Ein Server mit der Eee Box und Ubuntu #3 – DynDNS

Da ich den Server extern zur Verfügung stelle, brauchte ich ein entsprechendes Konzept. Mein Gedanke war die Errichtung einer Subdomain-Struktur:

  • xyz.dyndns.org
    • projektverwaltung.xyz.dyndns.org
    • projektabc.xyz.dyndns.org

Das ganze sollte über vhost-Configs abgedeckt werden. Jetzt fehlt mir leider eine qualifizierte Übersicht über die DynDNS-Dienste, die in der Fritz!Box vorkonfiguriert sind und die über eine Wildcard-Option verfügen.

Auch wenn man das auf diversen Internetseiten lesen kann: DynDNS.org bietet Wildcards nur für PRO-Accounts an. Und zahlen wollte ich dafür natürlich nichts.

Also blieb mir nur übrig, eine Ordnerstruktur zu verwenden. Damit bleibt es bei der Technik mit .htaccess-Files, um Berechtigungen auf die Ordner zu vergeben.

Ich werde jetzt allerdings keine Details zu Adressen offenlegen, die Adressen kennen die Menschen, die sie brauchen. Admin-Web-Interfaces sind auch nicht installiert…

Das schmutzige Geschäft

Ein junger Mann erkennt Sonneborn, nimmt seinen Mut zusammen und fragt ihn, ob die PARTEI, die nicht zugelassen wurde, nun nicht zur Wahl der Piratenpartei aufrufen könne. Sonneborn winkt ab, er werde eher zur ungültigen Stimmabgabe ermuntern – und dies dann »propagandistisch ausschlachten«. Als er sieht, wie enttäuscht der junge Pirat ist, ruft er ihm hinterher: »Du verstehst dieses schmutzige Geschäft nicht, du bist noch jung und hast Ideale!« Der junge Mann wendet sich ab und geht.

via Politische Bewegung: Vorsicht, Opposition! | ZEIT ONLINE.

Genau das ist es: Wir haben Ideale. Auch wenn ich es schade finde, dass die „PARTEI“ die Piraten nicht unterstützt, verpflichtet sind sie dazu nicht, dafür aber konsequent in der Umsetzung der „modernen, inhaltslosen Turbopolitik“.

Kopierschutz oder Abspielschutz – reloaded

Vorhin habe ich mich erst telefonisch an die Firma „Constantin Film“ und danach per eMail an die Firma „highlight“ gewandt mit folgendem Wortlaut:

Hallo [Name],

leider habe ich mit der legal erworbenen DVD „Die Welle“ Probleme mit der Wiedergabe.

Ich verwende zur DVD-Wiedergabe eine originale, unmodifizierte Playstation 2, die meines Wissens ein lizensiertes Endgerät zur Wiedergabe von Video-DVDs ist.

Leider lässt sich der Film „Die Welle“ nicht auf der Playstation 2 abspielen.

Da ich zur Überprüfung auch andere aktuelle Filme wie „Sommer“ und „Juno“ abgespielt habe, schließe ich ein Verschulden seitens des Abspielgerätes aus.

Bitte erklären Sie mir, wie ich die DVD abspielen oder zurückgeben kann (denn sie ist ja geöffnet, sonst hätte ich ja nicht feststellen können, dass Sie nicht abspielbar ist).

Da ich nicht davon ausgehe, ein ungewohntes Abspielgerät zu benutzen, da die PS2 ja mit der DVD-Norm produziert ist, möchte ich auch keine Ratschläge die in die Richtung „kaufen Sie sich einen anderen DVD-Player“ weisen, erhalten. Norm ist Norm, ihre DVD scheint sich nicht daran zu halten und lässt sich nicht abspielen.

Ich kann ihnen sagen, dass diese ganzen Kopierschutz-Maßnahmen mich als zahlenden Kunden extrem verärgern. Ich gebe 10 oder mehr Euro für ein Original aus, nochmal 50 bis 100 € für ein lizensiertes Endgerät und bin dann nicht einmal in der Lage, diese Werte entsprechend ihrem Zweck zu nutzen?

