Facebookfreie Zone

Hiermit erkläre ich dieses Blog zur facebookfreien Zone. Keine „Like-Buttons“ von Facebook, keine „Login with xyz“-Buttons. Nur das Blog. Und ein bisschen Twitter/Identi.ca-Anzeige. Aber keine externen APIs, außer dem Bilderhosting von 23hq und dem Google-CDN für mein JS-Framework.

Mal gucken wie es nach dem anstehenden Redesign aussieht. Allerdings wird es damit eher weniger als mehr. Ich bin grade auf ner Art ZEN-Trip.

Pirat seit einem Jahr – ein Rückblick

Seit etwas über einem Jahr, seit dem 23.04.2009 nämlich, bin ich Pirat. Ein Jahr vorher wäre für mich an einen Einstieg in die Politik gar nicht zu denken gewesen. Und schon gar nicht wäre für mich daran zu denken gewesen, dass ich seit ca. 8 Monaten Mitglied des Kreisvorstandes im Main-Kinzig-Kreis bin.

Warum bin ich Pirat?

Aus Überzeugung. Aus der Überzeugung, dass die aktuelle kleinkarierte Politik uns nicht weiterbringt. Aus dem Wissen, dass unsere Regierung gerade drauf und dran ist, mit fadenscheinigen Argumenten Zensur und Überwachung einzuführen, als wären wir in China.

Für mich hat im April 2009 die Diskussion um die Netzsperren (auch „STOPP-Schilder“ genannt) zum Eintritt in die Partei geführt. Im Juni wurde dann der Stammtisch Hanau einberufen und am 30.06. wurde der Kreisverband Main-Kinzig in Hanau gegründet. Am 11.08.2009 wurde ich dann als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Bis jetzt habe ich diese Entscheidungen nicht bereut. Ich habe interessante Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden, alte Freunde „wiedergefunden“ und einiges bewegt.

Die Vergangenheit

Wir haben im letzten Jahr relativ viele Infostände zur Bundestagswahl veranstaltet und viele Gespräche mit interessierten Bürgern geführt. Wir haben Plakate auf- und abgehängt. Wir haben mitten auf dem Hanauer Freiheitsplatz unsere letzten Plakate gekleistert, mangels Platz bei den Piraten selbst.

Kurzum: Wir haben klargemacht zum ändern und mit über 2 Prozent im Wahlkreis auf Bundesniveau abgeschnitten.

Die Zukunft

Schön wäre es, sagen zu können, wir haben alles erreicht, was wir wollen, wir können uns zurücklehnen und den Tag genießen. Das dass nicht Stimmt, sagt uns heute jeder Nachrichtensender. Der Innenminister will die Voratsdatenspeicherung wieder, die Netzsperren sollen jetzt von der EU kommen. ELENA, ACTA, 3-Strikes, die Content-Industrie, die Kinderpornographie toll findet. Die Verlage gehen gegen Google vor, als wäre es der Feind aber verlsuchen gleichzeitig bei Google gut zu ranken. Das wird eine schwere Zeit werden, die wir mit Infoständen versorgen werden, um die Bürger aufzuklären.

Außerdem will sich unser Kreisverband an den Kommunalwahlen beteiligen, die genaue Form ist derzeit noch nicht klar, wird aber bis Ende Mai feststehen.

Wir haben viel zu tun. Und je mehr Bürger unser Anliegen wahrnehmen, verstehen und uns dabei helfen, Deutschland zu einem besseren Land für seine Bürger zu machen, in dem nicht jeder unter (Terrorismus-) Generalverdacht steht, in dem Freiheit nicht nur ein Wort ist, desto besser.

Werbungsverkäufer können nicht lesen?

Neulich schrieb mich ein so genannter „Junior Affiliate Manager“ an. Er benutzte die im Impressum angegebene Adresse.

