Projekt Nestbau #1: Das richtige finden

Ich gebe zu, die Überschrift könnte zu der Annahme führen, dass ich ein Haus baue. Stimmt aber nicht. Ich befinde mich zusammen mit meiner Freundin auf der Suche nach einer hübschen Wohnung. Wir haben auch schon ziemlich genaue Vorstellungen von der Wohnung, bzw. von dem, was wir von der Wohnung erwarten und wo wir unter Umständen Kompromisse eingehen können.

Wir haben schon ca. 10 Termine zur Wohnungsbesichtigung gehabt, mit einer ziemlichen Bandbreite von „super schön“ bis geht gar nicht. Der vorletzte Termin war in einem Flachdachhaus, gebaut in den 70ern. Wunderschöne, renovierte Wohnungen in dem Haus. Gut, im Dach roch es muffig und der Boden war stellenweise nass und die Erklärung vom Makler dafür sehr zweifelhaft, aber die Wohnungen sahen wirklich gut aus. Im Prinzip suchen wir genau so eine Wohnung, nur ohne Schimmelgefahr.

Vielleicht hat noch jemand hier Tipps, wo man (speziell im Internet, regionale Zeitungen durchkämmen wir sowieso) suchen könnte, abseits der großen Portale.

Sollte jemand eine Wohnung in Rodenbach mit folgenden Kenndaten vermieten wollen, kann er/sie sich natürlich auch gerne bei mir melden.

  • 3 Zimmer
  • ab 60qm
  • Tageslichtbad
  • Stellplatz
  • Keller- oder Dachraum
  • möglichst kleine Wohneinheit
  • gute Internetanbindung sollte möglich sein.

Ich denke, die Anforderungen sind nicht überzogen, bei der Wohneinheitsgröße sind wir flexibel, allerdings haben wir auf Hochhaus keine große Lust, aber am Ende entscheidet die Wohnung.

Der Blockwart

Es ist ja nichts neues, das alte Menschen häufiger am Fenster sitzen und die Leute auf der anderen Seite beobachten. Die gründe davon habe ich mal (mit dem Rest des Kurses) in einer Ethikstunde erörtert.

Als Hauptursache haben wird damals die Einsamkeit, die ältere Menschen häufig empfinden, vermutet.

Einer dieser Fensterspanner wohnt ein paar Häuser weiter. Er schaut in die Briefkästen der Leute in der Straße (alles Einfamilienäuser, keine Wohnblocks), als müsse er über Recht und Ordnung waren, er spioniert den Leuten hinterher, wenn Sie auf der Straße laufen.

Den Hammer schlechthin hat er aber aber vorhin gebracht, der Möchtegern-Blockwart: Meine Freundin und ich waren gezwungen, mit einem Teil ihres Autos vor seiner Doppelhaushäfte zu parken. Der Blockwart stand beim ersten Erklingen des relativ leisen Motors (vermutlich als wir in die Straße einbogen) schon am Fenster und beobachtete die Straße.

Als die Hinterränder meiner Freundin vor seinem Haus standen, konnte er trotz seines scheinbar schlechten Augenlichtes seine Neugier hinterm Vorhang nicht mehr verbergen: er leuchtete ihr mit seiner Taschenlampe ganz unauffällig direkt ins Gesicht.

Ich frage mich ehrlich, was solche Menschen antreibt. Einsamkeit kann es zumindest bei ihm nicht sein. Seine Frau lebt noch, er ist in den Dorfvereinen gut integriert (auch wenn ihn nicht alle so gut leiden können, wie er denkt) und hat viele „Kumpels“ hier. Vielleicht liegt es ja an seiner Tochter, die sich, sobald sie konnte, von ihm distanziert hat, innerlich als auch örtlich. Sie ist in die Schweiz ausgewandert und hat kaum noch Kontakt zu ihren Eltern. Für mich verständlich. Für ihn vielleicht der mentale Todesstoß.

Auch wenn er dabei weniger unschuldig ist, als er von sich denkt. Aber Selbsterkenntnis ist nicht jedermanns Sache. Vor allem nicht bei Blockwarten.

Besser als bloß zu besitzen?

I use roads that I don’t own. I have immediate access to 99% of the roads and highways of the world (with a few exceptions) because they are a public commons. We are all granted this street access via our payment of local taxes. For almost any purpose I can think of, the roads of the world serve me as if I owned them. Even better than if I owned them since I am not in charge of maintaining them. The bulk of public infrastructure offers the same „better than owning“ benefits. Kevin Kelly — The Technium

An und für sich ist die Grundidee des ganzen ja nett und verständlich, sogar überlegenswert (bis auf den Aspekt Autos und Kleider), allerdings fehlt mir ein Aspekt in der ganzen Geschichte völlig: wen bezahle ich für den möglichen Zugriff, wie bezahle, was bezahle ich (mengenmäßig).

