Grafikkartentausch: Meine erste Passive Grafikkarte seit der 3Dfx Voodoo3

Nachdem ich mich ausgiebig über meine Grafikkarte, die ich in den neuen Rechner aufgrund von Bewertung und Überlegung habe setzen lassen, geärgert habe, habe ich jetzt die Club 3D GT 9800 „Green Edition“ gegen eine Asus ENGT240 SILENT getauscht.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich einfach nur ein Problem mit der Lüftersteuerung durch den Linuxtreiber hatte, die Kartenventilation hatte auf jeden Fall dauerhaft volle Stärke, auch wenn der NVidia-Settings-Manager etwas anderes behauptete (37%). Wenn das 1/3 der Geschwindigkeit war, dann hätte der Rechner trotz erheblichen Gewichts bei 100% fliegen können.

Die Passive Karte hatte bis jetzt eine Maximaltemperatur von 44°C wenn der Temperatursensor vom Settings-Manager stimmt, und das nach etwas HD-Video und glxgears-3D-Berechnung zusätzlich zum Compiz-Desktop. Ich muss das nochmal mit ner Session Nexuiz testen und eventuell einen der Gehäuselüfter etwas schneller drehen, aber die Ruhe im Raum ist einfach herrlich.

Betriebssystemtechnisch war der Wechsel genauso einfach wie der Rechnerwechsel: „läuft“. (solange man nicht den PAE-Kernel verwenden will..)

Die Tote im Bett

Sie war ganz kalt. Eine kleine, kurze Weile dachte er sich nichts dabei, sie war ja immer so verfroren. Als er jedoch anfing, sie zu schütteln, um sie doch endlich zum Aufstehen zu bewegen, bewegte sie sich nicht mehr, als er sie bewegte. Auch der bei ihr übliche verschlafene Mix aus unwilligem Murren und Gähnen, dass insgesamt eher nach „Geh Weg“, als nach „Guten Morgen“ schrie, blieb aus.

Es kam ihm komisch vor. Er betrachtete sie genauer und stellte fest, dass ihre Lippen schon ganz blau angelaufen waren. Jede Hilfe kam zu spät – vermutlich war sie irgendwann in der Nacht still und leise verstorben. Gut für sie. Sie lag leise und ruhig da, ihr Gesicht war friedlich und entspannt.

Nachdem er sie wieder zugenäht hatte, rief er das Krankenhaus an, bestellte einen Krankenwagen. Als der Wagen mit Blaulicht und Sirene in die Straße einbog, saß er gerade in der Küche und rauchte eine Zigarette, neben ihm ein Glas mit Whiskey. Das Radio spielte „My Heart Will Go On“. Er lächelte, griff in seine Tasche und streichelte das Herz durch die Plastiktüte hindurch. Dann zog er die Wohnungstür hinter sich zu.

Ägypten und was die anderen dazu sagen…

Um nochmal auf die Sache mit Ägypten zurückzukommen, nachdem ich ein bisschen mehr Nachrichten gelesen und die heutige Sendung von hr2’s „Der Tag“ gehört habe:

  1. Die USA haben Mubarak unterstützt (no shit Sherlock, ich sag nur: Rüstung)
  2. Die USA skandieren Freieheit und Demokratie (genau das, was die Demonstranten auch verlagen)
  3. Israel findet Mubarak nicht toll, aber doch toll, weil er „Stabilität“ biete
  4. Israel hat Angst vor einer islamistischen Vormachtstellung in Ägypten. Die Muslimische Bruderschaft sieht das aber sehr diffenziert:

    „What we want is what the people want; right now we should have a completely different regime. We should have freedom and free elections,“ he said. „We respect Mr. Baradei. He has the most potential“ to achieve this.

    Wenigstens behaupten Sie, es gehe ihnen um die Menschen!

  5. Auch Deutsche Waffen schlagen vermutlich Ägyptische Aufstände nieder

Was wir aus dem Fall Ägypten lernen

Thailand [WP], Tunesien [WP] und Ägypten [WP] sind sehr unterschiedliche Nationen, haben aber eine Gemeinsamkeit: revoltierende Bürger.

Keine Atempause Geschichte wird gemacht – Es geht voran

— Fehlfarben: „Ein Jahr“

Demonstrators on Army Truck in Tahrir Square, Cairo

Hier wird Geschichte geschrieben, wie in Frankreich im 18. Jahrhundert. Und wir sind alle live dabei, zumindest soweit die entsprechenden Regierungen es zulassen, schließlich ist das erste, was die gefallenen (Quasi-) Diktaturen tun, die Kommunikationswege des Volkes zu beschneiden, sprich: Internet und Mobilfunk.

Zu dem Zeitpunkt, an dem die Menschen auf die Straße gehen, sind die meisten „traditionellen“ Medien in aller Regel schon gleichgeschaltet oder eingeschüchtert.

Die Zeit der großen Revolutionen scheint nicht vorbei zu sein, sie scheint gerade neu zu beginnen und wir sind dieses Mal live dabei. Via Fernsehen, Facebook und Twitter, Blogs, Nachrichtenseiten oder als Teil des Netzwerks, das Ägypten von außen mit Einwahlknoten und Internet versorgt. Piraten und Hacker gestalten aktiv im Hintergrund das derzeitige Netz in Ägypten.

