Lache, wenn es nicht zum weinen reicht

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
– Albert Einstein (zugeschrieben)

Ich kam aus dem Urlaub wieder und freute mich. Ich freute mich, dass nach 2 Jahren die Regierung endlich offen (mehr oder weniger) dazu stand, dass die Netzsperren nicht nur wirkungslos, sondern auch gefährlicher, dummer Schwachsinn waren.

Ich fluchte über Herrn Schünemann, der wieder vom rechtsfreien Raum vom Leder zog und die einzige Birne in der FDP, die einigermaßen glaubwürdig war und blieb – Sabine Leutheusser-Schnarrenberger – als Gefahr für das eigene Land bezeichnete. Ich fluchte ein wenig, schimpfte über ihn und… lachte ihn aus.

Ich lachte über die FDP, die den Bock zum Gärtner, bzw. den Rösler zum so genannten Vizekanzler und Parteivorsitzenden gemacht hat. Als ob einem sinkenden Schiff ein Kapitän hilft, der einfach nur schneller fährt, aber genauso verleitbar ist und schon das Gesundheitswesen ruiniert hat.

Ich kam ja auch aus dem Lachen nicht mehr heraus, als ich las, dass die Atomkonzerne ihre Zahlungen in den Fond zur Förderung neuer Energien nicht mehr einzahlen (was ich eigenlich schon viel früher erwartet hätte). Ich lachte auch, weil ich am gleichen Tag Post von meinem neuen (Öko-)Stromanbieter kam, der mir mitteilte, dass ich am 1.5. von ihm Strom bekäme und von E.ON, die mir mitteilten, das sie am 1.5. die Preise erhöhen.

Kurz darauf ist mir das Lachen allerdings vergangen. Ich las, dass die Innenminister vorhaben, die Netzsperren als Instrument gegen ausländische Glücksspielseiten einzusetzen:

Um ausländische Glücksspielangebote unzugänglich zu machen, könnte die Regierung erneut Internetsperren errichten. Das geht aus einem Staatsvertragsentwurf hervor, den Datenschützer und der Chaos Computer Club veröffentlicht haben. – Golem.de, 11.04.2011

Irgendwie kam mir das extrem bekannt vor. Und da hatte ich neulich noch an einem Infostand mit einem SPDler über Netzsperren diskutiert, der mit der vollen Breitseite der CDU-Argumente kam, Urheberrechtsverletzungen in anderen Rechtssystemen (am Beispiel „Softwarecracks meiner Programme in Russland“) mit Kinderpornografie gleichsetzte um anhand einer Nichtlöschung der Cracks zu zeigen, dass auch KiPo also auch nicht gelöscht werden könne.

Die Wunschliste nach Sperrungen von Webseiten wird immer größer: Mitten in der von Bundesfamilienminister Ursula von der Leyen (CDU) entfachten und gerade wieder angefeuerten Debatte um die Blockade kinderpornographischer Inhalte im Netz sollen deutsche Internetprovider nun auch Glücksspiel-Seiten von Nutzern hierzulande fernhalten. heise.de, 01.12.2008

In diesem Sinn: Lacht, wenn es nicht zum weinen reicht. Und tut was dagegen, dass solche Idioten eine so gefährliche Zensurinfrastruktur einführen. Und das mit so billigen Argumenten. Wenn sie mit der Kinderporno-Geschichte durchgekommen wären, hätte ich meinen Hut gezogen. Aber wegen Glücksspiel?

Update: der Spiegel hat auch einen schönen Artikel dazu.

3 Frameworks für das mobile Web – Der Mobile Framework-Battle

Anlässlich meiner intensiven Beschäftigung mit mobiler Webentwicklung habe ich mich mal mit den bekanntesten Frameworks für mobiles Web auseinandergesetzt.

Der objektive Teil

Sencha jQuery Mobile jQTouch
Basis Ext.js jQuery jQuery
Größe
  • 200Kb JS
  • ca. 300kb CSS
  • 45Kb JS
  • 82Kb jQuery 1.5
  • 40Kb CSS
  • 35Kb JS
  • 82Kb jQuery 1.5
  • 23Kb CSS
Plattformen iPhone/iPad/iPod,
Android,
Blackberry 6
iPhone/iPad/iPod,
Android,
Symbian und viele mehr in definierten Abstufungen
„iPhone,
iPod Touch, and other forward-thinking devices“
Webseite www.sencha.com www.jquerymobile.com www.jqtouch.com

Im folgenden eine genauere Beschreibung der Frameworks:

„3 Frameworks für das mobile Web – Der Mobile Framework-Battle“ weiterlesen

Funkstille: 3 Tage Rothenburg ob der Tauber

Ich war mal weg. Halbwegs spontan 3 Tage mit der Freundin nach Rothenburg ob der Tauber. Ohne Notebook, nur mit dem Smartphone und selbst das kam eher wenig zum Einsatz, meist für Navigationsdinge.

Es hat gut getan, wir waren 10 Stunden am Tag auf den Beinen und haben die Stadt erkundet, viele schöne Bilder gemacht, einfach mal abgeschaltet. Bei der Nachtwächterwanderung ein nettes älteres Ehepaar kennengelernt und mit ihnen im ältesten Haus von Rothenburg Wein getrunken.

20 Jahre Linux!

20 Jahre gibt es Linux mittlerweile. 4 Jahre davon habe ich aus der Sicht eines Linux-Anwenders erlebt, und ich bin froh, dass ich vor 4 Jahren ohne größeres Zögern auf Ubuntu umgestiegen bin.

Ich habe den Umstieg seit dem nur in sehr seltenen Momenten bereut und diese waren eigentlich immer anderen Umständen und Verursachern geschuldet. Ich habe seitdem 5 Menschen erfolgreich überzeugen können, auf Linux zu wechseln bzw. überhaupt erst Linux einzusetzen. Ich bin davon überzeugt, dass keinem der Wechsel sonderlich schwer gefallen ist. Zumindest hat sich keiner bisher größer beschwert.

(via)

Overlay Scrollbars – Unity klaut bei Mobiltelefonen

Mark Shuttleworth hat in seinem Blog eine Neuentwicklung der Scrollbars unter Unity vorgestellt:

Das was ich da sehe, und was bei Mark in den Videos zu sehen ist, sieht sehr vernünftig aus. Ich will das auch ohne Unity!

Quellen

Danke an Tim Spiekerkötter für den Share.