Innen ist alles neu

Nicht dass ich jetzt gerade auf Windows-Bashing aus bin, aber es gibt Dinge, da unterscheiden sich die Systeme doch sehr stark.

Ich habe neulich meine komplette Hardware ausgetauscht. Von Intel auf AMD, von 2 auf 4 Kerne, neues Motherboard (von anderem Hersteller), neue Grafikkarte (sicherheitshalber mit gleicher Chipsatzfirma) usw. Sprich: ich habe einen neuen Rechner gekauft und die alte Platte reingesteckt.

Festplatte
Bild: CC-BY husseinabdallah

Was ist passiert, als ich die Kiste angeschaltet habe? – Richtig: sie ist ohne Probleme hochgefahren.

Was hätte mich da unter Windows erwartet? Im besten Fall: ein Aktivierungsfenster. Wahrscheinlicher ist allerdings (aus eigener Erfahrung), dass man das Gerät komplett neu aufsetzten kann, da sich alles geändert hat, allein eine andere Platten-Controller-ID bringt alles zum zusammenstürzen.

Und da demnächst der neue Rechner auf den neuen Platten mit komplett neuem 64bit-Linux aufgesetzt wird, mach ich mir nun auch keinen Kopf um diese „wir schieben das OS auf eine andere Platte“-Geschichte…

Nachtrag: Es ist schön zu hören, das Microsoft mit Win7 nachgebessert hat, ich habe meine Erfahrungen unter XP und Win2000 gemacht.

25 Antworten auf &‌#8222;Innen ist alles neu&‌#8220;

    1. Habe die selbe Erfahrung…
      Nach einen Mainboarddefekt habe ich es gegen ein neues von einem anderen Hersteller getauscht.
      Ubuntu und Debian liefen ohne Probleme.
      Windows hat zwar gebootet, hat es sogar bis zur Anmeldemaske geschafft, dort dann aber auf keine Peripherie reagiert… jetzt liegt eine XP-Leiche mehr auf meinen Platten ;)

  1. Hatte letztens auch nen Bluescreen unter Windows nach Austausch von einigen Komponenten. Aber die neue Grafikkarte (Nvidia) unter Ubuntu hackte ein wenig. Dort musste ich dann auch schnell den Treiber deinstallieren und neu-installieren aber das hat 5 Minuten gedauert xD

  2. Das gilt auch für meinen Rechner. Hatte die gleiche Aktion mit 10.04 an diesem Wochenende zu bewältigen und hatte keine Schwierigkeiten. (außer einem falsch gesteckten Jumper – my bad)

  3. Also ich habe da mit Windows XP schon positive Erfahrungen gesammelt. Wenn man Treiber (allen voran den Laufwerks-Controller) deinstalliert, sind die Chancen nicht so schlecht. So habe ich mein System schon problemlos von einem Netbook mit Intel Atom und uralt-Intel-Chipsatz auf ein hübsches neues Thinkpad mit Core i5 kopiert – ohne irgendwelche Schwierigkeiten (okay, das Aktivieren musste ich per Telefon machen weil weder LAN noch W-LAN ohne Treiber funktioniert hat).

    Mit Linux ist es natürlich trotzdem einfacher, da braucht man auch keine SATA-Treiber bei der Installation nachreichen.

  4. Hatte vor einiger Zeit bei „Windows XP“ auch Probleme beim kompletten Hardware wechsel… ABER als ich vor einigen Wochen für meine Freundin einen neuen PC zusammengestellt habe, (neues Board + neue CPU [Dual Core] + DDR2) konnte ich „Windows 7“ ohne Probleme auf der alten Platte weiter verwenden, Treiber wurden automatisch beim ersten Start installiert… :-)

  5. Also ich nutze zwar fast ausschließlich Ubuntu, Windows gibt es nur des Spiele Hobbys wegen noch auf meiner potentesten Karre.

