Ganz oder gar nicht

Die Sache mit der Kulturflatrate, wie bei nicorola.de angesprochen ist wäre ja super. Wenn da nicht ein paar Probleme wären. Die Sache ist nämlich nicht ganz klar zu regeln.


Photo: Oschlag bei 23

Und auch wenn einzelne Länder löbliche Vorstöße machen, kann das nie funktionieren (ich zitiere hier mal meinen Kommentar auf Nikos damaligen Post):

[…] das gleiche Problem, was wir mit den GEMA-Abgaben auf Speichermedien haben:
Wer sieht wieviel von dem Geld (bei GEMA-Künstlern) und wie werden nicht-GEMA-Musiker, deren Musik auch darauf gebrannt wird, entlohnt?
Wird man für diese Fälle keine Lösung finden, wäre es um so trauriger, denn dann würde die erkämpfte und erstrittene Freiheit der CC-Lizenzen fast schon überflüssig.
Aber ich glaube, hier wird wie immer der Unterschied zwischen Ländern und dem Internet vergessen: Die einen haben Grenzen, der andere nicht.
Was ist, wenn die USA eine Pauschale zahlen, der Ami sich aber lauter deutsche Lieder runterlädt, die es in den USA nicht zu kaufen gibt. Ist das damit abgedeckt?

Und das wäre nur der Anfang. Welche Labels in welchen Ländern spielen mit? Wie darf ich mir deren Songs/Inhalte besorgen? Gibt es extra dafür eingerichtete Plattformen? Oder vielleicht spezielle Programme? Sind die Plattformunabhängig? Darf ich Tauschbörsen benutzen? Welche Formate sind erlaubt, welche nicht?

Und was ist eigentlich mit Filmen? Kosten die extra ist das all inclusive? Und was kostet das alles überhaupt? 10€, 20€? Fällt dann die GEMA-Abgabe auf die CDs, DVDs, Festplatten etc. weg?

Und das Spiel ist aus!

Microsoft gibt zu, dass ODF den Kampf um das neue Standard-Format gewonnen hat. Das ist mit Sicherheit ein guter Anfang, es wird sich allerdings zeigen, wie gut die Integration in folgende Office-Versionen ist. Und es wird sich zeigen, wie kompatibel die verschiedenen Office-Programme mit den ODF-Files umgehen.

Und davon abgesehen, weicht man ja trotz allem nicht OOXML ab, denn die Integration eines Formates bedeutet ja nicht automatisch die Aufgabe eines anderen. Außerdem wäre das ja für den Unternehmenswert ungünstig, ließe man OOXML jezt fallen.

Denn nach den ganzen Aufwendungen für Bestechungen und Schmierereien „Sponsoring für Entscheidungen“ wäre das ja das Tüpfelchen auf dem i, dass sich bei M$ bestimmt keiner auf den Kaffee klecksen will.

Bye bye, Zooomr

Pascal hat aus sich aus guten Gründen bei Zooomr zurückgezogen.

Warum das ganze? Zooomr hatte wirklich große Pläne, es gab vielversprechende Funktionen und man sollte sogar dort Fotos verkaufen können. Schlussendlich war das ganze aber zunächst einmal weder sonderlich zuverlässig noch so gut, dass man ein mehr an aktiven Benutzer hätte spüren können. Meiner Meinung nach sind aktuell etwa 30–50 Benutzer sehr aktiv auf Zooomr und außer diesem Kern gibt es keine wirklich für mich erlebbare Community. Zudem entwickelt sich Zooomr immer mehr weg vom eigentlichen Photosharing weg zur allgemeinen Kommunikations-Plattform, aber ganz im ernst: Ich will erst einmal meine Fotos vernünftig im Internet präsentieren und verwalten (und Feedback bekommen), bevor ich mir über so etwas Gedanken mache.

Heute war ich mal wieder auf der Seite und ich muss sagen: Die Fixierung auf die Zipline und Twitter ist mir wirklich zuwieder. Auch Twitter alleine übrigens. Dazu kann man in der Zipline kaum noch die Maus bewegen ohne von irgendwelchen Popup-Layern angebrüllt zu werden.

Und ich habe Zooomr in den letzten 2 Jahren die Stange gehalten. Die 2-wöchige Unterbrechung von Mark2 auf Mark3, die Pause beim Übergang von Mark3 zu Mark4. Die fehlende Unterstützung des bekannten jUploadrs. Nicht nur die Stange gehalten, nein, auch Werbung habe ich gemacht und mindestens 2 User zu Zooomr anstatt zu Flickr gebracht.

Aber ich habe aus dem ganzen Dilemma – schade um die Jungs aus der Community – trotz allem auch meine Konsequenzen gezogen. Es macht seit geraumer Zeit keinen Spass mehr, sich auf der Seite zu bewegen. Zu viel Tralala und überladener Schnickschnack. Themes schön und gut, aber bitte mit Vorsicht. Die Lösung bei 23hq finde ich beispielsweise sehr gut.


Kiss my Ass - Bild von einem Raben bei 23

Zwar werde ich meinen Zooomr-Account nicht löschen und dort von Zeit zu Zeit mal vorbeischauen, aber in Zukunft bin ich bei 23hq zu finden. Und vielleicht mach ich dort dann auch mal wieder aktiver Bilder. Und immerhin ist meetthegimp dort unter der Leitung von Rolf Steinorth als Photogroup vorhanden (was durchaus ein Argument ist, finde ich)

Im übrigen ist 23hq für 30 Bilder/Monat kostenlos und kostet sonst 20€ im Jahr. Fair, wie ich finde. Im ersten Monat gibts sogar 300 Fotos. Das ganze in einer unauffälligen, Freiraum gebenden Oberfläche, die hin und wieder nicht ganz so logisch geordnet ist, im großen und ganzen aber ihren Dienst flott und diskret verrichtet. Einziges Manko ist ein nicht vorhandener Bulk-Uploader, aber selbst dort gibt es schon Ansätze auf Basis von jUploadr.