Und selbst wenn ich zahle, wie wird sichergestellt, dass niemand den Zugriff auf bestimmte Dinge verhindert? Kein Besitz, heisst zwar einerseits: keine Arbeit, denn Eigentum verpflichtet. Aber kein Besitz heisst auch: Komplettverzicht auf Kontrolle über das eigene Wissen. Damit könnte man nahtlos zum Thema Cloud Computing und Richard Stallmanns Meinung dazu überleiten. Diese Meinung teile ich übrigens. Denn wenn Information quasi zentral verwaltet wird, ist das sowohl Flaschenhals als auch Sollbruchstelle. GFoC fiele mir dazu auch noch ein.

Außerdem stellt sich die Frage, wie das „Mieten“ von digitalen Inhalten langfristig durchsetzbar sein wird, DRM ist dazu keine Lösung, für Musik bereits verachtet und am Aussterben, bei Filmen aktuell noch am Zenith. Aber sobald SOC sich flächendeckend durchsetzt, wird auch bei Filmen das DRM aussterben (müssen). (via netzwertig)

Dazu kommt, dass die Desktop-Revolution noch maximal 10 Jahre entfernt ist. Open Source trotzt (größtenteils) den Finanzkrisen. Natürlich kann es passieren, dass durch Entlassungen bei Sun, Novell und anderen OSS-affinen Firmen die Entwicklung eingeschränkt wird, aber durch ihre Lizenzen und ihre Entwicklungsmodelle ist Open Source das überlebensfähigste Softwareentwicklungsmodell. Ich rede bewusst nicht von Geschäftsmodellen, denn das ist ein anderes Thema.

Mein neues Spiel- und Werkzeug

Handys sind ja des modernen Menschen alltäglicher Begleiter, normalerweise über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren begleitet einen das Handy zu auf die Arbeit, zur Freundin, zum Konzert, auf Reisen etc. Fast überall ist das Handy dabei.

Daher sollte man sich gut prüfen, bevor man sich an ein Gerät bindet. Wie bei einem Auto, einer Wohnung einem Haus, einem Computer. Ich habe die letzten 1,5 Jahre mit einem O2 xda Cosmo verbracht, Windows mobile 5, QWERTZ-Tastatur.

Wichtig für mich an einem Handy wichtig ist: Kontaktverwaltung, gute Terminverwaltung, WLAN und Internetzugriff, Multitasking (Der letzte Punkt alleine schließt ein iPhone schon mal aus). Das ganze in einer möglichst einfachen Bedienung.

Und da ich ein vergesslicher Mensch bin, ist gerade das Terminmanagement für mich wichtig, sprich eine einfache Bedienung dessen. Und aufgrund einiger Handtests bei örtlichen Händlern habe ich mich dafür entschieden, ein Nokia E71 zu kaufen.

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Emails funktionieren, die Zugriffe auf’s Internet sind programmweise(!!!) einstellbar (z.B. Email darf über GPRS/UMTS, Podcasts dürfen nur über WLAN abgerufen werden). Apropos Podcasts. Eigentlich sind die Eseries-Geräte ja „Business Smartphones“, von daher haben mich einige Sachen, allen voran die Integration der Podcasts überrascht. In den Medien ist es möglich, Podcasts automatisiert herunterzuladen (z.B. wenn WLAN vorhanden ist) und auf dem Gerät über den Player abzuspielen. Für mich als faulen Menschen perfekt. Das Internet auf dem Handy ist zwar gegenüber der Referenz auf dem Gebiet lasch, allerdings ein wahnsinniger Fortschritt gegenüber dem Internet auf dem alten xda Cosmo (und auch den neueren HTC/Windows-Mobile-Geräten).

Ich bin gespannt, was die Zukunft für mich bringt, ob das Handy seine (auf mindestens zwei Jahre erwartete) Gebrauchszeit übersteht und was danach Stand der Dinge sein wird. Das Handy hat mich in den letzten 24 Stunden überzeugt, auch wenn es kleinere Mängel meinerseits gibt:

  1. Es gibt kein Favoritenmenü
    Das Favoritenmenü war/ist eine Funktion, in der man mehrere viel genutzte Funktionen über die Auswahltasten nutzen konnte. Diese Funktion ist im E71 vollständig dem „Aktiven Standby“ gewichen, dessen Kofiguration etwas aufwändiger, danach aber perfekt ist.
  2. Der Kopfhörer/Headset-Anschluss
    Der Kopfhörer/Headset-Anschluss des E71 ist ein 2,5mm-Stecker. Dort hätte allerdings auch ein herkömmlicher 3,5mm-Anschluss Platz gehabt, wie man an dem E63 sehen kann. So muss ich über einen Adapter meinen Kopfhörer anschließen.

Für mich sind das bisher die größten Probleme, von der Umstellung von WM5 auf ein anderes System mal abgesehen. Von daher denke ich, die Entscheidung war die richtige und wird auch die nächsten 3 Jahre durchgezogen.

