Herr Jung sucht eine Bank

Ja, der Herr Jung, der ist unzufrieden mit der Leistung seiner Bank. Seine Bank, das ist die Sparkasse, mit der der Jung aus mehreren Gründen ein paar Differenzen hat. Eine dieser Differenzen ist das Online-Banking. Der Herr Jung mag Online-Banking, weil das einfach ist. Einfach ist gut.

Was der Herr Jung auch mag, sind Zinsen. Die bekommt er nämlich von der Bank (meistens). Weil seine Bank aber ihm keine Zinsen mehr geben mag, ist der Herr Jung traurig. Von 3% auf 0,5% hat die Bank ihn fallen lassen.

Anforderungen

Meine neue Bank müsste ein paar klitzekleine Anforderungen erfüllen:

  • Kein unnötiger Papierkram.
    Reaktivierung eines eventuell gesperrten Kontos muss auch ohne Briefe oder Faxe gehen.
  • Solide Onlinebanking-Software
    Die Neuentwicklung der Sparkasse ist zwar nicht schlecht, aber in manchen Punkten echt grottig.
  • Zinsen
    Der Herr Jung möchte langfristig für unverbindliche Anlagen möglichst viele Zinsen (1,5% bis 2% sollten drin sein) kassieren. Tagesgeldkonten sind genau mein Ding.
  • Möglichst viele Möglichkeiten zum Geld abheben
  • Einzahlmöglichkeit in der Nähe
  • Am besten mobileTAN-Unterstützung
  • Sollte der Herr Jung wechseln, wäre es nett, wenn die neue Bank dabei behilflich ist.

Mögliche Kandidaten

1. Die Diba

Die Diba ist eine Empfehlung von einem Arbeitskollegen, der gute Erfahrungen mit deren Online-Banking gemacht hat. mobileTAN und Post-Ident, der rest geht fernmündlich und elektronisch. Geld abheben geht über Kreditkarte und wäre auch bei mir in der Firma unten im Haus möglich, bei der Degussa-Bank.

Allerdings bin ich mir unklar über eine mögliche Einzahl-Möglichkeit und/oder einen Filialbetrieb.

2. Die Degussa-Bank

Die Degussabank hat einen Geldautomaten bei mir in der Firma im Haus. Der Wechsel dorthin ist den Erfahrungen aus meinem Verwandtenkreis gut. Filialen gibts in Hanau mindestens 2 Stück, mehr oder weniger günstig zu erreichen.

3. 1822 direkt

Kann an jeder Sparkasse abheben (bei mir im Ort nicht). Zinsen gibts, aber über das Onlinebanking weiss ich bei der 1822 nichts. Vielleicht kann da jemand helfen. Zinsen sind ähnlich wie bei der „normalen“ Sparkasse, da meine Einlage (vermutlich) über 500€ liegen wird.

Für Erfahrungsberichte und/oder Tipps, die den Kriterien entsprechend bin ich sehr dankbar.

Der morgendliche Kickstart – und wie Philips ihn verhindert

Kaffeeliebhaber werden mich dafür hassen: Ich habe eine Senseo-Maschine. Ob ich noch länger eine haben werde, ist eine andere Sache. Ich mache mir ein bisschen auch Gedanken um die Alternativen zur Senseo. Warum, fragt man sich vielleicht.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, dass Senseo/Philips im Mai des Jahres 2009 eine Rückrufaktion für einen Teil der Produktion ausgerufen hatte, in dessen Verlauf die Brüheinheit bzw. der Erhitzer ausgewechselt wurde, weil dieser eventuell hätte platzen können.

Vielleicht hätte ich warten sollen, bis das Ding wirklich platzt, denn mit dem Einsenden der Kaffeemaschine in die Rückrufaktion fing alles an.

Erster Versuch

Am 16. April (ca. 1 Woche, nachdem ich den Rückrufdienst über das Internet kontaktiert hatte), bekam ich meine erste Mail von Philips, mit der Reperaturnummer und der Aussage, man melde sich, sobald man die Transportpackung versenden würde.

Das geschah dann ca. 2 Wochen später am 4. Mai. Die Maschine war ca. 3 Wochen unterwegs, am 28. Mai hatte ich sie meinen Aufzeichnungen zufolge wieder, das genaue Datum ist mir nicht bekannt. Am 15.7. trudelte dann schon eine Benachrichtigung ein, dass die Maschine versendet wurde – wäre mir ja auch nicht aufgefallen ;-)

Zweiter Versuch

Am 3. August hatte ich eine neuerliche Nachricht im Email-Eingang, dass man die Transportpackung versendet habe. Die Maschine hat 2 Wochen nach Inbetriebnahme angefangen, Kaffee zu brühen, der nach geschmortem Plastik schmeckte. Ich habe dann am Ende eine neue Maschine bekommen, dazu ein Entschuldigungschreiben.