    Aber als ich damals aufgerüstet hab, konnte ich mit einer Aktivierung und einigen Treiber-Installationen sowie Software Neuaktivierungen und Installationen Windows Vista wieder in Betrieb nehmen. Bei XP ging das bei mir nicht gut. Aber was ich viel wichtiger finde, ist der Fakt, dass man in Linux höchstens noch unfreie Treiber nachinstallieren muss, dass System aber an sich direkt und eigentlich ohne jede Einschränkung wieder läuft. ;)

    GB.

  6. Ich kann diese Probleme ebenfalls nicht bestätigen. Nur die Aktivierung muss erneuert werden, da die Hardwarekomponenten sich ja geändert haben. Das läuft normalerweise (außer bei fehlenden Treibern) bequem und schnell über das Internet. Ich nutze aber ein anderes Feature: Wenn ich mir einen neuen Pc kaufe, werden die über ein USB-Kabel verbunden, und die Daten werden automatisch übergespielt.

    Gruß,
    Matthias

  7. Also Windows 7 hat da inzwischen gleichgezogen. Kompletter Hardwarewechsel, System ist trotzdem problemlos hochgefahren. Allerdings – zugegeben :o) nach 30 Tagen wurde ich höflich aber bestimmt dazu aufgefordert die Echtheit meines Systems prüfen zu lassen – gefälligst!

    Der Unterschied ist inzwischen zwar klein aber eben fein >:->

    Gruß

    Tom

  8. Das ist kein Problem von Windows oder Vorteil von Linux. Das Problem ist das unterschiedliche Treibermodel. Wärend bei Linux das meiste m Kernel liegt, tut sich Linux da leichter als windows vor vista bzw 7.

    Was beim Hardwaretausch problematisch werden Kann ist dafür im Betrieb Vorteilhaft. Windows ist Linux was den Umgang mit Treibern anbelangt leider überlegen. Aus technischer Sicht zumindest.

    1. Windows ist überlegen? – Ich selbst habe den Fall, und auch einem aus dem Bekanntenkreis, wo ein bestimmtes Gerät unter Windows gar nicht (trotz Treiber-DVD vom Computerhersteller!) bzw. nur eingeschränkt funktioniert, unter Linux aber pipifein.

      Außerdem sind die meisten Treiber auch bei Linux nicht „im“ Kernel, sondern Kernelmodule, die kurz nach dem eigentlichen Kernel geladen werden – bei Bedarf, nicht einfach alle, wie in Windows. Diese Module sind leicht austausch-, lösch- oder erweiterbar, zur Not auch von einem von USB-Stick oder CD gebooteten System aus auf der Festplatte.

      Zudem versucht Linux generell bei nicht verfügbarem passenden Treiber, das Gerät halt einfach so weit wie möglich trotzdem zu verwenden. Mit ein Grund, warum sich beim Einstecken eines simplen USB-Sticks keine „neue Hardware gefunden“-, „Treiber wird installiert“-, „Hardware kann jetzt verwendet werden“, oder gar – einmal erlebt: „Sie müssen das System neu starten, um die Hardware zu verwenden“-Meldungen ablaufen.

      Die „super“ Treiberunterstützung von Windows ist übrigens ein beliebtes Einfallstor für Schadsoftware…

      1. Klar kannst du Module laden, die dann aber im Kernelspace laufen.

        Du hast unter Linux keine Treibersignierung und erst seit Kurzen ein Fallback (zumindest für den GFX Treiber).

        Unter Windows kannst du einen WDM Treiber auch auf neuren Windows Versionen einsetzten obwohl er nicht neu Kompiliert wird. Sprich du hast einen Treiber für Vista, dieser läuft aber auch unter Windows 7.

        Das ganze wird mit WDF noch etwas hübscher da man hier auch die Möglichkeit hat Userpace Treiber zu schreiben, die den Kernel auch nicht mehr in den Tod reißen.