Hätte ich mir – wie ja von der Industrie so oft angeführt – den Film aus einer Tauschbörse heruntergeladen, hätte ich nichts bezahlt und keine Probleme gehabt, den Film abzuspielen.

Wo ist also der Mehrwert wenn ich Geld ausgebe und die Sachen nicht sehen kann?

Ich fühle mich hier richtig verarscht.

Ich hoffe sie haben eine zufriedenstellende Lösung für das Problem. Sonst sehe ich mich gezwungen, nach dem Boykott von EuroVideo, deren Kopierschutz bei mir ebenfalls zum Abspielschutz „mutiert“ ist, auch Constantin Film DVDs in Zukunft im Regal stehen zu lassen.

mit wenig freundlichen Grüßen

Ich habe es dabei unterlassen darauf hinzuweisen, dass eine Wiedergabe unter Linux mittels verschiedener Bibliotheken, die alle nicht lizensiert sind, sehr wohl möglich ist. Aber ich möchte den Film ja im Wohnzimmer auf der Couch sehen und nicht im Arbeitszimmer.

Ich muss ja sagen, am Telefon mit Hinweis auf einen eMail-Kontakt abgebügelt zu werden ist nicht so toll. Da war das Gespräch mit dem Produktmanager bei EuroVideo doch deutlich interessanter und persönlicher.

Ein Server mit der Eee Box und Ubuntu #2 – Netz

Das Einrichten des WLANs war etwas komplizierter als angenommen, immer ging es überhaupt, sprich: Ein Treiber war vorhanden, eine Anleitung auch. Sicher gibt es einfacherere Dinge, als den Treiber für eine RALink RT2860 zu installieren, aber das geht dann auch, wenn man ein paar einfache Dinge beachtet.

Da ich mich nicht auf meinen DHCP verlassen möchte, sondern der Kiste eine feste IP geben will (und muss) um die Firewallregeln in der Fritzbox entsprechend anzupassen und Ports zu öffnen, und nicht intern nach der IP suchen muss, habe ich die WPA-Supplicant-Regeln zusammen mit einer festen IP in die /etc/network/interfaces geschrieben. Dabei habe ich auch die Option genutzt, den DNS bzw. die DNSse statisch einzutragen.

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass beim Verbinden mittels WPA_Supplicant nicht automatisch eine IP-Netzwerkconfiguration vorgenommen wird.

Derzeit ist der WPA_Supplicant noch per WPA-Verschlüsselung verbunden, aber ich werde versuchen, das in WPA2 zu ändern. Damit wäre die Verbindung bei WLAN-Draft-n-Anbindung und WPA2 ziemlich schnell und sicher.

Warum ich dann nicht gleich Ethernet genommen habe, werden sich einige fragen. Vielleicht fragen Sie dann auch mich, daher gleich im voraus die Antwort:

Meine Fritz!Box steht im Wohnungsflur und das ist auch gut so. Weniger gut ist, dass unsere Telefonleitung blitztechnisch nicht sonderlich gut abgesichert ist. Daher möchte ich keine physische Verbindung zwischen dem Server und der Fritz!Box, schon gar nicht über ein LAN-Kabel. Neulich bei einem Gewitter schlug der Blitz in unserer Nähe ein, zerstörte die Fritz!Box und schoss durch das LAN-Kabel in den Devolo-Stecker im Flur. Das möchte ich mit dem Server vermeiden.

Daher wird der Server es sich in meinem Arbeitszimmer im Regal gemütlich machen, wo ich auch weniger Probleme habe mit Tastatur und Monitor anzurücken, wenn es doch mal Probleme geben sollte. Außerdem ist dort genug Raum bzw. Steckdosenplatz für eine entsprechende Steckerleiste.

Links

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Weiter geht’s dann wohl eher nächste Woche, wenn ich mit den DNS-Geschichten irgendwann mal zurandekomme.