Guten Tag,

Wir betreuen das Partnerprogramm von 123skins ein Hersteller von Folien für Konsolen, Handys, MP3 Players und Laptop. Besteht die Möglichkeit auf Ihren Seiten das Partnerprogramm einzubinden?

Gerne würden wir auf Ihrer Seite werben. Mit dem Partnerprogramm von 123skins verdienen Sie 25% Pay per Sales.

Hier können Sie sich registrieren: {Link entfernt} oder auf belboon, Adcell und Superclix.

Wir können für Ihre Seite gerne individuelle Banner erstellen. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Sollten Sie dazu Fragen haben, melden Sie sich gerne bei mir.

Auf eine Antwort von Ihnen freue ich mich.

Viele Grüße
B.B.

Nach einem kurzen Aufregen darüber beschloss ich einfach, es zu ignorieren, doch da hatte ich die Rechnung ohne den „Junior Affiliate Manager“ gemacht. Eine Woche nach der ersten Mail kam eine Nachfassen-Mail. Auch wieder mit der Schlussklausel „Auf eine Antwort von Ihnen freue ich mich.“. Ich glaube, über die Antwort wird er sich nicht ganz so freuen: „Werbungsverkäufer können nicht lesen?“ weiterlesen

Link-Ecke #11

Wikileaks:Die Medien haben versagt

Die Veröffentlichung des Videos aus einem der beiden Apache-Kampfhelikopter, die 2007 eine Gruppe Zivilisten im Irak niedermähten, ist nicht nur eine beispiellose Blamage fürs Pentagon – sondern auch und vor allem für die US-Mainstreammedien.

Offener Brief an Ilse Aigner

Sehr geehrte Frau Aigner,

mit großer Verärgerung muss ich immer wieder feststellen, dass die deutsche Bundesregierung, deren Mitglied Sie immerhin als Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind, ungeachtet aller Bedenken und Proteste von Bürgern und Verbraucherschützern die Bürgerrechte in unserem Land weiter abbaut. Zuletzt waren die so genannten Netzsperren und die Vorratsdatenspeicherung auf der politischen Agenda. Im Fall der Vorratsdatenspeicherung  – und nicht nur in diesem Fall – musste das Bundesverfassungsgericht uns Bürgerinnen und Bürger vor der Bundesregierung und dem deutschen Staat schützen.

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How Much Do Music Artists Earn Online?

InformationIsBeautiful zeigt, wie der Digitalvertrieb von Musik die Musiker noch eher beeinträchtigt, als Schwarzkopien.

Hilfsgelder für vulkangeplagte Airlines? Um Himmels Willen!

Was soll man von einem Strandkorbverleiher halten, der in sonnigen Monaten prächtig verdient, den Gewinn an sich selbst ausschüttet und im ersten Monat, an dem dicke Regenwolken sein Geschäft trüben, staatliche Hilfsgeldern verlangt? Wahrscheinlich würde man ihm einen Volkshochschulkurs „Wirtschaften für Anfänger“ empfehlen und ihn kopfschüttelnd im Regen stehen lassen. Was für den kleinen Strandkorbverleiher gilt, gilt natürlich nicht für unsere wirtschaftliche Elite, die uns tagein, tagaus Vorträge hält, wie modernes Wirtschaften in Zeiten der Globalisierung auszusehen hat.

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Nicht wundern…

Es könnte sein, das die Kernthemen hier ein bisschen aufgeweicht werden. Der Grund:

Nach dem Führerschein nun also mein erster eigener fahrbarer Untersatz. Nicht ganz, das, was geplant war (Kawasaki ER-6n), aber deutlich angenehmer im Budget. Hach..

Freie Formate und offene Formate – nicht das gleiche

Neulich stolperte mal wieder jemand – diesmal in einer Mailingliste – über meinen Mailfooter. Der weist auf die Problematik von unfreien Dateiformaten hin.

