Impressionen: Ein Tag im Zoo

So ein Tag im Zoo ist was feines, anstrengend aber auch schön, mit vielen lustigen und interessanten Endeckungen, wie zum beispiel dem Schildkröten-Kanu im ersten Bild, oder die Affen, die teils nachdenklich oder grimmig gucken.

Was ich übrignes gar nicht leiden kann, sind Deppen, die im Dunkeltunnel für die nachtaktiven Tiere es nicht gebacken bekommen, ihr Blitzlicht auszumachen.

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Zur unerträglichen Merkbefreitheit einzelner Grünenpolitiker

Regeln gelten überall, auch im weltweiten Netz. Die ignorante Argumentation gegen Internetsperren kommt von Menschen, die es sich in virtuellen Räumen bequem gemacht haben und übersieht die Opfer in der realen Welt.

Genau. Ignorant ist vor allem eine Ministerin/Regierung die völlig beratungsresistent ist. Es ist ja nicht so, dass sich nur die so genannte „Netz-Community“ (wie auch immer man diesen Begriff definiert)

Da ist zum Beispiel das Argument, die Sperren könnten umgangen werden. Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert. Genauso gut könnte die Tatsache, dass Morde begangen werden, obwohl sie verboten sind, als Argument gegen den Mordparagraphen im Strafgesetzbuch angeführt werden.

Es gibt Unterschiede zwischen Bestrafung einer Tat und dem Versuch, eine solche mit einer Abschreckung per Gesetz zu verhindern und dem, was unsere Regierung hier mit dem Zugangserschwerungsgesetz versucht oder zumindest behauptet zu versuchen:

Das Zugangserschwerungsgesetz stellt nicht die Tat (die Misshandlung des Kindes) oder den Versuch der Misshandlung unter Strafe. Muss es auch nicht, denn das steht, ebenso wie der Konsum von so genanntem kinderpornografischem Material, bereits unter Strafe.

Das Zugangserschwerungsgesetz wirkt aber präventiv, dass heisst, die Straftat kann prinzipiell gar nicht begangen werden. Trotzdem werden Leute dafür verhaftet werden. Und das völlig schuldlos.

Ich werde nicht weiter ausführen, warum, sondern einfach nur mal ein paar Stichworte dazu in den Raum werfen: Rickrolling, Duckrolling, Prefetching, Url-Shortner (in Verbindung mit Rickrolling und Prefetching), (I)Frames, Extern eingebundende Inhalte und Skripte. Aber das sind ja teilweise Dinge, die es erst seit über 10 Jahren gibt. Wer wird denn „die neuesten Entwicklungen so genau verfolgen“. Und die mit diesen Gesetzen das Ende unzähliger Menschen bestimmen wird. Aber die paar False Positives kann man ja verschmerzen.

mehr lesen bei WELT DEBATTE –  Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internet. Gestolpert darüber durch Frank. Den Artikel hat übrigens ein gewisser Matthias Güldner verz geschrieben.

Die Kulturflatrate-Utopie

Auf die Gefahr hin, dass ich hier das gleiche schreibe wie unendlich viele Affen und dass ich Dinge wiederhole, will ich mich auch mal zur Kulturflatrate äußern, die ja momentan mal wieder in die Diskussion gekommen ist.

Warum eine Kulturflatrate für den Verbraucher gut wäre

Ich persönlich würde eine Einführung einer Kulturflatrate begrüßen, da ich bzw. mein näheres Umfeld dadurch deutlich profitieren würden. Zur Info: Ich lade keine Musik oder Filme aus dem Netz herunter. Ich kaufe Filme und CDs, weil ich der Meinung bin, dass Menschen für ihre Arbeit entlohnt werden sollen. Und ich gehe ins Kino. Seit dem Umzug seltener, aber ich gehe.

Kultur kostet Geld, einige Leute leben davon, so what. Wir leben in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der Arbeitsteilung herrscht. Ich muss kein Gemüse pflanzen, das tut ein anderer und verkauft es. Ich sehe durchaus ein, dass Menschen damit Geld verdienen wollen oder müssen. Die Frage wie sie es tun könnten ist eine andere. Ich bin mit Sicherheit der falsche Ansprechpartner wenn es um das Entwickeln eines Geschäftsmodells für die Musikindustrie geht.

Warum das mit der Kulturflatrate nicht funktionieren kann

Es gibt in Deutschland und auf der ganzen Welt viele Künstler, manche sind Mitglied in Verwertungsgesellschaften, manche nicht.

Und nachdem man schon mal gefragt hat, wofür die Kulturflate denn gelten soll und was sie kosten soll, dann geht der Spaß erst richtig los.

