Liebling, wir schrumpfen das Internet

Wenn ich einen Artikel sehe mit der Überschrift „Social Media: Nutzung nimmt zu, Interesse an anderen Web-Inhalten sinkt„, dann leuchten bei mir die Alarmglocken. Dieser Artikel selbst ist nur eine Zusammenfassung des englischsprachigen Artikels von Ben Elowitz, der den Titel klarer formulierte: „Das Web schrumpft. Was jetzt?„. Hier wird in einer Grafik die These aufgestellt, „Companies must embrace Facebook“.

Facebook.

Wenn alle anderen Inhalte „aussterben“ gibts 2 Möglichkeiten:

  1. Keiner will mehr Facebook nutzen, weil nichts neues reinkommt.
  2. Facebook wird Probleme bekommen, die Datenmengen zu verwalten und gleichzeitig in Echtzeit auszuliefern, weil jeglicher Content über Facebook erstellt wird. (Ein Problem, das Google so nicht hat, da die meiste Arbeit hier aktuell das speichern statischer Inhalte ist, nicht zwingend ein Echtzeit-Web)

Da ich die Option des kompletten Aussterbens für unrealistisch halte, bin ich dafür, dass System Facebook einfach unter dem Ansturm zum kollabieren zu bringen. In diesem Sinne: „Join Facebook“, ihr Marketing-Fuzzis.

Das wahre Gesicht grüner Jungpolitiker

So habe ich die Grünen im Main-Kinzig-Kreis kennengelernt: Arroganz, Alleinanspruch, Machtgehabe und -gerangel. Schade drum. Auch dass man sich kein bisschen vorstellen kann, dass auch andere (Klein-)Parteien etwas inhaltliches beitragen können.

Pöbeln, spucken, randalieren. Das scheint für Herrn Mack das einzige zu sein, was er wirklich gut beherrscht – oder beherrschen will.

Zahlenspielereien

Ich weiß noch nicht, wie ich es finden soll, das neue Versionsnummermodell von Mozilla. Das Prinzip: „release often, release early“ empfinde ich ja prinzipiell als richtig, ob man dafür aber wie bei Google auf Major-Release nummer zugreifen sollte, ist eher fraglich.

Im Gegensatz zu allen anderen Browserherstellern hat Google in Chrome seine Versionsnummern nie sonderlich prominent vermarktet, sondern im Hintergrund still und leise Updates geliefert, lediglich die Versionen, die absolut neue Features herausbrachten, wie beispielsweise Plugins wurden meiner Erinnerung nach etwas offensiver beworben.

Die Vorteile von schnellen Versionssprüngen:

  • Marketing

    Es wird wahnsinnige Entwicklungsgeschwindigkeit simuliert

  • Versionsvergleichbarkeit

    Keine bzw. wenige Zwischennummern wie „3.5.1“ machen dem User deutlicher, womit er surft.

Und die Nachteile:

  • Die Plugin-Prüfung

    Plugin-Autoren müssen nun jedes Major-Release angehene, auch wenn sich an den Schnittstellen wenig bis gar nichts ändert, weil der Großteil der schnell updatenden User sonst vergrault wird.

  • Webentwickler / Testing

    Erklärt mal dem Kunden, warum ihr Websites mit dem 5er aber nicht dem 4er testet (oder anders herum). Im Business-Umfeld beim Kunden ist ein schnelles Updaten eher unüblich, während Entwickler meist schon ein gutes Stück voraus sind. Das wird sich hier verschärfen.

  • Linux-Distributionen

    Wenn Linux-Distributionen bei ca. 6 Monaten Release-Zeiträumen 2 Versionen eines der vermutlich meistgenutzten Browsers „verschlafen“, wird das vermutlich einiges an Unmut hervorrufen, auch, da nicht ganz klar ist, wie der Support bei Critical Issues in Bezug auf Versionsnummern aussieht. 

    Bei Distributionen, die die „Vanilla“-Version mit Mozilla-Branding und Namen verwenden, wie beispielsweise Ubuntu, wird das ganze aufgrund der Lizenzpolitik sowieso interessant.

Ich finde, hier hat Mozilla, die ihre Versionsnummern doch recht offensiv vermarkten, sich und der Community keinen Gefallen getan. Ich bin auch der Meinung, dass die Vorteile, die ich hier herausgestellt habe (ihr dürft gerne auch Pro und Kontra-Punkte in den Kommentaren ergänzen), die Nachteile nicht auch nur ansatzweise aufwiegen.

Und das ich von oberflächlichem Marketing zum Selbstzweck nichts halte, sollte hinreichend bekannt sein.