EINE BITTE:
Sehr oft bekomme ich Dateien in Formaten wie Word, Excel und Powerpoint zugesendet.
Ich habe kein Microsoft Office und ich will es auch gar nicht haben. Es gibt genug freie Programme und Formate, in denen ein Dateiaustausch problemlos vonstattengehen kann.
Beispiele wären: ODF, PDF, RTF, TXT, HTM(L).

Die erste Unterstellung war, ich hätte ein Problem, MS-Office Dateien zu öffnen, und ich solle mich nicht so haben. Sollte ich OpenOffice nutzen könnte ich die Dateien ja auch öffnen.

Das stimmt. Ich kann die Dateien öffnen. Das ist aber auch nicht der Punkt. Es geht (mir) um den Einsatz von freien Programmen und Formaten, also solche, die öffentlich spezifiziert sind, keine Patente enthalten und von jedem zu jeglichem Zweck genutzt werden können.

Auch wenn, wie mir von jemand anderes gesagt wurde, dass MS die Spezifikation der neuen und alten Office-Formate herausgibt, so ist ein Disclaimer wie der folgende ein Beispiel dafür, dass Open Source nicht immer gleichbedeutend mit „frei“ im Sinne von „freier Software“ ist.

Microsoft may have patents, patent applications, trademarks, copyrights, or other intellectual property rights covering subject matter in these materials. Except as expressly provided in the Microsoft Open Specification Promise and this notice, the furnishing of these materials does not give you any license to these patents, trademarks, copyrights, or other intellectual property.

Und die Behauptung, das das OOo-Projekt diese Specs zum implementieren des Office Im- und Exports benutzt hat, kann allein deswegen schon einmal nicht stimmen, weil MS diese Dokumente erst 2008 veröffentlicht hat. Allerdings konnte ich 2006 und 2007 auch schon ganz gut im- und exportieren…

Für eine Überarbeitung mag das vielleicht zu einer Verbesserung geführt haben, aber die beibehaltung entsprechender Patente macht das Format zwar zu Open Source, aber nicht zu einem freien Format im Sinne freier Software.

Und deswegen ist es auch kritisch zu sehen, dass OOXML als offenes Format für die Lizensierung neuer „offener“ Software herbeigezogen wird. Nichtmal Office 2010 schafft es, das eigene spezifizierte Format, dass als ISO-Standard verabschiedet wurde, zu implementieren, was noch weiter gegen die Benutzung dieser Software spricht…

ps: Das der Artikel im ubuntuusers-Planet landet ist beabsichtigt, da die Thematik auch hier relevant und interessant genug ist. Man möge mir das fehlen von Linux/Ubuntu-Referenzen verzeihen.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil – RaLink RT2860 unter Ubuntu

Ich glaube, ich hatte neulich mal erwähnt, dass mit einem Kernelupdate auf 2.6.31-20 bei mir ein paar bescheidene Probleme mit dem WLAN begannen.

Ich hatte mich damals für die Option „den Treiber von RALink runterladen und kompilieren“ entschieden, obwohl in dem Wiki-Artikel gleich als allererstes stand:

Mit Ubuntu 9.10 läuft der Treiber (getestet mit RT2860) „out of the Box“ allerdings nur mit 54 Mbit/s. Es wird berichtet, daß nach dem umkopieren der RT2860STA.dat aus den Ralink Sourcen nach /etc/Wireless/RT2860STA/ ohne irgendwelche zusätzliche Änderungen 270 MBit/s erreicht werden. Eventuell müssen noch die unten beschriebenen Änderungen an der Datei durchgeführt werden.

In meinem panischen Eifer, und weil es bei nicht auf Anhieb funktionierte, habe ich diese Lösung völlig außen vor gelassen. Da sich bei mir in den letzten Tagen allerdings Verbindungsabrüche und Delays beim Tippen deutlich – zu deutlich – bemerkbar machten, schob ich das zuerst auf die Umkonfiguration von WPA auf WPA2.

Ein paar „sudo /etc/init.d/networking restart und ein sudo reboot (nur um wirklich ganz sicher zu sein) später stand fest: das konnte es nicht gewesen sein.

