Nachtrag zu iPhone 4S / Siri / iCloud

Ich frage mich ja: Wenn Siri ja in der „iCloud“ die Sprache analysiert und die Befehle zurücksendet impliziert das eigentlich folgendes:

  1. Siri dürfte in Deutschland nicht funktionieren (siehe Kommentar von Nitek)
  2. Siri müsste auf jedem iOS5-fähigen iPhone funktionieren
  3. Die Freischaltung nur für das 4S ist reines Marketingkalkül
  4. Es gibt einen Server bei Apple, der im Prinzip alle iOS5-Geräte fernsteuern kann
  5. Der DNS-Name des Servers ist bereits bekannt: guzzoni.apple.com

Mindestens 2 der Punkte oben finde ich sehr bedenklich. Geht das nur mir so?

Das Killerfeature des iPhone 4S – Viel Lärm um nichts

Die Spracherkennung Siri ist die interessanteste Softwareneuerung beim iPhone 4S. Für Siri muss eine Internetverbindung bestehen, denn die Anfragen werden an einen Apple-Server geschickt. – Liebesbekundungen und Heiratsanträge für Siri – iPhone 4S im Test: Sprechende Spielkonsole auf Speed – Golem.de.

Oh. Ich dachte wirklich, das Apple hier auf dem 4S Innovation liefert und die Sprachsteuerung wirklich integriert. Aber wenn jede dieser Anfragen über Apple-Server geht, ist das ein starkes Stück. Und im Prinzip ist das dann auch weniger ein 4S-Feature als eher ein iCloud-Feature.

Aber da die iCloud hier in Deutschland ja sowieso Probleme mit der GEMA bekommt, ist das erstmal wurst… Aber ich wüsste trotzdem gerne wo und wie in der EULA für das iPhone 4S darauf hingewiesen wird.

Ich hätte es als Nutzer nicht erwartet.

Offentlichtliches ist offensichtlich? Offensichtlich nicht.

Ein Schuldenschnitt für Griechenland wird immer wahrscheinlicher. Doch Bankenexperte Schiereck sagt im tagesschau.de-Interview: „Uns sind die Griechen relativ egal.“ In Wahrheit gehe es den Staaten um die Rettung der eigenen Banken. Für die Steuerzahler sei das aber auf jeden Fall mit Risiken verbunden. – Interview: „Es ging nie darum, Schuldenstaaten zu retten“ | tagesschau.de

Na da lehnt sich einer aber einer aus dem Fenster. Ich kann mir das überhauptgarnichtniemalsnie vorstellen. Das ist der Captain Obvious des Tages, was sag ich, der Woche, des Monats.

Dabei fällt mir ein, dass die Tagesschau die Aktion letzte Woche schon „Bankenrettung“ betitelt hat.

„Kundenkommunikation“

Aus Anlässlich der Fahrplanänderungen schrieb ich dem RMV am Montag, den 10. Oktober eine (wirklich) freundliche Mail mit dem Hinweis auf ebendiese. Leider verschickt der RMV die eigentliche Anfrage nicht mit der Anfragebestätigung.

Heute kam die Antwort, die ich in meinem Antwortschreiben unten zitiere. Ich war etwas sprachlos und antwortete:


Sprechen Sie deutsch [man könnte hier auch fragen: „Sprechen Sie deutsch und/oder stehen sie unter Drogeneinfluss, Anm. des Autors, nicht in der Mail enthalten]?

Ich schrieb: „OBERRODENBACH“ und „HANAU“ und es ging um die Linie(n)
MKK52 und MKK53. Diese fahren zwischen dem 10. und 23. Oktober anders
aufgrund einer Vollsperrung zwischen NIEDERRODENBACH und
OBERRODENBACH. Mittlerweile gibt es auf der RMV Webseite sogar einen
Hinweis dazu, der erwähnte Baustellenfahrplan ist aber nirgends
verlinkt.

Ich weiß nicht wie sie hier „Offenbach“ und „Linie n65“ rausgelesen
haben, aber es würde mich mal interessieren.

2011/10/13  <kundenanliegen@rmv.de>:

Sehr geehrter Herr Jung,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir haben folgenden Verkehrshinweis auf unserer Website auf www.rmv.de für
Sie hinterlegt:

„Ober-Roden: Bus n65 – Haltestelle entfällt

10.10.11 – 22.10.11

Wegen Bauarbeiten entfällt die Haltestelle „Ober-Roden-Kirche“ in
Fahrtrichtung Offenbach. weniger

Fahrgäste werden gebeten, auf die Haltestelle „Ober-Roden-Bahnhof“
auszuweichen.“

Falls es sich hierbei nicht um die genannte Linie n65 handelt, bitten wir
Sie um eine Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Julia xxxxx

Kundenkommunikation


Ich frage mich, was sie mir damit sagen wollte. Auch mit diesem „Offenbach. weniger“.