Ein Tag im Netz mit der MBC09

Tja, hat ja nicht geklappt, das mit mir und der MBC09. Sehr schade, denn über den Livestream, der freundlicherweise und selbstloserweise von @Picki(t)(web) bereitgestellt wurde, nachdem der Stream von Sponsor *****load ums verrecken nicht funktioniert hat, war leider nur die Hälfte der Sessions zu verstehen (besser als gar keine, immerhin).

(cc) Bild von bjoern

Ich habe mir heute morgen dann gleich mal einen Twitter-Account zugelegt, als Identi.ca down war, ihn dann aber heute abend wieder gelöscht. Warum? Ganz einfach: Ich habe den Twitter-Account via identi.ca geupdatet, allerdings ist es problematisch, die beiden Systeme mit den Followern einigermaßen synchon zu halten. Und bevor ich irgendwo halbherzig arbeite, lass ich es lieber ganz. Hat ja keinen Sinn, bei Twitter zu schreiben, aber nicht auf Reaktionen anderer zu reagieren. Und da ich bei identi.ca deutlich „besser integriert“ bin und mich besser aufgehoben fühle (ich hab ja so ein Underdog-Faible) habe ich den Twitter-Account wieder gekündigt.

Allerdings habe ich ein anderes Projekt mit Twitter angestoßen, von dem ich hoffe, dass es was wird, wenigstens ein bisschen. Und damit ist der Tag heute auch schon gelaufen, ich hoffe, morgen wird das mit dem Stream besser und ich bekomme noch ein bisschen was mit.

Im übrigen habe ich mich nach Startschwierigkeiten so langsam an das neue, extra zum Tag der MBC gelaunchte Design von identi.ca gewöhnt. Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man von dem kräftigen optischen Linksruck absieht, der durch eine gewisse leere auf der rechten Seite verursacht wird (von der Startseite mal abgesehen).

Kleine Jungs

width=
Bikerboys (cc) by Frazzled Jen

Draußen vor dem Fenster:

Drei kleine Jungs radeln und brüllen sich dabei Dinge zu: „Geschieht dir ganz recht, dass Dir deine Eier wehtun“. Meine Freundin, geschockt, flüstert nur: „Ogottogott…“

Ist Akismet in Deutschland rechtswidrig?

Ich bin mir nicht ganz so sicher, inwieweit das ganze seine Richtigkeit hat, allerdings ist im von Marcel erwähnten Artikel eine Auflistung der Daten, die Akismet durch das Netz jagt.

Hintergrund ist, dass Akismet Daten mit seinem Server in den Vereinigten Staaten abgleicht, um Spam-Kommentare herauszufiltern. Wären dies personenbezogene Daten, so gäbe es ein datenschutzrechtliches Problem – in Deutschland, Österreich und Schweiz. (Der Korsti bloggt)

Auf Google Analytics mag ich derzeit aber im Gegensatz zu Akismet nun gar nicht verzichten, solange ich Piwik nicht zum laufen bekomme. Deshalb habe ich für Google Analytics den von GA bereitgestellten Datenschutzhinweis übernommen. Für ein Anti-Spam-Plugin sehe ich dieses allerdings nicht ein, deswegen bin ich auf Yawasp von Sven Kubiak umgestiegen und hoffe, dass ich es zum einen richtig eingebaut habe und zum anderen, dass auch weiterhin keine bzw. kaum Spamkommentare hier durchrutschen. Ich hasse es, wenn Lessigs Beschreibung der Unterschiede zwischen dem Code (tech.) und dem Code (law) zu solchen für Seitenbetreiber echt bescheidenen Situationen führen.

Sicher ist die Sendung all der aufgeführten Daten sicher nicht unproblematisch, aber die wirklich unproblematische, rechtssichere und DAU-freundliche Anti-Spam-Maßnahme gibt es scheinbar noch nicht. Man hat es nicht leicht als wertloser (weil preisloser) Hauspublizist.

Updates, Updates, Updates (2)

Mehrere Sachen stoßen mir nach dem Update auf 8.10 weiterhin auf. Seit der Installation hatte ich in den Videos einen Blaustich, Abhilfe schaffte vorübergehend der Befehl:

Nebeneffekt: im (komischerweise zeitgleich zu totem-gstreamer installierten) totem-xine waren die Farben (ursprünglich richtig) verdreht, während totem-gstreamer das ganze richtig angezeigt hat.

Was mich daran verwundert ist die gleichzeitige Installation von beiden Backends, in Feisty, Gutsy und Hardy waren die Backends nur unter Deinstallation des jeweils anderen installierbar, das Update von Hary auf Intrepid hat beide Backends gleichzeitig installiert.

Meine Lösung

Deinstallation von totem-gstreamer, entfernen des hue-Parameters und installation des neuesten NVidia-Treibers mit EnvyNG. Und schon funktioniert alles wie gehabt. Selbst das Problem mit dem verschwindenden Mauszeiger trat (zumindest in den letzten 15 Minuten unter reproduzierten Bedingungen des vorherigen Verschwindens nicht wieder auf.