werde ich auch spießig, aber ich halte nicht zwingend etwas davon, Kunstschaffende nicht zu entlohnen.

Grooveshark ist ein netter Dienst, aber nicht zwingend legal. Dafür würde ich kein Geld ausgeben. Das kann ich nicht sinnvoll begründen, wiederspricht aber meinem „ethischen Gefühl“.

Nein, ich finde nicht das komplette Wunschprogramm bei Simfy, z.B. fehlen mir die Toten Hosen, bei „Wir sind Helden“ fehlt auch jede Menge Musik und Rammstein fehlt komplett. Aber gut, wir sind nicht kleinlich, auch mir ist daran gelegen, dass endlich ein legales, einigermaßen benutzbares Streamingangebot auf den Markt kommt, gerne auch plattformübergreifend nutzbar.

Und wenn Simfy wirklich die Probleme, die es jetzt noch hat, nicht lösen kann, dann schaue ich eben, wie weit ich dann mit Spotify komme, wenn der Dienst in Deutschland verfügbar ist. Ich bin ja durch nichts gebunden und das Preismodell dürfte ziemlich gleich sein, die Spotify-Preise sind währungsunabhängig auch 4,99 und 9,99, wobei auch hier die 4,99 „nur“ unlimited Streaming und keine Werbung bedeuten und erst ab den 9,99 Mobile und Offline-Streaming supported werden.

Featuremäßig habe ich damit keine Einbußen, wenn ich von einem Dienst zum anderen wechlse, lediglich die Linux-Unterstützung von Spotify sieht etwas mäßiger aus.

Allerdings denke ich, dass, solange niemand solche einigermaßen fairen Dienste bezahlt, auch diese Dienste in Zukunft keine Chance haben werden. Und bisher leistet Simfy das, was ich davon erwarte. Ich habe auch schon die ersten Tickets ins Feedback-System geschrieben und hoffe, dass sich da schnell was bewegt.

Zahlende Kunden sind auch die, die bei massenhafter Unzufriedenheit besonders doof sind. Das wird Simfy lernen (müssen), aber die Chance haben Sie verdient. Kostenlosmentalität ist nicht alles und jeder im Netz.

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