Motorrad vs. Auto

Momentan schwirrt in meinem Kopf so ein Gedanke herum. Ich überlege, meiner Fahrschule zu erklären dass ich bitte auch gleich den Motorrad-Führerschein machen möchte. Nicht unbedingt aus Spass und als Hobby, sondern als ernsthaftes primäres Fortbewegungsmittel.

Leider kann mir da niemand so genau weiterhelfen und mir sagen, ob der Kostenfaktor wirklich so einen Unterschied machen würde, und dabei meine ich nicht Anschaffungskosten für den Schein und das Rad, sondern wirklich einen (spürbaren) Unterschied in den den Haltungs- und Betriebskosten, sprich: Steuern, Versicherung, Sprit und Wartung.

Um das ganze vielleicht ein wenig präziser zu machen: Mir schwebt eine Maschine in der Art „Honda Rebel Shadow“ vor.

Könnte mir da jemand vielleicht weiterhelfen? Lohnt sich das?

Und die Platz-Argumente zählen nicht. Meine Freundin hat ein Auto.

Das rosa Dingens mit T

Nein, eine Verschärfung der Gesetze zum Datenschutz brauchen wir prinzipiell nicht. Aber eine konsequente Umsetzung ebendieser Gesetze. Und einen Innenminister, bei dem es nicht wie Schicksalsironie wirkt, wenn er sich mit einem Datenschutzsünder wie der Telekom an einen Tisch setzt.

Und wer weiter von „freiwillliger Selbstverpflichtung“ faselt redet, dem kann ich nur sagen: „Reali-tät auch Dir gut“. Schließlich hat das ja nicht mal bei dem Ausbildungspakt funktioniert, und da gab es für die Unternehmen ja noch Belohnungen.

Und dass jetzt im Bundestag die Diskussionen über die (kürzlich von den Damen und Herren selbst abgesegnete) Vorratsdatenspeicherung losgeht, ist nur noch eine Lachnummer. Purer Populismus, Teile der Opposition mal ausgenommen.

Die Geister, die sie riefen

Microsoft hat ein Problem. Ein großes. Und Asus ist schuld. Asus und der Eeepc. Denn keiner hätte vorher gedacht, dass ein Markt für billige, aber schwache Rechner existiert.

Das Problem an der Geschichte: die Rechner sind stark genug für XP – jedenfalls gerade so, aber zu schwach auf der Brust für Vista. Und nachdem Vista sowieso schon fast nur als OEM über den Tisch ging (ich will nicht bestreiten, dass es nicht auch ein paar Verrückte gibt, die das auch so gekauft haben), die Verkaufszeit für XP schon verlängert wurde, jetzt auch noch die Verfügbarkeit für „schwache Rechner“ verlängert wurde.

Und warum? Weil man Angst hat. Was ist günstiger und kann auch auf schwacher Hardware relativ performant laufen? Richtig.

Linux. Microsoft hat Angst vor Linux. Aber warum?

Die Antwort ist relativ simpel, finde ich: Man hat sich größtenteils auf den Markt beschränkt, der das meiste Geld versprochen hat. Aufrüstwillige, Gamer, Speedfreaks. Und dabei den Long Tail des Hardwarebusiness vergessen oder ignoriert.

Grafik von trnd.com
Rechenpower-Umfrage bei trnd.com

Wer erwartet auch, dass jemand ein Notebook kauft, dass nicht so viel kann, wenig kostet und ultraklein ist? Vielleicht, weil es für viele Menschen ausreicht. Natürlich kaufe ich den Aldi-PC für 500 Euro, weil die Hardware die nächsten zwei Jahre hält, bis das neue Windows mehr Ressourcen frisst, als der aktuelle Rechner unter Volllast. Und das nur für ein bisschen surfen? Und was mache ich eigentlich, wenn ich Zug fahre, oder Bus? Wenn die IT-Zielgruppe ja auch größtmögliche Flexibilität und Mobilität getrimmt wird? Und so jemand kann mit einem kleinen Notebook im Zug eher was anfangen wie mit einem 12-Zoll- (hab ich ausprobiert) oder gar 15-Zoll-Notebook (will ich gar nicht ausprobieren, weil ich das mit dem 12er schon probiert habe).

Und aufgrund der geforderten Mobilität der Geräte ist die Leistung dem entsprechend schwächer. Und da stinkt Vista nun mal ab. Sowohl in der Performance, als auch bei den Kosten. Und selbst bei trnd-Partnern ist die Rechenpower nicht überdurchschnittlich, obwohl diese eine perfekte Werbezielgruppe abgeben: Jung, netzaffin, vermutlich einigermaßen zahlungkräftig.

Aber mit der ganzen weiterschlepperei wird das nie was, mit dem Vista-Absatz. Entweder, das nächste Windows zieht wirklich einen Schlussstrich, oder es wird eine Extraversion für schwache Rechner veröffentlicht, sonst wird das nichts. Aber das nächste Windows hat ja vermutlich den gleichen Kernel wie das aktuelle Vista. Und ein sich „in Entwicklung“ befindlicher Microkernel, der 24 Megabyte groß ist (auf der Platte, nicht im RAM) wird so schnell auch nichts retten können. Aber wir werden es sehen. Ganz sicher.

Update: Golem hat gerade ein Interview mit Nat Friedman von Novell veröffentlicht. Titel: Mini-Notebooks sind eine große Chance für Linux.