Die deutsche regierende Politik legt keinen großen Wert auf Dinge wie „Netzneutralität“ oder freien Zugang zu Netz und Information. Vermutlich deswegen ist die Reaktion der deutschen Politik zu den Netzabschaltungen de facto nicht vorhanden.

Vielleicht ist es aber auch die Angst, auf ihre eigenen Versuche zur Einführung einer Zensurstruktur und die Pläne zu „Three Strikes“, wie Frankreich sie mit HADOPI eingeführt hat, festgenagelt zu werden.

Dennoch zeigt besonders der Fall Ägypten wie wichtig eine solche Netzstruktur ist. Und es zeigt im Ansatz, was ich vor einiger Zeit prognostiziert habe: Hacker sind die politische Zukunft.

Ubuntu Kernel 2.6.32-28-generic

Aus meiner Erfahrung kann ich vor dem aktuellsten Kernel („2.6.32-28-*“) von Canonical nur warnen, wenn man einen rt2860sta-Treiber (Ra-Link-Wlan) oder Compiz via dem (seitens Ubuntu-Manager installierten) proprietären Nvidia-Treiber nutzt.

Weder das eine noch das andere funktionierte mit dem Kernel, der Ubuntu-Treiber-Manager kann auf dem Desktop keine neuen Nvidia-Treiber installieren, der Server kann das Paket linux-backports-modules-wireless-lucid-generic nicht installieren und quittiert mit einem

Die folgenden Pakete haben nicht-erfüllte Abhängigkeiten:
 linux-backports-modules-wireless-lucid-generic:
 Hängt ab: linux-backports-modules-compat-wireless-2.6.34-2.6.32-28-generic
 ist aber nicht installierbar
E: Kaputte Paket

Grund zum feiern ist das nicht gerade, wenn ich einen neuen Kernel bekomme, aber der Rest der Pakete noch nicht geschnürt ist.

Update: Das Nvidia-Problem scheint nur den 2.6.32-28-generic-pae Kernel zu betreffen. Compiz oder 4GB RAM. Diese Entscheidnung hatte ich doch schon damals, als nur der Server-Kernel mit >4GB Speicher zurechtkam…

Nerdkrankheiten

Man glaubt ja gar nicht, was so an Arbeit in einer mobilen Webseite stecken kann. Ganz besonders wenn Sie sich anfühlen soll wie eine iPhone-App. Die ist ja nur so klein, und kann so wenig. Und wenn man sich so ein paar „best practices“ angeschaut hat, dann findet man wieder neue, bessere.

Nerdkrankheit. Immer neuer, besser, geiler, schneller, up-to-dater sein/haben/machen.

Ich vermute mal, daran ist auch am Ende Duke Nukem Forever fast zugrunde gegangen. Mehrere Engine-Wechsel, Technik-Änderungen, whatever. Der Drang zum Perfektionismus, die Liebe zum Detail. Mit „the information of the world at your fingertips“ ist das teilweise echt schwierig, da mal was fertig zu bekommen und damit am Ende auch zufrieden zu sein.

Und dann war ich doch wieder e.off-Kunde

Eigentlich wollte ich bloß meinen Stromanbieter wechseln, von Vattenfall zur Süwag. Allerdings lag am Donnerstag ein Brief von e.off im Briefkasten.

Mein Anruf beim Wechselportal „Verivox“ bestätigte einen grausamen Verdacht: Eine Kündigung am 2. Januar mit Wechsel zum 1. Februar war gewagt: Der Wechsel würde 6-8 Wochen dauern und damit dann erst am 1. März greifen.

Ich freu mich schon, mal gucken was für einen Schmarrn sich e.off dieses Mal einfallen lässt.

Innen ist alles neu

Nicht dass ich jetzt gerade auf Windows-Bashing aus bin, aber es gibt Dinge, da unterscheiden sich die Systeme doch sehr stark.

Ich habe neulich meine komplette Hardware ausgetauscht. Von Intel auf AMD, von 2 auf 4 Kerne, neues Motherboard (von anderem Hersteller), neue Grafikkarte (sicherheitshalber mit gleicher Chipsatzfirma) usw. Sprich: ich habe einen neuen Rechner gekauft und die alte Platte reingesteckt.

Festplatte
Bild: CC-BY husseinabdallah

Was ist passiert, als ich die Kiste angeschaltet habe? – Richtig: sie ist ohne Probleme hochgefahren.

Was hätte mich da unter Windows erwartet? Im besten Fall: ein Aktivierungsfenster. Wahrscheinlicher ist allerdings (aus eigener Erfahrung), dass man das Gerät komplett neu aufsetzten kann, da sich alles geändert hat, allein eine andere Platten-Controller-ID bringt alles zum zusammenstürzen.

Und da demnächst der neue Rechner auf den neuen Platten mit komplett neuem 64bit-Linux aufgesetzt wird, mach ich mir nun auch keinen Kopf um diese „wir schieben das OS auf eine andere Platte“-Geschichte…

Nachtrag: Es ist schön zu hören, das Microsoft mit Win7 nachgebessert hat, ich habe meine Erfahrungen unter XP und Win2000 gemacht.