Exklusives Interview mit Ursula von der Leyen über die wahren Hintergründe für die Netzsperren und ihre heimliche Beziehung zu Wolfgang S.

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Der Tag an dem ich lernte, Conditional Comments zu lieben

Es gibt ja viele Möglichkeiten, eine Seite pixelgenau zu designen, so dass Sie in allen Browsern läuft gleich aussieht.

  1. Man baut die Seite aus Imageready-gesliceten Bildern in einem Tabellenlayout zusammen
  2. Man baut die Seite aus Imageready-gesliceten Bildern in einem DIV-Layout zusammen
  3. Man baut die Seite mit einem Tabellenlayout zusammen
  4. Man benutzt ordentliches (x)HTML mit CSS-Hacks
  5. Man benutzt ordentliches (x)HTML und Conditional Comments mit validem CSS
  6. Man benutzt ordentliches (x)HTML und valides CSS

Das Problem des gleichen Layouts betrifft im übrigen fast ausschließlich die Webbrowser aus Redmond. Eine valide Seite sieht in 95% aller Fälle in Firefox, Opera und Safari identisch aus. Lediglich der IE mit seinem verkorksten Boxmodel haut da quer. Der IE 8 im übrigen nur noch ganz selten.

Was nehm‘ ich denn da?

Dass wir die Punkte 1-3 vergessen können, sollte sich von selbst erklären. Tabellenlayouts sind rückständig und codeüberladen, außerdem semantisch unsinnig und barrierelastig.

Bleiben die Punkte 4-6 übrig. Wie man sieht, sind die Möglichkeiten ihrer Unsinnigkeit absteigend geordnet und dementsprechend werden wir diese drei Möglichkeiten jetzt mal durchgehen.

(x)HTML mit CSS-Hacks

CSS-Hacks sind kleine „Tricks“, die Interpretationsfehler bei Browsern ausnutzen um bestimmte CSS-Anweisungen nur für bestimmte Browser zugänglich zu machen. Diese Technik ist relativ zielgenau, auch weil es dafür entsprechende Zielhilfen gibt. Problem an der Geschichte ist, dass es leicht möglich ist, das CSS damit invalide zu machen, was zukünftig nicht vorhersehbare Bugs im Rendering noch nicht erschienener Browser erzeugen kann.

(x)HTML und Conditional Comments mit validem CSS

Die sauberste Möglichkeit, einem Rendering, dass von einzelnen Versionen des IE (und es ist in 95% aller Fälle mindestens einer der IEs der querschießt) zerschossen wird, zusätzliche CSS-Regeln beizubringen, sind CSS Conditional Comments. Hier werden zusätzliche CSS-Anweisungen für den Internet Explorer eingebunden. Dabei kann man sowohl ein paar zusätzliche Regeln mittels eines <style>-Tags einbringen oder einfach direkt ein zusätzliches Stylesheet einbinden.

Nachteil ist natürlich, dass diese Methode nur auf Internet-Explorer-Versionen unter Windows anwendbar sind. Meine bisherige Erfahrung hat aber gezeigt, dass Hacks/Workarounds im großen und ganzen nur für den IE nötig sind. Meistens auch unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Versionen.

Vorteil bei dieser Technick ist das Aufrechterhalten sämtlicher Validität in HTML und CSS, auch wenn man in den IE-Stylesheets unter Umständen Hacks einsetzt. Durch die Einbindung der Conditional Comments in Form eines speziell syntaktischen HTML-Kommentars werden andere Browser diese einfach ignorieriern und nicht ins DOM aufnehmen, wie es der IE tut, sofern er mit der Zielversion des Kommentars übereinstimmt.

Die restlichen 5% von Problemen, die sich damit nicht lösen lassen erfordern meist etwas Nachdenken über die CSS-Struktur und wie man Dinge anders beschreiben könnte. Allerdings muss man auch hier eventuell die IE-Styles dann nachpflegen, besonders wenn man am HTML etwas ändert.

