Link-Ecke #1

Die Link-Ecke wird ein hoffentlich wöchentlich erscheinender Artikelzyklus, der sich im Laufe der Woche füllt und Freitags oder Samstags veröffentlicht wird.

  • Bundestagger
    Der BundesTagger macht die Plenarprotokolle des Bundestages zugänglicher. Man kann Textabschnitte mit Anmerkungen versehen und Parlamentsreden taggen.
  • Ubuntu Karmic Koala 9.10 aus meiner Sicht
    Christoph Langner schreibt über das neue Release von Ubuntu Karmic Koala, welches am 29. Oktober freigegeben werden soll.
  • Tux im Einzelhandel
    Wo man Linux so überall findet berichtet Windows vs. Linux (auch die Kommentare lesen, da findet man auch Hinweise auf z.B. das Sprottenblog, das über Einwegrecycle-Automaten berichtet)
  • Wikipedia richtet sich zugrunde
    Die Wikipedia stellt – zumindest einige der Administratoren – stellen sich quer, wenn es um Relevanz von extrem bekannten Blogs und/oder Organisation handelt. Klicken, lesen, lachen (oder kopfschütteln).
  • Endlich – König von Deutschland
    „Wir, die FDP, mit mir als Vorsitzenden, sind die Partei der Mitte und werden bald die einzige Volkspartei der Bundesrepublik Deutschland sein. Endlich haben die Menschen begriffen, dass nur die FDP die Lösung für unsere Probleme bereit hält. Natürlich gab es auch die eine oder andere Kritik, aber was wissen diese hirnverbrannten Schmierfinken der Presse schon? Ich kenne als einziger die Lösung auf alle Fragen, die unser Land beschäftigt. Ich bin König von Deutschland.“
  • Regividerm
    Nachdem die Reaktionen auf den ARD-Beitrag über die „Wundersalbe“ so gemischt waren, tauchte an mehreren Stellen das Rezept auf. Unter anderem fand man auch die Rezeptur im Patentantrag.

Fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn

Gestern die 1,5 Stunden Autobahn waren mir genug. Ich mag schon mit dem Auto nicht auf einer vollen Autobahn rumfahren, aber auf dem Motorrad ist das nochmal weniger schön. Schon gar nicht im dunkeln, bei Seitenwind und mit einer Mischung aus LKW und Rasern.

Was auf Landstraße und „auf dem Land“ das schöne am Motorrad fahren ist, nämlich sich mitten in der Landschaft zu befinden, ist auf der Autobahn – für mich momentan – der pure Horror.

Das Motorrad, eine Yamaha XJ600N, hätte noch deutlichen Spielraum nach oben gehabt, bei 140 im 6. Gang und 4000 Umdrehungen oder so. Nett ist es auf jeden Fall zu merken, bei 140 noch ein bisschen zu drehen und immer noch merklich weiter nach hinten gezogen zu werden, von der Beschleunigung der Maschine unter mir.

Allerdings ist das eine Geschwindigkeit und eine Situation, in der ich nicht mehr das Motorrad fahren genießen kann, jedenfalls nicht im dunkeln auf einer gut gefüllten A45/A66 zwischen 17.30 und 18.45 mit Seitenwind und 90 fahrenden LKW auf  der rechten und im Schnitt 160 fahrenden Rasern auf der linken Spur.

Immerhin habe ich im Anschluss meiner Stunde einen Prüfungstermin gesagt bekommen. Jetzt muss nur noch der Urlaubsantrag durchgehen und ich die Prüfung bestehen. Dann gehen 17 Jahre warten* endlich zuende und nächstes Jahr steht dann hoffentlich im April eine Kawasaki ER-6n vorm Haus.

* Ja, genau. 17 Jahre, vielleicht auch mehr. Vielleicht werde ich die Geschichte irgendwann mal erzählen, warum und wieso. Aber das hat noch Zeit…

-1°C

Ich glaube, ich hatte mal erwähnt, dass ich momentan daran bin meinen Motorradführerschein zu machen. Nun. Jeder Depp kann im Sommer seinen Führerschein machen, aber harte Kerle fahren im Winter.

Gut, die 120 auf der Straße drücken mit der Yamaha nicht mehr so stark im Gesicht, aber insgesamt ist es bei Temperaturen um -1°C doch relativ frisch auf so nem Motorrad. Und daher habe ich am Wochenende mal nach ein paar vernünftigen Klamotten ausschau gehalten. Dummerweise habe ich die Handschue, die mir auf Anhieb passten und einen relativ windfesten und vernüftigen Eindruck machten, nicht richtig, sprich: nur einen der Handschuhe anprobiert.