Dritter Versuch

Am 6. September war diese Maschine auch fällig. Wieder das gleiche Problem. Kaffee schmeckt nach Schmorplastik. Allerdings hatte ich da schon eine Woche mit dem Warten auf den Reperaturdienst-Bescheid gewartet. Erst auf neuerliche Anfrage gab es dann endlich die neue Versandpackung. Und wieder eine neue Maschine. Die dritte. Diesmal ohne Entschuldigungsschreiben.

Vierter Versuch

Derzeit warte ich auf ein Regen von Philips, die 3. Maschine ist auch hinüber. Plastikgeschmack. Was sonst. Beim ersten Anruf wollte man mir Geld wiedererstatten. Von Geld kann ich mir allerdings keinen Kaffee kochen, also habe ich darum gebeten, dass man mir eine Kaffeemaschine einer neueren Serie schickt.

Gestern bekam ich einen Anruf von Philips, in dem mir mitgeteilt wurde, ich möge doch das Geld nehmen, man hätte momentan einen Engpass mit Austauschgeräten. Was mir erstmal egal ist, habe ich doch eine „Austauschmaschine“ von meinen Eltern, die sie momentan nicht brauchen.

Jetzt suche ich aber weiterhin nach einer bezahlbaren Alternative zur Senseo, die ähnlichen Komfort bietet. In erster Linie also: schnell und günstig einen frischen wohlschmeckenden Kaffee für den Kickstart in den Morgen.

Ideen?

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #3

Tja, leider habe ich keine Aussage bekommen wie „es tut uns leid, ja, Sie haben recht, Kopierschutz ist scheisse“. Das wäre mal was gewesen.

Das Ende vom Lied ist: Ich habe 2 DVDs „Die Welle“ rumliegen. Außerdem bekomme ich eine DVD „Im Winter ein Jahr“, die momentan etwas mehr kostet als „Die Welle“ was mir persönlich aber eigentlich egal ist, nach dem Ärger.

Die Damen und Herren von Eurovideo dürften sich an der Geschichte auch nicht kaputtgewirtschaftet haben, so bleibt also nur ein kleiner Sieg über eine Industrie, die es ehrlichen Kunden wirklich schwer macht, Kunden zu bleiben.

Fazit: Die DVD lässt sich immer noch nicht auf der PS2 abspielen. In Bezug auf den Film „Die Welle“ habe ich also rein gar nichts gewonnen. Bleibt ein Stück für’s Regal und ab und zu für’s Arbeitszimmer. Kopierschutz ist natürlich aus Sicht der Betriebe die ihn einsetzen ein absolutes Muss und ich habe einen zusätzlichen Film. Und wenn der nicht geht….

Vom Internetverständis der CDU

Ole von Beust fordert: CDU soll von Piratenpartei Internet lernen“ ist der Artikel im Spiegel überschrieben und im Teaser erklärt der Spiegel: “Ole von Beust ist neidisch auf die Piratenpartei, die in ihrer Kommunikation auf das Internet fixiert ist. Die CDU müsse von ihr lernen, wie man über das Web an potenzielle Wähler herankommt, fordert Hamburgs Erster Bürgermeister.

Das offenbart sehr schön, wie die CDU und wie Ole von Beust das Intenet sehen: als reines Sendemedium über das man heute die Wähler erreicht. Erst die Zeitung, dann das Radio, das Fernsehen und heute eben Internet. Dabei wird übersehen, dass das Internet kein unidirektionales Sendemedium ist, sondern ein Netzwerk, in dem jeder lesen und schreiben kann.

Ole von Beust redet von Wählermobilisierung. Was die Piraten ins Internet treibt, ist die Möglichkeit, Wissen, Informationen Vernetzungen zu speichern, wie beispielsweise im Piratenwiki, das eine zentrale Anlaufstelle für die Piraten ist. Hier finden sich Protokolle, AG-Listen, AG-Beschreibungen, Informationen über die Partei, Mitgliederzahlen, Kontenstände etc. Alles das, was für die Transparenz einer Partei notwendig ist.

Alles das ist in klassischen Medien nicht möglich. Ich kenne keine Tageszeitung, keinen Radio- oder Fernsehsender, der täglich neue Informationen über die Piraten veröffentlichen würde.