        Das ist bei Linux anders. Hier hast du Treiber für Periferie als Modul, mit Kernelrechten. Andere Treiber (VPN, CIFS Support, Virtualisierung, CPU und so weiter kommen NICHT als Modul sondern sind im Kernel vorhanden)

        Es gib noch einen Haufen mehr technischer Aspekte wo das Windows Treibermodell punktet.

        Ich bin kein ausgesprochener Freund von Windows, aber man sollte, wenn man schon Kritik äußerst, auch die positiven Aspekte betrachten. Microsoft macht nicht alles schlecht. Ideologie ist hier fehl am Platz es geht um technische Fakten.

  9. Tja nix neues? Das liegt aber am Systemaufbau von Windows selbst. Sagen wir du hast altes Wissen neu vermarktet :D

  10. „Inaccessible Boot Device“ kann man durchaus auch unter Win2k/XP verhindern, wenn man _vor_ dem Mainboard- bzw. Controller-Wechsel

    1. Treiber nachinstalliert

    2. unter Systemsteuerung/System die 08/15-IDE-Treiber lädt

    3. ‚runterfährt, ausschaltet, umbaut.

  11. Wobei ich den „Vorteil“ des Treibermodels bei Windows sehr gemischt sehe, im Endeffekt (definitiv bis zum SP2 von Vista) kam es bei Treiber Problemen auch zum totalen Absturz oder weiteren Problemen.

    Aber vom technischen ab, ist es dennoch sehr gut den PC einschalten zu können und einfach alles ist da und läuft, ohne große Schwierigkeiten.

    GB.

  12. Sehr schöne Eigenschaft von Linux. Man kann sein Sys z.B. auch auf Flashstick/-karte oder ein externes Laufwerk spielen und auf verschiedener Hardware nutzen. Immer dabei, z.B. im Portemonnaie oder am Schlüsselanhänger.

    Wofür man dann noch eine „Cloud“ braucht?! … Und mit Windows geht das definitiv nicht.

      1. Danke für den Link, aber von Live habe ich nichts geschrieben. Du kannst z.B. ein Ubuntu _richtig_ auf Flash installieren und auf verschiedener Hardware nutzen. So kannst du dein Linux-Sys z.B. auf der Arbeit nutzen, als Flash mitnehmen, und zu Hause mit der gleichen Umgebung weiterarbeiten. Datenspeicherung ala Cloud unnötig, Emails immer dabei, etc…

        Windows müsstest du bei jedem Wechsel neu aktivieren. Abgesehen vom Umstand und weiteren technischen Unzulänglichkeiten, macht MS das nicht unbegrenzt mit, da u.a. deren Vertriebsmodell davon abhängig ist. o_O

  13. Naja viel hat sich mit Win7 nicht geändert, außer dass es keine Probleme mit AHCI oder IDE Treibern gibt.

    Nach einem MB-Wechsel steht man trotzdem mal wieder da und muss Aktivieren und mit ner Linux-LiveCD die Netzwerktreiber downloaden.

  14. Beim Vergleich muß man natürlich wohlwollend berücksichtigen, daß Win XP ein recht altes OS (2001) ist und den technischen Anforderungen natürlich hinterherhinkt.
    Daher ist es (trotz Servicepacks) logischerweise in mancherlei Hinsicht schlechter als ein nagelneues Ubuntu.
    Daher sind Vergleiche nur zwischen Win 7 und den aktuellen Ubuntudistris repräsentativ.

  15. Mit Ubuntu klappt das aber auch nicht immer.
    Ich weiß leider nicht mehr, mit welcher Version es war… glaube 8.10 oder so.
    Damals kam eine neue Grafikkarte in Rechner rein. Windows XP startete. Man musste halt die alten Treiber noch löschen und die neuen installieren. Unter Ubuntu wollte der X-Server einfach nicht laufen. Per Konsole war das aber zu retten. Problem war hier ebenfalls der Grafiktreiber.

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