(x)HTML mit validem CSS

Die „reinste“ Möglichkeit von allen. Erstrebenswert, aber eine Herausforderung, die sich gewaschen hat. Pixelgenaues Arbeiten ohne irgendwelche Kniffe ist kaum möglich. Für einfache Designs geht das bestimmt noch so halbwegs, aber dieses Blogdesign käme schon nicht ohne Extraregeln für den IE 6 aus, wenn ich ihn unterstützen wollte – was ich nicht will.

Vorteil ist bei dieser Methode eine sehr hohe Zukunftssicherheit, während man sich hier nicht allzusehr auf pixelgenaues Arbeiten versteifen sollte. Irgendein IE macht immer einen Strich durch die Rechnung.

Zusammenfassung

Wenn möglich, ohne Hacks, ohne Conditional Comments und Co. Wenn aber unbedingt hier im IE und da was im IE gemacht werden muss (wofür es natürlich mehrere Gründe geben kann, meistens ist es ein Kundenwunsch), dann am besten mit Conditional Comments.

Links

Sehr geehrter Herr Gorny, lieber Dieter,

bitte bitte bitte: entscheiden Sie sich! Wollen Sie nun Stoppseiten für Filesharing-Seiten oder Internetverbote für Filesharer?

Beides geht ja nicht, denn wenn wie Seiten „gestoppt“ werden kann natürlich niemand darauf zugreifen. Und wenn doch, dann wären die Sperren ja selbst in ihren Augen wirklungslos, oder? Aber das „Internetverbot“ greift genauso kurz, wie anhand der vielen Fragezeichen im letzten Artikel zu den französischen Sperren vielleicht klar werden könnte.

Das beide Dinge den Grundrechten entgegenstehen steht ja wohl außer Frage, aber man sollte sich doch trotz allem auf eine Verletzung ebendieser beschränken. Zumindest gleichzeitig. Da können Sie von unserem Innenminister noch was lernen.

Wieso die Musikindustrie so mies performt, liegt sicherlich auch im Internet begründet, aber eher anders als Sie das vermuten. Stichwort: Individualisierung. Und dass die gleichgeschaltete Einheitsscheisse von DSDS und Konsorten außer 12jährige Mädels niemanden anspricht. Oder eben in der Tatsache, dass die Kunden eben komischer- und unerklärlicherweise nicht den Wunsch verspüren, ihre Musik ein viertes Mal zu kaufen – nach MC, LP und CD auch noch als MP3 bezahlen? Und wenn ich den Kopierschutz auf meinen gekauften CDs umgehe, um die Musik auf meinem MP3-Player zu hören bin ich ja schon ein Verbrecher.

Aber das sind ja alles Argumente, die Sie bestimmt schon tausendfach gehört und für völlig unerheblich befunden haben. Lernresistenz ist in diesen Tagen ein echtes Todesurteil. Aber bis Sie das verstanden haben… Man sollte Dieter Bohlen an ihren Platz setzen. Auch wenn ich ihn für einen unbequemen Zeitgenossen halte, seine Art nicht mag und seine abfälligen Kommentare absolut daneben finde: Er hat die Zeichen der Zeit erkannt. Vor über einem Jahr. Und keiner hat was geändert.

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Nachschlag

Wenn ich mir die Newsmeldung zu den französischen Grundrechtsverletzungen auf musikindustrie.de ansehe, wird mir schlecht. Ich weiss schon, warum ich mich fast ausschließlich bei Jamendo mit Musik versorge: Größere Vielfalt, Musik mit Herzblut und aus Leidenschaft. Menschen, die Musik um der Musik willen machen. Ich kaufe kaum Musik und ich lade Sie auch nicht illegal herunter. Die ganze Scheisse im Radio interessiert mich kaum noch, ich höre ja kaum Radio.

ich kann mit meinem handy via wlan übers internet ins festnetz telefonieren.

Es ist toll, was die moderne Technologie so alles kann. Zum Beispiel kann mit einem Handy (Nokia E71) über WLAN einer Fritzbox an einem entkoppelten Anschluss mittels SIP/VoIP über das Internet ins Festnetz telefonieren.

Kostenlos.

Was auch nur notwendig ist, weil die derzeit hier betriebene Fritzbox weder über einen TAE-Port noch über ein DECT-Modulverfügt, was 100% der beiden hier herumliegenden „normalen“ Telefone unbrauchbar macht.