Natürlich hat dann am Montag der eine nicht gepasst, so dass ich am Ende doch wieder mit der Fahrschulausrüstung gefahren bin.

Aber trotz der Kälte muss ich sagen, dass das Fahren weiterhin immer noch wahnsinnig viel Spass macht. Vielleicht auch gerade deswegen, da ich dann nicht ganz so schnell bis gar nicht ins Schwitzen komme.

Das Ende vom Lied war also, dass ich gestern nachmittag in Frankfurt im Louis-Store in Frankfurt stand und meine Handschuhe umtauschen wollte. Und dann haben die ausgerechnet meine Größe nicht mehr. Immerhin war der Service-Mensch im Frankfurter Laden ebenso freundlich wie die Dame in Fulda, die mich bei den Schuhen beraten hatte.

Im übrigen kann ich den SOS Motorradkleidung in Gelnhausen sehr empfehlen. Auch wenn ich dort für mich nichts gefunden habe, sollte man dort mal vorbeischauen. Die Beratung ist extrem kompetent und freundlich. Von Bikern für Biker, quasi.

Warum man den Artikel über HTML5 löschen sollte

  1. HTML5 findet nur im Internet statt. Ein Bezug zur Realität ist nicht vorhanden und wird es vor 2014 nicht sein.
  2. Warum darf ein Artikel über einen Entwurf einer Spezifikation existieren, wenn ein Artikel über ein sich in der Entwicklung befindliches, aber schon einsetzbares Framework wie FLOW3 gelöscht wird? (Man kann ihn bei wiki-waste.de nachlesen)
  3. Der Artikel ist stark fehlerhaft, z.B. wurde eine Veröffentlichung von xHTML5 abgelehnt und wird nicht stattfinden.

siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:HTML5.

Gleiche Maßstäbe könnte man an Projekte wie CouchDB ansetzen, die gerade erst den Beta-Status erreicht haben. CouchDB wird dabei von 10 Projekten und 30 Webseiten eingesetzt. Ist das relevant?

Rennen auf Tod oder Leben

Vor ca. 15 Jahren war ich verliebt. Mit 12 also. In Autorennspiele, bei denen man von oben auf die Welt hinabsieht. Dabei waren Slicks’n’Slide, das mir auf einer Shareware-CD in die Hände gefallen ist und:

Death Rally (Wine)

Death Rally! Mit Waffen, Autos und Geld. Für Windows. Und es läuft unter WINE, das alte Auto-Killerspiel.

Remedy Entertainment hat das Spiel „Death Rally“ für Windows neu aufgelegt, die kompletten Menügrafiken wurden überarbeitet. Das Rennen selbst hat ein herrlich nostalgisches VGA-Bild und ich habe mich eben ca. 15 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt gefühlt.

Death Rally bei Remedy Entertainment herunterladen. Legal und kostenlos. (via)

Wie kam ich nur ohne aus?

Meine Freundin und ich haben sehr unterschiedliche Arbeitszeiten. Meine sind zwar immer gleiche, ihre variieren aber zwischen Aufstehen um halb 5 und Aufstehen um 11. Bei mir ist es im Normalfall 6:30.

Und damit der jweilige Aufstehende nicht einfach auf die Fresse fällt, haben wir uns ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder und LED (vom Discounter) zugelegt. Das sind sehr gut angelegte 5 Euro, muss ich sagen. Immerhin muss ich nicht mehr im Dunkeln nach irgendwelchen Nachttischlichtschaltern suchen. Ich hänge die Füße aus dem Bett und das kleine Lämchen geht an.

Ich werde nicht geblendet und muss bei entsprechender Klamottenauswahl am Vortag nicht mal das große Licht anmachen, dass auf den Aufstehenden und den (dann nicht mehr so gut) Weiterschlafenden wirkt wie Sonne auf Vampire. Moderne Technik ist etwas tolles.

Herr Jung sucht eine Bank

Ja, der Herr Jung, der ist unzufrieden mit der Leistung seiner Bank. Seine Bank, das ist die Sparkasse, mit der der Jung aus mehreren Gründen ein paar Differenzen hat. Eine dieser Differenzen ist das Online-Banking. Der Herr Jung mag Online-Banking, weil das einfach ist. Einfach ist gut.