Was ist zum Beispiel mit Inhalten unter CC-Lizenzen? Werden diese vielleicht abgeschafft bzw. bedeutungslos? Wer verteilt das Geld und wie? Muss man an der Flatrate teilnehmen? Sind die „Bedingungen zur Teilnahme“ genauso gehalten wie bei der GEZ und der GEMA? An welchen Geräten macht man das fest? Muss man bestimmte Programme nutzen? Opt-In oder Opt-Out? Wer bezahlt das bei wem? Und wieviel?

Die Fragenliste könnte man ewig weiterführen. Die Einführung einer Kulturflatrate würde ein wahnsinniges Bürokratiemonster nach sich ziehen, beleidigte Leberwürste, die sich unter Wert verkauft fühlen gibt es gratis dazu.

Links zum Thema

Geistiges Eigentum, Urheber- und Verwertungsrecht

Was ist eigentlich „geistiges Eigentum“? Wer meint, Dinge wären sein Eigentum, sollte das tun, was Eigentümer mit ihrem Eigentum tun: Verschenken oder für sich behalten.

Verkaufen von „geistigem Eigentum“ ist jedoch nach marktwirtschaftlichen Maßstäben im Prinzip nicht möglich, denn ein marktwirtschaftlicher Preis ermisst sich immer aus dem Verhältnis von Nachfrage und Angebot. Somit ergibt sich aus der Verknappung eines Guts ein höherer Preis. Wenn ich ein Produkt aber mit quasi nichtexistenten Kosten vervielfältige und so ein unendlich großes Angebot schaffe, sinkt natürlich auch die Bereitschaft, dafür viel Geld auszugeben.

Was auf dem Bundesparteitag der Piraten sehr gut herausgestellt wurde, ist, dass es meistens unter dem Deckmantel des Schutzes „geistigen Eigentums“ oder des Urheberrechts in den meisten Fällen um eine Verbesserung des Verwertungs- bzw. Nutzungsrechts geht. Denn, hier in Deutschland ist das Urheberrecht nicht übertragbar. Auch nicht mit CC0-Lizenzen. Das Prinzip Public Domain gibt es in Deutschland nicht als selbst gewählte Lizensierung von Werken.

Ein stärkes Urheberrecht wird also gar nicht gebraucht. Nur ein faireres Nutzungsrecht. Und das haben selbst Menschen schon verstanden, denen ich das als letztes zugetraut hätte.

Vista and me

Tja, was soll ich sagen? Ich habe Vista. Auf einem PC.

Nein, nicht auf meinem eigenen, die Firma stellt mir zusätzlich zum Notebook einen PC, der mit Vista ausgeliefert wurde. Ein Mitarbeiter hat den PC mit der Downgrade-Option versucht auf XP umzurüsten, was sich aber als ziemliche Schnapsidee herausgestellt hat, nachdem der Rechner ständig Bluescreens produzierte.

Ich habe mich entschieden, Vista auf dem Rechner zu lassen und mein Glück zu versuchen.

Die Installation war mit OEM und dem vom Hersteller gestellten Wizard kein Problem, Accounts anlegen war easy. Selbst das Einhängen in eine Domäne war gegenüber dem Aufwand bei XP ein Kinderspiel.

  1. Weniger lustig ist, dass ich den Rechner momentan via Synergy bediene und die ständigen „Achtung, sie müssen hier Administrieren“-Warnungen die Möglichkeit nehmen, das zu tun, da Maus und Tastatur in dem Moment blockiert sind.
  2. Notes starten geht auch nur als Admin gut und mit aktivierter UAC muss ich jedesmal bestätigen, dass ich wirklich Notes starten will. Damit fällt UAC also erstmal flach. Danke, IBM. Und danke Microsoft für das dämliche Nagscreen-System.
  3. Die Farbwiedergabe von Windows Vista ist standardmäßig auf irgendeine MCE-Einstellung gesetzt. Bei Vista Business. WTF!? Leider habe ich nur via dem ATI-Center die Möglichkeit gefunden, die Einstellungen auf „Standart PC“ zu setzen, so dass ich auch am Vista-Rechner an HTML-und Grafikdesigns arbeiten kann, die dann auch aussehen, wie sie aussehen sollen. Was soll das denn?
  4. Das Aktivieren der Office-Trial mit einem originalen Product Key für Office Enterprise war nicht möglich, ich musste die CD einlegen und drüberinstallieren.
  5. Der Netzwerkdialog mit den Eigenschaften errreiche ich nur durch 2 Untermenüs. Das nervt.

Es gibt allerdings sogar etwas, dass ich an Vista gut finde: Die Suchfunktion im Startmenü.

