Multilanguage mit automatischer Sprachwahl in TYPO3?

Ich habe einen Kunden, der eine mehrsprachige Internetseite betreiben möchte. Nach Feststellung der Anforderungen und dem Testen einer ML-Lösung für WordPress habe ich beschlossen, das Projekt mit TYPO3 umzusetzen. Auch mit dem Hintergrund der eingebauten Lokalisierungsmöglichkeit.

Nun stellte sich im Projektverlauf heraus, dass auch das nicht so einfach ist, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Es muss immer noch schön alles per Hand eingestellt werden, wenn man die Sprache wechseln will. Hallo? 2010? Da geht doch mehr, oder nicht? Sprache anhand der Browser-Accept-Lang-Header identifizieren und so. Notfalls mit einem Language-Chooser überschreibbar. Aber dazu muss man 2 Plugins installieren („rlmp_language_detection“ und „sr_language_menu„), mit denen man die Sprachwahl 1. automatisieren und 2. überschreiben kann und dann noch mindestens 10 Zeilen TS-Config ins Setup und die Konstanten stecken muss.

Und da sind noch nicht die eigentlichen Sprachconfigs dabei mit mit jeder Sprache auch nochmal 8 Zeilen und mehr fressen. Ich will mich ja nicht beschweren, aber das ginge bestimmt einfacher. Sowas verstehe ich nicht unter „eingebauter Mehrsprachigkeit“. Und davon ist man auch bei dem tollen neuen TYPO3 4.4 noch weit entfernt, wie ich finde.

Neues von den Dropdowns: 0.9-beta

Ich hatte ja schonmal über mein Dropdown-Plugin berichtet. Nun hat sich im Zuge meiner Arbeit in der Firma herausgestellt, dass das verwendete Stylish-Select zwar crossbrowsertauglich ist, das Styling auch ganz gut klappt, jedoch im Internet-Explorer die Renderinggeschwindigkeit bei ca. 300 Einträgen in der Liste extrem langsam ist.

Während die Liste im Firefox mit ca. 100ms und im Chrome mit ca 60ms geladen, eingefügt und gerendert wurde, hat der IE 7+8 für das Nachladen des Strings per Ajax und ein programmatisches Umwandeln in „<option>“-Tags inklusive Schreiben ins DOM und rendern der Fake-Dropdown-Liste mindestens 4000ms gebraucht.

Interessanterweise hat sich in einem Last-Test herausgestellt, dass genau die gleiche Aufgabe von meinem Plugin in einem zehntel der Zeit erledigt wird. Mit einer Renderzeit von 400ms im IE6 ist das ganze sogar noch akzeptabel um ein „on-the-fly“-Rendering beim öffnen der Liste durch einen Klick darauf laufen zu lassen.

Und nicht ohne Stolz sehe ich, dass mein Plugin im Funktionsumfang und vor allem mit der Rendergeschwindigkeit, die mich selbst überrascht hat, mit ein paar kleinen Anpassungen in allen europäischen Buchungssystemen einer Autovermietung Einzug gehalten hat.

Für euch gibts jetzt erstmal die Version 0.9 mit ein paar kleinen Verbesserungen, während ich schon wieder weiter an der Technik schraube.

Links:

Ich habe einen Heißluftballon aufgeblasen. Alleine.

Na, was habt ihr am Wochenende so gemacht?

Ich habe einen Heißluftballon der Freiballon-Sportfreunde Künzell aufgeblasen. Alleine! (das Gebläse zählt ja nicht…) ;-) Das mit dem mitfahren mache ich mit Frau Schatz dann mal wann anders. Günstig ist das ja nicht gerade.

Link-Ecke #12

Man kommt ja zu nix.

  1. Ubuntu ändert Firefox-Unterstützung

    Ubuntu will den Webbrowser Firefox künftig auch in den stabilen Versionen auf dem neuesten Stand halten. Anstatt korrigierte Fehler in ältere Versionen zu integrieren, soll jeweils auf die neueste Version aktualisiert werden.

  2. Eine klassische Horex

    Ein Traum von Motorrad. Wenigstens die Optik ist genial. Dafür würde ich sogar meine Bandit abgeben. Leider wird’s ohne zeitnahen Lottogewinn wohl eher ein Traum bleiben.

  3. Das Kreuz mit den Lizenzen

    Lizenzen. Der Untergang des Abendlandes, wie ich behaupte, denn Lizenzen versauen uns das mit dem freien Wissen und der freien Bildung.

    Mehr davon!

  4. SIGINT 2010: musikindustrie widerlegt sich selbst

    wie man sieht verlaufen die kurven für illegale downloads und umsätze der musikindustrie auffällig parallel. aufgrund der geringen streuung (fast keine veränderung über die jahre) wirkt die kurve der CD-verkäufe etwas bizarr und läßt keine ähnlichkeit zu den anderen kurvenverläufen erkennen.

  5. Ubuntu plant zusätzliche Softwareupdates

    Ubuntu will es künftig einfacher machen, neue Anwendungen nach der Veröffentlichung der Distribution ins Paketdepot zu bekommen oder eine vorhandene Version zu aktualisieren.

    Ich würde das ja lieber heute als morgen sehen.

Die politische Realität

Nachdem ich ja neulich schon mal berichtet habe, warum ich ausgerechnet Pirat bin, folgt an dieser Stelle ein kleiner Rückblick über die letzten Wochen aus meiner Sicht auf die aktuelle politische Lage um mich herum.

