Die Sicht auf das Internet

Schnell lernt der dmexco-Besucher, in der Mitte der Gänge zu laufen, und nicht stehenzubleiben. Wer diese Regel missachtet, macht sofort Bekanntschaft mit einer jener tausenden freundlichen und gesichtslosen Damen, die ihre Einstellungsqualifikation für den Job als Hostess in wenig und engen Stoff gehüllt präsentieren. — Die dmexco überleben: Survival in der Einöde des Digital Marketing

Politiker sehen das Internet als Gefahr, Marketingmenschen als Goldgrube. So weit, so gut. Linus Neumann hat sich mal auf der dmexco aufgehalten und einen extrem erfrischenden und lesenswerten – wenn auch in der Botschaft nicht sonderlich überaschenden – Artikel geschrieben.

Ich würde lügen, würde ich sagen, dass ich damit kein bisschen gerechnet hätte.

Menschen die das Internet oder „Netz“ als Ding oder Sache betrachten, die man nach bekannten Mustern beschreiben und einordnen kann, werden das Internet, seine Möglichkeiten, seine Struktur, die Leidenschaft der Menschen die das Internet zu dem gemacht haben, was es wirklich ist nie verstehen.

Das Netz ist soviel mehr als das man es rein als Gefahr oder Gelddruckmaschine ansehen kann. Eigentlich ist das Netz für jeden etwas anderes. Nämlich das, was er gerne sieht. Ob es das wirklich ist, ist eine andere Geschichte.

Amazon Silk Browser auf dem Kindle Fire

oder: wie Amazon den Webverkehr von Tablets mitlauschen will

http://www.youtube.com/watch?v=_u7F_56WhHk&feature=player_embedded

Amazon bietet bei seinem neuen Tablet „Kindle Fire“ einen neuen „revolutionären“ Browser an. Warum ich das so betone? Weil die Idee, den ganzen HMTL/CSS/JS-Kram ausgelagert vorzuberechnen und zu optimieren nicht neu ist.

Opera Mini macht das in Extremform indem es aus Webseiten Bilder mit Imagemap macht (quasi), Opera Desktop kann einen „Turbo-Modus“ einschalten, wenn Bandbreite knapp ist um Bilder und JS/CSS komprimiert über Server in Osteuropa zu laden. Mobilfunkanbieter machen das ganze auch per Default, um den Handysurfern ein besseres und schnelleres Erlebnis zu bieten.

Insgesamt ist das ganze zwar praktisch, aber auf Dauer, wenn das ganze Standard und nicht abschaltbar ist, finde ich das eher bedenklich, wenn alle meine Daten zwanghaft durch einen Proxy geleitet werden.

Bei all dieser zwanghaften Datenspeicherung in dem ja ach so rechtsfreien Raum muss jetzt auch noch Amazon mein normales Surfverhalten außerhalb der Amazonseite mitschnüffeln?

Nein Danke!

Links

Update: Sorry, habe in meiner Eurphorie mit der WebOS-App zu früh „veröffentlichen“ gedrückt.

Nix für arme Leute

Heute wird mich der Mann von der Werkstatt anrufen und sagen, was ich ihm schulden werde. 2 neue Reifen plus 12.000km-Inspektion, etwas vorgezogen. Jemand sagte mir, Motorrad fahren wäre nix für arme Leute. Bis ich die Bandit habe abholen lassen, ging’s noch so.

Kognitive Dissonanz – Epidemie in der FDP?

Gefragt, warum der eurokritische Wahlkampf der Berliner FDP nichts gebracht hat, antwortet Pfeil, es sei „schlimm, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine politische Bildung genossen hat. Die Masse ist meinungslos, sprachlos.“ – Liberale Ursachenforschung – Zu dumm für die FDP – Politik – sueddeutsche.de

FDP-Wahlergebnis
CC-BY by Fräulein Schiller

Vielleicht ist auch einfach die Zeit der FDP abgelaufen. Firmen, die ein Stadium erreicht haben, welches die FDP derzeit hat, nennt man gemeinhin „bankrott“. Keine Wähler mehr, kein Profil. Der Unterschied zur SPD ist: die beschimpfen die (potentiellen) Wähler der anderen vor der Wahl.

Und gerade bei einem Wahlergebnis von 1,8% die schuld den 98,2% anderen Berlinern zu geben halte ich für ein falsches – vielleicht sogar tödliches – Signal. So funktioniert Demokratie. Wer die Leute nicht überzeugt, bekommt keine Stimmen. Damit bin ich auch ausdrücklich der Meinung, dass die Piraten in Berlin nicht das Ergebnis einer Protestwahl sind.

Ich denke auch, dass der von den Medien und Alt-Parteien gefeierte „FAIL“ von Andreas Baum im RBB, eher zu einer Glaubwürdigkeitszuwachs geführt hat.

Man könnte die Herrn Pfeil zurückfragen: Ist die FDP zu dumm für Demokratie?

Eigene Meinung im Web: Bei den Grünen unerwünscht?

Was sich derzeit in der Kreistagsfraktion der Grünen im Main-Kinzig-Kreis abspielt, hätte ich niemals für möglich gehalten: Da fordert der Fraktionsvorsitzende, Rainer Bousonville, seinen Vorstandskollegen Daniel Mack eindeutig auf, künftig seine Aktivitäten bei Twitter und in seinem Blog entweder einzustellen oder aber mit dem Fraktionsvorstand abzustimmen

Das was der Emanuel sagt. Aber sowas von.

Wie man auf die Zukunft zugeht

Im übrigen fand ich die ältere Dame am Samstag in der S-Bahn auf dem Heimweg vom Sommerfest der hessischen Piraten sehr bemerkenswert.

Die Dame las ein Buch (vermuteten wir).

Dazu hatte sie allerdings kein Buch, sondern ein elektronisches Gerät, vermutlich ein Kindle oder ein Sony Gerät. Auch wenn ich persönlich mit beide Geräte nicht so prickelnd finde, muss ich sagen, dass ich es wahnsinnig genial finde, das jemand, bei dem das Internet erst in der zweiten Lebenshälfte existent wurde, ebenso die gesamte bekannte elektronische Industrie, sich dieser Technologie (vermutlich) freundlich gegenübersteht.

Da kenne ich in meinem Umfeld ganz andere Beispiele. 

Die Grenze besteht also weniger zwischen „alt und jung“, sondern zwischen lernwillig/tolerant und eben dem Gegenteil

functions.php ausräumen ;-)

Liebe Blogtuner,

bitte vergesst diese tolle wahnsinnige Funktion die WordPress dazu bringen soll, gzip-Content zu senden:

ob_start("ob_gzhandler");

Spätestens wenn ihr versucht, die WordPress webOS App benutzen wollt, werdet ihr sie verfluchen. Damit kommt die App nämlich gar nicht klar.

Also: Ab und zu mal Aufräumen in der functions.php.

Eine Bahnfahrt, die ist lustig…

Wenn etwas interessanter ist als einfach so S-Bahn zu fahren, dann ist es, mal live mitzuerleben wie so ein Zugführer so arbeitet, bzw. arbeiten muss.

Und darüber hinaus ist die Erfahrung, durch die Tunnel zu fahren und mal nicht nur Wände, sondern nach vorne zu schauen extrem interessant. Ein Job für mich wäre das allerdings nicht.

Wer sich ansonsten dafür interessiert, sollte sich die Sendung uber die Bahn im CRE 171 anhören.

Wer jemanden kennt der einen da mal mitnehmen kann, und dann auch noch ein paar Geschichten zu erzählen kann, sollte das tun.