Aber bis die CDU das nochmal kapiert, sind noch 3 Generationen Nachwuchs notwendig, wenn die CDU bis dahin das Internet nicht kaputtgemacht hat.

Bundestagswahlnachgedanken

Piraten

Natürlich sind 2% im Wahlergebnis nicht das Ergebnis unserer Träume, aber ein verdammt guter Anfang. Davon abgesehen hoffe ich, dass sich in den nächsten 4 Jahren die Strukturen unserer Partei, die durch den durch Zensursula und Stasi-Schäuble-initiierten Mitgliederzuwachs quasi explodiert sind, festigen und beruhigen werden.

Denn eins hat der Spiegel richtig erkannt: nochmal 4 Jahre Uschi und Wolle trägt nicht dazu bei, Feindbilder abzubauen oder unsere Ziele zu schwächen.

SPD

Die SPD hat weniger verloren als ich erwartet hätte. Es bleibt zu hoffen, dass die SPD, genauso wie die Piraten die Zeit bis zur nächsten Wahl nutzt, um ihre Strukturen zu bereinigen (Schmeisst den Münte raus!) und sich auf ihre Werte zurückbesinnt.

In der SPD werden die Rufe nach einem Rücktritt der Führung lauter. Um der SPD beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis zu garantieren, sollte diese Chance nutzen und bei der nächsten Wahl eine sozialdemokratische wählbare Alternative bieten.

CDU/CSU

Nichts gelernt. Die ruhen sich da jetzt auf ihrem miesen Wahlergebnis aus und denken sie wären die allerschürfsten. Mit dem für sie zweitmiesesten Wahlergebnis seit kurz nach dem Krieg.

FDP

Die FDP ist natürlich die allerschürfste von allen. Mit Guido, dem Englisch nun nicht wirklich liegt, als potentiellen Außenminister. Allerdings könnte sich dieses Problem schneller lösen, als ihm lieb ist. Im Iran zum Beispiel.

Programmierer sind Katalysatoren…

…sie verwandeln Koffein in Quelltext. Und weil das nahe an der Wirklichkeit ist, suche ich Mitstreiter, die ein Wiki bedienen können und außerdem Koffeinabhängig sind.

Quellen für Energydrinks sind bei mir gern gesehen, in diesem Bezug bin ich sehr experimentierfreudig. Zusendungen von Material nehme ich gerne an, alternativ kann natürlich jeder mit einer klitzekleinen Anmeldung am Energydrink-Wiki mitbauen.

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded #2

Man hat geantwortet:

Sehr geehrter Herr Jung,

bitte entschuldigen Sie vorab die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten und die Verzögerung bei der Beantwortung Ihrer email.

Wir hatten bei „Die Welle“ mit der PSX2 in der Slimversion ein Lauffähigkeitsproblem, da Sony hier eine andere Abspielsoftware eingebaut hat gegenüber allen anderen PSX2.

Ich sende Ihnen nochmal eine DVD von „Die Welle“ aus einer anderen Charge und hoffe, diese funktioniert. Bitte schicken Sie mir Ihre Anschrift und lassen Sie mich dann kurz wissen, ob die neue läuft, ansonsten würde ich Ihnen einen anderen Titel von uns als Ersatz anbieten.

Mit freundlichen Grüßen
xxx

Ich versuche mal das zu resümieren (bis jetzt):

1. Ich rufe bei Constantin Film an und frage, an wen ich mich melden muss, wenn ich ein Problem mit einer DVD habe. Man sagt mir am Telefon eine Email-Adresse, an die ich mich wenden soll.

2. Ich schreibe an die Email-Adresse eine längere Email, bekomme – oh wunder – keine Antwort.

3. Ich versuche, eine Konfrontation zu erwirken. Sollen die sich doch drum kümmern, wen das Problem was angeht und schreibe an die „info@“-Adresse auf der Seite von Constantin. Natürlich nicht ohne auf das Zuständigkeitsproblem und die scheinbar falsche Email-Adresse hinzuweisen (diese komischen Umlaute werden bei Constantin oder wo-auch-immer intern ersetzt):

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich von einer Telefonistin in ihrem Haus mit einer falschen
Email-Adresse versorgt worden bin, hier noch einmal die Email an ihre
Firma, die sich mit der nicht moeglichen Wiedergabe eines Produktes aus
ihrem Haus beschaeftigt, und zu der ich eine Stellungnahme wuensche.