[Update 13:51: Mittlerweile habe ich von der KVG den Baustellenfahrplan zugeschickt bekommen. An der RMV-Seite hat sich seitdem wenig verändert (eine Linie hat jetzt den Baustellenfahrplanhinweis satte 4 Mal, aber einen Link noch immer nicht)]

Bananenrepublik war gestern

Ganz ehrlich: Bei der ganzen Berichterstattung rund um den bzw. die Staatstrojaner kotzt mich das ganze so an, dass ich eigentlich nur noch Kotzen will, was das Zeug hergibt. Dieses herumlavieren und gegenseitige Schuldzuweisung von BKA und LKÄ. Jeder Tag den diese Bundesregierung in dieser Form regiert ist ein Tag zuviel.

Bananenrepublik war gestern.

Fahrplanänderungen

Auf meinem Arbeitsweg wird gebaut. Genauer gesagt: eine ganze Straße ist komplett gesperrt für 2 Wochen. Die Straße ist zwischen 2 Ortsteilen und hat keine Alternativ-Route, wenn man von einem Fahrradweg absieht.

Die „Fahrgastinformationen“ im Vorfeld waren von Fehlern und Unterlassungen begleitet: Die Busfahrer wissen von nichts und schieben es auf den RMV, an den Haltestellen hängt nichts, lediglich in den Bussen hingen Hinweise, man könnte sich den neuen Fahrplan für die 2 Wochen im Internet bei dem Unternehmen herunterladen, die die Strecke fährt. Ich bin dazu durchaus in der Lage, bezweifle aber sehr stark, dass die Senioren im Bus das auch können.

Gestern morgen bin ich das erste mal die Strecke gefahren und war auf eine Stunde Wartezeit in Somborn eingerichtet, so suggerierte der Fahrplan, der auf der Internetseite der Firma „Stroh-Busreisen“ zu finden war. Tatsächlich gibt es aber eine deutlich schhnellere Verbindung nach nur ca. 5 Minuten Wartezeit, die auch die Haltestelle meiner Arbeitsstelle anfährt (was der Bus auf dem Fahrplan nicht getan hätte).

Der RMV kennt immerhin die Buslinie von Somborn nach Hanau und sagt auch an, dass diese nur während der Herbstferien gefahren – von der Firma Stroh übrigens. Was der RMV nicht kennt, ist die geänderte Strecke als solche. Die Abfrage von meinem Wohnort zu meiner Arbeit zu fahren liefert immer noch die alte Route, ohne Hinweise auf geänderte Strecken und Zeiten.

Insgesamt bin ich dann also die nächsten 2 Wochen eine mindestens Viertelstunde später auf der Arbeit, solange es nicht einigermaßen zuverlässig trocken ist. Sonst fahr‘ ich Motorrad.

Die Heimfahrt hat sich überraschenderweise ebenso problemlos funktioniert. Allerdings scheint es als hätten ein paar Menschen die die Busse vorher nehmen wollten weniger Glück gehabt. Wir werden sehen, ob sich das noch einspielt.

Vielen Dank, es reicht.

Brad Pitt horse, Çanakkale

Im Prinzip ist es doch egal ob das LKA Bayern oder das BKA diesen Trojaner hat bauen lassen. Es sollte die Pflicht des BKA sein, ein Auge auf die Landesvertretungen der Exekutive zu haben.

Wenn ich mir so überlege, welche Anforderungen das BSI an eine wirklich simple Web-Software stellt (PDF), die von BKA/LKA öffentlich eingesetzt wird (man kann hier zwar trefflich über den Unterschied zwischen Get-Parametern und URL-Rewrite-Get-Parametern streiten, aber das soll nicht Gegenstand sein), dann ist dieses „Produkt“ was vermutlich aus dem Bayrischen Innenministerium/LKA kommt, nicht nur moralisch höchst verwerflich.

Es ist darüber hinaus auch noch gefährlich und spätestens eine – vermutlich nicht vorhandene – Qualitätssicherung hätte hier einen dicken Riegel vorschieben müssen.

