Menschenrechte vs. Wirtschaftsinteressen – 0:1

Spiegel berichtet über die letzte Sendung von Anne Will und zitiert Hans-Peter Uhl

„Die schwarz-gelbe Regierung habe die Frage der Menschenrechte und eigener Wirtschaftsinteressen sorgfältig miteinander abgewogen.“

Und dann die Panzer verkauft. Denkt mal darüber nach, bevor ihr da wieder ein Kreuzchen setzt. Mir ist so schlecht, wenn ich das lese, da will ich kotzen, so viel kann ich gar nicht fressen.

Schön, wenn es so einfach ist. ♥ Linux-Update

Einer meiner „Fälle“, die ich mit Ubuntu versorgt hatte, hat sich seit dem nur zwei mal gemeldet, dass er mit dem Computer Probleme hätte. Das erste mal, weil ich a) vergessen hatte, Flash zu installieren (Fehlerbeschreibung: YouTube geht nicht) und die Lautstärkeregelung aus dem Gnome-Panel verschwunden war. „Schön, wenn es so einfach ist. ♥ Linux-Update“ weiterlesen

WP-Piwik und WordPress 3.2

User, die das WP-Piwk-Plugin einsetzen, dürften sich (wie ich) über den Nebeneffekt von nicht auf- bzw. zuklappbare Widget-Boxen auf dem Dashboard ärgern.

Abhilfe schafft die Deaktivierung der Zeile:

// postboxes.add_postbox_toggles('wppiwik'); 

Dann klappt alles wie gehabt. Fehler ist ein durch WP-Piwik doppelt vergebenes toggle-Event, das offene Boxen auf und geschlossene Boxen geschlossen lässt. Der Autor ist über den Fehler und den Fix informiert und wird das in die nächste Version einbauen (bzw. ausbauen).

Wer so lange nicht warten kann/will, muss solange selbst Hand anlegen.

Liebling, wir schrumpfen das Internet

Wenn ich einen Artikel sehe mit der Überschrift „Social Media: Nutzung nimmt zu, Interesse an anderen Web-Inhalten sinkt„, dann leuchten bei mir die Alarmglocken. Dieser Artikel selbst ist nur eine Zusammenfassung des englischsprachigen Artikels von Ben Elowitz, der den Titel klarer formulierte: „Das Web schrumpft. Was jetzt?„. Hier wird in einer Grafik die These aufgestellt, „Companies must embrace Facebook“.

Facebook.

Wenn alle anderen Inhalte „aussterben“ gibts 2 Möglichkeiten:

  1. Keiner will mehr Facebook nutzen, weil nichts neues reinkommt.
  2. Facebook wird Probleme bekommen, die Datenmengen zu verwalten und gleichzeitig in Echtzeit auszuliefern, weil jeglicher Content über Facebook erstellt wird. (Ein Problem, das Google so nicht hat, da die meiste Arbeit hier aktuell das speichern statischer Inhalte ist, nicht zwingend ein Echtzeit-Web)

Da ich die Option des kompletten Aussterbens für unrealistisch halte, bin ich dafür, dass System Facebook einfach unter dem Ansturm zum kollabieren zu bringen. In diesem Sinne: „Join Facebook“, ihr Marketing-Fuzzis.

Das wahre Gesicht grüner Jungpolitiker

So habe ich die Grünen im Main-Kinzig-Kreis kennengelernt: Arroganz, Alleinanspruch, Machtgehabe und -gerangel. Schade drum. Auch dass man sich kein bisschen vorstellen kann, dass auch andere (Klein-)Parteien etwas inhaltliches beitragen können.

Pöbeln, spucken, randalieren. Das scheint für Herrn Mack das einzige zu sein, was er wirklich gut beherrscht – oder beherrschen will.

Opera 11.50 – Was keiner sagt

Überall hört man von den tollen neuen Änderungen mit Opera 11.50. Von Synchronisierung der Lesezeichen und Passwörter liest man mehrfach, ebenso von dem neuen Starttab.

Aber was man nirgendwo, außer in einem Changelog der Windows 11.50 Beta liest: Opera kann jetzt SOCKS-Proxies nutzen. Damit wird Opera zu meinem Unterwegs-Stick-Browser Nummer 1:

  1. Email-Client mit Mailinglisten-Unterstützung!
  2. IRC-Chat eingebaut
  3. Fixer Browser

Zahlenspielereien

Zahlenspielereien

Ich weiß noch nicht, wie ich es finden soll, das neue Versionsnummermodell von Mozilla. Das Prinzip: „release often, release early“ empfinde ich ja prinzipiell als richtig, ob man dafür aber wie bei Google auf Major-Release nummer zugreifen sollte, ist eher fraglich.

Im Gegensatz zu allen anderen Browserherstellern hat Google in Chrome seine Versionsnummern nie sonderlich prominent vermarktet, sondern im Hintergrund still und leise Updates geliefert, lediglich die Versionen, die absolut neue Features herausbrachten, wie beispielsweise Plugins wurden meiner Erinnerung nach etwas offensiver beworben.

Die Vorteile von schnellen Versionssprüngen:

  • Marketing

    Es wird wahnsinnige Entwicklungsgeschwindigkeit simuliert

  • Versionsvergleichbarkeit

    Keine bzw. wenige Zwischennummern wie „3.5.1“ machen dem User deutlicher, womit er surft.

Und die Nachteile:

  • Die Plugin-Prüfung

    Plugin-Autoren müssen nun jedes Major-Release angehene, auch wenn sich an den Schnittstellen wenig bis gar nichts ändert, weil der Großteil der schnell updatenden User sonst vergrault wird.

  • Webentwickler / Testing

    Erklärt mal dem Kunden, warum ihr Websites mit dem 5er aber nicht dem 4er testet (oder anders herum). Im Business-Umfeld beim Kunden ist ein schnelles Updaten eher unüblich, während Entwickler meist schon ein gutes Stück voraus sind. Das wird sich hier verschärfen.

  • Linux-Distributionen

    Wenn Linux-Distributionen bei ca. 6 Monaten Release-Zeiträumen 2 Versionen eines der vermutlich meistgenutzten Browsers „verschlafen“, wird das vermutlich einiges an Unmut hervorrufen, auch, da nicht ganz klar ist, wie der Support bei Critical Issues in Bezug auf Versionsnummern aussieht. 

    Bei Distributionen, die die „Vanilla“-Version mit Mozilla-Branding und Namen verwenden, wie beispielsweise Ubuntu, wird das ganze aufgrund der Lizenzpolitik sowieso interessant.

Ich finde, hier hat Mozilla, die ihre Versionsnummern doch recht offensiv vermarkten, sich und der Community keinen Gefallen getan. Ich bin auch der Meinung, dass die Vorteile, die ich hier herausgestellt habe (ihr dürft gerne auch Pro und Kontra-Punkte in den Kommentaren ergänzen), die Nachteile nicht auch nur ansatzweise aufwiegen.

Und das ich von oberflächlichem Marketing zum Selbstzweck nichts halte, sollte hinreichend bekannt sein.