Was der Herr Jung auch mag, sind Zinsen. Die bekommt er nämlich von der Bank (meistens). Weil seine Bank aber ihm keine Zinsen mehr geben mag, ist der Herr Jung traurig. Von 3% auf 0,5% hat die Bank ihn fallen lassen.

Anforderungen

Meine neue Bank müsste ein paar klitzekleine Anforderungen erfüllen:

  • Kein unnötiger Papierkram.
    Reaktivierung eines eventuell gesperrten Kontos muss auch ohne Briefe oder Faxe gehen.
  • Solide Onlinebanking-Software
    Die Neuentwicklung der Sparkasse ist zwar nicht schlecht, aber in manchen Punkten echt grottig.
  • Zinsen
    Der Herr Jung möchte langfristig für unverbindliche Anlagen möglichst viele Zinsen (1,5% bis 2% sollten drin sein) kassieren. Tagesgeldkonten sind genau mein Ding.
  • Möglichst viele Möglichkeiten zum Geld abheben
  • Einzahlmöglichkeit in der Nähe
  • Am besten mobileTAN-Unterstützung
  • Sollte der Herr Jung wechseln, wäre es nett, wenn die neue Bank dabei behilflich ist.

Mögliche Kandidaten

1. Die Diba

Die Diba ist eine Empfehlung von einem Arbeitskollegen, der gute Erfahrungen mit deren Online-Banking gemacht hat. mobileTAN und Post-Ident, der rest geht fernmündlich und elektronisch. Geld abheben geht über Kreditkarte und wäre auch bei mir in der Firma unten im Haus möglich, bei der Degussa-Bank.

Allerdings bin ich mir unklar über eine mögliche Einzahl-Möglichkeit und/oder einen Filialbetrieb.

2. Die Degussa-Bank

Die Degussabank hat einen Geldautomaten bei mir in der Firma im Haus. Der Wechsel dorthin ist den Erfahrungen aus meinem Verwandtenkreis gut. Filialen gibts in Hanau mindestens 2 Stück, mehr oder weniger günstig zu erreichen.

3. 1822 direkt

Kann an jeder Sparkasse abheben (bei mir im Ort nicht). Zinsen gibts, aber über das Onlinebanking weiss ich bei der 1822 nichts. Vielleicht kann da jemand helfen. Zinsen sind ähnlich wie bei der „normalen“ Sparkasse, da meine Einlage (vermutlich) über 500€ liegen wird.

Für Erfahrungsberichte und/oder Tipps, die den Kriterien entsprechend bin ich sehr dankbar.

Der morgendliche Kickstart – und wie Philips ihn verhindert

Kaffeeliebhaber werden mich dafür hassen: Ich habe eine Senseo-Maschine. Ob ich noch länger eine haben werde, ist eine andere Sache. Ich mache mir ein bisschen auch Gedanken um die Alternativen zur Senseo. Warum, fragt man sich vielleicht.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, dass Senseo/Philips im Mai des Jahres 2009 eine Rückrufaktion für einen Teil der Produktion ausgerufen hatte, in dessen Verlauf die Brüheinheit bzw. der Erhitzer ausgewechselt wurde, weil dieser eventuell hätte platzen können.

Vielleicht hätte ich warten sollen, bis das Ding wirklich platzt, denn mit dem Einsenden der Kaffeemaschine in die Rückrufaktion fing alles an.

Erster Versuch

Am 16. April (ca. 1 Woche, nachdem ich den Rückrufdienst über das Internet kontaktiert hatte), bekam ich meine erste Mail von Philips, mit der Reperaturnummer und der Aussage, man melde sich, sobald man die Transportpackung versenden würde.

Das geschah dann ca. 2 Wochen später am 4. Mai. Die Maschine war ca. 3 Wochen unterwegs, am 28. Mai hatte ich sie meinen Aufzeichnungen zufolge wieder, das genaue Datum ist mir nicht bekannt. Am 15.7. trudelte dann schon eine Benachrichtigung ein, dass die Maschine versendet wurde – wäre mir ja auch nicht aufgefallen ;-)

Zweiter Versuch

Am 3. August hatte ich eine neuerliche Nachricht im Email-Eingang, dass man die Transportpackung versendet habe. Die Maschine hat 2 Wochen nach Inbetriebnahme angefangen, Kaffee zu brühen, der nach geschmortem Plastik schmeckte. Ich habe dann am Ende eine neue Maschine bekommen, dazu ein Entschuldigungschreiben.