Das dumme an der Geschichte ist: Ich kann auf der entsprechenden ausgehenden Festnetzrufnummer nicht angerufen werden. Ein Anrufer bekommt immer ein Besetztzeichen und ich eine „Anruf in Abwesenheit“-Notiz, ich habe gar keine Chance dranzugehen. Kennt das Problem jemand? Liegt das eventuell an 1&1 oder am SIP-Client auf dem Handy?

1, 2, 3 – Informationsfreiheit vorbei

Ich habe ernsthafte Probleme mit der Three-Strikes-Methode, die in Frankreich angewendet werden soll.

Warum?

Das ist einfach erklärt: Menschen lügen, sind dumm, machen Fehler. (frei nach Greg House). Das gleiche Problem wie bei der BKA-Sperrliste.

Wie definiert sich ein Urheberrechtsverstoß? Wird dabei auch auf alternative Lizenzen geachtet? Was, wenn ein CC-Werk nach einer bestimmten Zeit nicht mehr unter der Lizenz verteilt wird, weil der Künstler Mainstream ist und seine Rechte verkauft hat? Im Prinzip bin ich dann im Besitz einer Schwarzkopie, obwohl ich zum Beschaffungszeitpunkt rechtmäßig gehandelt habe.

Was ist, wenn jemand denkt ich tausche Schwarzkopien, weil mein Bittorrent-Client ständig läuft und Linux-ISOs verteilt? Wenn ich über Bittorent CC-Musik tausche? Wer garantiert denn, das ein Polizist oder Richter das kapiert, wenn das bloße Finden von MP3s schon als Raubkopien besitzen gilt, das benutzen von BT-Clients in den Augen mancher schon eine Straftat ist?

Wer garantiert denn in Zeiten von Onlinedurchsuchen, staatlichen Hacks und anderen Dingen, wie den Unterschiebungsaktionen der Bahn, dass man damit nicht regierungskritische Blogger bzw. Internetpublizisten und -aktivisten mundtot machen kann und will?

Bekommt man, wenn man beweisen kann, dass man unschuldig im Sinn der Anklage ist oder war, seinen Internetzugang zurück? Und wie handeln das mit den Providern? Bezahle ich meine Flatrate weiter, wenn ich sie nicht nutzen darf? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine französische Regierung unter Sarkozy das sonderlich mehr durchdacht hat als unsere Regierung die Kinderpornosperren. Das ganze klingt nach purem Aktionismus und – sollte das so ernsthaft durchgeführt werden – nach der Einführung von DPI als Überwachungsmittel. Und wer sich ein wenig damit auskennt, weiss dass man, wenn man sowieso schon dabei ist, gleich auch die Paketdaten manipulieren könnte. Damit lassen sich auch ganz gut Urheberrechtsverletzungen unterschieben.

Was ist dann eigentlich mit Internetzugängen bei Freunden, wie wird das bei WGs gehandhabt – oder mit Internetcafés? Wenn ich mit dem Handy online gehen kann – wird mir dann auch mein Handyvertrag gekündigt? Werden meine Freunde überwacht? Muss man sich in Internetcafés ausweisen? Gibts da ne User-Blacklist? Was ist mit offenen WLANs?

Im großen und ganzen stehen in diesem Artikel mehr Fragen als ich (vernünftige) Antworten geben könnte. Denn die Antworten, die ich geben könnte, wie das ganze zuverlässig funktionieren soll, sind keine, die man sich gerne ausmalen möchte.

Update: Gorny mischt natürlich wieder mit und will auch.

Spass mit 1&1

Wie ja schon berichtet, hat sich am Wochenende meine Fritzbox samt Devolostecker verabschiedet. Nachdem ich die Formalitäten mit der Versicherung geklärt hatte, war mein erster Schritt die Bestellung einer Fritzbox. Ein Preisvergleich zeigte, dass die Box über 1&1 trotz Portokosten günstiger war.