Ein Server mit der Eee Box und Ubuntu #1 – Installation

Okay. Es mag viele geben, die jetzt fragen, warum ausgerechnet die Eee Box? Die Antwort ist eigentlich einfach: Ich will mir keinen vServer mieten, einen Rootserver noch weniger. Datenhaltung zuhause ist mir in manchen Fällen wichtig. Für die Eee Box habe ich mich aufgrund eines verdammt guten Angebotes und ihrem niedrigen Stromverbrauch entschieden.

Dazu kommt das schnelle WLAN, dass ich als Anbindung für die Box verwende, dazu aber später mehr. Die Wärmeentwicklung und der Geräuschpegel sind optimal, um die die Kiste im Regal unterzustellen.

Die Installation

Klar, unboxing und so, aber das lass ich mal so außen vor.

Zuerst: den Ubuntu Server auf einen USB-Stick pressen. Dazu geht man in jeder halbwegs aktuellen Ubuntu-Version auf System → Systemverwaltung → Create a USB Startup Disk. Ich für meinen Fall habe mich gleich für das aktuelle Ubuntu 9.04 entschieden. Leider hat das in meinem speziellen Fall nicht viel geholfen, allerdings ist es möglich, dass es auch an dem USB-Stick lag. Ich habe mit einem anderen USB-Stick unter Windows einen Bootstick mittels Unetbootin erstellt.

Danach kommt der Stick in die Box und man bootet von USB, installiert Ubuntu.

Installiert wird das Gerät, wie ein Ubuntuserver so installiert wird. Ein paar Dinge eintippen, User anlegen, Servertasks auswählen. Bei mir sind das:

  • Basic Ubuntu Server
  • LAMP
  • Samba
  • SSH

Für meine Zwecke durchaus ausreichend und für meine primären Aufgaben völlig ausreichend.

15 Tracker auf des toten Trackers Kiste

Wie ich gestern abend noch im Scusiblog erfuhr, hat man Piratebay abgeschaltet. Bleibt die Frage: „Und?“.

Zuerst einmal ist das eine echt bescheidene Situation für alle, die Torrents mit ihren eigenen, legalen Dingen bei TPB getrackt haben, als erstes Beispiel fiele mir da „Meet The GIMP“ ein. Natürlich liefen über TPB auch Linux-ISOs und CC-Musik, auch wenn das insgesamt eher die Ausnahme gewesen sein dürfte.

Aber was man anscheinend immer noch nicht verstanden hat: Den Fehler eines komplett zentralen Netzwerks wie bei Napster hat man mittlerweile korrigiert, d.h. die Dienste sind für die, die sich Filme und Musik illegal beschaffen wollen, austauschbar geworden. P2P-Netze sind vergleichbar mit den Köpfen einer Hydra: Eine Seite wird geschlossen, 2 neue machen auf, inklusive entsprechender Tracker. Darknets sprießen aus dem Boden, SecureVPNs wie IPredator, das verfolgen des Traffics führt oft dazu, dass er unsichtbar gemacht wird.

Wer den Kampf gegen das Netz aufnimmt kann heutzutage fast nur scheitern. Sicher werden einige User auf der Strecke bleiben, wie das immer so ist. Aber letztendlich ist das Netz Legion. Alle besiegen geht nicht.

In diesem Sinne: „Jo Ho und ne Buddel voll Rum“

Wahlkampf – ohne Inhalt?

Ich weiss ja nicht, wie es in anderen Wahlkreisen aussieht, aber unsere Spitzenkadidaten der SPD und CDU im Main-Kinzigkreis haben wirklich sehr inhaltsleere Slogans.

Da wäre der von Sascha Raabe:

Für uns in Berlin

Schön, knackig, prägnant. Aber was sagt er aus? Er referenziert lediglich den Status quo. Da ist der von Peter Tauber zwar „visionärer“ (er drückt seinen Wunsch aus), ansonsten aber gleichfalls selbstreferenziert und inhaltsleer:

Für uns nach Berlin

Fehlen eigentlich außer mir keine Themen auf den Plakaten? Im SPD-Flyer MKK stehen unter den Fotos so tolle Bildunterschriften wie „Der Raabe kann’s“. Inhaltsleere auf Hochglanz.