Insulation

Insulation

Ich mache Fortschritte, ich lese seit fast einem Jahr das Buch „Pattern Recognition“ von William Gibson. Mir gefallen übrigens die Kapitelüberschriften in dem Buch sehr, ebenso das hier gezeigte Bild.

Der Film vom eigenen Leben, kurz bevor man stirbt

Treppe.
"Treppe" CC-BY Von Robert Agthe

Man hört ja im Film und in Geschichten immer von dem Moment kurz bevor man stirbt, oder zumindest in einer Situation steht, in der man möglicherweise in Sekundenbruchteilen draufgeht.

Ich hatte neulich diesen Moment, in dem man angeblich sein komplettes Leben an sich vorbeiziehen sieht, beziehungsweise: ich hätte ihn neulich haben müssen. Ich kann das allerdings nicht bestätigen, ich hatte in diesem Moment eigentlich nichts besonderes im Sinn, ich war zu sehr damit beschäftigt, mich zu koordinieren um den drohenden Abflug zu verhindern.

Verhindern wollte ich eigentlich nur: Über den Lenker fliegen, an der Brüstung vor mir hängenzubleiben oder auf den Parkplatz vor mir zu fliegen und mir im besten Fall nur das Gesicht und die Vorderseite abzureiben.

Gedacht habe ich:

FuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuck. Ich muss bremsen. Das wird häßlich, verdammt noch mal häßlich. Das Fahrrad ist im Arsch, ich bin im Arsch. OhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuckOhFuck.

Oder so ähnlich jedenfalls. Auf jeden Fall ist nichts weiter an mir vorbeigezogen außer der Treppe unter mir. Diese ist es dafür auf jeden Fall in einer rasenden Geschwindigkeit, also deutlich schneller als eigentlich geplant. Aber die Treppe unter mir sah vorher von oben auch flacher aus als hinterher von unten.

Lebensmüde bin ich nämlich eigentlich eher nicht so.

Piwik 1.5 released

Nachdem ich Piwik 1.5 seit dem RC5 eingesetzt habe um ein bisschen Bugtracking zu betreiben und mir die neuen Graphen ohne Flash anzusehen, weil das hier stellenweise wirklich kein Spass war, ist vorgestern die 1.5 Final released worden.

Ich freue mich, mit dem Android App RC und den Piwik RCs ein bisschen Testing und Bugreporting geleistet zu haben und das Projekt damit ein Stückchen schneller weiter gebracht zu haben. Und irgendwie fühlt man sich dem Projekt gleich ein gutes Stück verbundener.

Die wichtigsten Neuerungen in 1.5 gegenüber 1.4:

  • Ecommerce Analytics
  • Custom Variables for each page view
  • Graphs in Canvas+Jquery – no more Flash graphs!
  • Upload your Custom Logo
  • IP Anonymization available in the Privacy Settings
  • Automatically Delete old logs to keep database size small
  • Security bug fix affecting only minority of users when Piwik is open to anonymous (see below)

Projekt: Energydrinks

Ich möchte an dieser Stelle gerne etwas über mein Projekt, eine Sammlung von Energydrinks, ihren Daten, Zutatenlisten, Packungsdesigns.

Derzeit befinden sich in dem Wiki 33 Bilder und 43 Drinks (Kaffee mitgerechnet) mit Daten, die meisten davon auch mit Bildern, leider nicht alle, bei einigen Drinks gibt es durchaus mehrere Bilder (von den verschieden Varianten), allerdings freue ich mich immer über neue Drinks und Bezugsquellen.

Einen Hinweis darüber welche Drinks noch fehlen, findet sich auf der Startseite des Energydrink-Bereichs. Die blauen sind angelegte Seiten, die roten sind Energydrinks von denen ich nichts anderes als den Namen irgendwo gesehen habe. Zur Mitarbeit ist eine kleine Registrierung mit Namen und Email-Adresse nötig, die Daten werden ausserhalb des Projekts nicht verwendet.

Alle unsere Affen…

Als ich gerade mal wieder in der Warteschleife von E.OFF hing, habe ich mir folgendes überlegt:

Wenn ich mal in die Verlegenheit kommen sollte, eine eigene Firma zu haben, die ein Callcenter braucht, dann wünsche ich mir, die Eier zu haben, folgenden Spruch in der Warteschleife ansagen zu lassen:

Alle unsere Affen im Callcenter sind leider mit Bananenschälen beschäftigt. Der nächste hirnlose Volldepp wird ihnen die Leitung zusabbern.

Das könnte die Kundenzufriedenheit deutlich in die Höhe treiben. Denken tut sich doch eh jeder sowas. Und wenn man danach die Callcenter-Agentin sich anhört wie Cindy aus Marzahn, verfliegt plötzlich jeder Ärger und man muss lachen.

Zumindest mir ginge es so. Euch nicht?