Allerdings hatte ich neulich mal geschaut wie man so ne SSH-Verbindung absichern kann und einen relativ rigiden MaxStartups 3:30:10 eingebaut, den ich demnächst nach erfolgreichem Bewähren der aktuell anscheinend funktionierenden Config wieder testweise aktiveren werde.

Allerdings brachte auch das keine Linderung der Verbindungsabbrüche.

Bei der Lösungssuche und dem wiederholten Finden der Tipps zum Installieren der Original-Treiber (die ich ja schon installiert hatte) dachte ich mir dann so: Nun, mit dem Wissen vom letzten Mal versuchst Du es einfach nochmal mit dem angeblichen out-of-the-box-Treiber.

Für mich funktionierte dann folgendes:

  • Eintragen des Moduls in die /etc/modules
  • Kopieren der konfigurierten RT2860STA.dat nach /etc/Wireless/RT2860STA/RT2860STA.dat
  • Das Wiederherstellen der WPA2-Konfiguration hat bisher keine Auswirkungen auf meine Verbindung

Nun scheint alles ganz prima zu funktionieren mit dem mitgelieferten Modul. Das ganze Einzurichten hätte ursprünglich keine 20 Minuten gedauert. Aber so hab ich mal wieder etwas mehr gelernt. Und demnächst werde ich gleich mal in /lib/modules/kernel[...] gucken ob da nicht was passendes rumfliegt.

Mein erstes Mal – Kino in 3D

Ich habe mal das 3D-Kino damals aus dem Freizeitpark mit den altmodischen rot-grün-Brillen nicht mitgezählt, denn das ist schon über 10 Jahre her und mit der heutigen Technik wohl kaum zu vergleichen.

Nun war ich am Wochende also in „Alice im Wunderland“ in 3D. Mit der RealD-Technik, sprich mit einer Zirkularpolarisation, was bedeuted, dass die Farbe des Films nur mit einer leicht gräulichen Brille verdunkelt würde, nicht aber verfälscht wie bei rot-grün- oder rot-blau-Filterbrillen.

Das Intro des Films, das „Demo“ von RealD  war beeindruckend, der Rest der folgenden 3D-Werbung war eher beschämend und machte einen ziemlich kaputten Eindruck, was uns schon Angst und Bange auf den Film warten ließ, denn die Werbung bestand aus einem raumlosen Flimmern, wo 3D sein sollte.

Der Film allerdings war in wunderbarem 3D. Es ist schon beeindruckend, was mit moderner Technik möglich ist, auch wenn es noch schwächen gibt. Bei schnellen Bewegungen von „nahen“ Gegenständen oder Personen gab es wieder ein raumloses Flimmern, was die Position der Objekte unmöglich einschätzbar machte, an manchen hellen Stellen ist eine Lokalisierung auch unmöglich.

Davon abgesehen, war das ganze durchaus ein beeindruckendes Erlebnis und ich bin sicher, dass ich mir in Zukunft den einen oder anderen Film wieder in 3D ansehen werde.

*VZ bringt einen offenen Jabberservice

Wie ich vor ein paar Tagen gelesen habe, bieten StudiVZ und meinVZ in Kürze genau wie Facebook einen Jabberserver an, allerdings mit dem Unterschied, dass *VZ im Gegensatz zu Facebook die Server-2-Server Ports ebenso wie Transports in verschiedene andere IM-Netzwerke aktivierten wird.

Nach Facebook und United Internet (GMX,web.de,1und1) ist StudiVZ damit einer der bekanntesten Anbieter und wird wie Facebook vermutlich Anleitungen für Nutzung des Dienstes mit andere Clients wie Pidgin oder Gaijm bereitstellen.

Unter einfachjabber.de gibt es auch jetzt schon für verschiedene Dienste und Programme Anleitungen zur Nutzung von Jabber auf verschiedenen Plattformen und mit verschiedenen Programmen.