Und dabei habe ich noch nicht mal mit der höchst wahrscheinlichen Verfassungswiedrigkeit angefangen. Ich kann nur hoffen, dass auf der entsprechenden Landesebene, die sich hier überaus dreist über Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts hinweggesetzt hat, als auch auf der Bundesebene, die jedwede Kontrolle mindestens verpennt hat (Absicht will ich jetzt nicht direkt unterstellen, aber für möglich halte ich das) Konsequenzen gezogen werden.

Links

Eine Woche Touchpad

Jon Rubenstein introduces new HP TouchPad

Ich habe ein Touchpad. Ein HP-Touchpad mit webOS.

Haptik

Die Oberfläche ist aus Glas, die Unterseite aus Plastik. Die Verarbeiteung ist sehr gut, nichts knarzt, nichts knirscht, das Gewicht geht in Ordnung. Das Tablet liegt auch ansonsten ganz gut in der Hand. Wenn es da liegt.

Denn die flache Oberfläche macht mir zu schaffen, ich habe relativ trockene Hände (schon immer, auch Creme hilft da nicht viel), das bedeutet, das ist (ohne die bestellte Hülle) eine relativ rutschige Angelegenheit, stellenweise.

Das zeigt sich auch, legt man das Pad auf der Couch hab. Langsam aber sicher rutscht es weg, wenn es schräg auf der Decke liegt.

Sonnenlicht ist der natürliche Feind des Touchpads (wenn man es in der Sonne benutzen will).  Ich hatte es am Samstag auf einem Infostand mit und es war nicht zu gebrauchen.

Schreiben / Bloggen

Die Tastatur des Pads ist brauchbar, es lässt sich mit wenig Übung relativ zuverlässig beidhändig (8,5-Finger-System oder so) drauf tippen. Unabhängig davon finde ich den Gedanken an das tippen längerer Texte nicht sonderlich prickelnd.

Nachdem ich so ein paar Schwierigkeiten mit der Blogsoftware von WordPress hatte, ging es dann doch ganz gut, nachdem ich das Problem (welches ich an meinem Blog selbst verursacht hatte) behoben hatte.

Auf Dauer ist das schreiben längerer Texte doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Software

Standardmäßig macht das TP Backups auf Cloudserver von HP. Darauf wird während der Inbetriebnahme nicht hingewiesen. Das ist zwar ein nettes Feature, aber so wie es angeboten wird, finde ich es eher für unschön. Ein Hinweis und eine Option es bei der Inbetriebnahme auszuschalten des Gerätes wäre deutlich netter.

Media

Beschlossen, das Gerät zu behalten habe ich, als ich die ARD-Mediathek mit Anne Will ausprobiert habe und ob des Klangs, der aus dem Gerät ebenso erstaunt war, wie über die Flüssigkeit, mit der das Pad das Video abgespielt hat.

Musik und Filme, auch HD-Inhalte spielt das Pad (herunterskaliert) ohne Mucken ab.

Apple vs. Samsung

Ich bin kein Fanboy, weder von Samsung noch von Apple (die Tatsache, dass ich bei genauerer Überlegung recht viele („fünf“) Samsung-Geräte mein Eigen nenne, ist eher dem Zufall geschuldet und keiner Ideologie). Und im Prinzip ist es auch ziemlich egal, ob nun Apple Samsung oder Samsung Apple verklagt.

apple pie
CC-BY by Kanko

Ich halte beides für falsch. Ich halte generell die Patentklagerei für ausgemachten Schwachsinn und man sollte derlei juristische (und nicht mehr und nicht weniger ist das ganze hier) Auseinandersetzungen am besten durch eine Abschaffung des Patentwesens in seiner derzeitigen Form verhindern.

Zu Beginn des Zeitalters der Trivialpatente (in Deutschland auch „computerimplementierte Erfindungen“) ging man davon aus, dass große Firmen sich jeweils mit Patenten hochrüsten und damit eine Art „kalten Krieg“ beginnen. Dabei hat man die Rechnung ohne die Patenttroll-Firmen gemacht, die einzig und allein Patente kauften, um sie danach bei anderen Firmen einzuklagen.

Und noch etwas schien damals unvorstellbar: das eine Firma mit wahnsinnig vielen Patenten eine andere Firma mit ebensovielen Patenten verklagen würde. Noch dazu einen eigenen Zulieferer.

Wir werden uns also in ferner Zukunft an das Jahr 2011 erinnern als das Jahr, in dem die großen Patentkriege begannen. Vermutlich werden wir es in Steintafeln einmeißeln müssen, denn Smartphones wird es in ferner Zukunft eher nicht mehr geben.