Was man mit alten Dingen tun kann

Was man mit alten Dingen tun kann: wegwerfen, verkaufen, verschenken, spenden. Nachdem ich mittlerweile Besitzer einer PlayStation 3 bin, habe ich mich aufgrund akuten Unterbedarfs in meinem Umfeld entschieden, die Konsole dem ASK, dem Albert-Schweizer-Kinderdorf in Hanau zu Weihnachten zu schenken.

Aus pädagogischer Sicht nicht zwingend das optimale Geschenk, aber eins, dass (hoffentlich) für Spaß sorgt. Der schwarze Kasten ist die PS2-Slim, nicht im Bild sind die diversen Controller und ein Spiel, dass nicht für Kinder (aber die teilweise auch volljährigen Bewohner) geeignet ist.

Die Dame, die die Konsole entgegen nahm, hat sich jedenfalls gefreut, sich bedankt und meinte, dass sich darüber ganz bestimmt jemand freuen würde. Und vermutlich nicht nur einer. Wir haben ein kurzes Gespräch über das Spielen an PC und Konsolen geführt und uns uns schöne Feiertage gewünscht.

Fühlt sich gut an, irgendwie.

Please don’t stop the music: Warum ich Simfy Premium Kunde wurde

Ich bin Pirat. Piraten nehmen sich alles, was sie bekommen und geben nichts davon zurück, heißt es. Pustekuchen. Vielleicht werde ich auch spießig, aber ich halte nicht zwingend etwas davon, Kunstschaffende nicht zu entlohnen.

Grooveshark ist ein netter Dienst, aber nicht zwingend legal. Dafür würde ich kein Geld ausgeben. Das kann ich nicht sinnvoll begründen, wiederspricht aber meinem „ethischen Gefühl“.

Nein, ich finde nicht das komplette Wunschprogramm bei Simfy, z.B. fehlen mir die Toten Hosen, bei „Wir sind Helden“ fehlt auch jede Menge Musik und Rammstein fehlt komplett. Aber gut, wir sind nicht kleinlich, auch mir ist daran gelegen, dass endlich ein legales, einigermaßen benutzbares Streamingangebot auf den Markt kommt, gerne auch plattformübergreifend nutzbar.

Und wenn Simfy wirklich die Probleme, die es jetzt noch hat, nicht lösen kann, dann schaue ich eben, wie weit ich dann mit Spotify komme, wenn der Dienst in Deutschland verfügbar ist. Ich bin ja durch nichts gebunden und das Preismodell dürfte ziemlich gleich sein, die Spotify-Preise sind währungsunabhängig auch 4,99 und 9,99, wobei auch hier die 4,99 „nur“ unlimited Streaming und keine Werbung bedeuten und erst ab den 9,99 Mobile und Offline-Streaming supported werden.

Featuremäßig habe ich damit keine Einbußen, wenn ich von einem Dienst zum anderen wechlse, lediglich die Linux-Unterstützung von Spotify sieht etwas mäßiger aus.

Allerdings denke ich, dass, solange niemand solche einigermaßen fairen Dienste bezahlt, auch diese Dienste in Zukunft keine Chance haben werden. Und bisher leistet Simfy das, was ich davon erwarte. Ich habe auch schon die ersten Tickets ins Feedback-System geschrieben und hoffe, dass sich da schnell was bewegt.

Zahlende Kunden sind auch die, die bei massenhafter Unzufriedenheit besonders doof sind. Das wird Simfy lernen (müssen), aber die Chance haben Sie verdient. Kostenlosmentalität ist nicht alles und jeder im Netz.

Zusammenfassung der Beschlüsse des Bundesparteitags 2011.2 #bpt112

Ich war dabei. Am Spalterparteitag in Offenbach (#offenbings). Mit einem gut gelaunten @DirkMueller und @razze, @sparta644 und einer schokisüchtigen @nad_no_ennas. Es war eine interessante Erfahrungen auf der Bundesebene und der bisher medial am besten abgedeckte Piratenparteitag. Außerdem war der Parteitag von einigen TO-GO-Trollen abgesehen, recht produktiv und straight forward.

Liste der beschlossenen Anträge

Zeig mir die Anträge, Baby!

Ein ♥ kann man nicht reparieren?

Als Kind habe ich Udo Lindenberg gehasst. Es war schon irgendwie persönlich. Anfang der 90er nölte Lindenberg sein „Ein  Herz kann man nicht reparieren“. Aufgrund meiner zu diesem Zeitpunkt 4 Jahre zurückliegenden OP am offenen Herzen konnte ich mit „Herz reparieren“ was anfangen.

Die Metaphorik des Textes erschloss sich mir jedoch nicht, ich nahm den Text wörtlich und fühlte mich von der Welt, meinen Eltern und den Ärzten verarscht. Oder von Lindenberg. Hatte man mich doch operiert und nach Monaten als mehr oder weniger „geheilt“ entlassen. Gut, das mit dem Schulsport und so, mit dem Aufpassen auf das Mund-Nase-Dreieck. Aber ansonsten war ich relativ gesund.

Ich habe mit einem reparierten Herzen gelebt (und tue es übrigens immer noch). Irgendjemand hat also gelogen. Vermutlich war es Lindenberg.