Die Menschen sind unpolitisch und unmotivierbar

Wir, die Kinzigpiraten, machen uns für die Hanauer Bürger stark, streben ein Bürgerbegehren an und sammeln jeden Samstag Unterschriften am Marktplatz. Dann steht ein Bürger vor uns und erklärt, wir wären ja viel zu spät dran, mit dem Bürgerbegehren. Das man jedoch nur bereits gefasste Beschlüsse anfechten kann, interessierte den Menschen wenig.

Sehr oft hat man dann Menschen vor sich, die einem ihr Leid klagen, und das der Innenstadt-Umbau ja so schrecklich wäre. Aber unterschreiben , das machen dann doch leider die wenigsten. Es helfe ja nichts, wäre total sinnlos, und das Begehren würde sowieso scheitern.

Teufelskreis, ick hör dir trapsen. Ich weiss dann jedesmal nicht, ob ich (irre) lachen, schreien oder heulen sollte. Ich opfere hier meine Freizeit, in der ich über Samstags 4 Stunden damit verbringe den Menschen zu erklären, was sie machen können, mit einfachsten Mitteln. Eine Adresse und ’ne Unterschrift.

Wovor fürchten sich die Leute? Vor einer Verwendung ihrer Daten durch die Piratenpartei? Vor einem Misskredit als „Störer“ oder „Rebell“ bei der Stadt oder der Polizei? Wenn das so wäre, dann hätte die (teils ehemalige) Bundesregierung mindestens eines ihrer Ziele erreicht: völlige Verängstigung bei den Bürgern.

Die Begeisterung lässt nach

Natürlich sind diese Nichterfolgserlebnisse vermutlich politische Realität. Aber die Ahnungs- und Beteiligungslosigkeit macht hilflos, ohnmächtig. Ein paar kleine Worte auf ein Papier geschrieben, die Arbeit machen andere, am Ende vielleicht ein Kreuzchen setzen, ist das zuviel politische Beteiligung für einen mündigen Bürger?

Meine Motivation, etwas zu ändern, klarzumachen zum ändern, sie nimmt ab, was ich persönlich bedauere.

Themenüberfluss und Kanalisierung

Wir, als Kreisverband haben außer den Kommunalthemen, ja auch noch andere Themen, die am Infostand vermittelt werden sollen. Das ist in meinen Augen ein absoluter Overkill an Infos, die der Passant da zuerst wahrnimmt.

ACTA, ELENA, §108e, die großartigen Aktionen der Jupis. Dazu noch ein Kommunalthema. Da müssen wir in Zukunft gezielter auftreten.

Schatten

Und dann sind da noch die Leute, die am Infostand vorbeigehen, auf die Flagge starren und leise „Piratenpartei“ vor sich hinmurmeln und/oder lachen. Oder Leute die kommen und fragen „Seid ihr für oder gegen Ausländer?“ und bei unangenehmen Antworten grußlos weitergehen. Leute die uns mit „Ich wähle nur Parteien, die es in den Bundestag schaffen“ begegnen (Das hatten wir ja vorhin schon einmal). Das Logikzentrum hat da die Geburt nicht überlebt.

Licht

Was mich bei Infoständen allerdings wieder ein wenig versöhnt, sind Menschen die interessiert und (teil-)informiert bei uns aufschlagen und mehr Informationen wollen. Die mit uns fundiert diskutieren und Meinungen austauschen. Heute waren unter anderem zwei junge Menschen da, die sich gerne an unseren Stammtischen beteiligen wollten. So etwas freut mich.

Trotz allen entmutigenden, nervenden und demotivierenden Erlebnissen, ist die Piratenpartei, der Weg, den ich weiter gehen werde. Ich werde weiter Infostände machen, Aktionen durchführen, mich in die Politik im Kreis und im Land einmischen und vor allem: Mit den Jungs und Mädels noch viel Spass haben, auf dem langen harten Weg nach vorne. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt.

Was man bei Wubi nicht tun sollte

Nachdem ich ja einen Desktop und einen Server auf Ubuntu laufen habe, läuft auf meinem Netbook (Samsung NC10) Windows XP. Oder sagen wir besser: „lief“.

Da ich auf die Möglichkeiten eines komfortablen Linux nicht verzichten wollte, habe ich mit Wubi ein Ubuntu installiert, welches ich gestern auf Lucid aktualisiert habe. Dummerweise habe ich dabei einen kleinen Fehler gemacht und in der Auswahl einer Partition für GRUB2 meine Rootpartition ausgewählt, in der Annahme, es sei die Root-Partition des Virtuellen Filesystems.

Nun habe ich ein Netbook, das extrem schnell bootet. In die „grub rescue>“-Shell.

Heute abend werde ich mal gucken, was sich da mit einem Boot-USB-Stick retten lässt. Leider ist der Bootsektor nämlich so unbrauchbar, dass ich nichtmal die Rescue-Funktion booten kann. Vielleicht ist das dann doch der Anstoß, das System auf Linux umzustellen. Wir werden es sehen.

Information zur Kennzeichnung schlechter Autofahrer

INFORMATIONSAUSGABE – STRASSENVERKEHRSAMT – JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen-  Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren. Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.

Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.

Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.

Aus einer eMail.