Keinen Schritt zurück

Jetzt ist es amtlich. Firefox 3 ist hier der primäre Browser. Und die Linux bzw. Ubuntu-Fassung hat ein bei weitem nicht so hässliches Theme wie die Windows-Version.

  • Als erstes fallen einem hier die neuen Widgets für Formular-Elemente auf.
  • Ich habe den Eindruck, dass das Font-Rendering besser geworden ist
  • Auch unter Linux ist der kleine Panda erstaunlich flott
  • Der Speicherbedarf ist verglichen mit dem eines unbeleckten FF3/Win relativ niedrig, mit 132MB aktuell aber auch nicht der schlankste, das werde ich aber noch ein wenig im Auge behalten
  • Hätte ich gleich die Nightly Tester-Tools installiert, hätte ich mir den Ärger mit der del.icio.us-Extension sparen können. Aber warum bestehe ich auch auf so einer Erweiterung, die die lokalen Bookmarks nicht durch andere ersetzt.
  • Die Multimedia-Plugins hab ich noch nicht getestet, aber der Shockwave-Erweiterung räume ich nicht die schönsten Aussichten wie 3D-Unterstützung ein.
  • Der Speicher war zwischendrin bei ~145MB, ist gerade auf ~137MB runtergegangen. Das freut mich jetzt wirklich.

Toribash: Im Multiplayer wird gerockt

Toribash Online Martial Arts community Jetzt kenne ich auch den Multiplayer-Mode von Toribash. Und ich muss sagen, es fetzt! Schade ist jedoch, dass die entsprechenden Anfänger-Server immer voll sind, so dass sich 2 Minuten spielen mit 20 Minuten warten abwechseln. Andere Server sind dann wieder absolut leer, so dass sich kein Gegner findet und manchmal, wenn sich einer findet, ist das einer mit dem schwarzen Gürtel und fünftem Dan (bemisst sich an Anzahl der gespielten Online-Fights, jemand mit viel Erfahrung und Punkten), der einen innerhalb von 30 Frames in kleine Stücke reisst.

Sollte ich jetzt trotzdem jemandem hier das Spiel schmackhaft gemacht haben, so möge er sich über den obigen Toribash-Button anmelden und mir ein paar ToriCredits damit spendieren, damit ich meinem Bot was schönes anziehen kann.

Der Tag, an dem eBay starb

Ich bin kein professioneller Verkäufer bei eBay, ich kaufe auch Artikel darüber. Soviel schon mal vorweg.

Und eigentlich lebt eBay ja nicht von den Käufern, sondern den Verkäufern. Die Bezahlen die Einstellgebühren, Provisionen, PayPal- und diverse andere Gebühren. Nach der ersten Umstellung, bei der „schlechte“ Verkäufer gezwungen werden, PayPal-Zahlungen zu akzeptieren (was natürlich der Firma eBay eine noch höhere Verkaufsprovision bringt) um die Käufer vor solchen Verkäufern zu schützen, ist noch verständlich, denn natürlich gibt es bei den Verkäufern schwarze Schafe, die gibt es auf Käuferseite allerdings auch.

Und genau diese Problematik scheint mir von eBay völlig verdrängt zu werden, wenn den Verkäufern die Möglichkeit genommen wird, dem Kunden eine – wir gehen jetzt von entsprechend verdienten/gerechtfertigten Fällen aus – schlechte Bewertung zu geben. Kann ja sein, dass der Käufer nicht zahlt, oder im Nachhinein Sonderwünsche und ähnliches auszuhandeln möchte und aus Frust, weil das vielleicht nicht klappt, gibts halt ne negative Bewertung für den Verkäufer. Kost‘ ja nüscht und wehren kann der sich ja auch nicht.

In den eBay-Foren ist schon von „englischen Zuständen“ die Rede. Dabei sollen dort Käufer Verkäufer negativ bewertet haben und gegen Gebühr die Bewertung zurückgezogen haben.

Warum so ein drastischer Schnitt? Man hätte auch einfach beide die Bewertung abgeben lassen können und erst anzeigen, wenn beide bewertet haben oder nach einer bestimmten Zeit. Das wäre vernünftiger und einfacher durchsetzbar gewesen. Aber das ist nur die Meinung eines einzelnen, vermute ich.