Dritter Versuch

Am 6. September war diese Maschine auch fällig. Wieder das gleiche Problem. Kaffee schmeckt nach Schmorplastik. Allerdings hatte ich da schon eine Woche mit dem Warten auf den Reperaturdienst-Bescheid gewartet. Erst auf neuerliche Anfrage gab es dann endlich die neue Versandpackung. Und wieder eine neue Maschine. Die dritte. Diesmal ohne Entschuldigungsschreiben.

Vierter Versuch

Derzeit warte ich auf ein Regen von Philips, die 3. Maschine ist auch hinüber. Plastikgeschmack. Was sonst. Beim ersten Anruf wollte man mir Geld wiedererstatten. Von Geld kann ich mir allerdings keinen Kaffee kochen, also habe ich darum gebeten, dass man mir eine Kaffeemaschine einer neueren Serie schickt.

Gestern bekam ich einen Anruf von Philips, in dem mir mitgeteilt wurde, ich möge doch das Geld nehmen, man hätte momentan einen Engpass mit Austauschgeräten. Was mir erstmal egal ist, habe ich doch eine „Austauschmaschine“ von meinen Eltern, die sie momentan nicht brauchen.

Jetzt suche ich aber weiterhin nach einer bezahlbaren Alternative zur Senseo, die ähnlichen Komfort bietet. In erster Linie also: schnell und günstig einen frischen wohlschmeckenden Kaffee für den Kickstart in den Morgen.

Ideen?

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #3

Tja, leider habe ich keine Aussage bekommen wie „es tut uns leid, ja, Sie haben recht, Kopierschutz ist scheisse“. Das wäre mal was gewesen.

Das Ende vom Lied ist: Ich habe 2 DVDs „Die Welle“ rumliegen. Außerdem bekomme ich eine DVD „Im Winter ein Jahr“, die momentan etwas mehr kostet als „Die Welle“ was mir persönlich aber eigentlich egal ist, nach dem Ärger.

Die Damen und Herren von Eurovideo dürften sich an der Geschichte auch nicht kaputtgewirtschaftet haben, so bleibt also nur ein kleiner Sieg über eine Industrie, die es ehrlichen Kunden wirklich schwer macht, Kunden zu bleiben.

Fazit: Die DVD lässt sich immer noch nicht auf der PS2 abspielen. In Bezug auf den Film „Die Welle“ habe ich also rein gar nichts gewonnen. Bleibt ein Stück für’s Regal und ab und zu für’s Arbeitszimmer. Kopierschutz ist natürlich aus Sicht der Betriebe die ihn einsetzen ein absolutes Muss und ich habe einen zusätzlichen Film. Und wenn der nicht geht….

Vom Internetverständis der CDU

Ole von Beust fordert: CDU soll von Piratenpartei Internet lernen“ ist der Artikel im Spiegel überschrieben und im Teaser erklärt der Spiegel: “Ole von Beust ist neidisch auf die Piratenpartei, die in ihrer Kommunikation auf das Internet fixiert ist. Die CDU müsse von ihr lernen, wie man über das Web an potenzielle Wähler herankommt, fordert Hamburgs Erster Bürgermeister.

Das offenbart sehr schön, wie die CDU und wie Ole von Beust das Intenet sehen: als reines Sendemedium über das man heute die Wähler erreicht. Erst die Zeitung, dann das Radio, das Fernsehen und heute eben Internet. Dabei wird übersehen, dass das Internet kein unidirektionales Sendemedium ist, sondern ein Netzwerk, in dem jeder lesen und schreiben kann.

Ole von Beust redet von Wählermobilisierung. Was die Piraten ins Internet treibt, ist die Möglichkeit, Wissen, Informationen Vernetzungen zu speichern, wie beispielsweise im Piratenwiki, das eine zentrale Anlaufstelle für die Piraten ist. Hier finden sich Protokolle, AG-Listen, AG-Beschreibungen, Informationen über die Partei, Mitgliederzahlen, Kontenstände etc. Alles das, was für die Transparenz einer Partei notwendig ist.

Alles das ist in klassischen Medien nicht möglich. Ich kenne keine Tageszeitung, keinen Radio- oder Fernsehsender, der täglich neue Informationen über die Piraten veröffentlichen würde.

Aber bis die CDU das nochmal kapiert, sind noch 3 Generationen Nachwuchs notwendig, wenn die CDU bis dahin das Internet nicht kaputtgemacht hat.