4. Ich habe natürlich darauf geantwortet:

Sehr geehrte/r xxx

vielen Dank für die Information. Allerdings kann ich nicht
nachvollziehen, warum eine „normale“ DVD auf einem DVD-Abspielgerät
Probleme verursachen kann. Ich möchte gerne wissen, welchen
Kopierschutz diese DVD verwendet und welche weiteren DVDs aus ihrem
Sortiment diesen Kopierschutz verwenden, um zukünftigen Problemen
damit im Voraus aus dem Weg zu gehen. Mehrere Wochen Wartezeit nach
Kauf eines Filmes um diesen (vielleicht) sehen zu können sind für mich
nicht akzeptabel.

Ich hoffe, dass die „andere Charge“ nicht über einen solch
problematischen Kopierschutz, verfügt und bitte um die Zusendung an
folgende Adresse:

[adresse]

Sollten Sie Informationen bezüglich der Herstellungscharge oder
ähnlichem benötigen, so kann ich diese Informationen gerne mitteilen.

Soweit, so gut. Was mich aber am meisten irritiert hat, war der Footer mit den Firmeninformationen. Die Mail kam von einer Paramount-Adresse (wir erinnern uns, ich hatte Constantin angeschrieben).

Message from xxx
Project Manager
Highlight Communications Deutschland GmbH
Feilitzschstrasse 6, 80802 München
Geschäftsführer: Franz Woodtli, Peter von Bueren
Sitz: München HRB 109 276

Postanschrift / Im Vertrieb von
Paramount Home Entertainment (Germany) GmbH
Betastr. 10c, 85774 Unterföhring, Germany
Telephone: + 49 (0) 89 xxx
Facsimile:  + 49 (0) 89 xxx
e-mail-address: xxx

Die betreffende Person, wo arbeitet die jetzt eigentlich? Bei Constantin, Paramount oder Hilight (der Produktionsfirma, die die DVDs letztendlich presst)? Naja, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.

Der TV-Dreikampf

Der „Dreikampf“ mit Westerwelle, Trittin und Lafontaine war in meinen Augen deutlich interessanter als das „Duell“ zwischen Merkel und Steinmeier, bei dem ich selbst bei der Zusammenfassung der Highlights irgendwie eine bleiernde Müdigkeit verspürte.

Was mir gar nicht gefallen hat, war die Moderation in Person von Jörg Schönenborn, und zwar aus den gleichen Gründen, aus denen ich einen Moderationsjob (für eine Gesprächsrunde) nie annehmen würde: Er fällt den Menschen ins Wort. Und zwar penetrant, nervig und laut.

Interessanterweise hatte ich den Eindruck, dass er das insbesondere bei Trittin und Lafontaine machte, Westerwelle hatte immer genug Zeit, seine Rede rethorisch und mit (verglichen zu den anderen) relativ großen Pausen aufzubauen.

Dafür ist er allerdings an anderer Stelle, wenn es zu Übersprechen bei den Kandidaten kam, auch nicht dazwischengegangen. Konsequent war er also, ebenso wie er ungeeignet dafür ist oder war. Als Chefredakteur hat man natürlich eine starke eigene Meinung – muss man haben. Dass die von einem Moderator nicht gefragt ist, sollte ein Chefredakteur eigentlich wissen.

Daher macht man entweder den Job und hält sich raus, oder macht den Job nicht und verbreitet seine Meinung. Beides geht nicht.

Motorrad fetzt!

Ich dachte ja immer, Motorrad fahren wäre geil. Heute weiss ich: Es ist geiler.

Zwar habe ich erst 2 Fahrstunden hinter mir, von denen ich eine mit Schrittgeschwindigkeit über den Feldweg getuckert bin, aber die 2. Stunde hat mir, nachdem mir erklärt wurde, ich dürfe jetzt auch am Gas drehen, deutlich mehr Spaß gemacht.

Nachdem ich dann auch Schalten durfte, und am Ende der Stunde mit 60 bis 70 Sachen im 4. Gang über den Weg gebraust bin muss ich sagen: Es ist nur geil und ich kann die nächste Stunde kaum noch erwarten, wenn ich von dem Feldweg runter und auf die Straße darf.

Das klingt jetzt alles vielleicht schwärmerisch und toll, es macht auch wahnsinnigen Spaß, ist aber für mich gleichzeitig ein Schritt auf dem Weg zur Erfüllung eines alten Traums, den zu erfüllen ich mir fest vorgenommen habe, als ich ca. 12 war. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Und als ich gestern einen Arbeitskollegen gefragt habe, warum ich mir damals, mit 16 anstelle eines Rechners keinen Roller, Mofa, oder wenigstens den Führerschein dafür habe schenken lassen, meinte er: „Weil du dir jetzt davon ein Mofa kaufen kannst“ (er meinte aber bestimmt Motorrad). Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass er damit Recht hat.