Ich klopp’ Dich! – Toribash

Toribash Toribash ist ein Spiel für ganze Kerle. Oder welche mit zuviel Zeit. Auf jeden Fall macht das ganze ziemlichen Spass, wenn man sich mit pysikalisch korrekt um sich schlagenden Figuren Frame für Frame die (blutige) Prügelei zusammenbauen kann. Mehr als man erwarten würde.

Die Videos bei YouTube sind ein grandioser Motivationsfaktor, den man nicht unterschätzen sollte, die Multiplayer-Action habe ich noch nicht ausprobiert, die Kopplung an den Forums-Account finde ich eher schade, aber verschmerzbar.

Den aktuellen Client gibt es entgegen den Infos auf der Seite auch für Linux, allerdings findet man die Download-Seite derzeit irgendwie nur über Google (oder mich :-)).

Firefox 3 – Schmidt’s Katze, aber hässlich

Der Schnelltest im Firefox 3 RC1 offenbart mir schnell: Schnelligkeit. Javascript ist wahnsinnig schnell. Allerdings, und das finde ich wirklich schlimm, sieht die Toolbar mittlerweile richtig mies aus.

Toolbar des Firefox 3

Was soll dieser verschachtelte Vor- bzw. Zurück-Button? Warum sind die neuen Ordner schick, die Symbole aber häßlich? Die Funktion mit dem Stern-Icon in der Adressleiste (nicht im Bild) finde ich dagegen wieder richtig gut.

Gut, ich habe den FF3b5 auf Ubuntu-Systemen gesehen. Dort wurde ein anderes Theme installiert und die Widgets sind endlich schöner. Allerdings haben Text-Felder scheinbar noch das eine oder Problem(chen) mit der Integration, so ein Standard-Textfeld auf schwarzem Hintergrund sieht sehr komisch aus, da es einen kleinen weißen Rand hat, bei dem man sieht, wie das Feld „abgerundet“ wird.

Davon abgesehen beobachte ich natürlich auch F!XMBR im einzelnen und das Thema Spionage von Nutzerdaten im einzelnen. Insgesamt ein eher kritischer Blick auf den Firefox, trotzdem bin ich gespannt.

Die ARD erklärt Web2.0

Mit der neuen ARD Mediathek gibt es ein neues Angebot an Sendungen und Podcasts aller ARD Programme. Und das ganze wird von der Sendung mit der Maus super erklärt.

Zwar ist das mit den sehr gut zu sehenden Apple-Playern nicht unbedingt jedermanns Sache, allerdings wird auf eine Fülle freier Podcatcher hingewiesen. Die Hilfe versteckt sich etwas schüchtern ganz oben hinter einem kleinen, eckigen Fragezeichen, was ich weniger praktisch finde, da erst dahinter für den uninformierten User Podcasts und RSS erklärt werden.

Schön wäre, wenn man da ein gut sichtbares How-To auf der Startseite bei der Icon-Erklärung unterbringen könnte. Ein Hinweis auf Miro und andere Fetcher wäre auch nicht schlecht.

Die Formatauswahl für den Stram gestaltet sich noch dürftiger: Flash oder Windows Media. Das eine oder andere Medium (Linux) hat ja nicht unbedingt die Möglichkeit, einen dieser Codecs zu benutzen, eine zusätzliche OGG-Version wäre wünschenswert.

Abo und Download sind auch so ein Thema. Popups sind ja sowas von 90s, out und unhandlich. Lieber direkte Links zum Podcast der wenigstens JS-Windows ähnlich wie bei Lightbox: Mit JS das schicke Popup, ohne ein neues Fenster, aber kein JS-Popup-Window. Das Schließen-Symbol sieht aus wie bei X-Men abgeguckt, ist von der Farbe kaum zu sehen, sehr unhandlich.

Prinzipiell ein wichtiger und großer Schritt, aber auf jeden Fall noch ausbaufähig.

Nach dem Update ist vor dem Update

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Kleiner Hinweis vorweg: Wer momentan nicht den FF3b5 nehmen möchte (Designer, Leute mit vielen Plugins etc…), sondern den FF2 und das, ohne sein Profil zu zerhauen, der mache foldendes im Terminal, bevor er den Firefox zum ersten Mal in Hardy startet:

user@host:~$ sudo rm /usr/bin/firefox
user@host:~$ sudo ln -s /usr/lib/firefox/firefox-2 /usr/bin/firefox

Damit wird der Firefox 2 über den Symlink „firefox“ aufgerufen. Das ganze setzt natürlich einen installierten Firefox 2 voraus.