Daher habe ich bei 1&1 bestellt und auf die Bestätigungsmail gewartet – die aber nicht kam. Also habe ich einen Tag später (gestern) ein Ticket im Supportsystem aufgemacht und nach dem Status der Bestellung gefragt, bzw. ob ein Auftrag mit meiner Kundennummer überhaupt existiert. Die Antwort darauf war zu schön um wahr zu sein:

Wenn Sie keine Bestätigungsmail für die getätigte Bestellung erhalten
haben, bitten wir Sie in den nächsten Tagen diese zu wiederholen.

Entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Daraufhin habe ich mit einer kleinen Entgleisung meiner Gesichtszüge reagiert und eine etwas unfreundliche Mail zurückgeschrieben, im Sinne von, dass es ja wohl nicht sein könne, dass ich einfach „nochmal“ bestellen sollte, und dass ich keine Lust hätte im dümmsten Fall auf zwei Boxen, vermutlich aber mindestens auf den Versandkosten sitzenzubleiben und dass ich in Zukunft meine Hardware woanders einkaufen werde, wenn ich bis Freitag (15.05.09) nichts von meiner Bestellung gehört habe, denn ich bin ja auch beruflich auf das Netz angewiesen.

Heute morgen habe ich dann gesehen, dass gestern um 23:21 Uhr dann (vermutlich in Folge meiner Mail) ein Bestelleingang vermeldet wurde. Nett. Hätte man natürlich auch gleich schicken können. Dann bin ich mal gespannt, wann das kommt.

Update: Eben erreicht mich eine Mail des Supports, in der mir mittgeteilt wird, dass die Bestellung eingegangen und die Bestellung „in den nächsten Tagen“ in den Versand geht. Es bleibt also spannend. Bei der ersten Bestellung (Abschluss des Vertrags) kam die Hardware verdammt schnell. Mal gucken, wie lange es diesmal dauert.

50.000

Die mindestens notwendigen 50.000 Unterzeichner hat die Petition gegen Internetzensur und Netzsperren bereits in 4 Tagen durchbrochen.

Unsere tolle Regierung will die Petition nach der Wahl besprechen und legt in der Zwischenzeit schon mal noch einen drauf: Paintball soll verboten werden, weil es „das Töten simuliert“. Und was ist mit den Wasserpistolen? Den Schießständen am Jahrmarkt? Den Schützenvereinen? Wird hier nicht auch das gezielte Schießen trainiert?

Zum kotzen, das ganze. „Freies Land“ – dass ich nicht lache.

Links zum Thema

Sag zum Abschied leise „BATSCH“

Es ist schon seltsam, wie sehr man von Telekommunikationseinrichtungen abhängig ist oder abhängig zu sein scheint.

Bei einem Blitzschlag hier in der Nähe stellte sich heraus, das eine der Steckdosen in der neuen Wohnung keine Sicherung zu besitzen scheint – jedenfalls nicht gegen Überspannung. Bei einem extrem starken Gewitter gestern hat sich dummerweise meine Fritzbox und einer meiner Devolo-Stecker verabschiedet.

Damit verfüge ich momentan außer über mein Handy über keine Möglichkeit, das Internet zuhause zu benutzen oder zu telefonieren, da ich einen entkoppelten Anschluss habe. In solchen Momenten wird einem klar, wie schnell man neue Technologien und Bequemlichkeiten in sein Leben integriert und für selbstverständlich erachtet.

Das Internet ist Nachschlagewerk, Kommunikationsmöglichkeit, Einkaufsmöglichkeit, Unterhaltung.

Normalerweise könnte ich jetzt doch froh sein, dass unser Vermieter ein offenes WLAN anbietet, über das ich wenigstens die wichtigsten Dinge machen könnte – Emails checken, zum Beispiel. Dummerweise hat sich der Router des werten Herren auch aufgehängt und/oder in die digitalen Jagdgründe verabschiedet, wer weiss das schon so genau – Fakt ist dass ich auch über das offene WLAN keinerlei Verbindung mit der Außenwelt bekomme.

Mein Handy meldet, dass das Gateway nicht reagieren würde, mein Notebook bekommt keine IP. Das ist – vorsichtig ausgedrückt – großer Mist.

Mal gucken was die neulich abgeschlossene Hausrat dazu sagt.