Firefox 3.5 – Was sich sonst noch so geändert hat

Nachdem ich mich ja schon zum Firefox 3.5 geäußert hatte, sind mir noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen. Sehr interessant ist folgendes: Ich kann eine Seite mit „Strg + F5“ neu laden und dabei den Cache für die Seite leeren. Bisher funktionierte das auch mit dem Halten des Strg-Buttons und einem Klick auf das Reload-Icon. Im FF3.5 lädt die Seite dann in einem neuen Tab (das Klicken eines Links bei gedrücktem Strg öffnet den Link in einem neuen Tab). Das ist dabei plattformunabhängig.

Was nicht plattformunabhängig ist, ist folgendes: Man markiere auf einer Seite ein Wort, ziehe dieses in das Suchfeld oben rechts, und drücke vor dem loslassen die Alt-Taste und halte sie bis nach dem loslassen des Mausbuttons gedrückt. Das Ergebnis im Firefox 3.0: Die Suche nach dem Wort wird in einem neuen Tab geöffnet. Mache ich das ohne Alt zu drücken, wird Google im aktuellen Tab geöffnet.

Im Firefox 3.5 sieht das anders aus: Unter Windows funktioniert das Verhalten noch exakt genau so. Unter Linux wird die Suche immer im aktuellen Tab geöffnet. Netterweise gibts die Option alle Suchen im neuen Tab zu öffnen in den Einstellungen, was dazu führt, dass ein Suchbegriff, der mit Alt+Enter bestätigt wird, im aktuellen Tab aufgeht, eine normale Suche mit Enter im neuen Tab. Das Alt-Handling beim Drag’n’Drop funktionert da irgendwie trotzdem nicht richtig.

Sollte jemand dafür eine Lösung haben, darf er sich gerne melden, das mit richtigen Suchkeywords ist nämlich nicht immer so einfach…

Firefox 3.5 – Mein Fazit

Fun with FirefoxHochgeladen unter CC-BY-NC-SA von  Sparrow*

Unbeachtet des JS-Exploits, der für den FF 3.5 kursiert, ist der Firefox unter Linux und unter Windows extrem schnell. Positiv unter Windows (Firma) war der Eindruck der Startzeit. Fenster (z.B. Popups) sind im Prinzip direkt auf, der alte 3.0 hat da immer irgendwie ne Ruhepause gebraucht, um ein Window-Handle zu bekommen. Generell hat sich bei mir das Startverhalten generell deutlich verbessert.

Unter Linux war der Eindruck weniger gut, zumindest am Anfang. Ich habe den Vanilla-Firefox direkt von Mozilla bezogen nach /opt geschoben und meine Symlinks angepasst. Kein großes Ding.

Gestern habe ich dann einen extrem nervigen Bug entdeckt: Der Firefox verabschiedet sich freundlich, wenn ich ein Flashvideo im Vollbild gucken möchte. Die Lösung habe ich allerdings schon gefunden, nur noch nicht eingebaut, was heute abend nachgeholt wird. Ärgerlich ist es allemal.

Dazu kommt, bzw. kam, dass der Firefox die Gnome-Settings für die Schriften völlig ignoriert hat. Dazu habe ich dann meine Fontconfig-Settings aus den Gnome-Settings geupdatet, da das „Ubuntu Modification Pack“ das vermutlich normalerweise übernimmt, aber extern für den FF3.5 nicht zur Verfügung steht.

Mittlerweile läuft der Panda wie gewünscht, und das sollte die Hauptsache sein. Die Aktion auf meinem Notebook dürfte dank Jaunty weniger kompliziert werden.

Fazit: Wer sich über einen langsamen Firefox 3 ärgert, sollte wirklich dringend updaten. Und die wichtigsten Plugins gibts auch schon für den 3.5, ansonsten helfen die Nightly-Tester-Tools auch gerne weiter.

Ausgleich kognitiver Dissonanz bei Silvia Koch-Mehrin

Die Grünen votierten schließlich doch für Koch-Mehrin und sagten, sie sei im Vergleich zum polnischen Kandidaten «das geringere Übel». Kaminski hatte sich in der vergangenen Legislaturperiode durch rassistische und schwulenfeindliche Äußerungen unbeliebt gemacht. «Ich freue mich, dass die Vernunft gesiegt hat», kommentierte die liberale Politikerin das Ergebnis.

via NETZEITUNG : Koch-Mehrin erschlingert sich einen Posten.

Also, wenn mich jemand wählt, weil ich das „geringere Übel“ darstelle, ist das nicht wirklich ein Grund zum freuen, oder?