Conrad Buchholz von der FDP bzw. den Julis hat da schon eine markantere und positivere Aussage:

Deutschland kann es besser

Reiner Bousonville von den Grünen wirbt mit dem Bundesmotto

Aus der Krise hilft nur Grün

und dem Regionalthema „Erneuerbare Energie statt Stäudinger“.

Werner Dreibus von den Linken hat Gerechtigkeit zum Thema (es ist aber durchaus möglich das dieses Plakat von von der Europawahl ist, denn bisher habe ich von den Linken nur Themenplakate gesehen):

Damit es im Land gerecht zu geht!

Der Versuch der Piraten, einen Direktkandidaten für MKK aufzustellen ist ja leider misslungen, dafür konzentrieren wir unsere gesamten Anstrengungen auf den Wahlkampf des Bundes- bzw. des Landesverbands.

Frankfurt by bike

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Frankfurt Skyline (cc) von shindarsky

Frankfurt mit dem Rad ist eine deutlich angenehmere Sache als Frankfurt mit dem Auto – wenn man bereit ist ein paar kleine Dinge einfach zu akzeptieren. Das mit den Verkehrsregeln, die in Frankfurt – vermutlich in Großstädten generell – für Fahrräder anders ausgelegt werden.

Auf jeden Fall ist das vorrankommen im großen und ganzen sehr entspannt und zügig. Zügiger auch, als mit dem Auto, kostengünstiger allemal. Fahrradständer oder -abstell-und-Anschließmöglichkeiten allerortens, gesparte Parkgebühren, vom Benzin ganz zu schweigen.

Unschön wird es aber, wenn man mit dem Rad nicht – wie geplant gegen Ende des Tages zum Bahnhof zurückfährt, sondern aufgrund höherer Gewalt (namentlich: Gewitter und Sturm) gezwungen ist, überstürzt in eine U- und S-Bahn-Station zu flüchten. Die sind nämlich extrem Fahrradunfreundlich. Fast Rolltreppen only bedeutet: „No bikes“ bzw. nur sehr eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten für Radfahrer.

Damit bleibt das Fazit: Frankfurt in Zukunft mit dem Rad, aber nur, wenn kein Gewitter angekündigt ist.

Grammatikalische Nähe, sonst nichts.

Die Tage ist mir ein Werbeträger der SPD in den Briefkasten geflattert. Darauf die Gesichter von Sascha Raabe und Frank-Walter-Steinmeier. Im „Editorial“ von Herrn Raabe bringt mich dann folgende Aussage fast zum brechen:

Ich bin ebenfalls stolz, dass ich mit dazu beitragen konnte, dass mit dem Konjunkturprogramm des Bundes notwendige Investitionen in den Kommunen angeschoben werden konnten. Damit stärken wir in der Krise die heimische Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze. Über 100 Millionen Euro fließen aus den Programmen von Bund und Land nach Hanau und in den Main-Kinzig-Kreis. Das meiste davon geht in die Sanierung von Kindergärten und Schulen, denn Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir in Deutschland haben.

Hervorhebungen sind von mir. Was bitte sagt das aus? Das Geld aus dem Konjunkturpaket hätte man locker sinnvoller in Lehrstellen und Bildungmittel (und eventuell neue Rechner) investieren können. Ich kenne die Zustände an Schulen nur zu gut. Klar nehmen die, was sie bekommen können, aber diese Zweckbindung für Renovierung und Energieeffizienz war das dümmste, was man machen konnte.

Im Endeffekt wird die Bildungssituation dadurch erstmal verschlechtert. Raumumzüge, Sperrungen etc. Ich habe ein Jahr als Wanderklasse hinter mir. Das ist kein Spass sondern Stress.