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Okay. Hardy läuft. Mittlerweile auch einigermaßen stabil. Was mir dabei so aufgefallen ist:

  • Das Benutzeralbum (aka „Gnome face browser“) fehlt
  • Grafikfehler bei den transparenten Panels (kurz nach dem Einloggen)
  • Komische Symbolgrößen in den Panels. Bei einer Panelbreite bzw. -höhe von 25 Pixeln ist z.B. das Mülleimer-Icon zu groß
  • Das Numpad funktioniert nicht so wirklich zuverlässig. Es steuert meinen Mauszeiger.
  • Amarok und gleichzeitig Warsow laufen lassen geht nicht – soundmäßig. Das zuletzt gestartete Programm hat keinen Sound.
  • Tastenkombos sind teilweise nicht mehr da (Compiz)
  • Das CSSM-Profil ist bei den Desktop-Einstellungen nicht mehr auswählbar, was bei temporärer Arbeit ohne Compiz zu blöden Wursteleien mit der Konfiguration desselben führt.

Für das eine oder andere Problem habe ich auch Lösungen parat:

  • sudo add-shell /bin/bash“ behebt das Problem (bei mir nur temporär)
  • Panels auf 24 Pixel stellen um das kleinere Symbol zu bekommen
  • Für das Numpad unter System » Einstellungen » Tastatur den Reiter „Maustasten“ auswählen und den Haken entfernen. Kann man auch gleich in dem Eingabefeld unten sehen, dass es funktioniert.
  • Den Soundbug mit Amarok und beispielsweise Warsow:
    • Amarok bekommt in den Einstellungen xine als Engine und alsa als Modul
    • Im Warsow-Skript fügt man die Zeile „export SDL_AUDIODRIVER=alsa“ ein. Ich habe das in Zeile 10 gemacht
  • Im Tool CSSM die Tasten-Einstellungen neu setzen

Im großen und ganzen ist das alles nichts, was ein „normales“ Produktivsystem behindert, aber für ein LTS meines Erachtens auf jeden Fall ziemlich übel. Und Firefox 3 Beta 5 sollte sich demächst auch erledigt haben.

Hardy Heron – Ubuntu 8.04

Okay, ich geb’s ja zu, das System ist schon einen Moment länger draußen. Und zwei geupdatete Geräte mit 8.04 und ein mit Wubi installiertes Firmennotebook habe ich auch unter meinen Fittichen und problemlos hinter mich gebracht.

Das Acer Extensa von meiner Schwester kann jetzt 3D-Desktop und Open-GL-Transitions von OpenOffice.org, mein kleines Medion/MSI auch, aber extrem langsam. Da müsste ich mal nach dem ATI-Treiber gucken, ob sich da nicht was in Bezug auf Compositing und 3D-Beschleunigung machen lässt. Allerdings ist das eher unwichtig, das System läuft stabil und WLAN geht auch.

Die erwarteten Features für den neuen Kernel 2.6.24 sollten eigentlich eine Unterstützung der Broadcom-Treiber enthalten, der, so hatten wir gehofft, dem WLAN-Modul im Acer endlich Leben einhauchen sollte. Das hat dann doch nicht geklappt, ist aber ja keine Verschlechterung gegenüber vor dem Update. Aber mit einem selbstkompilierten NdisWrapper wollte ich es dann demnächst mal probieren, ich hab da ein sehr plausibles und gut erklärtes HowTo gefunden, die Zeit es durchzumachen allerdings noch nicht.

Trotz guter Erfahrungen fehlt da noch ein Rechner. Mein „home“. Gegenüber den zwei Notebooks habe ich hier einige Fremdquellen und angepasste Sachen drauf, von daher könnte ein Update hier etwas kritischer werden. Da dieser Rechner in den letzten zwei Wochen allerdings unverzichtbar war, auch nicht für 3 Stunden und da ich hier ein komplettes Partitionsbackup fahren möchte, bevor ich update, war das bisher nicht möglich.

Die Entscheidung, den Firefox 3 beta 5 als Standardbrowser einzusetzen halte ich nach wie vor für eine absolute Fehlentscheidung, insbesondere bei einem als Enterprise-System gedachten LTS-Release. Mein Firefox-Profil werde ich unter diesen Umständen wohl nochmal extra sichern müssen. Der Rest des Updates sah allerdings sehr gut aus, auch unter Performance-Gesichtspunkten.